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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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Friedensbildung

23 Oktober, 2025

Bundeswehr lass‘ die jungen Leute in Frieden: Nein zum Werben fürs Töten und Sterben beim Karrieretag in Karlsruhe

Am 22. Oktober fand in Karlsruhe der Karrieretag in der Schwarzwaldhalle statt. Zwischen Firmen, Hochschulen und Jobangeboten – mittendrin: die Bundeswehr. Werbung fürs Sterben, getarnt als Karrierechance.

Das konnten wir nicht unkommentiert lassen. Vor der Halle standen Antimilitaristinnen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigung der Kriegsdienstgegnerinnen, Menschen vom Friedensbündnis Karlsruhe, vom Offenen Antifaschistischen Treffen, vom Offenen Feministischen Treffen und von der Linksjugend [’solid].

Gemeinsam informierten wir über Militarisierung, über Kriegsdienstverweigerung und über Alternativen zu Aufrüstung und Krieg.

Viele junge Menschen kamen zu uns,nahmen Flyer und Sticker mit und sagten klar: Kein Bock auf Bundeswehr.

Sie wollen Frieden, keine Waffen, keinen Zwang, kein Töten. Drinnen auf der Messe zeigten Aktivist*innen direkt am Stand der Bundeswehr Haltung – und bekamen sofort die Polizei zu spüren. Personalienkontrolle. Rauswurf.

Doch draußen ging’s weiter:

Wir informierten weiter, diskutierten weiter, und machten deutlich:

Die Bundeswehr hat auf Bildungsmessen nichts verloren. Kein Werben fürs Töten und Sterben – sondern Perspektiven für Frieden und Zukunft. ✌️

23 September, 2025

Neuer Wehrdienst vor Verabschiedung im Bundestag

Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Pistorius zum neuen Wehrdienst auf den Weg gebracht und soll 1. Januar 2026 Inkrafttreten.

Pistorius will die Bundeswehr wieder kriegstüchtig machen und braucht dafür mehr Personal. Zunächst sollen auf freiwilliger Basis mehr Soldatinnen und Soldaten für den Dienst in der Bundeswehr gewonnen werden. Er will damit bis zu 40.000 junge Männer jährlich für einen Freiwilligen Wehrdienst von 6-12 Monaten gewinnen. Schmackhaft gemacht wird der neue Dienst mit attraktiven Maßnahmen.

Der Neue Wehrdienst enthält aber auch Pflichtelemente. Junge Männer, ab dem Geburtsjahrgang 2008, werden zwangserfasst und von der Bundeswehr angeschrieben. Sie müssen die verpflichtende Bereitschaftserklärung (Fragebogen) ausfüllen und zurückschicken. Ab dem 1. Juli 2027 werden alle jungen Männer wieder zwangsgemustert. Frauen und Personen mit anderem Geschlecht können sich auf freiwilliger Basis für den neuen Wehrdienst bewerben.

Mit dem Bekanntwerden der Pläne von Pistorius sind die Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung sprunghaft gestiegen. Wir hatten auch eine gute Berichterstattung in der Tagesschau und ZDF heute. Viele junge Menschen wollen jetzt mit ihrer vorsorglichen Kriegsdienstverweigerung ein politisches Zeichen setzen, obwohl sie keinen Zivildienst leisten müssen. Wir erhalten auch viele KDV-Anfragen von älteren Jahrgängen, die ebenfalls verweigern wollen. Sie zeigen damit auf, dass sie im Spannungs- und Verteidigungsfall nicht bereit sind, als Soldat im Krieg Menschen zu töten oder selbst getötet zu werden. Die Anerkennungschancen sind hoch.

Als DFG-VK lehnen wir das neue Wehrpflichtgesetz ab und rufen zur aktiven Kriegsdienstverweigerung auf. Wir unterstützen mit unserem Netz an Beraterinnen und Beratern die jungen Männer bei der KDV-Antragstellung. Wir geben auch Tipps wie man mit der Bereitschaftserklärung (Fragebogen) umgehen kann. Alle Infos auf www.dfg-vk.de

17 September, 2025

Der „ULLI-THIEL-FRIEDENSPREIS“ geht in die siebte Runde – Die Pressemitteilung dazu

Zum Weltfriedenstag am 21. September 2025

Ulli-Thiel-Friedenspreis „Frieden schaffen ohne Waffen“ für Schulen in Baden-Württemberg 2025/26

1981 wurde von der UNO Generalversammlung beschlossen, den 21. September als Weltfriedenstags zu begehen. An diesem Tag startet der Ulli-Thiel-Friedenspreis für Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulen in Baden-Württemberg im Schuljahr 2025/26. Der Wettbewerb wird zum siebten Mal angeboten und richtet sich an Einzelpersonen, Klassen, Arbeitsgruppen und Schulen aller Alters- und Klassenstufen. Für den Preis kann ein Friedensthema aus den baden-württembergischen Bildungsplänen gewählt werden. Das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ sollte in den Beiträgen deutlich werden. Es können Arbeiten in Form von Bildern, Plakaten, Kunstwerken, Collagen, Videos, Audiodateien, Projekten, Gedichten, Texte, Songs u.a. von Schüler*innen mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte eingereicht werden.

Die Veranstalter, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg, die Evangelische Landeskirche in Baden, pax an! – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, pax christi Baden-Württemberg, die Evangelische Landeskirche in Württemberg und die GEW Baden-Württemberg möchten mit dem Preis die Friedensbildung an den Schulen weiter stärken.

Im sechsten Jahr der Preisverleihung beteiligten sich 27 Schulen mit insgesamt 55 Arbeiten. Bei der Preisverleihung am 11. Juli 2025 in Karlsruhe erhielt die Gewerbliche Schule Schwäbisch Hall mit ihrem Friedenskalender den mit 500€ dotierten ersten Preis. Es gab ebenso erste und weitere Preise für Kunst und Literatur,sowie zum ersten Mal Preise für Schulprojekte. Auch zwei Grundschulen beteiligten sich und zeigten mit einem Theaterstück sowie der künstlerischen Gestaltung einer Wand im Eingangsbereich der Schule wie sehr sie sich mit dem Thema Frieden auseinandergesetzt hatten.

Der Namensgeber Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer an der Erich-Kästner-Schule für hör- und sprachgeschädigte Kinder und Jugendliche in Karlsruhe. Er war jahrzehntelang mit seiner Frau Sonnhild aktiv in der Friedensbewegung, insbesondere in der DFG-VK. Außerdem engagierte er sich in der Friedensarbeit der Badischen Landeskirche und wirkte viele Jahre im Beirat der Arbeitsstelle Frieden mit. Er war Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland mit 400.000 Menschen.

Die Einsendungen können mit einer kurzen Beschreibung per Mail: Friedenspreis-utfp@posteo.de eingereicht werden oder per Post an: Ulli-Thiel-Friedenspreis, Holderstraße 16, 73779 Deizisau.

Einsendeschluss ist der 27.März 2026. Es werden wieder mehrere Preise ausgelobt, der 1. Preis mit 500 €.

Die Preisverleihung wird am 26. Juni 2026 stattfinden. Alle Infos unter: www.ulli-thiel-Friedenspreis.de

Bildrechte bei Peter Axmann und der DFG-VK

14 Juli, 2025

DIE GEWERBLICHE SCHULE SCHWÄBISCH HALL ERHÄLT DEN ULLI-THIEL-FRIEDENSPREIS 2025

Der „Ulli-Thiel Friedenspreis“ für Schüler:innen in Baden-Württemberg erfreute sich zum sechsten Mal in Folge großer Beliebtheit und stärkt die Friedensbildung an Schulen. Das wurde bei der 6. Preisverleihung am 11. Juli 2025 im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe deutlich. Aus allen Schularten kamen insgesamt 50 Einsendungen. Dieses Jahr wurden insgesamt 13 Beiträge ausgezeichnet, darunter vielfältige kreative Arbeiten, die von hohem Engagement zeugen, so dass die Jury eine herausfordernde Aufgabe hatte.


Den mit 500 Euro dotierten ersten Preis erhielt die Gewerbliche Schule Schwäbisch Hall

Die Schüler:innen der Klasse AVD3 Vorqualifizierung Arbeit und Beruf gestalteten einen Friedens-Kalender. „Ich bin die Taube, die ihr Nest verlassen hat, und zum Frieden geflogen ist“, beschrieb ein Schüler aus Afghanistan seine Holzstift-Zeichnung einer Taube, die aus einer offenen Hand der Sonne entgegenfliegt. Und ein Schüler aus der Ukraine malte mit Bleistift seine Metapher eines Handschlags, der eine Brücke zum Frieden wird. Die Klasse besteht aus jungen Männern aus acht verschiedenen Nationen. Jeder Monat wurde von einem anderen Schüler künstlerisch mit verschiedenen Techniken gestaltet und mit einem Text zu seinen persönlichen Gedanken zum Thema Frieden versehen. Der Kalender wurde in einer kleinen Auflage gedruckt und in der Schule an vielen Stellen aufgehängt. Mit großer Freude nahmen die Schüler aus Schwäbisch Hall und ihr Lehrer Stefan Hartelt, der schon seit mehreren Jahren Arbeiten zum Ulli-Thiel-Friedenspreis einreicht, den Preis entgegen.


Den ersten Preis in der Kategorie Kunst erhielt Jule Hambrecht vom Schlossgymnasium in Künzelsau für ihr plastisches Kunstwerk unserer zerstörten in Scherben liegenden Welt und der dazugehörigen Bildbeschreibung, die davon spricht, wo Menschen trotz allem Hoffnung finden.


In der Kategorie Literatur ging der erste Preis an Lia Poth vom Heisenberg- Gymnasium in Bruchsal. Sie hat sich in einem Poetry-Slam Gedanken dazu gemacht, dass Frieden nicht durch Waffen, sondern durch Kommunikation und Haltung erreicht werden kann.


In der in diesem Jahr neu definierten Kategorie Schulprojekte erhielt die Verbundschule Neckarsulm den ersten Preis. Die Schüler:innen haben ein Buch vom Frieden erdacht, das Stimmen zum Frieden aus der Schüler- und Lehrerschaft, aber auch aus der Politik, darunter von Landes-Bildungsministerin Theresa Schopper und Bundeskanzler Friedrich Merz, versammelt. Das Buch wird auf einem eigens dafür hergestellten Olivenholztisch im Eingangsbereich der Schule ausgestellt.


Zwei Grundschulen aus Stuttgart teilen sich den Grundschulpreis: Die Falkert-Grundschule hat ein herausragendes Theaterstück nach dem Bilderbuch „Das Sonnenblumenschwert“ eingereicht, die Wilhelm-Hauff-Grundschule eine Collage aus 40 Einzelarbeiten, die am Haupteingang des Schulhauses angebracht wurde.


Weitere Auszeichnungen gingen an das Schlossgymnasiums Künzelsau, das Heisenberg- Gymnasium Bruchsal, das Gymnasium Karlsruhe Neureut, die Lindenrainschule Ebhausen, die Schule beim Jakobsweg der Paulinenpflege in Winnenden und das Nellenburg-Gymnasium in Stockach. Auch 7 Anerkennungspreise und 2 Buchpreise wurden vergeben. Alle anderen Teilnehmer:innen erhalten eine Urkunde.


Prälatin Heide Reinhard hielt die Laudatio. Sie zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und der Kreativität der eingereichten Arbeiten und dem Mut der Schüler:innen mit ihren Werken beherzt für den Frieden einzutreten.


Sonnhild Thiel, Ehefrau des verstorbenen Namensgebers des Preises, betonte in ihrer Rede die Hoffnung, die die Preisträger*innen ausstrahlen, und ermutigte sie: „Lasst euch nichts weiß machen und seht nicht schwarz. Achtet auf die Grautöne, füllt diese mit Farbe, denn das Leben ist bunt und Leben heißt hoffen. Ihr habt euer Leben vor euch und ihr wollt leben. Das macht mir Mut, dafür dank ich euch.“


Die neue Ausschreibung für den Wettbewerb 2025 / 26 startet am Weltfriedenstag, 21. September 2025.

Zum Hintergrund:

Der Preis wird von der Evangelischen Landeskirche in Baden, der DFG-VK Baden-Württemberg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), „pax an!“ – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und pax christi Freiburg und Rottenburg-Stuttgart ausgelobt.

Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer, Friedensaktivist und Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der bislang größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland. Von ihm stammt der Spruch „Frieden schaffen ohne Waffen“, der zum Motto des Preises geworden ist.

Weitere Impressionen von der friedlichen, fröhlichen und für uns rührenden Preisverleihung. Danke an alle, die das möglich gemacht haben. Danke an alle Teilnehmenden

20 Mai, 2025

Klare Haltung für den Frieden – und gegen Menschenfeindlichkeit: der Stuttgarter Konsens

Als DFG-VK Baden-Württemberg ist es uns ein zentrales Anliegen, nicht nur für den Frieden einzutreten, sondern auch deutlich zu machen, mit wem wir das tun – und mit wem nicht. In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen rechte Gruppen, AfD-nahe Kreise, Verschwörungsideolog*innen und andere mit schlechten Absichten unsere Symbole, unsere Sprache und unsere Forderungen vereinnahmen – in Wahrheit aber nichts mit unserem Pazifismus, unseren Werten und unserer politischen Haltung zu tun haben.

Diese Akteure nutzen den Ruf nach Frieden, um menschenfeindliche, unsoziale und oft hasserfüllte Botschaften zu verbreiten. Sie instrumentalisieren die Friedensbewegung, um ihre eigenen, demokratiefeindlichen Ziele zu verfolgen. Das lehnen wir entschieden ab.

Wir als konsequente Pazifist*innen wissen: Gewalt – ob militärisch, strukturell oder verbal – kann niemals ein Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Wer zu Spaltung, Hetze oder Ausgrenzung beiträgt, hat in unserer Bewegung keinen Platz. Auch die Sprache und Rhetorik dieser Gruppen widersprechen allem, wofür wir als gewaltfreie Bewegung stehen.

Im Winter 2023 ist in Stuttgart – nach intensiven und solidarischen Diskussionen verschiedener Gruppen – das Stuttgarter Konsens-Papier entstanden. Es ist eine klare und notwendige Grundlage für unsere weitere Arbeit. Gerade mit Blick auf unsere Landesmitgliederversammlung im Juni, bei der wir über künftige Bündnisse diskutieren werden, ist es uns wichtig, diese gemeinsame Position noch einmal sichtbar zu machen.

Deshalb dokumentieren wir das Stuttgarter Konsens-Papier im Folgenden erneut in voller Länge – als Ausdruck unserer Haltung, unserer Abgrenzung und unserer Einladung an alle, die dieselben friedenspolitischen Werte teilen.

Wenn auch ihr Euch diesen Werten verpflichtet fühlt, könnt ihr das „Stuttgarter Konsens-Papier“
unterzeichnen. Sendet eine Mail an kontakt@stuttgarter-friedenskonsens.org und ihr werdet auf der
Seite https://www.stuttgarter-friedenskonsens.org/ veröffentlicht.

11 April, 2025

Veteranentag 2025 – Kein Grund zum Feiern!

Im Jahr 2025 soll zum ersten Mal ein Veteranentag in Deutschland stattfinden – so hat es der Bundestag 2024 beschlossen. Ziel dieses neuen Gedenktages: das Ansehen von Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft zu stärken. Für uns ist das der komplett falsche Weg.

Statt das Militär weiter in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken und militärisches Handeln zu normalisieren, braucht es endlich eine klare Absage an Krieg, Gewalt und Aufrüstung! Wir wollen keine Gesellschaft, in der Menschen fürs Töten und Sterben geehrt werden – sondern eine, die auf friedliches Miteinander, zivile Konfliktlösungen und soziale Gerechtigkeit setzt.

Deshalb rufen wir für den 15. Juni 2025 in ganz Baden-Württemberg zu Protesten gegen den Veteranentag auf!

Ein Bündnis arbeitet bereits an der Organisation der Proteste. Die zentrale Kundgebung wird auf dem Schlossplatz in Karlsruhe stattfinden. Doch wir brauchen noch mehr Widerstand – in Freiburg, Lenzkirch, Offenburg, und überall dort, wo die Bundeswehr an diesem Tag ihre Selbstinszenierung plant.

Unsere Heldinnen sind nicht die, die kämpfen, töten und sterben. Unsere Heldinnen sind die, die friedlich leben und Gewalt überwinden.

Ob Mahnwache oder große Kundgebung – jede Aktion zählt! Wenn ihr selbst etwas organisieren wollt, kommt zu unserem nächsten Bündnistreffen. Die Einladung gibt’s über unseren Geschäftsführer – einfach eine kurze Mail an ihn schicken.

Es wird auch wieder Flyer geben, die ihr leicht an eure Aktion anpassen könnt. Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen gegen Militarisierung und für eine friedlichere Gesellschaft!

DFG-VK Baden-Württemberg

8 April, 2025

Einsendeschluss Ulli-Thiel-Friedenspreis: 12.04.2025 

Letzte Chance auf ein Preisgeld von bis zu 500 €. Also wenn ihr noch mitmachen wollt – nicht zögern und bewerben- und wenn es ein zwei Tage länger dauert – auch nicht schlimm. Schickt uns eure Ideen – Die Welt wartet drauf.

www.ulli-thiel-friedenspreis.de

3 April, 2025

Peter Wahl: Die Weltordnung im Umbruch und Gegenbewegungen (live 13.3.25 in Freiburg)

2025 – ein Jahr voll außergewöhnlicher Herausforderungen:
Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die um sich greifende Militarisierung 
unserer Gesellschaft, der Abbau von Demokratie, der Durchmarsch von KI und
 der Rechtsruck hier und weltweit – angeführt von US-Präsident Donald Trump 
und Milliardären wie Elon Musk, stehen für das größte Aufrüstungsprogramm der EU und Deutschlands, und und…

Referent: Peter Wahl
Veranstalter: attac Freiburg zusammen mit Freiburger Friedensforum, DFG-VK Freiburg, DGB-Stadtverband Freiburg, FARBE e. V., IPPNW Freiburg, ver.di-Ortsverein Freiburg
Do., 13.03.2025 | 19 Uhr | Gewerkschaftshaus Freiburg

5 Dezember, 2023

Für eine Schule ohne Wehrpropaganda

November 2023 von Klaus Pfisterer

Bundeswehr-Werbestrategien noch ohne Erfolg – es fehlt Personal

Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht neue Vorschläge zur Militarisierung der Gesellschaft oder des Bildungswesens kommen. Einige Stichworte: Soziales Pflichtjahr für alle, Wiedereinführung der Musterung, verstärkter Einsatz von Jugendoffizier*innen und Karriereberater*innen an Schulen, Aufhebung des Werbeverbots der Bundeswehr an Schulen, Rücknahme der Zivilklauseln an Universitäten. Hinzu kommen das gigantische 100 Mrd.Euro Sondervermögen (Sonderschulden) für die Bundeswehr, die Erhöhung des Verteidigungshaushalts sowie die Absicht, künftig 2% des Bruttosozialprodukts für die Verteidigung auszugeben. All das mit dem Ziel, die Bundeswehr für mögliche Kriegseinsätze aufzurüsten und genügend Soldatinnen und Soldaten zu rekrutieren.  

Die Bundeswehr ist auf einem großen Werbefeldzug, denn ihr fehlt der Nachwuchs für künftige Einsätze. Aus dem Jahresbericht 2022 der Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) ist zu entnehmen, dass zum 31.12.2022 183.051 Soldatinnen und Soldaten Dienst in den Streitkräften leisteten: 56.729 Berufsoldat*innen, 116.872 Soldat*innen auf Zeit und 9.450 Freiwillig Wehrdienst Leistende – 600 weniger als ein Jahr zuvor. (1) Nach den Vorstellungen von Verteidigungsminister Pistorius (SPD) soll bis 2031 die Zahl auf 203.000 steigen. Ob dies gelingt, ist fraglich, denn es gibt zahlreiche Probleme bei der Personalgewinnung: Die Konkurrenz mit der Wirtschaft, der Fachkräftemangel und die sinkenden Schulabgänger-Zahlen. Hinzu kommen Probleme in der Truppe: Entlegene Standorte sind unattraktiv, die Vereinbarkeit von Familie und Dienst ist nicht gegeben und in zahlreichen Kasernen gibt es kein WLAN.

2022 gab es 18.770 Dienstantritte. Davon haben 3.970 (rund 21%) innerhalb der ersten sechs Monate die Bundeswehr wieder verlassen, im Heer sogar 30%. Nur noch 14.800 sind im Dienst verblieben. Die Gründe für den Abbruch sind vielfältig: Private, persönliche und familiäre Gründe, gesundheitliche Gründe, Entfernung vom Heimatort, falsche Vorstellungen von den Rahmenbedingungen am Standort, bessere berufliche Alternative.

Im gleichen Zeitraum gab es 18.692 unbesetzte Stellen. Die Bewerber*innenzahlen für eine militärische Laufbahn gingen von 49.200 auf 43.900 zurück – 11% weniger als im Vorjahr.

In den ersten fünf Monaten 2023 sank die Bewerbungszahl um weitere 7 Prozent. (2). Eine Studie zeigt, dass rund 70% der Bewerbungen mit einer Absage vom Bund enden.

7.070 Soldat*innen auf Zeit haben ihren Dienst verlängert. Dafür wurden 11,5 Mio. Euro Verpflichtungsprämien ausbezahlt. Bei den Berufssoldat*innen wurden rund 2 Mio. Euro Prämien ausbezahlt.

Bei den Wiedereinstellungen traten von 3.914 Bewerbungen lediglich 1.570 den Dienst an. Noch weniger Einstellungen gab es beim Seiteneinstieg, wo von 9.928 Bewerbungen gerade mal 1.141 eingestellt wurden. In beiden Bereichen sind die Bewerbungen rückläufig und die Gewinnung hochqualifizierter Fachkräfte ist ein Problem.

Hinzu kommt, dass die Bundeswehr durch Kriegsdienstverweigerung weiteres Personal verliert. Die Zahl der KDV-Anträge von Soldat*innen ist gestiegen 2020: 108 Anträge, 2021: 176 Anträge, 2022: 235 Anträge. Ebenso die der Reservist*innen: 2020: 12 Anträge, 2021: 10 Anträge, 2022: 271 Anträge. Hier zeigt der Krieg in der Ukraine seine Auswirkungen.

Werbekampagnen zur Nachwuchsgewinnung

Die Bundeswehr wirbt massiv, um Jugendliche in die Bundeswehr zu locken. Das beginnt damit, dass die Bundeswehr jedes Jahr personalisierte Postkarten an die Jugendlichen sendet, die im Folgejahr 18 Jahre alt werden. Dazu werden der Bundeswehr jährlich Meldedaten von Jugendlichen übermittelt, wenn man dem nicht vorsorglich ausdrücklich widerspricht.

Für Werbekampagnen zur Nachwuchsgewinnung wie die YouTube Serien „Die Rekruten“, Plakataktionen wie „Mach, was wirklich zählt“, usw. gibt die Bundeswehr jährlich mindestens 35,3 Millionen Euro aus.

Jugendoffizier*innen und Karriereberater*innen schwärmen in die Schulen aus und werden in allen Bundesländern eingesetzt. Zusätzlich wurden in neun Bundesländern Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Kultusministerium und der Bundeswehr geschlossen: Nordrhein-Westfalen, Saarland, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein, um den Jugendoffiziere*innen einen privilegierten Zugang zu den Schulen zu ermöglichen. Sechs dieser Kooperationsvereinbarungen untersagen den Jugendoffizieren, im Unterricht für Tätigkeiten in der Bundeswehr zu werben: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein. Die Jugendoffizier*innen verweisen bei ihren Schulbesuchen auf die Karriereberater*innen, die explizit für den Dienst in der Bundeswehr werben.

Die Zahl der Veranstaltungen von Jugendoffizier*innen nahm kräftig zu. Dazu geführt hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Laut ihrem Jahresbericht 2022 erreichten sie bundesweit mit 5.931 Veranstaltungen insgesamt 150.021 Teilnehmende. Davon waren 123.928 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und 26.093 Multiplikator*innen, darunter 9.354 Lehrer*innen. (3)

Baden-Württemberg

Die CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg will noch mehr Militär in den Schulen, wie sie in ihrem Sicherheitspapier „Tun, was getan werden muss“ vom 12. Januar 2023 erklärt. In einer Landtagsanfrage wollte die CDU-Fraktion die Außen- und Sicherheitspolitik noch stärker als bisher in Schule und Unterricht abbilden und in den Bildungsplänen stärker verankern lassen. (4) Die oppositionelle FDP-Fraktion forderte in einer Landtagsanfrage, die Besuche von Jugendoffizier*innen in den Lehrplänen der jeweiligen Schularten zu verankern, ihnen feste Deputatseinheiten an öffentlichen Schulen vorzusehen und generell die Präsenz von Jugendoffizier*innen zu erhöhen (5). Die Kultusministerin Waltraud Schopper, Grüne, wehrte die verschiedenen Ansinnen ab und stellte in ihren Antworten klar, dass die gegenwärtigen Vereinbarungen ausreichend seien und keine Ausweitung geplant sei.

Anwerbung Minderjähriger

Dass die Bundeswerbung teilweise fruchtet, sieht man an den Einberufungszahlen Minderjähriger. Seit Aussetzung der Wehrplicht zum 1. Juli 2011 wurden mehr als 16.000 Minderjährige auf freiwilliger Basis mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten zur Bundeswehr einberufen. 2022 waren es 1.773 minderjährige Soldat*innen. Das entsprach 9,2 Prozent der 18.770 Dienstantritte. Die Bundeswehr ist auf die Minderjährigen angewiesen, ansonsten wäre die Personallücke noch größer. Dass die Bundesregierung dabei gegen die UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verstößt, wird billigend in Kauf genommen.

Widerstand gegen die Militarisierung

Es gibt den Widerstand gegen die Militarisierung der Gesellschaft und besonders des Bildungssystems. Das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr -Lernen für den Frieden“ in Baden-Württemberg setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Landesregierung die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr kündigt und die Besuche der Karriereberater*innen in den Schulen untersagt werden. Die Bundeswehr ist kein Arbeitsgeber wie jeder andere und Jugendoffizier*innen verschweigen in ihren Vorträgen oft die Kriegsrealität. Die Karriereberater*innen werben mit den Sonnenseiten der Bundeswehr und führen die Jugendlichen somit in die Irre. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene klare Beschlüsse gegen einen Einsatz von Jugendoffizier*innen im Unterricht. Die GEW-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Monika Stein, erklärte, dass die politische Bildung, auch in Fragen der Sicherheitspolitik, in die Hand der dafür ausgebildeten pädagogischen Fachleute gehört und nicht in die von Jugendoffizieren.

Der Widerstand sollte vor allem von Schüler*innen kommen, aber die sind sich noch uneins. Während die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz die Pläne zur verstärkten Werbung der Bundeswehr an Schulen entschieden verurteilt (6), sieht der Vorsitzende des Landeschülerbeirats in Baden-Württemberg auch die Vorteile von Soldat*innen in Klassenzimmern, weil das Abwechslung in den Unterricht bringe. (7)

Der Bundeswehr gelingt es trotz hohem finanziellem Werbeaufwand und dem personellen Einsatz von Jugendoffizier*innen und Karriereberater*innen nicht, die Personallücken zu schließen. Doch Vorsicht ist geboten. Die Bundeswehr wird in ihren Werbemaßnahmen nicht nachlassen. Im Bildungsbereich bedarf es neben dem Widerstand der GEW auch der anderen Lehreverbände, um der Militarisierung des Bildungswesens entgegenzutreten. Schülerinnen und Schüler benötigen Friedenserziehung und Friedensbildung statt Wehrpropaganda.

Anmerkungen

1 Jahresbericht 2022 der Wehrbeauftragten

2 tagesschau.de 2.8.2023

3 Jugendoffiziersbericht 2022

4 Antrag CDU-Fraktion in Ba-Wü 9.5.2023 Drucksache 17/4733

5 Antrag FDP-Fraktion Ba-Wü 17.4.2023 Drucksache 17/4605

6 Pressemitteilung Landesschülervertretung Rheinland-Pfalz (3.6.2023)

7 News4teachers 27.4.2023

Klaus Pfisterer ist Landessprecher DFG-VK Baden-Württemberg.

19 September, 2023

Pressemitteilung zum Weltfriedenstag am 21. September 2023

Ulli-Thiel-Friedenspreis „Frieden schaffen ohne Waffen“ für Schulen in Baden-Württemberg 2023/24
1981 wurde von der UNO Generalversammlung beschlossen, den 21. September als Weltfriedenstags zu begehen. An diesem Tag startet der Ulli-Thiel-Friedenspreis für Schülerinnen, Lehrerinnen und Schulen in Baden-Württemberg im Schuljahr 2023/24. Der Wettbewerb wird zum fünften Mal angeboten und richtet sich an Einzelpersonen, Klassen, Arbeitsgruppen und Schulen aller Alters- und Klassenstufen. Für den Preis kann ein Friedensthema gewählt werden, das in den baden-württembergischen Bildungsplänen verankert ist. Es können Arbeiten zum Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ in Form von Bildern, Plakaten, Kunst-werken, Collagen, Videos, Audiodateien, Unterrichtseinheiten, Projekten, Gedichten, Texte, Songs u.a. eingereicht werden.
Die Veranstalter, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landes-verband Baden-Württemberg, die Evangelische Landeskirche in Baden, pax an! – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, pax christi Baden-Württemberg, die Evangelische Landeskirche in Württemberg und zum ersten Mal die GEW Baden-Württemberg möchten mit dem Preis die Friedens-bildung an den Schulen weiter stärken.
In den vergangenen vier Jahren beteiligten sich bereits 65 Schulen mit über 80 Arbeiten. Die Preisträger ka-men dabei aus allen Schularten. Dies war für viele Schulen Motivation, sich am Friedenspreis zu beteiligen, zumal der Wunsch nach friedlichen Konfliktlösungen in den Schulen stark ausgeprägt ist. Darauf setzen die Veranstalter auch in diesem Jahr und sind erfreut, dass sich der Friedenspreis zusehends in den Schulen etabliert.
Der Namensgeber Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer an der Erich-Kästner-Schule für hör- und sprachgeschädigte Kinder und Jugendliche in Karlsruhe. Er war jahrzehntelang mit seiner Frau Sonnhild aktiv in der Friedensbewegung, insbesondere in der DFG-VK. Außerdem engagierte er sich in der Friedensarbeit der Badischen Landeskirche und wirkte viele Jahre im Beirat der Arbeitsstelle Frieden mit. Er war Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland mit 400.000 Menschen.
Alle Einsendungen für den Friedenspreis können mit einer kurzen Beschreibung eingereicht werden an: DFG-VK Baden-Württemberg, Werastraße 10, 70182 Stuttgart oder per E-Mail an ba-wue@dfg-vk.de. Der Einsen-deschluss ist der 12. April 2024. Es werden wieder mehrere Preise ausgelobt, der 1. Preis mit 500 €. Die Preisverleihung findet am 21. Juni 2024 im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe statt. Alle Infos unter: www.ulli-thiel-friedenspreis.de“

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