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Waffen töten

30 September, 2025

Lahr: Menschenkette für Frieden

Oktober 18, 2025 @ 18:00 – 20:00

Ist der Tod ein Meister aus Lahr?
Imhausen!
Schaeffler?

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat laut Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom 6. August angekündigt, in die Rüstungsproduktion einzusteigen. Schaeffler mit Hauptsitz in Herzogenaurach hat große Werke in Lahr und Bühl.

 Vorbild für Schaeffler sind offenbar Rüstungs-Konzerne wie Rheinmetall, die ihren Profit seit dem von der russischen Regierung am 24. Februar 2022 begonnenen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als verdreifachen konnten. Mittlerweile hat sich allerdings gezeigt, daß sich der Krieg in der Ukraine um so länger hinzieht, desto mehr Waffen von scheinbar unbeteiligter Seite an die kriegführenden Parteien geliefert werden.

Ebenso wie Rheinmetall hatte sich auch Schaeffler während der Zeit der Nazi-Herrschaft Vorteile verschafft. Die größten Außenlager des KZ Buchenwald befanden sich in Düsseldorf und standen unter der Verwaltung der Rheinmetall. Zwangsarbeiter wurden gezwungen in den Rheinmetall-Betrieben unter unmenschlichen Bedingungen für die Rüstungsproduktion zu arbeiten. Hunger, Krankheiten und Gewalt forderten zahlreiche Opfer. Viele Häftlinge überlebten die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht. Nach der Zwangs-„Arisierung“ der Teppichfabrik Davistan AG konnte Wilhelm Schaeffler diese 1940 mehr als 30 Prozent unter Wert kaufen. Während des Zweiten Weltkrieges produzierte Schaeffler Rüstungsgüter, beschäftigte Zwangsarbeiter und verarbeitete Menschenhaar von im Vernichtungslager Auschwitz Ermordeten.

Will Schaeffler heute wieder an diese Tradition anknüpfen?

Ein anderes grausiges Vorbild scheint Imhausen zu sein. Der internationale Skandal um die Lahrer Chemie-Firma liegt noch keine vier Jahrzehnte zurück. Imhausen hatte auf verdecktem Wege eine Chemiewaffenfabrik nach Libyen geliefert. Am 1. Januar 1989 brachte die New York Times dies als Hauptnachricht auf Seite Eins. Viele Mitbürger der älteren Generation plagt noch heute das Gewissen, denn sie wußten schon 1988 oder 1987 Bescheid, daß da krumme Geschäfte mit dem Diktator Gaddafi im Gange waren – sie hatten aber nicht den Mut, öffentlich den Mund aufzumachen.

  • Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins:
    Sag NEIN!


    Wolfgang Borchert: Dann gibt es nur eins! (1947)

Deshalb:
Beteiligt Euch an der Menschenkette in Lahr am Samstag, 18. Oktober!

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Lahr, Germany
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10 April, 2025

Menschenrechte vor Profit!Koalitionsvertrag bei Rüstungsexporten nachverhandeln!

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! kritisiert nachdrücklich, dass gemäß dem Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD Rüstungsexporte an den „Interessen der Wirtschaftspolitik ausgerichtet“ werden sollen. Das Bündnis appelliert an die abstimmungsberichtigten Mitglieder von SPD, CDU und CSU auf eine Nachverhandlung des Koalitionsvertrages zu drängen. 

„Die künftige Bundesregierung hat nicht nur eine ´Verantwortung für Deutschland´, wie der Koalitionsvertrag überschrieben ist, sondern sie hat auch eine Verantwortung für die Menschen, die potentiell Opfer deutscher Rüstungsgüter im Ausland sind. Die Menschenrechte, zu denen sich die Koalitionspartner bekennen, gelten universell. Die Vermeidung von Leid und nicht die Vermehrung von Profit muss die oberste Maxime jeder Rüstungsexportkontrolle sein!“, so Gerold König, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ und pax christi Bundesvorsitzender.
König fügt hinzu: „Kriegswaffen und sonstige Rüstungsgüter sind Gewaltmittel, die unmittelbar oder mittelbar den Tod von Menschen verursachen können. Ihr Export ist daher strengen Kontrollen zu unterwerfen und nicht an den ´Interessen der Wirtschaftspolitik´ auszurichten, wie es CDU/CSU und SPD jetzt festgeschrieben haben (Rn. 4194). Der Gemeinsame Standpunkt der EU (Art. 10) verneint explizit, dass Wirtschaftspolitik Vorrang vor Menschenrechten, humanitärem Völkerrecht und weiteren völkerrechtlichen Verpflichtungen haben darf. Wenn laut Koalitionsvertrag ´eine Harmonisierung der europäischen Rüstungsexportregeln´ (Rn. 4200) angestrebt wird, dann muss die kommende Bundesregierung diese auch achten! ´Verlässlichkeit´ für die Rüstungsindustrie (Rn. 4197) muss durch strenge und eindeutige Kriterien hergestellt werden und nicht durch Unterlaufen der bestehenden Regeln.“ 

Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ und Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) führt dazu aus: „Entsprechend reicht es auch nicht aus, dass die Koalitionspartner Rüstungsexporte nur ´grundsätzlich´ ablehnen, wenn diese zu ´interne[r] Repression oder in Verletzung des internationalen Rechts eingesetzt werden´ (Rn. 4201). Der Gemeinsame Standpunkt der EU und auch der internationale Waffenhandelsvertrag (ATT) sehen für diese Genehmigungskriterien ein absolutes Exportverbot vor! Das gleiche gilt auch für die Kriterien ´humanitäres Völkerrecht´ und ´Frieden und Sicherheit´. Es ist erschreckend, dass diese Kriterien unterschlagen werden, ebenso, dass der ATT als völkerrechtlicher Vertrag, trotz Bekenntnis zum Völkerrecht, nicht als Grundlage der Rüstungsexportpolitik benannt wird.“

„Wir appellieren daher eindringlich an die abstimmungsberechtigten Mitglieder von SPD, CDU und CSU auf eine Nachverhandlung des Koalitionsvertrages zu drängen. Sie alle müssen dafür zu sorgen, dass die neue Bundesregierung die nationalen und völkerrechtlichen Verpflichtungen bei der Rüstungsexportkontrolle verbindlich festschreibt und diese uneingeschränkt einhält“, so Grässlin weiter. „Waffenexporte – allen voran an menschenrechtsverletzende Staaten – müssen vollständig verboten und verhindert werden!“

Trägerorganisationen der Kampagne: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V. (AGDF) • aktion hoffnung Rottenburg-Stuttgart e. V. • Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR • Brot für die Welt – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung  • Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) •  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) • Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V. (IPPNW) Deutschland • NaturFreunde Deutschlands • Netzwerk Friedenskooperative  • Internationale katholische Friedensbewegung pax christi – Deutsche Sektion • JuristInnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutsche Sektion • Ohne Rüstung Leben (ORL) • Deutsche Franziskanerprovinz • RüstungsInformationsBüro (RIB e. V.) • terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not • Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (WfGA)

Mehr als hundert weitere Organisationen und Friedensinitiativen arbeiten im Aktionsbündnis der Kampagne

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