• Skip to main content

DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

  • Über uns
    • Unser Selbstverständnis
    • Kontakte
    • Grundordnung des DFG-VK Landesbandes Baden-Württemberg
    • Landesvorstand +
    • Geschäftsführer
    • Referent*innen
  • verweigern.info
  • Infos / Aktivitäten
    • Informationen
      • Politische und historische Dimension von KDV
      • Pressemitteilungen
      • SÜDWEST-KONTAKTE
      • Informationen
      • § Recht kurz $
        • § Recht kurz §: Totalverweigerung
        • § Recht kurz §: Bußgeldverfahren
        • § Recht kurz §: schriftliche (statt digitale) Abgabe der Bereitschaftserklärung
    • Kampagnen
      • Friedensfähig statt erstschlagsfähig
      • Atomwaffenfrei jetzt
      • Unter 18 nie!
      • Aktion Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel
      • Sicherheit neu denken
      • Weitere Kampagnen
    • Ulli-Thiel-Friedenspreis
    • Servicestelle Friedensbildung Ba-Wü
    • Pax an
  • Veranstaltungen
  • Suche

Kriegstreiberei

20 April, 2026

Kritik an Hannover Messe wegen Werbung für Rüstungsschau DSEI Germany 2027 

Friedens- und Menschenrechtsorganisationen fordern Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027 in Hannover 

Stuttgart/ Köln/ Hannover, den 20. April 2026, Die heute startende Hannover Messe präsentiert in diesem Jahr den neuen Bereich „Defense Production Area“. In Kooperation mit der DSEI Germany wird dort präsentiert „wie innovative Produktionstechnologien die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie unterstützen“. Das soll wohl einen Vorgeschmack auf die Rüstungsmesse DSEI Germany geben, die im März 2027 erstmals in Hannover stattfinden soll. Aus diesem Anlass wiederholen Friedens- und Menschenrechtsorganisationen ihre Forderung nach einer Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027!

Die DSEI (Defence & Security Equipment International) findet alle zwei Jahre in London statt. 2025 präsentierten dort mehr als 1.700 Aussteller ihre Waffen und Rüstungsgüter. Über 45.000 Besucherinnen und Besucher kamen aus aller Welt – unter anderem Delegationen aus menschen- und völkerrechtsverletzenden Staaten wie Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie trafen dort auf Firmen, deren Waffen immer wieder in Krisenregionen oder von Diktaturen eingesetzt werden und auf Unternehmen, die mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sind. Auch Konzernen, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind, bot die DSEI eine Plattform. Selbst Zünder für völkerrechtlich geächtete Streumunition wurden auf der DSEI UK 2025 beworben.

Diese globale Rüstungsmesse soll jetzt auch nach Deutschland kommen. Vom 9. bis 12. März 2027 ist in Hannover die erste DSEI Germany geplant, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe AG. „Damit würde Hannover zum Marktplatz für den weltweiten Waffenhandel“, kritisiert Charlotte Kehne von Ohne Rüstung Leben und ergänzt: „Für 2027 sind bereits Aussteller wie Rheinmetall und Hensoldt angekündigt. Auch dies sind Unternehmen, bei denen wir regelmäßig als Kritische Aktionärinnen und Aktionäre auf den Hauptversammlungen problematische Geschäftspraktiken kritisieren müssen“. 

Angesichts der Erfahrungen mit der Muttermesse in London haben sich die Organisationen mit einem Brief an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Herrn Grant Hendrik Tonne und den Oberbürgermeister von Hannover, Herrn Belit Onay, gewandt, die derzeit dem Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG vorstehen. Zudem haben sie tausende Aktionsbriefe in den Umlauf gebracht, um den Aufsichtsrat auf die Gefahr aufmerksam zu machen, dass die Deutsche Messe AG einer Ausstellung die Bühne bereiten will, bei der gegen völker- und menschenrechtliche Mindeststandards verstoßen wird.

„Als Aktion Aufschrei kritisieren wir seit Jahren die laxe Praxis der Rüstungsexportkontrolle in Deutschland, die oftmals Rüstungsexporte in Krisenregionen oder an repressive und menschenrechtsverletzende Regime geschehen lässt. Aus dieser Position heraus können wir in einer solchen Waffenschau auf deutschem Boden nichts Förderliches erkennen: hier wird ein Handel als normal und alltäglich dargestellt, der streng reguliert und kontrolliert gehört!“, erklärt Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“.  

„Die Erfahrungen aus London zeigen, dass die DSEI reichlich Grund zur Kritik bietet, und lassen Schlimmstes für Hannover befürchten“, mahnt Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover. „In Deutschland und insbesondere in Hannover – Lead City der Mayors for Peace – darf es keine Messen geben, die eine Bühne für geächtete Waffen, korrupte Konzerne und Rüstungsexporte in Krisenregionen bieten! Völkerrecht, Menschenrechte und soziale Verantwortung müssen an erster Stelle stehen“, stellt Agnes Hasenjäger klar und ergänzt: „Daher fordern wir vom Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG in Hannover eine Absage der Rüstungsmesse DSEI Germany 2027!“

Kontakt für die Medien:

  • Charlotte Kehne, Ohne Rüstung Leben, Tel.: 0711 608396, orl-kehne@gaia.de  
  • Dr. Andreas Seifert, „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, Tel.: 0176-99067209, a.seifert@aufschrei-waffenhandel.de
  • Agnes Hasenjäger, Friedensbüro Hannover e.V., h.agnes@gmx.de  

31 März, 2026

Mannheim: Militarisierung und Wehrpflicht? Nein!

April 20 @ 18:00 – 20:30

Podiumsdiskussion und im Anschluss Gesprächsgruppen im World-Café-Stil.
Mit Gästen aus Gewerkschaft, Medizin, Verbänden und verschiedenen linken Perspektiven wollen wir mit euch diskutieren, zuhören und ins Gespräch kommen. Gast ist auch der DFG-VK Landesgeschäftsführer aus Ba-Wü Jonas Fehrenbach.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

SHarepic zur Veranstaltung

ISK Initiative soziale Kämpfe – Mannheim

DGB Jugendraum

Hans-Böckler-Str. 3
Mannheim, Germany
Google Karte anzeigen
  • Google Kalender
  • iCalendar
  • Outlook 365
  • Outlook Live

3 April, 2025

 „RATIONALE SICHERHEITSPOLITIK STATT ALARMISMUS“

Wir veröffentlichen diesen Text nicht, weil er unsere Meinung wiedergibt, sondern weil hier Wissenschaftler auf die Panikmache derer eingehen, die die momentane Situation zur Erfüllung ihrer Hochrüstungsfantasien nutzen. “…Alarmismus und Panik führen in eine gefährliche Sackgasse.“

Rationale Sicherheitspolitik statt Alarmismus

Die derzeitige sicherheitspolitische Debatte in Deutschland hat Maß und Mitte verlassen. Eine verteidigungsfähige Bundeswehr und eine Verbesserung der sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit Europas sind unstrittig notwendig. Dazu gehören sinnvolle Investitionen in eine defensive Ausstattung der Streitkräfte, die abschrecken, aber nicht weiter das Sicherheitsdilemma verschärfen, sowie eine möglichst einheitliche europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Doch der derzeit verbreitete Alarmismus in Teilen der Politik und der Medien ist nicht plausibel und basiert auf keiner seriösen Bedrohungsanalyse. Einige sicherheitspolitischen Experten reden sich geradezu in einen Rausch, sekundiert von nicht nachvollziehbaren Geheimdiensteinschätzungen über die aggressiven Pläne Moskaus gegen den Westen.

Ohne Zweifel ist Russland eine Bedrohung für die europäische Sicherheit, und aggressive Absichten auch über die Ukraine hinaus sind nicht vollkommen auszuschließen – wenn auch hybride Bedrohungen plausibler sind als klassisch militärische. Ein nüchterner Blick auf die ökonomischen und militärischen Kapazitäten wie auch die (realisierbaren) Intentionen Russlands ergibt jedoch, dass wenig dafür- spricht, dass Russland sich mit der Nato militärisch anlegen und deren Territorium angreifen könnte oder nur wollte.

Ein Russland, das große Schwierigkeiten hat, seine Ziele in der Ukraine zu erreichen, ist eine beherrschbare militärische Bedrohung. Zudem ist die Nato heute und auf absehbare Zeit in praktisch allen militärischen Belangen ungleich stärker als Russland. Dies gilt selbst dann, wenn man nur die Ausgaben bzw. die Ausstattung der europäischen Staaten inklusive Großbritannien addiert. In den europäischen Armeen gibt es zugleich deutliche Schwächen u. a. bei Luftabwehr, Drohnen und Munition, die aber behebbar sind – was auch Geld kostet. Ohne eine verlässliche amerikanische Sicherheitsgarantie muss sich Europa sicherheitspolitisch neu aufstellen. Auch sind moderne Gesellschaften anfällig, etwa mit Blick auf Angriffe auf kritische Infrastrukturen oder im Cyberbereich, aber auch den inneren gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die derzeitig verbreitete Panikstimmung, begleitet von einer gigantischen Verschuldung für Aufrüstung, löst aber Europas Sicherheitsprobleme nicht. Wichtiger wäre, den Krieg in der Ukraine mit Hilfe kluger politischer Kompromisse über Verhandlungen zu beenden und danach auf der Basis vorhandener Stärke eine Stabilisierung der europäischen Sicherheitsarchitektur anzustreben, in der nicht nur Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, sondern auch die zweite Säule der Sicherheitspolitik – Rüstungskontrolle, vertrauensbildende Maßnahmen und Diplomatie – wieder eine zentrale Rolle spielen.

Die Zeit dafür drängt – Alarmismus und Panik führen in eine gefährliche Sackgasse.

Prof. em. Dr. Michael Brzoska, eh. Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH) • Detlef Dzembritzki, MdB a.D. und Ehrenvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) • Dr.Hans-Georg Ehrhart, eh. Forschungsbereichsleiter am Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH) • Prof. em.Dr. Christian Hacke, Universität Bonn • Prof. em. Dr. Götz Neuneck, eh. Stellv. Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg (IFSH) • Prof. em.Dr. August Pradetto, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg • Prof. Dr. Conrad Schetter, Universität Bonn und Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) • Prof. Dr. Klaus Schlichte, Universität Bremen • Brigadegeneral a.D. Reiner Schwalb • Prof. em. Dr. Dieter Segert, Universität Wien • Prof. em. Dr. Michael Staack, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg • Oberst a.D. Ralph Thiele, Publizist • Prof. Dr. Johannes Varwick, Universität Halle-Wittenberg und Präses des Wissenschaftlichen Forums Internationale Sicherheit (WIFIS) • Prof. em. Dr. Elmar Wiesendahl, eh. Direktor an der Führungsakademie der Bundeswehr in Ham- burg • Prof. em. Dr. Herbert Wulf, eh. Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC).

18 März, 2025

Undifferenziert und Waffen glorifizierend – Unsere Stellungnahme zur Sendung „zur Sache Baden-Württemberg“

Stellungnahme der DFG-VK Baden-Württemberg zur SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ vom vergangenen Donnerstag, den 13.03.2025: „Waffen schmieden für den Frieden“

Mit Befremden haben wir die Darstellung in der Sendung „Zur Sache BW“ zur Kenntnis genommen. Besonders irritiert uns die Glorifizierung von Waffen im Kontext der Friedensbildung. Die Suggestion, dass Frieden durch die Herstellung oder den Einsatz von Waffen erreicht werden könne, widerspricht grundlegend unseren Überzeugungen als pazifistische Organisation.

Auch wir wurden im Vorfeld der Sendung angefragt, ob wir Kontakt zu einem Reservisten vermitteln könnten, der den Dienst verweigert hat. Dies lehnten wir ab – und die Ausstrahlung der Sendung hat unsere Entscheidung bestätigt. Bereits in der Vergangenheit mussten wir erleben, wie Menschen, die aus Gewissensgründen den Kriegs-/Reservistendienst verweigern, durch mediale Berichterstattung an den Pranger gestellt oder einseitig dargestellt wurden, was negative Folgen für das Alltagsleben nach sich zog. Dazu gehören unter anderem berufliche Nachteile, soziale Ausgrenzung oder psychische Belastungen durch öffentliche Stigmatisierung.

Aus diesem Grund können wir niemandem, der sich mit der Absicht zur Verweigerung an uns wendet, guten Gewissens empfehlen, an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn sie oder er das nicht ausdrücklich wünscht. In Zeiten einer völlig panischen und überstürzten Militarisierung ist es umso wichtiger, dass die Rechte von Kriegsdienstverweigerern gewahrt bleiben und sie nicht durch öffentliche Bloßstellung abgeschreckt oder unter Druck gesetzt werden.

Die Berichterstattung in der Sendung „Zur Sache BW“ empfinden wir als einseitig und wenig differenziert. Die wachsende Zahl von Menschen, die sich mit der Bitte um Beratung bei uns melden, zeigt jedoch, dass das Thema immer dringlicher wird. Beinahe täglich erreichen uns in Baden-Württemberg Anfragen von Reservistinnen und Reservisten, die sich aus Überzeugung gegen eine weitere Teilnahme am Militärdienst entscheiden möchten.

Wir fordern eine ausgewogenere Berichterstattung, die auch die Perspektiven von Kriegsdienstverweigerern ernst nimmt und ihren Schutz gewährleistet, anstatt sie öffentlich zu exponieren. Gerne können Sie auch unsere Expert*innen zu Wort kommen lassen, die anonymisiert über die Erfahrungen und Beweggründe von Verweigerern berichten können.

Frieden lässt sich nicht durch Waffen schaffen – für uns bleibt gewaltfreie Konfliktlösung der einzige gangbare Weg.

DFG-VK Baden-Württemberg

  • Impressum
  • Datenschutz

Urheberrecht © 2026 · dfg-vk · Anmelden