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Neuer wehrdienst

9 Februar, 2026

Speyer: Einführung der Wehrpflicht – ohne uns!

Februar 26 @ 19:00 – 21:00

„Der Krieg kann nur auf eine einzige Weise verhindert werden:

durch die Weigerung der Menschen, in den Krieg zu gehen.“

— Albert Einstein

Wenn Politik wieder über Wehrpflicht, Musterung und „Kriegstüchtigkeit“ spricht, sind das die entscheidenden Fragen:

👉 Muss ich mich mustern lassen?

👉 Muss ich zum Militär?

👉 Welche Rechte habe ich?

👉 Was kann ich tun, wenn ich nicht töten will – oder auch nicht getötet werden?

Genau darum geht es bei dieser Veranstaltung:

📍 Info & Diskussion zur Wehrpflicht

🗓 26. Februar, 19:00 Uhr

📌 Naturfreundehaus Speyer, Geibstraße 1

Mit Jonas Fehrenbach, Geschäftsführer des Landesverbands Baden-Württemberg der DFG-VK,

und Gabi Weiland von der DFG-VK Mannheim-Ludwigshafen.

Es geht um Information statt Angstmache.

Um Rechte statt Befehle.

Und um das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung.

Denn:

Nein zu sagen ist kein Verbrechen.

Es ist ein Menschenrecht.

Und gerade jetzt wichtiger denn je.

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2 Oktober, 2025

The old can learn from the young, can learn from the old: DGB-Jugend bleibt antimilitaristisch

Nein zur Wehrpflicht!

Screenshot www.jugend.dgb.de

Die DGB-Jugend bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung unserer Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem Motto „Nie wieder Krieg!“

Krieg und die Vorstellung davon dürfen nicht normalisiert werden. Frieden ist und bleibt das Ziel gewerkschaftlicher Politik und muss das Ziel des Staates sein.

Unsere Haltung bleibt klar: Die DGB-Jugend lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht und des Zivildienstes und die Einführung anderer Pflichtdienste für junge Menschen ab. Bestehende rechtliche Möglichkeiten zum Pflichtdienst oder zur Arbeitspflicht müssen abgeschafft werden. Jede Form der Wehrerfassung lehnen wir ebenfalls ab. Es besteht die reale Gefahr, dass verpflichtende Ersatzdienste zur Umgehung struktureller Probleme im Sozial- und  Pflegebereich genutzt werden. Das unterwandert bestehendes Fachpersonal und darf nicht für die Beschaffung billiger Arbeitskräfte missbraucht werden.

Wir wollen eine Bundeswehr, die Verteidigungsarmee ist. Sie muss ausschließlich die Aufgabe haben, Deutschland und unsere Bündnispartnerinnen zu schützen. Die DGB-Jugend positioniert sich strikt gegen die Präsenz von Bundeswehr und Militär an Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen. Wir lehnen den Einsatz von Jugendoffizierinnen und allgemein alle Werbeversuche für die Bundeswehr an Schulen strikt ab. Junge Menschen, die dennoch freiwillig als Soldatin in der Bundeswehr dienen möchten, müssen persönlich davon profitieren. Ihre berufliche Ausbildung muss während der Dienstzeit fortgesetzt oder gestärkt werden, beispielsweise durch die Weiterführung von begonnener Ausbildung oder durch Weiterqualifizierung. Die persönliche Entwicklung als kritischer Bürger*in in der Demokratie muss in den Fokus genommen werden. Die Bundeswehr soll ein demokratischer Ort frei von Diskriminierung sein. Soziale und politische Bildung müssen elementarer Teil des Dienstes sein.

Auch ein freiwilliger Wehrdienst belastet insbesondere junge Menschen aus Haushalten mit geringem Einkommen. Für sie scheint der Dienst eine attraktive Alternative zu einer Ausbildung zu sein, die sie sich finanziell nicht leisten können. Doch ohne abgeschlossene Berufsausbildung steigt das Risiko, später in prekäre Beschäftigung zu geraten. So verstärkt selbst ein freiwilliger Dienst soziale Ungleichheit.

Zum Wehrdienst-Modernisierungsgesetz

Obwohl junge Menschen Wehr- und Pflichtdienste ablehnen, hat die Bundesregierung ein konkretes Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht, um Wehrdienste vorzubereiten und schnell umsetzen zu können. Anlässlich des vorgelegten „Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes“ stellt die DGB-Jugend darüber hinaus klar: Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, mit Beschluss der Bundesregierung und Zustimmung des Bundestags die Wehrpflicht wieder in Kraft zu setzen. Die Möglichkeit für solch einen weitreichenden Eingriff in die Grundrechte junger Männer darf es nicht geben!

Besonders kritisch ist, dass dies ohne die Beratungs- und Anhörungsrechte durchgeführt werden kann, die bei einem ordentlichen Gesetzgebungsprozess vorgesehen sind. Auch vorbereitende Maßnahmen bereiten am Ende nur eine Wehrpflicht vor. Verpflichtende Fragebögen, Musterungen und jede Form der Wehrerfassung lehnen wir ab.

Begründung

Vor dem Hintergrund aktueller sicherheitspolitischer Bedrohungsszenarien wird ein massiver Aufwuchs der Bundeswehr von vielen Seiten gefordert. In der aktuellen (sic) zeichnet sich heraus, dass eine abgestufte Wehrpflicht nach dem „Schwedischen Modell“ eingeführt werden soll. Dies umfasst eine Erfassung aller Wehrpflichtigen. In Friedenszeiten wird dabei auf Freiwilligkeit beim tatsächlichen Wehrdienst gesetzt, insofern die Zahl der Freiwilligen ausreicht, um die Zielvorgaben zu erreichen. Sollten die Zielvorgaben nicht erreicht werden oder ein Spannungs- oder Verteidigungsfall eintreten, ist eine Wehrpflicht möglich und höchst wahrscheinlich.

Die geplanten Maßnahmen würden etwa 300.000 junge Männer pro Jahrgang betreffen. Vor diesem Hintergrund bietet das kürzlich novellierte „Arbeitssicherstellungsgesetz“ dem Staat im Verteidigungsfall bereits jetzt die Möglichkeit, umfassend in Arbeitsverhältnisse einzugreifen. Das Recht zur Kündigung durch Arbeitnehmende als grundlegendes Merkmal des Arbeitsverhältnisses kann auf der Grundlage außer Kraft gesetzt werden. Durch die Möglichkeit der Verpflichtung in Arbeitsverhältnisse wird das konstituierende Merkmal der Vertragsfreiheit ebenfalls außer Kraft gesetzt. Pflichtdienste sind demnach bereits jetzt im Verteidigungsfall möglich.

Pflichtdienste jeglicher Art sind ein Eingriff in die persönliche Freiheit und Lebensgestaltung, auch wenn sie dem Erhalt gesellschaftlicher Freiheit dienen sollen. Sie müssen als letztes Mittel des Staates zur Aufrechterhaltung unserer Freiheitsrechte begriffen werden. Die (Wieder-)Einführung der Wehrpflicht hat das Ziel, diese Ordnung zu erhalten. Sie dürfen nicht als Normalzustand einer freien Gesellschaft begriffen werden. Eine angenommene, abstrakte Bedrohungslage rechtfertigt nicht, in die persönliche Lebensgestaltung von Millionen junger Menschen einzugreifen. Die DGB-Jugend verfolgt in ihrem politischen Wirken das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Daher ist es geboten, den zu erwartenden Pflichtdienst konstruktiv zu begleiten und auf eine Ausgestaltung im Sinne junger Menschen zu drängen.

Das ist ein Beschluss der DGB-Jugend vom 16.09.2025. Er gibt nicht die Position der DFG-VK LV Ba-Wü wieder. Aber wir sind froh, darüber dass die DGB-Jugend, im Gegensatz zum DGB ihren anti-militaristischen Anspruch weiter kundtut und sich somit gegen den vorherrschenden Militarisierungswahn stellt. Wir brauchen mehr davon! Frieden schaffen ohne Waffen! Gewalt fördert Gewalt und wird die Eskalationsspirale nicht stoppen! Nein zur Geschichtsvergessenheit!

23 September, 2025

Neuer Wehrdienst vor Verabschiedung im Bundestag

Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf von Verteidigungsminister Pistorius zum neuen Wehrdienst auf den Weg gebracht und soll 1. Januar 2026 Inkrafttreten.

Pistorius will die Bundeswehr wieder kriegstüchtig machen und braucht dafür mehr Personal. Zunächst sollen auf freiwilliger Basis mehr Soldatinnen und Soldaten für den Dienst in der Bundeswehr gewonnen werden. Er will damit bis zu 40.000 junge Männer jährlich für einen Freiwilligen Wehrdienst von 6-12 Monaten gewinnen. Schmackhaft gemacht wird der neue Dienst mit attraktiven Maßnahmen.

Der Neue Wehrdienst enthält aber auch Pflichtelemente. Junge Männer, ab dem Geburtsjahrgang 2008, werden zwangserfasst und von der Bundeswehr angeschrieben. Sie müssen die verpflichtende Bereitschaftserklärung (Fragebogen) ausfüllen und zurückschicken. Ab dem 1. Juli 2027 werden alle jungen Männer wieder zwangsgemustert. Frauen und Personen mit anderem Geschlecht können sich auf freiwilliger Basis für den neuen Wehrdienst bewerben.

Mit dem Bekanntwerden der Pläne von Pistorius sind die Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung sprunghaft gestiegen. Wir hatten auch eine gute Berichterstattung in der Tagesschau und ZDF heute. Viele junge Menschen wollen jetzt mit ihrer vorsorglichen Kriegsdienstverweigerung ein politisches Zeichen setzen, obwohl sie keinen Zivildienst leisten müssen. Wir erhalten auch viele KDV-Anfragen von älteren Jahrgängen, die ebenfalls verweigern wollen. Sie zeigen damit auf, dass sie im Spannungs- und Verteidigungsfall nicht bereit sind, als Soldat im Krieg Menschen zu töten oder selbst getötet zu werden. Die Anerkennungschancen sind hoch.

Als DFG-VK lehnen wir das neue Wehrpflichtgesetz ab und rufen zur aktiven Kriegsdienstverweigerung auf. Wir unterstützen mit unserem Netz an Beraterinnen und Beratern die jungen Männer bei der KDV-Antragstellung. Wir geben auch Tipps wie man mit der Bereitschaftserklärung (Fragebogen) umgehen kann. Alle Infos auf www.dfg-vk.de

14 August, 2025

KDV-Berater:innen-Schulung 25.Oktober in Stuttgart

Nachdem die Berater*innen-Schulung im September 2025 schnell ausgebucht war, bietet unser Landesvorsitzender und KDV-Experte Klaus Pfisterer am Samstag, 25. Oktober von 12-16 Uhr im DFG-VK Büro in Stuttgart, Arndtstraße 31 eine weitere KDV-Berater:innen-Schulung für Neulinge in die KDV-Beratung an. Schwerpunkt wird die Beratung von Ungedienten sein, es wird auch auf die Beratung von Reservist:innen eingegangen.

Der Gesetzentwurf für einen Neuen Wehrdienst will Verteidigungsminister Pistorius (SPD) Ende August auf den Weg bringen. Wir werden in der Schulung darauf eingehen und wie Ungediente künftig beraten werden müssen. Anhand von Fallbeispielen werden die KDV-Antragstellung und Begründung besprochen.

Die Zahl der KDV-Anfragen ist seit 2022 sprunghaft gestiegen und wird mit dem vorgesehenen Neuen Wehrdienst weiter steigen. Dafür benötigen wir weitere Berater:innen, möchten diese ausbilden und unser Beratungsnetz ausbauen.

Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 9 Personen begrenzt. Du kannst dich bis 15. Oktober bei Klaus Pfisterer, mail: ba-wue@dfg-vk.de verbindlich für die Schulung in Stuttgart anmelden. Kommt bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es im Viertel kaum Parkplätze gibt.

Nach der Anmeldung erhaltet ihr die Wegbeschreibung zum Büro und weitere Angaben zum Schulungsablauf.

10 Juni, 2025

Reaktion auf den „neuen Wehrdienst“ der Bundesregierung: Kriegsdienstverweigerungs-Kongress geplant

Am 21. und 22. Juni 2025 veranstaltet die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) einen bundesweiten Kongress zum Thema „Kriegsdienstverweigerung“ (KDV) in Kassel. Geplant sind Vorträge zur Haltung junger Menschen zum Militär, zu juristischen Fragen rund um die Reaktivierung der Wehrpflicht und zur internationalen Dimension der fortschreitenden militärischen Aufrüstung. Außerdem können sich Teilnehmende an dem Wochenende zu KDV-Berater*innen schulen lassen. Die Nachfrage nach Beratungen wächst.

„Auf der einen Seite gibt es viele ältere Friedensbewegte, die selbst noch den Kriegsdienst verweigert haben und sich sehr gut in der Thematik auskennen. Auf der anderen Seite gibt es viele junge Menschen, die sich kaum auskennen aber Beratungsbedarf haben“, erzählt Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. Der Verband hat eine lange Tradition dabei jungen Menschen zu helfen nicht ins Militär zu müssen – die nun wieder auflebt: „Wir kriegen täglich Anfragen von jungen Menschen, ihren besorgten Eltern, Reservistinnen und Reservisten oder sogar aktiven Soldatinnen und Soldaten, die nicht bzw. nicht mehr mit der Waffe kämpfen wollen“, so Schulze von Glaßer. Die angespannte politische Lage lasse viele daran zweifeln, ob sie wirklich einen anderen Menschen töten wollen, so der DFG-VK Geschäftsführer.
Um sich auf den von der Bundesregierung geplanten „neuen Wehrdienst“ vorzubereiten organisiert die DFG-VK Mitte Juni einen „KDV-Kongress“: „Es wird einerseits darum gehen was wir politisch gegen die Wehrdienst-Pläne der Regierung unternehmen können und andererseits auch konkret darum wie wir Menschen dabei unterstützen können sich nicht an der Waffe zwangsausbilden lassen zu müssen“, erklärt Michael Schulze von Glaßer, der im Organisationteam des Kongresses mitarbeitet. Besonders freut ihn den jungen Politik-Influencer Simon David Dressler für den Kongress gewinnen zu können: „Kriegsdienstverweigerungsarbeit läuft heute anders als noch vor zwei oder drei Jahrzehnten“, betont Schulze von Glaßer. Friedensgruppen müssten sich den jungen Menschen und ihren Kommunikationswegen anpassen, um sie mit Informationen zu erreichen.
Dabei sei die Reaktivierung der Wehrpflicht nur ein Symptom der aktuellen Aufrüstungspolitik – Reza Schwarz von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) wird bei dem Kongress in Kassel die Brücke dazu schlagen. Einen weiteren Vortrag gibt es von den beiden Juristen David Werdermann und Lennart Armbrust: Was bedeuten die Wehrpflichtpläne für die Praxis und wie sind sie aus grund- und menschenrechtlicher Perspektive zu bewerten? Am Samstagabend informieren der ukrainische Kriegsgegner Andrii Konovalov und der russischer Kriegsgegner Jewgenij Arefiev außerdem darüber, wie der Kriegsdienst in ihren Heimatländern binnen kurzer Zeit wieder streng vollzogen wurde und was sich daraus für die in Deutschland geführte Debatte lernen lässt.
Am zweiten Tag des Kongresses stehen dann Workshops an: Teilnehmende können sich zu KDV-Berater*innen für Zivilist*innen/Ungediente und Reservist*innen schulen lassen. Außerdem ist noch ein Workshop zum Militärwerbung und der Ansprache junger Menschen geplant. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit sich kostenlos anzumelden gibt es auf: www.kdv-kongress.de
 

Für Interviews oder bei Nachfragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de, +4917623575236

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart 10. Juni 2025

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