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Nein zum Veteranentag

11 Juni, 2026

Kehl: Soldaten sind keine Helden – gegen den Veteranentag!

Juni 13 @ 12:00 – 17:00

mit einem Volksfest, einem Benefizkonzert und militärischen Attraktionen für Klein und Groß versucht die Bundeswehr sich weiter zu normalisieren. Der Veteranentag findet in Deutschland zum zweiten Mal statt und will den Stellenwert von Militär und Soldat *innen in der Gesellschaft erhöhen. Wir sagen dazu wir brauchen keinen neuen Heldenkult – wir brauchen keinen Veteranentag. Deshalb protestieren wir am Samstag, den 13. Juni auf dem Marktplatz in Kehl gegen diese geschichtsvergessene und todgefährliche Propaganda. Schließt euch den Protest an, zeigt das militärisches, immer zu militärischen führt und wir kein Bock auf Krieg haben.

Bündnis gegen den Veteranentag

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29 Mai, 2026

Mannheim: Nein zum Veteranentag

Juni 14 @ 10:30 – 13:00

Am 15. Juni 2026 findet in Deutschland zum zweiten Mal der sogenannte Veteranentag statt. Eingeführt wurde dieser Gedenk- und Aktionstag mit dem erklärten Ziel, die Bundeswehr und ehemalige Soldat*innen stärker in der Gesellschaft zu verankern und ihnen mehr öffentliche Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen. Städte, Kommunen, Reservistenverbände und andere Organisationen sind dazu aufgerufen, Veranstaltungen, Empfänge und „Begegnungsformate“ für Veteran*innen zu organisieren.

Was auf den ersten Blick wie reine Wertschätzung ehemaliger Soldat*innen erscheinen mag, passiert allerdings nicht im luftleeren Raum. Der Veteran*innentag findet in einer Zeit statt, in der Deutschland massiv aufrüstet, von „Kriegstüchtigkeit“ gesprochen wird und Bundeskanzler Friedrich Merz offen die „konventionell stärkste Armee Europas“ fordert. Gleichzeitig wird die Wehrpflicht vorbereitet, die Bundeswehr drängt verstärkt an Schulen und Hochschulen und militärisches Denken soll wieder selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Alltags werden.

Genau in diesem politischen Klima wird nun versucht, Veteran*innenkultur auch in Deutschland stärker zu etablieren. Dabei geht es aus unserer Sicht eben nicht nur um die individuelle Anerkennung ehemaliger Soldat*innen, sondern auch darum, Militär und Militarisierung gesellschaftlich aufzuwerten, das öffentliche Bild der Bundeswehr zu verbessern und langfristig gesellschaftlichen Rückhalt für Aufrüstung und Kriegspolitik zu schaffen.

Deutlich wird das auch in Baden-Württemberg. Hier organisieren nicht nur Reservistenverbände Veranstaltungen, sondern zunehmend auch Kommunen, Museen oder öffentliche Einrichtungen. Der Veteranentag wird mit Konzerten, Frühschoppen, Familienprogrammen, Fahrzeugausstellungen oder Kinderangeboten bewusst niedrigschwellig und volksfestartig inszeniert. In Unlingen werden beispielsweise Panzerfahrzeuge, Fallschirmabsprünge, Bundeswehr-Feldküche und Lasergewehrschießen für Kinder angeboten.

Wir als DFG-VK Baden-Württemberg sehen diese Entwicklung äußerst kritisch. Gerade mit der deutschen Geschichte halten wir es für gefährlich, Militär wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und neue Formen von Heldenkult zu etablieren. Wir brauchen keine gesellschaftliche Gewöhnung an Militär, keine Verherrlichung soldatischer Rollenbilder und keine weitere Militarisierung des öffentlichen Lebens.

Dabei richtet sich unsere Kritik ausdrücklich nicht gegen einzelne Menschen, die traumatisiert, verletzt oder mit schweren Erfahrungen aus Bundeswehreinsätzen zurückkehren. Selbstverständlich müssen diese Menschen Unterstützung und medizinische Versorgung erhalten. Allerdings sehen wir das in allererster Linie als Verantwortung des Staates und der Bundeswehr selbst — nicht als Aufgabe öffentlicher Militärfeste oder gesellschaftlicher Heldeninszenierungen.

Trotzdem muss natürlich auch die Frage erlaubt sein, warum Menschen überhaupt Soldat*in werden wollen — also bereit sind, im Ernstfall andere Menschen zu töten oder selbst für nationale Interessen zu sterben. Gerade deshalb halten wir eine kritische gesellschaftliche Kontrolle des Militärs für notwendig. Die vielen Skandale in der Bundeswehr rund um Rechtsextremismus, Sexismus, rassistische Vorfälle und Gewaltfantasien zeigen immer wieder, dass bewaffnete Institutionen nicht automatisch demokratische Orte sind. Viel zu oft entsteht der Eindruck, dass manche Menschen dort vor allem von Gewalt, Waffen und patriarchaler und militärischer Machtstrukturen angezogen werden.

Unser Ziel ist nicht eine bessere Versorgung zukünftiger Kriegseinsätze, sondern eine Politik, die solche Einsätze gar nicht erst hervorbringt. Denn jeder verhinderte Krieg verhindert auch neue Tote, neues Leid, neue Traumata und neue Verstümmelungen.

Während vielerorts soziale Einrichtungen kaputtgespart werden, Kommunen unter Finanzdruck stehen und gesellschaftliche Konflikte zunehmen, werden gleichzeitig unbeschränkt Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt und Militärpräsenz öffentlich immer mehr normalisiert. Wir brauchen deshalb keinen neuen Heldenkult, sondern mehr soziale Gerechtigkeit, Investitionen in Bildung und eine Politik ziviler Konfliktlösung.

Bündnisaufruf Mannheim: Aufruf gegen den Krieg, Militarisierung und Held*innenverehrung

Auch dieses Jahr findet mitten in Mannheim wieder der Veteranentag statt. Mit diesem Tag will die Bundesregierung Veteran*innen, Verwundete und Gefallene der Bundeswehr öffentlich ehren. 

Doch der Kriegsdienst ist keine ehrenvolle Aufgabe. Die Bundeswehr bildet Arbeiter*innen zu Soldat*innen aus. Und in anderen Staaten tun andere Armeen das gleiche. Schon jetzt sollen wir mittels Veteran*innentag dazu erzogen werden, dass es erstrebenswert sei für diesen Staat zu kämpfen, andere zu töten, und am Ende selbst zu sterben. Denn für die Militarisierung der Gesellschaft braucht es nicht nur mehr Waffen, sondern auch moralischen Rückhalt aus der Bevölkerung für den Kriegsdienst. Wir sollen uns an militärische Härte, soldatische Männlichkeit und all das Leid, das der Krieg uns antut gewöhnen.

Aber wir wollen keinen Krieg, und wir wollen nicht darauf vorbereitet werden. Wir wollen nicht die Vormachtstellung Deutschlands während kapitalistischer Krisen mit Waffengewalt erhalten, und dafür auch nicht gegen andere Arbeiter*innen kämpfen müssen. Wir wollen nicht unsere Gesundheit und unser Leben gegen Profite und Macht für Konzerne und den Staat tauschen.

Statt in eine sichere Gesellschaft zu investieren, fließt das Geld der Stadt in die pompösen Feierlichkeiten für eine Armee, die nur Unsicherheit bringen wird. Aber wir sagen: Schluss mit Krieg und Militarisierung. Wir wollen Investitionen in unsere Zukunft, die wirklich Sicherheit bringen!

Deshalb gehen wir am 14.06. ab 10:30 vor dem Zeughaus (C 5) auf die Straße und werden mit einer Kundgebung und einer kurzen Demonstration auf diesen militaristischen Wahnsinn aufmerksam machen! Kommt mit uns, gemeinsam gegen Krieg, Militarisierung und Held*innenverehrung!

DFG-VK Mannheim-Ludwigshafen

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Toulonplatz

Toulonplatz
Mannheim, Germany
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28 Mai, 2025

Kein Veteranentag! – Für eine friedensfähige Gesellschaft statt Kriegstüchtigkeit

Am 15. Juni 2025 soll erstmals bundesweit ein offizieller Veteranentag in Deutschland stattfinden – nach dem Vorbild der USA. Dieser Tag soll aktive und ehemalige Soldaten ehren und militärisches Engagement öffentlich würdigen.

Doch wir – die DFG-VK Baden-Württemberg – sagen klar:

Dieser Tag ist kein Fortschritt, sondern ein gefährlicher Rückschritt. Als Pazifist*innen stehen wir für eine Gesellschaft, in der Konflikte ohne Gewalt gelöst werden. Unsere Haltung ist klar: Frieden schaffen ohne Waffen! Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Warum wir den Veteranentag ablehnen:

  • Verklärung von Kriegseinsätzen: Der Veteranentag soll Soldat*innen ehren – ungeachtet der politischen, ethischen oder völkerrechtlichen Fragwürdigkeit ihrer Einsätze.
  • Normalisierung von Militarismus: Die öffentliche Präsenz des Militärs wird weiter ausgebaut, während kritische Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt verdrängt wird.
  • Unsichtbarkeit der Opfer: Zivilist*innen, Kriegsversehrte und Traumatisierte bleiben in der offiziellen Darstellung unberücksichtigt.
  • Gefährlicher Rückschritt:
    Deutschland war einst eine zutiefst militarisierte Gesellschaft. Erst die beispiellosen Verbrechen der NS-Zeit führten zu einer bewussten Abkehr von Militarismus. Ein offizieller Veteranentag ist für uns ein Schritt zurück in diese dunklen Zeiten – hin zu einer Gesellschaft, in der Krieg wieder als normal und notwendig gilt. Dagegen setzen wir unsere Verantwortung für Frieden, Menschenrechte und Völkerrecht.

Gemeinsam gegen die Militarisierung – Bündnisse bilden!

Der Veteranentag ist Teil einer umfassenden Strategie zur Aufrüstung und gesellschaftlichen Militarisierung. Doch wir sind viele, die sich dagegenstellen!

👉 Deshalb unser Aufruf:

Bildet lokale und regionale Bündnisse! Viele Initiativen, Gruppen und Organisationen – von Gewerkschaften über Umweltgruppen bis hin zu Jugendverbänden – teilen unsere Kritik. Zusammen können wir kraftvoll und sichtbar auftreten!

Veranstaltungen & Proteste in Baden-Württemberg

Rund um den 15. Juni 2025 sind in Baden-Württemberg mehrere Veranstaltungen des Reservistenverbands geplant. An diesen Orten sollten wir als Friedensbewegung deutlich Präsenz zeigen – friedlich, kreativ und solidarisch:

📍 Karlsruhe – Unsere landesweite Hauptveranstaltung gegen den Veteranentag! Ein großer, friedenspolitischer Aktionstag im breiten Bündnis wird zeigen: Nicht Militarisierung und Aufrüstung schützen uns – sondern Frieden, Gewaltfreiheit und das Festhalten an Menschen- und Völkerrecht!

📍 Offenburg – Erste Proteste entstehen bereits. Unterstützt die lokalen Initiativen!

📍 Lenzkirch – Veranstaltung des Reservistenverbands angekündigt, bislang kein Protest bekannt– jetzt aktiv werden!

📍 Breisach – Auch hier findet eine Reservistenveranstaltung statt. Präsenz der DFG-VK und anderer Friedensgruppen ist nötig!

📍 Bruchsal – Eine weitere Veranstaltung, gegen die sich Widerstand formieren sollte. Zeigen wir, dass Militarisierung keine Zustimmung findet!

📍 Mannheim – Voraussichtlich wird auch hier eine Veranstaltung stattfinden. Ein lokales Bündnis könnte sich noch kurzfristig bilden – bitte aktiv unterstützen!

Unterstützung für euren Protest

Die DFG-VK Baden-Württemberg steht euch zur Seite, wenn ihr Proteste und Aktionen plant:

✅ Anpassbare Flyer

✅ Plakate gegen den Veteranentag

✅ Aktionsideen und Beratung

✅ Vernetzung mit Gruppen vor Ort

📩 Kontakt: ba-wue@dfg-vk.de

Lasst uns gemeinsam laut werden: Gegen Militarismus – für Frieden, Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösung!

Frieden schaffen ohne Waffen – friedensfähig statt kriegstüchtig.

Zum Karlsruher Flyer gegen den Veteranentag

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