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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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Kriegsdienstverweigerung

31 März, 2026

Durlach: Mahnwache für Frieden

April 7 @ 17:00 – 18:00

monatliche Mahnwache für Frieden, Menschenrechte und Demokratie auf dem Schlossplatz Durlach. Thematisch passende Transparente sind wie immer willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Weitere Infos hier: https://friedensbuendnis-ka.de/

Friedensbündnis Karlsruhe

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31 März, 2026

Karlsruhe: Atomkraftwerke im Krieg – die unterschätzte Gefahr

April 26 @ 17:00 – 21:00

Atomkraftwerke im Krieg

Nach dem Film: Gespräch mit Regisseur Reinhart Brüning und Stefan Lau (DFG-VK Karlsruhe) über Atomkraftwerke im Krieg und die ständige Bedrohung durch Atomwaffen.

Die Ukraine steht im Winter 2024/2025 vor ihrem bisher schlimmsten Winter. Bomben und Drohnen zerstören die Infrastruktur und gefährden die Sicherheit von Kernkraftwerken. Hinzu kommt die
Besetzung durch das russische Militär. Geflüchtete Kraftwerksmitarbeiter berichten von der trostlosen Lage im besetzten Kernkraftwerk Saporischschja. Dieser fesselnde
Dokumentarfilm enthüllt die außergewöhnlichen Geschichten des unerbittlichen Kampfes, die Ukraine
vor der nächsten Atomkatastrophe zu bewahren. Inwieweit sind die strengen Sicherheitsvorkehrungen von Saporischschja, Europas größtem Kernkraftwerk, dem Krieg zum Opfer gefallen? Werden Sie Zeuge
geheimer Raketenangriffssimulationen und erhalten Sie exklusive Einblicke aus erster Hand in die Lage in Tschernobyl während der russischen Besatzung.

Zum Filmgespräch zu Gast Regisseur Reinhart Brüning

Kinemathek Karlsruhe

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Zum Filmabend
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23 März, 2026

Besigheim: Warum Krieg statt Frieden – Filmvorführung

April 29 @ 20:00 – 22:00

Am 29.04. findet um 20 Uhr (ebenfalls im Wartesaal Besigheim) ein Attac-Filmabend zum Thema „Warum Krieg statt Frieden?“ statt.
Ausgehend von eindringlichen Bildern aus Kriegsgebieten und der Frage „Ein Krieg beginnt nicht mit dem ersten Schuss – wo beginnt er wirklich?“ führt der Film durch die verborgene Architektur moderner Konflikte. Internationale Stimmen beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf Ursachen, Eskalationslogiken und verpasste Chancen der Diplomatie. Der Film macht die Ökonomie des Krieges greifbar und fragt, wer von der Dauereskalation profitiert. Das Ergebnis ist ein investigatives Mosaik, das nicht vorgibt, die eine Wahrheit zu besitzen, sondern Widersprüche offenlegt, Narrative konfrontiert und den Raum für Friedenspolitik zurückerobert. 

DFG-VK Ludwigsburg

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23 März, 2026

Ludwigsburg: Friedenskirche – Benefizkonzert für die notleidenden Menschen in Gaza

April 18 @ 19:00 – 21:00

Musikhochschul-Studierende, – Dozierende und Alumni geben an diesem Abend ein Benefizkonzert für die notleidenden Menschen in Gaza.

Als Ausdruck der Solida-ritat und Verbindung mit den Menschen in Gaza wird an diesem Abend Musik aus unterschiedlichen Epochen und Genres zu hören sein: Werke von Bach bis Piazzolla, sowie traditionelle Musik aus dem Libanon und aus Palästina, gespielt von einem Cello-Quartett sowie einem gemischten Ensemble.

Der Eintritt ist frei.

Um Spenden für notleidende Menschen in Gaza wird gebeten.

DFG-VK Ludwigsburg

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23 März, 2026

Besigheim: UNO und Völkerrecht vor dem Ende? – Vortrag von Andreas Zumach

April 9 @ 19:30 – 21:00

DFG-VK Mitglied und Journalist und Völkerrechtsexperte Andreas Zumach nimmt die Zuhörenden mit auf seiner Betrachtung der internationalen Ordnung, der Institutionen, die sich um sie sorgen und der Bedrohung die sie durch Autoritarismus und Recht des Stärkeren ausgesetzt sind.

DFG-VK Ludwigsburg

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19 März, 2026

Freiburg: Keine neuen US-Raketen! Wie die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen Deutschland zum Schlachtfeld verwandelt und wie wir das verhindern können

März 27 @ 19:00 – 21:00

Die für 2026 geplante Stationierung von erstschlagsfähigen –auch atomar bewaffenbare- US-Mittelstreckenraketen exklusiv in Deutschland, droht unser Land in ein potentielles Schlachtfeld zu verwandeln. Die Entscheidungsgewalt darüber liegt ausschließlich bei den USA und deren unberechenbarem Präsident.  Raketen sind auch Magneten, sind Zielscheiben für einen Gegen- oder gar Erstschlag.

Darüber hinaus sieht die Bundesregierung laut Kanzler Merz in der Aufrüstung Deutschlands und Europas die „höchste Priorität“. Ein langfristiges sehr kostspieliges und hochgefährliches Projekt: Deutschland soll zur führenden konventionellen Militärmacht in Westeuropa werden. 
Begründet wird diese beispiellose Aufrüstung damit, dass der NATO ab 2029 ein Angriff Russlands drohe. Im öffentlichen Diskurs wird diese Verschwörungs-Theorie nicht hinterfragt und belegt, sondern nur behauptet. 

Massiv beschleunigter Aufrüstung, erstschlagfähige US-Hyperschallwaffen in Deutschland, Kriegstüchtigkeit sind die Ziele, die genannt werden. Immer offener ertönt selbst die Forderung nach einer „deutschen Atombombe“. Diese konfrontative Politik versperrt den Blick auf eine friedliche Zukunft Europas und bedroht durch Sozialabbau den menschlichen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Freiburger Friedensforum

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fff@fffr.de

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17 März, 2026

Karlsruhe: Clara Tempel „Politische Geborgenheit – vor*ankommen in sozialen Bewegungen“

April 17 @ 19:30 – 21:30

Clara Tempel

Buchvorstellung

Politische Geborgenheit

Vor*ankommen in sozialen Bewegungen

Geborgenheit wird oft im Privaten verortet: In Wohn- und Kinderzimmern, im Mutterleib, im Schneckenhaus. Doch was wäre, wenn sie viel politischer ist, als wir denken?

Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle unserer politischen Arbeit für die sozial-ökologische Transformation und kann dazu beitragen, dass wir langfristig aktiv und widerständig sein können. Gleichzeitig müssen wir sie auch immer wieder kritisch hinterfragen, weil sie eingebettet in Machtverhältnisse ist und nicht selten auf Grenzziehungen und Ausschlüssen beruht.

Das Buch versucht eine Handvoll Antworten auf die Frage zu finden, wie wir das transformative Potenzial von Geborgenheit im Aktivismus und in der Gesellschaft stärken können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren. Wie können wir in Sozialen Bewegungen im Kleinen ankommen und trotzdem im Großen vorankommen?

Clara Tempel hat ihr Buch auch wunderbar illustriert. Drucke der Illustrationen und natürlich auch ihr Buch können bei der Veranstaltung gekauft werden.

Clara Tempel wurde 1995 im Wendland geboren – im selben Jahr, in dem der erste Atommülltransport nach Gorleben gerollt ist. Sie ist mit dem Widerstand gegen die Atomanlagen aufgewachsen und wurde früh politisiert. 2019 war sie wegen einer Aktion gegen Atomwaffen für eine Woche im Gefängnis. Clara Tempel ist studierte Protest- und Bewegungsforscherin (M.A. Transformationsstudien) und hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin bei einer Umweltorganisation. Sie lebt in Flensburg.
 

DFG-VK Karlsruhe

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13 März, 2026

Zwischen Repression und Bombardement

Am Internationalen Frauentag 2026 hielt Martha Albinger in Ludwigsburg eine bewegende Rede über die Situation von Frauen im Iran. Darin beschreibt sie eindrücklich, in welcher schwierigen Lage sich viele Frauen dort befinden – zwischen der Gewalt eines autoritären Regimes und den Gefahren von Krieg und Bombardement.

Wir danken Martha herzlich dafür, dass sie uns ihre Rede zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Sie verbindet darin den Internationalen Frauentag – für viele ein feministischer Kampftag – mit der aktuellen Situation im Iran und zeigt, wie eng Fragen von Frieden, Freiheit, Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit miteinander verbunden sind.

Gerade in Zeiten von Krieg und zunehmender Militarisierung erinnert ihre Rede daran, dass Kämpfe für Frieden, Gleichheit und Selbstbestimmung nicht voneinander getrennt werden können.

Vielen Dank, Martha, für diese berührende Rede.

Frauen im Iran –  zwischen Repression und Bombardement

Rede am internationalen Frauentag 2026 von Martha Albinger gehalten am 07.03.26

Liebe TeilnehmerInnen an der Kundgebung zum internationalen Frauentag,

mein Name ist Martha Albinger, ich vertrete hier die DFG-VK Gruppe Ludwigsburg. Einige meiner FreundInnen sind aus dem Iran, ich war 1994 selber im Iran, spreche Persisch und habe von daher eine enge Verbindung zu diesem Land.

Durch meine langjährige Arbeit in der Flüchtlingshilfe war ich mit den Opfern vieler Kriege v.a. auch Frauen konfrontiert. Z.B. dem Bürgerkrieg im Libanon, Jugoslawienkrieg und v.a. dem 8-jährigen Iran-Irak-Krieg, der 1980 von Saddam Hussein, begonnen und später von der US-Regierung Ronald Reagan stark unterstützt wurde und dadurch 8 Jahre dauerte und unsäglich viele Todesopfer, Verletzte und traumatisierte Menschen zur Folge hatte. Saddam Hussein wurde vom Westen als Bollwerk gegen das Mullahregime aufgerüstet, bis er den USA nicht mehr nützlich war und 2003 selber gestürzt wurde. 

Und nun herrscht wieder Krieg im Iran. Im Gegensatz zum Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, wird beim Angriffskrieg Israels und der USA zumindest in der Politik und in den Medien nicht von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gesprochen. 

In der Präambel der DFG-VK steht: 

„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.«
(Grundsatzerklärung der War Resisters‘ International)

In diesem Sinne, möchte ich auf diesen Krieg und die Folgen für Frauen im Iran blicken.

So sehr ich meine iranischen Freundinnen verstehe, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass das Regime gestürzt würde, sosehr bin ich in Sorge, dass das Ganze schlimm endet. Auch der Ausspruch, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende überzeugen mich nicht, denn Verbrechen durch Verbrechen zu beenden führt zu nichts Gutem. Genauso wenig wie die Strategie „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Diese Einstellungen haben zu viel Unheil geführt, was man auch an der iranischen Revolution gesehen hat.

Die linken Gruppierungen haben sich mit den Klerikalen zusammengetan, was der Revolution zum Erfolg geholfen hat. Aber wie es häufig ist, „frisst die Revolution ihre Kinder“ und der Iran wurde von den Mullahs beherrscht, die Linken und Frauenkämpferinnen wurden in Gefängnisse gesteckt, gefoltert und teilweise hingerichtet.  Der Krieg hat Khomeinis Macht gefestigt.

Nachdem, was die israelische Regierung in Gaza und überhaupt gegen die palästinensische Bevölkerung verbrochen hat und was wir von Trump wissen, ist es für mich befremdlich, dass ExiliranerInnen israelische und US-amerikanische Flaggen schwenken.

Es ist verständlich, dass die Frauen im Iran, die eine hohe Schul- und Hochschulbildung haben, an den Universitäten sind 59 % Frauen, dann allerdings beruflich schlechter Fuß fassen als die Männer – v.a. auf den höheren Ebenen und in der Regierung sind sie noch stark unterrepräsentiert – und vielen Einschränkungen ihrer Freiheit unterworfen sind, dieses Regime nicht mehr ertragen.

Es ist ein großes Unrecht, dass Frauen vorgeschrieben wird, wie sie sich zu kleiden haben und dass sie ihr Haar bedecken sollen und sei es auch nur durch einen leichten Schal. Es besteht immer die Gefahr von Kontrollen, die wie im Fall von Jina Mahsa Amini sogar tödlich enden können.

Nach wie vor ist die Scheidung für Frauen im Iran schwieriger als für Männer, das Sorgerecht für die Kinder ist zugunsten der Väter geregelt. Bei einer Eheschließung muss der Vater oder ein Bevollmächtigter zustimmen, vor Gericht zählt die Stimme einer Frau weniger als die eines Mannes, beim Erbrecht sind die Frauen ebenfalls benachteiligt und es gibt viele weitere Einschränkungen z.B. bzgl. Reisen ins Ausland und der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit.

Und nicht nur das: Frauen werden von Sicherheits- und Repressionskräften inhaftiert, gefoltert, misshandelt und vergewaltigt.

Zwar liegt der Anteil der Frauen unter den Gefängnisinsassen im Iran mit ca 3% im internationalen Vergleich relativ niedrig, doch da sehr viele Männer in Gefängnissen sind, ist die Zahl der Frauen auch hoch, 5000 – 6000 gleichzeitig. Und es gibt neben den offiziellen Gefängnissen auch Haftzentren an unbekannten Orten, in die Menschen kommen, die von Repressionskräften wie den Pasdaran, den Geheimdiensten oder der paramilitärischen Basidj-Miliz verhaftet werden.

Das sind oft Menschen, die gegen das Regime protestieren, darunter v.a. auch während der „Frau-Leben-Freiheit“-Proteste auch viele Frauen. Offizielle Statistiken darüber gibt es nicht, nur Schätzungen. Z.B. von amnesty international, die je nach Protestwelle von Tausenden bis  Zehntausenden ausgehen.

Und das Ganze hat sich durch die Protestwelle Ende Dezember 2025 bis Mitte Januar 2026 potenziert.

Der Iran gehört seit Jahren zu den Ländern mit den weltweit höchsten Hinrichtungszahlen. Auch Frauen wurden nach Verurteilungen wegen Mordes, Drogendelikten, Ehebruchs und politischer Betätigung gegen das Regime hingerichtet.

Doch was bedeutet ein Krieg gegen den Iran für die Situation weltweit und die Menschen im Iran, insbesondere für Frauen und Mädchen.

Alle wissen, dass es den USA und Israel und insbesondere Trump und Netanjahu nicht um die Befreiung des iranischen Volkes geht. Es geht um Geopolitik und Machtinteressen. Es gibt auch nicht „das iranische Volk“, sondern neben den vielen Menschen, die unzufrieden sind auch eine hohe Zahl von Nutznießern des  Systems und Menschen, die zumindest ganz gut damit leben.

Und ein Krieg wird viel Leid verursachen, das sehen wir jetzt schon am Bombardement der Mädchenschule in Minab in der Provinz Hormozgan, bei dem zwischen 150 und 170 Menschen – Schülerinnen und Schulpersonal – starben.

Dieser völkerrechtswidrige Angriffskrieg auf den Iran wird das Misstrauen gegen den Westen in den Ländern der Region erhöhen, wurde doch, wie letzten Sommer auch, während der Atomverhandlungen angegriffen und dieses Mal sogar nachdem der Oman verkündet hatte, dass man kurz vor einer Einigung stehe und die iranische Regierung große Kompromisse gemacht habe.

Die Gefahr, dass der Krieg eskaliert, dass es einen Flächenbrand gibt, dass dieser den Terrorismus befördert und es im Iran zu einer Militärdiktatur oder einem Bürgerkrieg kommt ist groß. Die Pasdaran sind nicht nur eine Armee, sondern auch eine Wirtschaftsmacht. Sie werden sich nicht auflösen oder ergeben, ebenso wenig wie die Basidj-Milizen oder die Geheimdienste.  

Es gibt keinen Plan für die Zeit nach dem Krieg und die Opposition ist teilweise zerstritten. Auf keinen Fall wird ein großer Teil der Bevölkerung den Sohn des letzten Shah, der durch die Revolution 1979 gestürzt wurde akzeptieren. Und dafür, dass der Shah an die Macht kam, hat auch die CIA gesorgt, indem sie den demokratischen Präsidenten Mossadegh, der von 1951- 1953 an der Regierung war und die die Ölindustrie verstaatlicht hatte durch einen Putsch gestürzt hat. Das ist im Gedächtnis vieler IranerInnen geblieben.

Zu was die US-amerikanischen militärischen Interventionen bereits geführt haben, sehen wir beispielhaft in Afghanistan und dem Irak.

Leider ist es so, dass die legitimen und bewundernswerten Proteste und Kämpfe der Frauen im Iran und auch vieler Männer, die die Frauen unterstützten und die Proteste der vielen Menschen, die sich Ende letzten Jahres gegen die wirtschaftlichen Probleme und gegen das Regime richteten und die brutal niedergeschlagen wurden, was zu Zigtausenden von Toten führte, von Machthabern wie Trump und Netanjahu instrumentalisiert werden.

Sie geben vor, sich für Frauenrechte und Menschenrechte einzusetzen, verletzen diese aber selber aufs Gröbste.

Und was macht Bundeskanzler Merz. Nachdem er nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA letzten Sommer auf den Iran, davon gesprochen hat, dass diese die „Drecksarbeit“ für uns machen, gibt er bei seinem Besuch in den USA Trump, in allem was dieser sagt recht, widerspricht auch nicht als England und Spanien von diesem abgekanzelt werden, weil sie ihre US-Stützpunkte  –  im Falle Englands nur kurzfristig – für diesen Völkerrechtsbruch nicht zu Verfügung gestellt haben. Selbstverständlich, darf die US-Regierung den US-Stützpunkt Ramstein für ihre Kriege nutzen. Beim Mittagessen könnte er Trump etwas Kritisches gesagt haben, hieß es in den Medien. Wen interessiert das, Trump hört sowieso auf niemanden, der ihn kritisiert. Wichtig ist, was öffentlich gesagt wird und dass man sich mit anderen EU-Ländern solidarisiert. Und gegen Netanjahu wird wegen der unsäglichen Staatsräson sowieso nichts eingewendet. Statt dem Völkerrecht gilt nur noch das Recht des Stärkeren!

Lasst uns zusammenstehen und gemeinsam gegen das iranische Regime und gegen den Krieg protestieren!

Lasst uns gemeinsam der vielen Toten und Verletzten der letzten Protestwellen und der Kriegsopfer gedenken!

Lasst uns gemeinsam für Frauen- und Menschenrechte und gegen Kriege kämpfen!

13 März, 2026

Teilerfolg vor Gericht: Zwang zur Bundeswehr-Kooperation an Hochschulen gestoppt

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass Hochschulen nicht per Gesetz zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr verpflichtet werden dürfen.

Geklagt hatten rund 200 Organisationen aus der Friedens-, Bildungs- und Wissenschaftsbewegung, darunter auch wir als DFG‑VK Baden-Württemberg. Anlass war das neue Bayerische Hochschulgesetz, das Kooperationen mit Hochschulen und Schulen verpflichtend einführte, wenn die Staatsregierung dies im „Interesse der nationalen Sicherheit“ feststellt.

Diese Zwangsregelung hat das Gericht zumindest für Hochschulen nun gekippt. Für Hochschulen ist das ein wichtiger Schritt: Militärische Kooperation darf ihnen nicht einfach politisch verordnet werden.

Allerdings bedeutet das Urteil nicht, dass Bundeswehr‑Kooperationen an Hochschulen verschwinden. Freiwillige Zusammenarbeit bleibt weiterhin möglich. Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, dass Initiativen an Hochschulen weiter für Zivilklauseln und eine klare friedliche Ausrichtung von Forschung und Lehre eintreten.

Weitere Details finden sich in der Pressemitteilung der GEW Bayern zum Urteil des Verfassungsgerichtshofs.

Problem bleibt: Bundeswehrgesetz für Schulen

Der bittere Teil des Urteils betrifft die Schulen. Das Gericht hat die entsprechenden Regelungen im bayerischen Gesetz nicht aufgehoben.

Damit bleibt bestehen, dass der Freistaat Bayern Schulen gesetzlich zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr verpflichten kann – etwa durch Auftritte von Jugendoffizier*innen im Unterricht oder Bundeswehr‑Karriereberatung im Rahmen der Berufsorientierung.

Die GEW Bayern bewertet das Urteil deshalb als wichtigen, aber unvollständigen Erfolg. Die Landesvorsitzende Martina Borgendale erklärt:

„Wir bedauern, dass das Gericht die Verpflichtung der Schulen zu Auftritten von Jugendoffizier*innen der Bundeswehr weiterhin zulässt. Insgesamt stellt die Entscheidung jedoch einen großen Erfolg dar, weil sie die Wissenschaftsfreiheit stärkt und Hochschulen nicht gesetzlich zur Zusammenarbeit mit der Bundeswehr verpflichtet werden dürfen.“

Aus unserer Sicht ist das pädagogisch falsch und politisch gefährlich. Schulen sollten Orte kritischer Bildung sein – keine Rekrutierungsräume für das Militär.

Kein Vorbild für Baden-Württemberg

Der Erfolg vor Gericht ist deshalb ein wichtiger Teilerfolg – aber eben nur ein Teilerfolg.

Dass ein Bundesland überhaupt versucht, gesetzlich Bundeswehrkooperationen im Bildungssystem zu erzwingen, zeigt, wie weit Militarisierungspolitik inzwischen reicht.

Wir hoffen sehr, dass in Baden-Württemberg niemand auf die Idee kommt, ein ähnlich militaristisches Gesetz zu verabschieden, wie es die CSU in Bayern getan hat.

Als DFG‑VK Baden-Württemberg werden wir dieser Entwicklung weiterhin entgegentreten.

13 März, 2026

Schulstreiks gegen Wehrpflicht in Baden-Württemberg

Junge Menschen widersprechen der Militarisierung ihrer Zukunft

Am 5. März 2026 sind bundesweit Schülerinnen und Schüler auf die Straße gegangen. Sie protestieren gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht – aber nicht nur dagegen. Viele der jungen Menschen wenden sich grundsätzlich gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und gegen eine Politik, die ihre Zukunft immer stärker militärisch denkt.

Die Wehrpflicht ist für viele von ihnen nur der sichtbarste Ausdruck dieser Entwicklung. Dahinter steht eine viel grundlegendere Frage: In welcher Gesellschaft wollen junge Menschen eigentlich leben? In Redebeiträgen und auf Transparenten wurde deutlich, dass viele keine Lust darauf haben, irgendwann Drohnenfutter in den Kriegen anderer zu werden oder für die Interessen der Mächtigen zu sterben. Stattdessen fordern sie Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit und eine Politik der Deeskalation.

Organisiert werden die Schulstreiks von Schüler*innen, die sich in lokalen Streikkomitees zusammenschließen und unter dem Namen „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in der Öffentlichkeit auftreten.

DFG-VK Baden-Württemberg unterstützt die Schulstreiks

Auch in Baden-Württemberg fanden an diesem Tag in vielen Städten Protestaktionen statt. Als DFG-VK Baden-Württemberg unterstützen wir diese Schulstreiks ausdrücklich. In mehreren Städten waren Mitglieder unseres Verbands vor Ort, haben bei der Organisation geholfen, Redebeiträge gehalten (z. B. dieser Beitrag unseres Kriegsdienstverweigerungsberaters Gerd Kolb aus Viernheim) oder mit Infoständen über das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung und wie man es nutzt, informiert.

Dieses Thema beschäftigt viele Jugendliche natürlich besonders. Schließlich sind sie diejenigen, die von Militarisierung und einer möglichen Wehrpflicht unmittelbar betroffen wären.

Die Schulstreiks waren dabei keineswegs auf einzelne Großstädte beschränkt. In vielen Orten Baden-Württembergs versammelten sich Schülerinnen und Schüler, um gegen Wehrpflicht und Militarisierung zu protestieren – teils auf zentralen Plätzen, teils bei Aktionen in Innenstädten oder in der Nähe ihrer Schulen.

Schulstreik Stuttgart

Protest in vielen Städten

Am 5. März versammelten sich Schülerinnen und Schüler unter anderem in folgenden Städten zu Protestaktionen:

Stuttgart 
Auf dem Schlossplatz versammelten sich mehrere hundert Schülerinnen und Schüler, nach Schätzung der Polizei etwa 500 Teilnehmende. Auf Transparenten standen Parolen wie „Schulen statt Bomben“ oder „Bildung statt Aufrüstung“. Ein Schüler erklärte gegenüber Medien: „Zwang ist kein Mittel für eine moderne Demokratie.“

Mannheim 
In Mannheim kamen rund 300 Jugendliche zu einer Protestversammlung zusammen, bevor sich viele von ihnen gemeinsam durch die Innenstadt bewegten und eine Abschlusskundgebung stattfand.

Freiburg 
In Freiburg versammelten sich Schülerinnen und Schüler am Platz der Alten Synagoge zu einer Kundgebung und anschließenden Aktionen in der Innenstadt.

Karlsruhe 
Auf dem Marktplatz in Karlsruhe versammelten sich Jugendliche, um gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht zu protestieren.

Heidelberg 
In Heidelberg fand eine Protestversammlung an der Stadtbücherei (Poststraße) statt.

Heilbronn 
In Heilbronn versammelten sich Schülerinnen und Schüler zunächst am Friedensplatz, bevor sie gemeinsam in Richtung Innenstadt weiterzogen.

Ulm 
In Ulm trafen sich Jugendliche an der Valckenburgschule und zogen anschließend gemeinsam in Richtung Innenstadt.

Tübingen 
In Tübingen versammelten sich Schülerinnen und Schüler am Uhland-Denkmal. Ein häufig verwendetes Motto der Bewegung lautet: „Die Reichen wollen Krieg – die Jugend eine Zukunft.“

Weitere Städte 
Auch in zahlreichen weiteren Städten gab es Versammlungen und Protestaktionen, darunter:
Konstanz, Ravensburg, Schwäbisch Gmünd, Offenburg, Weinheim, Ludwigsburg, Schopfheim und Reutlingen.

Damit wurde sichtbar: Der Protest gegen Militarisierung und Wehrpflicht ist kein rein großstädtisches Phänomen, sondern erreicht zunehmend auch kleinere Städte.

Screenshot
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Mehr Städte – aber noch keine Massenbewegung

Interessant ist eine Entwicklung, die sich bei den Streiks beobachten lässt. Die Aktionen haben sich auf deutlich mehr Städte verteilt als noch bei früheren Schulstreiks. Gleichzeitig blieb die Zahl der Teilnehmenden vielerorts überschaubar.

Einerseits ist das eine positive Entwicklung: Der Protest wird in der Fläche sichtbarer und bietet vielen Schülerinnen und Schülern vor Ort überhaupt erst eine Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Andererseits zeigt sich auch, dass die Bewegung bislang vor allem von engagierten und politisierten Jugendlichen getragen wird und noch nicht die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler erreicht.

Gerade deshalb halten wir es für wichtig, diese jungen Menschen zu unterstützen. Wer sich heute öffentlich gegen Militarisierung positioniert, braucht Rückhalt.

Repressionen gegen die Schulstreiks

Die Schulstreiks blieben nicht ohne Reaktionen. Schulleitungen machten vielerorts deutlich, dass die Teilnahme an Protestaktionen während der Unterrichtszeit als unentschuldigtes Fehlen gewertet wird.

Bereits nach dem Schulstreik im Dezember 2025 hatten einzelne Schülerinnen und Schüler in Stuttgart Bußgelder erhalten. Auch diesmal wurde teilweise mit Konsequenzen gedroht. In einzelnen Fällen kam es zudem zu Anzeigen wegen Protestbanner oder Parolen.

Das zeigt vor allem eines: Offenbar reagieren manche Verantwortliche erstaunlich empfindlich auf den Protest junger Menschen. Wenn schon vergleichsweise harmlose Plakate oder Sprüche polizeiliche Reaktionen auslösen, wirkt das schnell wie ein Versuch, Protest einzuschüchtern oder klein zu halten.

Es wäre jedenfalls nicht überraschend, wenn solche Drohungen auch dazu beigetragen haben, dass die Teilnehmerzahlen in manchen Städten niedriger geblieben sind.

Doch manche Schülerinnen und Schüler lassen sich davon nicht beeindrucken. Für die Ostermärsche haben sie der Friedensbewegung sogar gleich noch einen passenden Slogan mitgegeben: „#MerzleckEier“. Auf jeden Fall besser als Aufrüsten.

Unterstützung bei Repression

Als DFG-VK Baden-Württemberg lehnen wir solche Repressionen entschieden ab.

Wer wegen seiner Teilnahme an Schulstreiks gegen Wehrpflicht Probleme bekommt, kann sich an den Carl-Ossietzky-Fonds der DFG-VK wenden.

Wenn ihr betroffen seid, schreibt uns und schildert eure Situation – wir schauen gemeinsam, wie wir euch unterstützen können.

Junge Stimmen gegen Kriegspolitik

Die Schulstreiks zeigen: Die Debatte über Wehrpflicht und Militarisierung betrifft junge Menschen unmittelbar. Schließlich wären sie diejenigen, die die Folgen solcher Entscheidungen tragen müssten.

Als DFG-VK Baden-Württemberg werden wir deshalb weiterhin solidarisch mit diesen Schülerinnen und Schülern sein – durch Unterstützung ihrer Aktionen, durch Beratung zur Kriegsdienstverweigerung, gegen die Repressionen, die sie bedrohen, und durch gemeinsame Arbeit für eine friedlichere Zukunft.

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