
Die von der Bundesregierung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 ausgerufene militärische „Zeitenwende“ hat zu einer massiven Aufrüstung der Bundeswehr geführt. Neben neuer Ausrüstung soll es auch neues Personal geben, um die neuen Waffen zu bedienen: Von aktuell rund 180.000 soll die deutsche Armee in den nächsten Jahren auf über 260.000 Soldat*innen wachsen. Damit soll Deutschland „kriegstüchtig“ gemacht werden.
Um genug junge Menschen für den Armeedienst zu bekommen, will die Bundesregierung noch 2025 die Reaktivierung der – lediglich ausgesetzten – Wehrpflicht beschließen: Ab Anfang 2026 sollen alle jungen Menschen Werbebriefe der Armee erhalten (und junge Männer gezwungen werden einen Fragebogen auszufüllen). Auch soll wieder eine Wehrerfassung und Wehrüberwachung stattfinden. Ab 2027 sind dann auch wieder Zwangsmusterungen geplant. Informationen darüber, wie man den Dienst in der Armee – auch vorab schon – verweigern kann, gibt es auf www.verweigern.info
Junge Menschen lehnen den Dienst an der Waffe mehrheitlich ab. Die Zahl der KDV-Anträge steigt ebenso wie die Anfragen an Beratungsstellen rasant: Kriegsdienstverweigerung ist (leider) wieder Thema!
April 11, 2026 – April 12, 2026

