Juni 11 @ 10:30 – 15:00
Infostand zur DFG-VK und Wehrdienstverweigerung (KDV). Bei den Innenstadt-Gymnasien in der Seestraße (zw. Karl – u. Alleenstraße) Von 10:30- 15:00 durch die Regionalgruppe Ludwigsburg

Juni 11 @ 10:30 – 15:00
Infostand zur DFG-VK und Wehrdienstverweigerung (KDV). Bei den Innenstadt-Gymnasien in der Seestraße (zw. Karl – u. Alleenstraße) Von 10:30- 15:00 durch die Regionalgruppe Ludwigsburg

Mit dem KDV-Mobil unterwegs durch „the Länd“ für Beratung und Information, Gewaltfreiheit und Frieden.
Gemeinsam mit der Stiftung Care for Future organisiert die DFG-VK Baden-Württemberg eine landesweite Infotour zur Kriegsdienstverweigerung durch Baden-Württemberg. Ziel der Tour ist es, insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung näherzubringen, über Verfahren und Beratungsangebote zu informieren und Raum für einen kritischen Blick auf Militarisierung und deren Auswirkungen auf eine demokratische Gesellschaft zu schaffen.
Dafür werden wir vom 8. bis 19. Juni mit unserem KDV-Mobil, einem Infostand und viel Informationsmaterial gut sichtbar quer durch Baden-Württemberg unterwegs sein – begleitet von unserem großen aufblasbaren „zerbrochenen Gewehr“. Gemeinsam mit DFG-VK-Regionalgruppen und weiteren Unterstützer*innen werden wir in Innenstädten, an Schulen und auf dem Ract! Festival junge Menschen über die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung informieren, Öffentlichkeit für das Thema schaffen und einen kritischen Blick auf die zunehmende Militarisierung und ihre gesellschaftlichen Folgen schärfen.
Tagsüber wird es in den Städten Aktionen und Infostände an Orten geben, an denen besonders junge Menschen erreicht werden sollen – etwa in Innenstädten oder in der Nähe von Schulen. Ziel ist es, über die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung sowie entsprechende Beratungsangebote vor Ort zu informieren. Abends wird das Thema dann durch unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Workshops, Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen oder auch ein Fest gegen den Wehrdienst weiter vertieft.
Das Herzstück der Tour wird unser Stand sowie ein Workshop auf dem Ract! Festival am 12. und 13. Juni in Tübingen sein. Das Ract! Festival ist das größte politische Umsonst-und-Draußen-Festival Deutschlands und bringt jedes Jahr tausende junge Menschen, politische Initiativen und kulturelle Projekte zusammen. Umso mehr freut es uns, dass uns die Veranstalter*innen des Festivals dieses Jahr aufgrund der aktuellen Debatten um Kriegsdienstverweigerung, Aufrüstung und neue Wehrpflicht eingeladen haben, das Thema vor Ort sichtbar zu machen.
Unser Workshop findet am Freitag, den 12. Juni, um 15:30 Uhr statt. Dort wollen wir über die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung, Beratungsangebote sowie den gesellschaftlichen Umgang mit Militarisierung und Wehrpflicht diskutieren und informieren.
| Datum | Ort | Was ist geplant? |
|---|---|---|
| 08.06. | Aalen | Infostand im Stadtgarten am Vormittag ab 09:15 Uhr und über den Mittag. Ab 14:45 Infostand auf dem Marktplatz. Am Abend um 18:30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Gmünder Str. 9. Roland Hamm (DFG-VK) und Jürgen Menzel (Act for Transformation) informieren über Kriegsdienstverweigerung, Beratungsangebote vor Ort und die Gefahren des Militarismus. |
| 09.06. | Schwäbisch Hall | Infoveranstaltung auf dem Dietrich-Bonhoeffer-Platz von 11 bis 18 Uhr mit Beratungsthemen und einem „Glücksrad“ zu Frieden/KDV. Herzstück ist ein einstündiges Interview von 12 bis 13 Uhr beim regionalen Radio StHörfunk Schwäbisch Hall mit Marianne Haufe und Gunter Reber. |
| 10.06. | Heilbronn | Infostand am Platz neben der Nikolaikirche von 12:00 bis 14:00 Uhr. Gemeinsam mit dem Heilbronner Friedensrat informiert Andreas Gnekow (DFG-VK) über Kriegsdienstverweigerung und mögliche Beratungsangebote in Heilbronn und Umgebung. |
| 11.06. | Ludwigsburg | Infostand zur DFG-VK und Wehrdienstverweigerung (KDV). Bei den Innenstadt-Gymnasien in der Seestraße (zw. Karl – u. Alleenstraße) Von 10:30- 15:00 durch die Regionalgruppe Ludwigsburg |
| 12.–13.06. | Tübingen Ract! Festival |
Herzstück der Tour: Infostand und Workshop am Freitag um 15:30 Uhr auf dem Ract! Festival. Es geht um KDV, Beratungsangebote, Gewissensbegründung, Verwaltungsverfahren und Möglichkeiten zivilen Ungehorsams. |
| 14.06. | Mannheim | Infostand zur Kriegsdienstverweigerung und Aktion gegen den Veteranentag um 10:30 Uhr am Toulonplatzder Regionalgruppe Mannheim. Informationen zu KDV, Beratungsmöglichkeiten in Mannheim/Ludwigshafen/Weinheim und den Folgen gesellschaftlicher Militarisierung. |
| 17.06. | Offenburg | Ca 12.00 Uhr Infostand in der verkehrsberuhigten Zone Innenstadt Offenburg vor einem Gymnasium (Langestraße). Ggf. anschließend nochmals vor einem anderen Gymnasium mit Nähe zur Gewerbeschule. Ist aber abhängig, wie der Zeitplan eingehalten werden kann. 16.00 Uhr Infoveranstaltung mit Festcharakter und Kulturbeiträgen, Reden, etc. im Bürgerpark Offenburg kleine Bühne. . |
| 18.06. | Freiburg | Infotour durch Freiburg: 09:00 Eschholzpark,ca. 10:30 Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule in der Friedrichsstraße, danach dann Ecke Rempartstrasse Werthmannstraße ( zwischen Unibibliothek und Mensa) |
| 19.06. | Lörrach | von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr werden wir auf dem Bahnhoftplatz stehen. von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr werden wir im Hebelpark stehen. An beiden Orten werden wir das große aufblasbare zerbrochene Gewehr aufrichten, es gibt einen begehbaren Gewissensparcours, ein Preisausschreiben und durchgehend Informationen und Beratung zur Kriegsdienstverweigerung Um 17.30 Uhr gibt es Friedenssongs mit Ben Meech |
Die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft macht uns große Sorgen. Forderungen nach „Kriegstüchtigkeit“, immer höheren Rüstungsausgaben und der „größten konventionellen Armee Europas“ hätten wir angesichts der deutschen Geschichte lange für kaum vorstellbar gehalten. Umso erschreckender ist es für uns, wie selbstverständlich und oft unreflektiert heute wieder militaristische und bellizistische Positionen vertreten werden – von der Ampelregierung ebenso wie von CDU und SPD. Wir wollen Menschen vor Krieg schützen, so gut wir können. Mit Informationen zur Kriegsdienstverweigerung an der Waffe und konkreten Beratungsangeboten möchten wir all jene unterstützen, die weder töten noch sterben wollen. Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Aufrüstung, Militarisierung und eine Politik der militärischen Logik eine Gefahr für Demokratie und gesellschaftlichen Frieden darstellen. In Zeiten globaler Machtkonflikte und erstarkender rechter Kräfte nahezu ausschließlich auf militärische Stärke, Aufrüstung und Abschreckung zu setzen, halten wir für historisch verantwortungslos und gefährlich. Mit unserer KDV-Infotour wollen wir Menschen Mut machen, sich Krieg, Wehrpflicht und Militarisierung zu verweigern – und ihnen helfen, nicht schon wieder für Deutschland sterben zu müssen.
Was macht unsere Gruppe aus: Unsere Gruppe hat 45 Mitglieder. Viele davon sind „altgediente“, die die Arbeit vermutlich seit vielen Jahren unterstützen, aber nicht oder nur sporadisch zu den Treffen kommen und sich auch nicht an der Vorbereitung von Aktionen und Veranstaltungen beteiligen (manche kommen zu den Veranstaltungen). Das ist in Ordnung so. Die Gruppe besteht aus 32 Männern und 13 Frauen. Interessant ist, dass von den Frauen 9 aktiv sind und von den Männern 20! D.h. die Frauen, die v.a. die letzten Jahre dazu gekommen sind, haben ein großes Interesse, aktiv zu sein. Mitglieder ab Jahrgang 1984 haben wir 7 (davon 4 sehr aktiv).
Unser Vorstandsteam besteht aus 5 Personen, 3 Männer und 2 Frauen, ich bin sozusagen die Vorstandsvorsitzende, organisiere die Treffen (Raumreservierung, Moderation, Catering) und verschicke Mails an die Gruppe.
Es stellte sich bei der Klausur der DFG-VK Ba-Wü, zu der ich eingeladen war, um von unserer Gruppe zu berichten, die Frage, weshalb wir als DFG-VK insgesamt nicht mehr jüngere (aktive) Mitglieder haben und nicht mehr Frauen. Es ging v.a. auch um die Mitarbeit in Gremien und Übernahme von „Posten“.
Bzgl. der „wenigen“ Frauen ist sicherlich die Historie der DFG-VK als für die Wehrdienstverweigerung zuständige Organisation ein Grund (3 meiner 4 Brüder haben verweigert, der 4. musste nicht zur Bundeswehr, die 3 Brüder waren auch Mitglied der DFG-VK). Das ist m.E. nicht besorgniserregend. Es gibt auch Vereine und Organisationen, in denen sich mehr Frauen als Männer befinden.
Ein weiterer Punkt ist, dass ein Verband mit Gremien, Beschlüssen etc, vielen jungen Menschen nicht zusagt und ich meine auch vielen Frauen nicht (einschließlich mir). Ich habe mich schon Anfang der 80-er Jahre in der Friedensbewegung engagiert (Organisation und Durchführung der Blockade Großengstingen, Unterstützung der angeklagten DemonstantInnen, meine eigene Verteidigung incl.).
Wir waren damals basisdemokratisch unterwegs, machten Trainings in gewaltfreiem Widerstand und gewaltfreier Kommunikation. Alle Entscheidungen (auch während der Blockade) wurden im Konsensverfahren gefällt (mit Vetorecht). Das lag mir sehr.
In der DFG-VK-Gruppe Ludwigsburg hatten wir folgendes Glück: Wir bekamen Zuwachs von einer gegen den Gazakrieg sehr engagierten relativ jungen Frau (sie ist berufstätig und hat kleine Kinder, gehört also einer Gruppe von Menschen an, die sich normalerweise nicht über die Maßen engagieren kann). Sie war auch schnell bereit, in die Vorstandsgruppe, die wir damals gründeten zu gehen.

Da es schwierig war, in unserer Gruppe einen Konsens über den Umgang mit der Kritik an der israelischen Regierung in Bezug auf den Gazakrieg herzustellen, wurde beschlossen, dass wir das Thema „auslagern“. Wir gründeten eine NahostAG, in der DFG-VK Mitglieder mit Nichtmitgliedern zusammenarbeiten. Diese AG gehört zur DFG-VK Gruppe Ludwigsburg, agiert aber sehr autonom (lediglich größere finanzielle Anfragen werden in der großen Gruppe beschlossen und es wird regelmäßig berichtet). In der NahostAG sind viele junge Menschen und sie kooperiert mit anderen Jugendorganisationen wie der SDAJ. Wir DFG-lerInnen betreiben innerhalb dieser AG keine aktive Anwerbung von Mitgliedern, trotzdem gab es schon einen Eintritt und es könnte sein, dass noch mehr folgen.
Wir sind als Gruppe insgesamt sehr aktiv und die NahostAG organisiert in einer Geschwindigkeit Aktionen und Veranstaltungen, wie es in einem hierarchisch organisierten Verband nicht möglich ist. Das liegt auch daran, dass es in der Gruppe eine große Betroffenheit gibt. Das Organisieren von Aktionen und Veranstaltungen findet überwiegend bei persönlichen Treffen statt (es gibt auch einen regelmäßigen „Stammtisch“) und über SIGNAL.
Durch die vielen Aktionen und Veranstaltungen, die wir machen, sind wir im Landkreis Ludwigsburg und v.a. in der Stadt Ludwigsburg inzwischen sehr bekannt und werden auch als KooperationspartnerInnen angefragt. Und das, obwohl die Regionalpresse über diese Aktionen und Veranstaltungen nur äußerst sporadisch berichtet. Bzgl. Gaza v.a. wenn kritische jüdische Referenten („Combatants for peace“, Tomer Dotan-Dreyfus) eingeladen wurden.
Ein Fazit für mich ist, dass wir mit Jugendverbänden, – gruppen kommunizieren und kooperieren sollten, ohne zu verlangen, dass sie sich in einem Verband engagieren und sogar Funktionen übernehmen müssen. Was sinnvoll wäre, ist eine gezielte Werbung von Menschen im mittleren Alter. Diese sind i.d.R. noch fit und nicht mehr so stark durch berufliche Karriereambitionen und familiäre Verpflichtungen gebunden. Natürlich sollten auch gezielt Frauen angesprochen werden. Aber v.a. müssen die Veranstaltungen, Aktionen und die Treffen ansprechend gestaltet werden. Bei unseren Mitgliedertreffen und Veranstaltungen gibt es immer ein Catering. Die letzten „Meetings“, die alle 2 Monate stattfinden, haben wir so geplant, dass es auch einen Austausch in Grüppchen oder Arbeitsgruppen zu Themen, die vom Vorstandsteam (auf Anregung von Mitgliedern) eingebracht werden gibt. Entscheidungen über finanzielle Unterstützung oder manch „trockenes“ Thema kann auch im Vorstandsteam getroffen/besprochen werden.
Das was wir machen löst das demografische Problem nicht (Überalterung der DFG-VK und fehlende NachfolgerInnen für FunktionsträgerInnen). Es ist aber evtl. eine Anregung, wie man junge Menschen „integrieren“ kann bzw. wie man sich in Bündnisse, die von jungen Menschen gegründet werden (z.B. das Bündnis gegen die Wehrpflicht in Ludwigsburg) „integrieren lassen“ kann. Durch unsere Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen wir auch, dass wir etwas für die jüngere Generation machen (in diesem Kontext empfehle ich das Buch von Stefan Schulz „Die Altenrepublik“, in dem es neben dem Thema Einsamkeit um Generationengerechtigkeit geht).
Text von Martha Albinger von der DFG-VK Ludwigsburg. Vielen Dank dafür und an die gesamte Regionalgruppe eine großen Dank für eure tolle Arbeit an einer friedlicheren Zukunft. Ihr wollt mehr von der Friedensarbeit der Gruppe Ludwigsburg wissen, dann stellt der Landesgeschäftsführer gerne den Kontakt her 🙂
Eure Gruppe hat auch ein „Best Practice“ oder ihr habt konkrete Ideen oder Aktionen für mehr Frieden, dann schreibt uns gerne (Ba-wue@dfg-vk.de) und wir veröffentlichen die Texte dann auf der Homepage und im Newsletter. Lasst uns für neues offenbleiben, voneinander lernen und gemeinsam neue und mehr Schritte Richtung Frieden gehen. Jede*r ist willkommen mitzumachen und sich einzubringen und uns alle somit ein Stück weiter. Zusammen sind wir stärker.
März 27 @ 19:00 – 21:30
Der Dokumentarfilm lässt Menschen aus Sudan zu Wort kommen, die sonst ungehört bleiben.
„Forgotten Voices“ gibt damit einen intensiven Einblick in einen international weniger beachteten Konflikt der Gegenwart.
Inmitten von Zerstörung, Gewalt und Leid enthüllt „Forgotten Voices“ die persönlichen Geschichten von Menschen, deren Erzählungen vom Lärm der Schlachten übertönt werden. Er erinnert uns daran, dass jeder Krieg vergessene Stimmen hinterlässt, die darauf warten, gehört zu werden.
Durch persönliche Interviews und Aufnahmen zeigt er Zeugnisse des Krieges. Das Fortbestehen von Hoffnungen der Revolution von 2019 und die täglichen Herausforderungen durch die Vertreibung, Flucht und dem Verlust der Heimat kommen in eindringlicher Weise zum Ausdruck.
Im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch mit der Sudan-Expertin Ilaaf von Bana e.V., einem Ableger der sudanesischen Frauenrechtsorganisation Bana Group for Peace and Development, statt.
Freitag, 27. März 2026
19 Uhr
Wartesaal Besigheim (im Bahnhof Besigheim, Weinstraße 11)
April 18 @ 19:00 – 21:00
Musikhochschul-Studierende, – Dozierende und Alumni geben an diesem Abend ein Benefizkonzert für die notleidenden Menschen in Gaza.
Als Ausdruck der Solida-ritat und Verbindung mit den Menschen in Gaza wird an diesem Abend Musik aus unterschiedlichen Epochen und Genres zu hören sein: Werke von Bach bis Piazzolla, sowie traditionelle Musik aus dem Libanon und aus Palästina, gespielt von einem Cello-Quartett sowie einem gemischten Ensemble.
Der Eintritt ist frei.
Um Spenden für notleidende Menschen in Gaza wird gebeten.

Von
Februar 20 @ 19:30 – 21:30
„Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland“
Kostenlose Online Reservierung – Eintritt auf Spendenbasis
Wie ist es, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt, ausschließt und zum Schweigen bringt? Und wo kann ein Jude heute einheimisch sein – in Israel, Palästina, Deutschland? Tomer Dotan-Dreyfus erzählt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie. Zugleich setzt er sich mit der israelischen Gründungsgeschichte und der Realität der Besatzung auseinander. Welche Folgen hat der Krieg in Nahost für die deutsche Erinnerungskultur?
Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 2011 in Berlin. In seinem Essay setzt er sich kritisch und brillant mit seinem Verhältnis zu Staat und Religion, Zionismus und Holocaust, Palästina, Israel und Deutschland auseinander. Dafür arbeitet er sowohl die Geschichte seiner Großeltern als auch seine eigene in den Text ein, setzt sich mit jüdischen Vordenkern auseinander und beleuchtet politische Ereignisse bis in die Gegenwart hinein.
Moderiert wird die Veranstaltung von Michaela Kobsa-Mark, einer deutsch-amerikanisch-österreichischen Dokumentarfilmerin mit ashkenasisch-jüdischen Wurzeln. Ihre Arbeit konzentriert sich auf diasporische Identitäten in Deutschland. Sie lebte zehn Monate in Jerusalem und Betlehem. Diese Erfahrungen haben sie bis heute sowohl persönlich als auch in ihrer Filmarbeit stark geprägt.
Scala Ludwigsburg wird die Veranstaltung filmen und mit zeitlichem Versatz auf ihrer Homepage und dem Youtube Kanal veröffentlichen.
Tickets hier reservieren. Sie berechtigen zum Einlass, müssen aber von 18.45 bis 19.15 Uhr am Einlass vorgezeigt werden. Danach werden nicht eingelöste Tickets weiter vergeben.
Um Spenden wird vor Ort gebeten.
Veranstaltet von: Nahost-AG der DFG-VK Ortsgruppe Ludwigsburg und Germans against Genocide
Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
In Kooperation mit: Scala Ludwigsburg, Frauenverband Courage e. V., Katholische Erwachsenenbildung Ludwigsburg, AnDiRa (PH Ludwigsburg)
Februar 20 @ 19:30 – 21:30
„Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland“
Kostenlose Online Reservierung – Eintritt auf Spendenbasis
Wie ist es, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt, ausschließt und zum Schweigen bringt? Und wo kann ein Jude heute einheimisch sein – in Israel, Palästina, Deutschland? Tomer Dotan-Dreyfus erzählt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie. Zugleich setzt er sich mit der israelischen Gründungsgeschichte und der Realität der Besatzung auseinander. Welche Folgen hat der Krieg in Nahost für die deutsche Erinnerungskultur?
Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 2011 in Berlin. In seinem Essay setzt er sich kritisch und brillant mit seinem Verhältnis zu Staat und Religion, Zionismus und Holocaust, Palästina, Israel und Deutschland auseinander. Dafür arbeitet er sowohl die Geschichte seiner Großeltern als auch seine eigene in den Text ein, setzt sich mit jüdischen Vordenkern auseinander und beleuchtet politische Ereignisse bis in die Gegenwart hinein.
Moderiert wird die Veranstaltung von Michaela Kobsa-Mark, einer deutsch-amerikanisch-österreichischen Dokumentarfilmerin mit ashkenasisch-jüdischen Wurzeln. Ihre Arbeit konzentriert sich auf diasporische Identitäten in Deutschland. Sie lebte zehn Monate in Jerusalem und Betlehem. Diese Erfahrungen haben sie bis heute sowohl persönlich als auch in ihrer Filmarbeit stark geprägt.
Scala Ludwigsburg wird die Veranstaltung filmen und mit zeitlichem Versatz auf ihrer Homepage und dem Youtube Kanal veröffentlichen.
Tickets hier reservieren. Sie berechtigen zum Einlass, müssen aber von 18.45 bis 19.15 Uhr am Einlass vorgezeigt werden. Danach werden nicht eingelöste Tickets weiter vergeben.
Um Spenden wird vor Ort gebeten.
Veranstaltet von: Nahost-AG der DFG-VK Ortsgruppe Ludwigsburg und Germans against Genocide
Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
In Kooperation mit: Scala Ludwigsburg, Frauenverband Courage e. V., Katholische Erwachsenenbildung Ludwigsburg, AnDiRa (PH Ludwigsburg)

Slogans des Tages:
„Die Reichen wollen Krieg – die Jugend eine Zukunft“
„Uns kriegt ihr nicht“
„Bevor ihr uns mustert, mustert euch selber“
Am 5. Dezember haben bundesweit Schulstreiks gegen die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht stattgefunden. In über 100 Städten gingen mehr als 55.000 junge Menschen auf die Straße – die meisten von ihnen Schülerinnen und Schüler. Anlass war das Wehrdienstmodernisierungsgesetz, das viele als Einfallstor für eine neue Wehrpflicht bewerten.
Auch in Baden-Württemberg gab es zahlreiche Schulstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen. Im Folgenden dokumentieren wir die Aktionen, von denen wir als DFG-VK Baden-Württemberg Kenntnis haben. Vermutlich gab es weitere – falls eine Aktion hier fehlt, bitten wir um Entschuldigung und freuen uns über Hinweise.
Schulstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen in Baden-Württemberg
Stuttgart
In Stuttgart demonstrierten fast 1.000 Schüler*innen gegen die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht. Auch aus umliegenden Städten wie Backnang oder Heilbronn wurde mobilisiert. Auf dem Kronprinzenplatz stellten Redner*innen die zentrale Frage:
„Haben wir nicht ein Recht darauf, in Frieden zu leben?“

Beteiligt waren u.a. SDAJ, Internationale Jugend, Young Struggle, SOLID sowie viele Schulen. Die DFG-VK begleitete die Demo solidarisch und gab praktische Hinweise zum Widerstand gegen den neuen Wehrdienst – von politischer Organisierung über zivilen Ungehorsam bis zur Kriegsdienstverweigerung.
Freiburg
Am Platz der Alten Synagoge kamen rund 1.000 Schüler*innen zusammen. Viele äußerten Angst davor, töten oder sterben zu müssen, und kritisierten, nicht in politische Entscheidungen einbezogen zu werden. Mehrere Redebeiträge benannten den Widerspruch zwischen dem schulischen Grundsatz „Gewalt ist keine Lösung“ und dem aktuellen politischen Handeln.

Auch in Freiburg war die DFG-VK solidarisch auf der Straße und verwies auf die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerungsberatung.
Karlsruhe
In Karlsruhe versammelten sich rund 700 Menschen, überwiegend Schüler*innen. Aufgerufen hatte das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Der Ort war bewusst gewählt: vor dem Bundesverfassungsgericht.
Schilder wie „Bevor ihr uns mustert, mustert euch selber“ richteten sich direkt an die Regierenden. Für die DFG-VK Karlsruhe sprach Stefan Lau und versicherte den Jugendlichen volle Solidarität – politisch gegen Wehrpflicht und praktisch bei der Verweigerung.

Tübingen
In Tübingen kamen rund 700 junge Menschen zu Kundgebung und Demonstration zusammen. Protestiert wurde gegen die drohende Wehrpflicht und die Aufrüstungsdynamik, die als „Dynamik des Todes“ beschrieben wurde.

Kreative und deutliche Schilder forderten Politiker*innen auf, selbst Verantwortung zu übernehmen, statt junge Menschen in den Militärdienst zu zwingen. Die Botschaft:
„Wir sterben nicht in euren Kriegen – wir wollen eine echte Zukunftsperspektive.“
Heidelberg
In Heidelberg versammelten sich über 600 Menschen, die meisten Schüler*innen, am Friedrich-Ebert-Platz. Parolen wie „Unser Leben kriegt ihr nicht“ machten die Ablehnung der Wehrpflicht deutlich.

Auf der Demo Richtung Universitätsplatz kritisierten Redner*innen, dass politische Entscheidungen über junge Menschen hinweg getroffen werden. Auch hier steht die DFG-VK-Regionalgruppe den Jugendlichen mit Beratung und Unterstützung zur Seite.
Konstanz
In Konstanz streikten rund 250 Schüler*innen auf dem Münsterplatz. Sie lehnten das Wehrdienstmodernisierungsgesetz klar ab und machten deutlich, dass sie nicht gegen andere Menschen kämpfen wollen – „nicht für Deutschland und auch sonst nicht“.
Die DFG-VK unterstützt die Proteste solidarisch und praktisch. In Konstanz wird zudem eine Beratungsstelle zur Kriegsdienstverweigerung aufgebaut.
Ulm
In Ulm beteiligten sich etwa 120 junge Menschen an einer Demonstration durch die Innenstadt mit Abschlusskundgebung vor dem Rathaus. Viele befürchteten, dass der neue Wehrdienst nur der erste Schritt zur Wiedereinführung der Wehrpflicht sei.

Besonders betont wurde das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung und der Aufruf, dieses Recht aktiv zu verteidigen.
Reutlingen
In Reutlingen protestierten rund 100 junge Menschen auf dem Marktplatz. Banner der DGB-Jugend sowie klare Aussagen gegen Wehrpflicht, Pflichtdienste, Aufrüstung und Militarisierung prägten die lebendige Kundgebung.

Heilbronn
In Heilbronn fand am Nachmittag am Bollwerksturm eine Kundgebung mit rund 70 Teilnehmenden statt. Die Schülerin Sama, die mit ihrer Familie vor dem Krieg in Syrien geflohen ist, berichtete von ihrer Sorge über die zunehmende Bedeutung von Krieg und Militarisierung in Deutschland.
Mitorganisator Benedikt Bihr kritisierte, dass Gelder für Aufrüstung fehlten, während in Bildung und Infrastruktur gespart werde.
Kirchheim/Teck
In Kirchheim/Teck organisierten Jugendliche gemeinsam mit den Jusos und der DFG-VK Neckar-Fils eine Mahnwache gegen Wehrpflicht – direkt gegenüber dem Weihnachtsmarkt, der „Frieden auf Erden“ verkündet.

BEPart – Kinder- und Jugendbeteiligung kritisierte politische Entscheidungen ohne echte Beteiligung junger Menschen. Für die DFG-VK betonte Hans Dörr: Deutschland müsse nicht kriegstüchtig, sondern friedensfähig werden.
Ludwigsburg
Auf dem Akademiehof protestierten zahlreiche junge Menschen gegen neuen Wehrdienst und Militarisierung. Ihre Botschaft: „Wir sind kein Kanonenfutter.“ Kritisiert wurden Aufrüstung und politische Prioritäten, während an Schulen Geld fehle.

Offenburg
In Offenburg war ein Schulstreik geplant, doch wegen angedrohter Repressionen blieb es bei zwei Kundgebungen. Die Kritik am Wehrdienstmodernisierungsgesetz blieb deutlich. Die DFG-VK Mittelbaden unterstützt junge Menschen bei der Kriegsdienstverweigerung und im politischen Widerstand gegen Militarisierung.

Schopfheim & Weil am Rhein
In Schopfheim und Weil am Rhein protestierten Schüler*innen aus der Region gegen die drohende Wehrpflicht. Besonders häufig genannt wurde die Ungerechtigkeit, nicht wählen zu dürfen, aber bereits für den Militärdienst eingeplant zu sein.

Danke – und unsere Solidarität
Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern, die am 5. Dezember gestreikt, organisiert, mobilisiert und öffentlich Position bezogen haben. In Zeiten zunehmender Militarisierung ist euer Engagement wichtig – und ermutigend.
Als DFG-VK Baden-Württemberg stehen wir solidarisch an eurer Seite:
• Politisch unterstützen wir Streiks, Demonstrationen, Aufrufe und Aktionen gegen Wehrpflicht und Militärzwang – auch Formen zivilen Ungehorsams gegen Musterung und Datenerfassung.
• Praktisch unterstützen wir mit unserer Kriegsdienstverweigerungs-Beratung. Lasst euch beraten, bevor ihr etwas abschickt – oder lasst euren Text prüfen.
📩 Kontakt zur KDV-Beratung:
ba-wue@dfg-vk.de
Der nächste Streiktermin steht bereits fest: 5. März. Auch dann werden wir wieder solidarisch unterstützen.
So long: the old can learn from the young.

Aktive der DFG-VK Ludwigsburg haben am Dienstagabend nach der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler vor dem Büro von Steffen Bilger protestiert – dem neuen Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Ihre Botschaft: Euer Auftrag ist FRIEDEN.
Ein wichtiger Appell an die neue Bundesregierung: Schluss mit Aufrüstung und Waffenexporten! Wir sagen: Friedenspolitik braucht sichtbaren Druck von unten. Besucht eure Abgeordneten. Werdet laut – für Abrüstung und Diplomatie.