Am 21. September, dem Weltfriedenstag, ist der Ulli-Thiel-Friedenspreis unter dem Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ in seine achte Runde gestartet. Mitmachen können Schüler*innen, Lehrkräfte, Klassen, Arbeitsgruppen und ganze Schulen aus Baden-Württemberg – unabhängig von Alter oder Klassenstufe. Eingereicht werden können Bilder, Plakate, Kunstwerke, Collagen, Videos, Audiodateien, Unterrichtseinheiten, Projekte, Gedichte, Texte, Songs und vieles mehr.
Und auch das Bündnis hinter dem Friedenspreis wächst weiter. Gemeinsam getragen wird er von der DFG-VK Baden-Württemberg, der Evangelischen Landeskirche in Baden, pax an! – Werkstatt für Pazifismus, Friedenspädagogik und Völkerverständigung, pax christi Baden-Württemberg, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der GEW Baden-Württemberg. Ganz besonders freuen wir uns, in diesem Jahr auch die Erzdiözese Freiburg neu im Kreis der Veranstalter*innen begrüßen zu dürfen. Schon jetzt erleben wir eine tolle Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir Friedensbildung an Schulen weiter stärken.
Für uns als DFG-VK Baden-Württemberg ist der Ulli-Thiel-Friedenspreis ein echtes Herzensprojekt. Natürlich auch, weil wir Ulli Thiel, unseren langjährigen Mitstreiter und ehemaligen Landesgeschäftsführer, in sehr guter Erinnerung behalten. Ulli war Lehrer, jahrzehntelang in der Friedensbewegung aktiv und unter anderem Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, an der sich rund 400.000 Menschen beteiligten.
Aber der Preis ist uns noch aus einem anderen Grund so wichtig: wegen der Kinder und Jugendlichen selbst. Wegen der Bilder, Geschichten, Gedichte, Songs und Projekte, die sie sich zum Thema Frieden ausdenken. Wegen ihrer manchmal überraschenden, manchmal sehr klugen und oft berührenden Gedanken darüber, wie eine friedlichere Welt aussehen könnte. Und wegen dieser ganz besonderen Momente bei der Preisverleihung, wenn Kinder und Jugendliche ihre Arbeiten vorstellen und dabei spüren: Was ich mir über Frieden gedacht und geschaffen habe, wird gesehen und wertgeschätzt.
Bei der vergangenen Runde beteiligten sich bereits 28 Schulen mit mehr als 60 Arbeiten. Den ersten Preis erhielt Kyra Brand vom Nellenburg-Gymnasium Stockach für ihre „Geschichten eines Kindes“; darüber hinaus wurden Arbeiten aus Kunst, Musik, Literatur und Schulprojekten ausgezeichnet.
Vielleicht ist es genau diese Mischung, die den Ulli-Thiel-Friedenspreis so besonders macht: Friedensbildung bleibt nicht abstrakt. Kinder und Jugendliche dürfen selbst überlegen, gestalten, widersprechen, hoffen und ihre eigenen Vorstellungen von Frieden sichtbar machen.
Der Ulli-Thiel-Friedenspreis wächst – und damit wächst auch die Arbeit dahinter. Federführend betreut wird der Preis von unserem Mitglied Ruth Scheel, die Organisation, Abstimmung und viele praktische Aufgaben rund um den Wettbewerb zusammenhält. Dafür schon jetzt ein großes Dankeschön. Gleichzeitig wünscht sich Ruth Unterstützung aus unseren Reihen. Wer sich vorstellen kann mitzuhelfen oder erst einmal wissen möchte, wie diese Unterstützung konkret aussehen könnte, kann sich gerne direkt bei ihr melden: rscheel16@gmx.de.
Den Flyer zur neuen Runde findet ihr hier: [Flyer Ulli-Thiel-Friedenspreis 2026/27]
Und deshalb sagen wir schon jetzt – obwohl wir noch gar nicht wissen, wer in diesem Jahr alles teilnehmen wird: Danke an alle zukünftigen Teilnehmer*innen. Danke für eure Gedanken, eure Kreativität und die Arbeit, die ihr euch machen werdet. Wir freuen uns schon jetzt darauf, sie zu sehen.
Die nächste Preisverleihung findet am 25. Juni 2027 statt. Weitere Informationen gibt es unter www.ulli-thiel-friedenspreis.de.