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kleine friedensbewegte presseschau

28 Mai, 2026

Friedensbewegte Presseschau – Mai 2026


Jeden Tag erreichen uns von aufmerksamen und kritischen Friedensaktivist*innen Hinweise auf Berichte und Beiträge aus der Presse, die – teilweise und erfreulicherweise – eine wohltuende Gegenstimme zur allgegenwärtigen Kriegsrhetorik darstellen. Während viele Beiträge in den bekannten Medien mit einem Fokus auf Aufrüstung, Eskalation und Feindbilder daherkommen, zeigen diese Artikel: Es gibt sie noch – die Stimmen für Abrüstung, Dialog und Verständigung.

Unsere heutige Presseschau gibt einen Überblick über solche Perspektiven, die Frieden nicht nur fordern, sondern auch konkret denken.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle euch, den Leserinnen dieses Newsletters – denn viele von euch sind nicht nur aufmerksame Beobachterinnen, sondern auch selbst aktive Organisatorinnen von Protesten, Mahnwachen und Friedensaktionen.

Damit auch in Zukunft vielfältige und friedensorientierte Stimmen Gehör finden, freuen wir uns weiterhin über eure Hinweise auf lesenswerte Artikel, Interviews oder Medienbeiträge.

☢️ Militarisierung, Aufrüstung & Zeitenwende

·       Das kämpfende Geschlecht
Militarisierte Männlichkeitsbilder prägen weiterhin Politik und Gesellschaft.
https://www.das-parlament.de/kultur/politisches/das-kaempfende-geschlecht

·       Krieg – Normalfall oder Störfall der Menschheitsgeschichte?
Der Beitrag widerspricht der Vorstellung, Krieg sei naturgegeben.
https://www.graswurzel.net/gwr/2025/10/krieg-normalfall-oder-stoerfall-der-menschheitsgeschichte/

·       Greenpeace-Studie zur Aufrüstung
Die Studie kritisiert soziale Folgen steigender Militärhaushalte.
https://taz.de/Greenpeace-Studie/!6181841/

·       Gesamtkonzeption militärische Verteidigung
Das Papier beschreibt eine umfassende Militarisierung staatlicher Strukturen.
https://www.bmvg.de/de/grundlagendokumente-strategische-ausrichtung/gesamtkonzeption-fuer-militaerische-verteidigung-aus-einem-guss-6092138

·       Innere Zeitenwende
Die Analyse warnt vor einer gesellschaftlichen Normalisierung militärischer Logik.
https://neu.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Buchtipps/vsa-Solty-Leseprobe-Innere-Zeitenwende.pdf

·       Protest gegen die Rüstungsindustrie
Aktivist*innen protestieren gegen Waffenproduktion und Kriegsprofite.
https://taz.de/Protest-gegen-die-Ruestungsindustrie/!6165623/

·       Waffenproduktion in Berlin
Die taz beleuchtet die Rolle Berlins als Standort der Rüstungsindustrie.
https://taz.de/Waffenproduktion-in-Berlin/!6084311/

·       Rheinmetall und Fregattenprojekt
Der Vorgang zeigt die enge Verflechtung von Politik und Rüstungsindustrie.
Hinweis: Artikel teilweise hinter Bezahlschranke.
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/rheinmetall-will-fregatten-debakel-der-bundeswehr-fuer-12-milliarden-euro-uebernehmen-a-cdf313b9-00a3-409b-b548-c941a6f82233

🇺🇦 Ukrainekrieg, NATO & Diplomatie

·       Russland legt Vorschläge für Feuerpause vor
Der Beitrag zeigt die Bedeutung diplomatischer Gesprächskanäle.
Hinweis: Artikel teilweise hinter Bezahlschranke.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-05/russland-ukraine-vorschlaege-feuerpause

·       Trump und Putin schlagen Waffenruhe vor
Erneut rücken diplomatische Lösungen stärker in den Fokus.
https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-donald-trump-und-wladimir-putin-schlagen-sich-gegenseitig-waffenruhe-vor-a-620101c2-3f64-49bb-9474-7d52eceb2390

·       EU-Drohnenallianz für Ukraine
Die EU setzt verstärkt auf technologische Aufrüstung.
https://www.n-tv.de/politik/Ukraine-Krieg-Bruessel-ruft-zu-neuer-EU-Ukraine-Drohnenallianz-auf-article23143824.html

·       Endlich am Tisch sitzen
Das IPG-Journal fordert neue diplomatische Initiativen.
https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/endlich-am-tisch-sitzen-9058/

·       Russland-Analysen 481
Die Analyse beschreibt autoritäre Dynamiken und Kriegswirtschaft.
https://laender-analysen.de/russland-analysen/481/russlandanalysen481.pdf

·       Ukraine-Analysen 332
Thematisiert werden Kriegsmüdigkeit und gesellschaftliche Folgen.
https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/332/ukraineanalysen332.pdf

·       Nord-Stream-Debatte
Die politische Aufarbeitung bleibt geopolitisch aufgeladen.
Hinweis: Artikel teilweise hinter Bezahlschranke.
https://www.nzz.ch/meinung/nord-stream-sprengung-warum-merz-vor-der-ukraine-kuscht-ld.10004761

·       Schulstreik gegen Wehrpflicht
Jugendliche protestieren gegen Wehrpflicht und Militarisierung.
https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/

·       KDV-Beratungen steigen
Die Zahl der Beratungen zur Kriegsdienstverweigerung nimmt zu.
https://www.evangelische-friedensarbeit.de/meldungen-friedensarbeit/eak-zahl-der-kdv-beratungen-steigt-weiter-deutlich

🔥 Nahost, Gaza & internationale Kritik

·       Amnesty-Bericht zu Gaza
Amnesty dokumentiert massive Menschenrechtsverletzungen.
https://www.amnesty.de/israel-gaza-genozid-voelkermord-amnesty-bericht-informationen-hintergruende

·       EU-Sanktionen gegen Siedlerorganisationen
Die EU reagiert auf Gewalt im Westjordanland.
Hinweis: Artikel teilweise hinter Bezahlschranke.
https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-sanktionen-siedler-westjordanland-israel-li.3482004

·       Peace Now zu EU-Sanktionen
Die israelische Friedensorganisation begrüßt die Sanktionen.
https://peacenow.org.il/en/the-eu-council-decides-to-impose-sanction-on-four-settler-organizations

·       Deutschland und Italien blockieren EU-Kurs
Die EU ringt um einen härteren Umgang mit Israel.
https://www.berliner-zeitung.de/article/israel-eu-abkommen-blockade-deutschland-italien-10031977

·       Parents Circle / Families Forum
Israelische und palästinensische Familien setzen auf Dialog.
https://wings-of-hope.de/veranstaltung/begegnung-und-dialog-mit-dem-parents-circle-families-forum-pcff/

·       Palestinians and Jews for Peace
Die Initiative erhält den Aachener Friedenspreis.
https://www.propeace.de/de/palestinians-jews-peace-aachener-friedenspreis

·       Über 400 Diplomaten fordern härteren Kurs
Ehemalige Diplomaten drängen die EU zu Konsequenzen.
Hinweis: Artikel teilweise hinter Bezahlschranke.
https://www.welt.de/politik/ausland/article6980c80ef0e62064809e25f6/nahost-ueber-400-fruehere-diplomaten-draengen-eu-zu-haerterem-kurs-gegen-israel-darunter-19-aus-deutschland.html

☢️ Iran, Großmachtpolitik & Eskalation

·       Iran-Krieg und seine Folgen
Die SWP warnt vor globalen Folgen einer Eskalation.
https://www.swp-berlin.org/publikation/der-iran-krieg-und-seine-folgen-fuer-den-mittleren-osten-die-grossmaechte-und-die-weltwirtschaft

·       Hormus-Militäreinsatz
Die Militarisierung zentraler Handelsrouten verschärft Spannungen.
https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-donald-trump-setzt-militaer-einsatz-fuer-sichere-hormus-durchfahrt-aus-a-09110b24-5de9-4643-9a3d-c701250ab14f

·       Iran: Repression im Schatten des Krieges
Der Krieg verstärkt autoritäre Dynamiken im Iran.
https://www.dw.com/de/iran-repression-im-schatten-des-krieges/a-77064911

·       Operation gewaltiger Irrtum
Das IPG-Journal warnt vor weiterer Eskalation.
https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/operation-gewaltiger-irrtum-9043/

🏙️ Friedensarbeit, Dialog & Zivilgesellschaft

·       Friedensstadt Freiburg
Die Initiative bündelt lokale Friedensarbeit und Dialog.
https://friedensstadt-freiburg.de/

·       Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden
Die Friedensschrift betont die Bedeutung von Diplomatie.
https://www.ack-in-freiburg.de/detail/termin/id/1038077-oekumenische-friedensschrift-wer-frieden-will-muss-mit-dem-feind-reden/?vt=1&cb-id=233983

·       Rotstift bei Frieden und Entwicklung
Kritisiert werden Kürzungen bei ziviler Friedensarbeit.
https://www.propeace.de/de/rotstift-bei-frieden-und-entwicklung

·       Die 100-Milliarden-Euro-Frage
Diskutiert wird die gesellschaftliche Logik wachsender Aufrüstung.
https://www.propeace.de/de/die-100-milliarden-euro-frage

23 April, 2026

Friedensbewegte Presseschau – April 2026

Einleitung

Jeden Tag erreichen uns von aufmerksamen und kritischen Friedensaktivist*innen Hinweise auf Berichte und Beiträge aus der Presse, die – teilweise und erfreulicherweise – eine wohltuende Gegenstimme zur allgegenwärtigen Kriegsrhetorik darstellen. Während viele Beiträge in den bekannten Medien mit einem Fokus auf Aufrüstung, Eskalation und Feindbilder daherkommen, zeigen diese Artikel: Es gibt sie noch – die Stimmen für Abrüstung, Dialog und Verständigung. Unsere heutige Presseschau gibt einen Überblick über solche Perspektiven, die Frieden nicht nur fordern, sondern auch konkret denken.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle euch, den Leserinnen dieses Newsletters – denn viele von euch sind nicht nur aufmerksame Beobachterinnen, sondern auch selbst aktive Organisatorinnen von Protesten, Mahnwachen und Friedensaktionen. Einige der hier vorgestellten Artikel verdanken ihre Aufmerksamkeit nicht zuletzt eurem Engagement – dafür ein großes und herzliches Dankeschön!

Damit auch in Zukunft vielfältige und friedensorientierte Stimmen Gehör finden, freuen wir uns weiterhin über eure Hinweise auf lesenswerte Artikel, Interviews oder Medienbeiträge. Hinweise bitte an bar-vue@dfg-vk.de – wir nehmen sie gerne in die nächste Ausgabe unserer Presseschau auf.

🌍 Nahost, Iran, Israel/Palästina & Völkerrecht

Selektive Empörung (IPG Journal)

Der Beitrag kritisiert die Doppelstandards westlicher Politik im Umgang mit dem Iran. Während Völkerrechtsverstöße selektiv verurteilt werden, geraten die Folgen von Krieg, Sanktionen und Instabilität für den Globalen Süden schnell aus dem Blick.

🔗 Zum Artikel

Bundestags-Expert*innen sehen Iran-Krieg als Völkerrechtsverstoß

Der Bericht hebt hervor, dass ein Angriffskrieg gegen den Iran auch aus Sicht des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags völkerrechtlich hoch problematisch ist. Das ist ein wichtiger Kontrapunkt zu all jenen Stimmen, die militärische Eskalation als scheinbar legitimes Mittel der Politik behandeln.

🔗 Zum Artikel

Flexible Allianzen (IPG Journal)

Der Text beschreibt, wie brüchig und interessengeleitet viele Bündnisse im Nahen Osten inzwischen geworden sind. Gerade diese kurzfristige Bündnispolitik erschwert aber jede verlässliche Friedensordnung und fördert neue Unsicherheiten.

🔗 Zum Artikel

Unter Beschuss (IPG Journal)

Der Beitrag schildert die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten aus einer Perspektive, die vor allem die Folgen für Zivilgesellschaft und regionale Stabilität in den Blick nimmt. Deutlich wird: Militärische Logik drängt politische Lösungen immer weiter an den Rand.

🔗 Zum Artikel

Drohnen-Diplomatie (IPG Journal)

Hier geht es um den Zusammenhang von technologischer Aufrüstung und außenpolitischer Machtprojektion. Der Text zeigt, wie bewaffnete Drohnen nicht nur Kriege verändern, sondern auch Diplomatie selbst unter militärische Vorzeichen stellen.

🔗 Zum Artikel

Unersetzbar (IPG Journal)

Der Beitrag arbeitet heraus, welche Akteure und Vermittlungsinstanzen in der Region für Deeskalation besonders wichtig sind. Er macht deutlich, dass Friedensprozesse gerade dann scheitern, wenn alles auf militärische Stärke und zu wenig auf politische Vermittlung gesetzt wird.

🔗 Zum Artikel

Nur eine Pause (IPG Journal)

Die Analyse warnt davor, Waffenruhen vorschnell mit Frieden zu verwechseln. Solange die politischen Ursachen des Konflikts unangetastet bleiben, ist eine Feuerpause oft nur die Unterbrechung vor der nächsten Eskalation.

🔗 Zum Artikel

Vorherrschaft durch Chaos (IPG Journal)

Der Artikel beschreibt eine Strategie regionaler Dominanz, die auf Instabilität und kontrolliertem Chaos beruht. Friedenspolitisch ist das eine Warnung: Wer Ordnung durch Zerstörung schaffen will, produziert nur neues Leid und neue Gewaltspiralen.

🔗 Zum Artikel

Liveticker Iran-Krieg (RND)

Der Ticker bündelt die täglichen Wendungen rund um Waffenruhe, Drohungen und politische Reaktionen. Gerade in seiner Unübersichtlichkeit zeigt er, wie schnell Eskalation heute geschieht und wie schwach dagegen oft die diplomatischen Gegenkräfte sind.

🔗 Zum Artikel

Iran-Konflikt – aktuelle Entwicklungen (NPR)

Der Beitrag bietet einen laufenden Überblick über die regionalen und internationalen Reaktionen auf die Eskalation. Sichtbar wird vor allem, wie eng militärische Entwicklungen, Energiesicherheit und Großmachtpolitik inzwischen verknüpft sind.

🔗 Zum Artikel

USA übergeben Militärbasen in Syrien (New York Times)

Der Bericht über die Übergabe von US-Stützpunkten in Syrien verweist auf eine mögliche Neuordnung regionaler Machtverhältnisse. Solche Schritte können Entspannung bringen, aber ebenso neue Unsicherheiten und Stellvertreterkonflikte auslösen.

🔗 Zum Artikel

Irischer Appell an Kaja Kallas

Irland drängt auf eine klarere europäische Linie zur Lage im Nahen Osten. Der Fokus auf Völkerrecht und politische Verantwortung ist ein wichtiges Signal gegen die Normalisierung militärischer Ausnahmezustände.

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Bundesregierung genehmigt Rüstungsexporte nach Israel (n-tv)

Der Bericht zeigt, dass Deutschland weiterhin Waffenexporte nach Israel genehmigt. Angesichts der humanitären Katastrophe in Gaza verschärft das die Frage nach politischer Mitverantwortung und nach der Glaubwürdigkeit deutscher Menschenrechtsrhetorik.

🔗 Zum Artikel

DW: USA, Vatikan, Italien und der Iran-Krieg

Der Text macht sichtbar, wie unterschiedlich die Reaktionen internationaler Akteure ausfallen – von machtpolitischer Positionierung bis zu moralischen Friedensappellen. Gerade dieser Kontrast zeigt, wie weit geopolitisches Kalkül und friedensethische Perspektive oft auseinanderliegen.

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Trump, Papst Leo XIV. und der Streit um Krieg und Frieden (Tagesschau)

Der Bericht beleuchtet den Konflikt zwischen politischer Machtlogik und kirchlicher Friedensbotschaft. Er erinnert daran, dass religiöse Stimmen gerade in Zeiten der Eskalation ein notwendiges Gegengewicht zur Sprache der Abschreckung sein können.

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Gaza-Flottille startet aus Spanien (Euronews)

Die Hilfsflottille ist humanitäres Zeichen und politischer Protest zugleich. Sie macht sichtbar, dass Solidarität mit der Zivilbevölkerung nicht warten darf, bis Regierungen sich endlich zu einer Politik der Menschlichkeit durchringen.

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Deutschlands Rolle im Iran-Konflikt (Tagesspiegel)

Der Kommentar fragt nach deutscher Mitverantwortung und nach den Möglichkeiten einer friedensorientierten Außenpolitik. Er legt den Finger auf den wunden Punkt: Wer militärische Eskalation kritisiert, muss auch den Mut zu diplomatischen Alternativen haben.

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Warum eine Seeblockade gegen den Iran so riskant wäre (FR)

Die Analyse zeigt, wie schnell eine Seeblockade selbst zum Brandbeschleuniger werden könnte. Militärische Drohgebärden erzeugen keine Sicherheit, sondern erhöhen das Risiko einer unkontrollierbaren regionalen Eskalation.

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Waffenruhe zwischen Israel, Iran und Libanon – aber wie tragfähig? (SZ)

Der Artikel beschreibt die Fragilität eines möglichen Waffenstillstands. Er verdeutlicht, dass echte Entspannung nicht aus militärischer Erschöpfung allein entsteht, sondern nur aus politischer Verständigung und rechtsstaatlicher Bindung.

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Iran: Internetblockade und wirtschaftliche Schäden (SZ)

Der Beitrag zeigt, wie eng Krieg, Repression und soziale Not zusammenhängen. Wenn Kommunikation gekappt und wirtschaftliche Lebensgrundlagen zerstört werden, trifft die Eskalation vor allem die Bevölkerung.

🔗 Zum Artikel

US-Geheimdienste, Iran und China (CNN)

Die Meldung verknüpft den Iran-Konflikt mit globaler Blockbildung und neuer Rüstungsdynamik. Gerade solche Konstellationen zeigen, wie schnell regionale Kriege in größere geopolitische Machtkonflikte eingebettet werden.

🔗 Zum Artikel

Eskalation durch Bombardierung? (SZ-Kommentar)

Der Kommentar kritisiert die Logik, militärische Gewalt als Weg zur Befriedung zu verkaufen. Er erinnert daran, dass Bomben keine politischen Lösungen schaffen, sondern die Voraussetzungen für neue Kriege legen.

🔗 Zum Artikel

Netanjahus neue Kriegsdoktrin (der Freitag)

Der Freitag analysiert eine ideologisch aufgeladene Politik, in der sich religiöser Nationalismus und militärische Härte verbinden. Das ist nicht nur für die Region brandgefährlich, sondern auch für jede Perspektive auf gleiche Rechte und Koexistenz.

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Chronik des iranischen Atomprogramms (bpb)

Die Chronik ordnet den Konflikt historisch ein und zeigt, wie lange Atomfrage, Sanktionen und Drohpolitik die Region bereits prägen. Gerade dieser lange Blick macht deutlich, dass militärische Zuspitzung noch nie zu einer tragfähigen Lösung geführt hat.

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Papst kontert Trump: „Selig sind die Friedfertigen“ (BR)

Der Bericht stellt einer Logik der Stärke bewusst eine Logik des Friedens entgegen. Solche Stimmen mögen machtpolitisch oft schwach erscheinen, sind aber unverzichtbar, wenn Menschlichkeit und Deeskalation überhaupt noch Gehör finden sollen.

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Italien setzt Verteidigungsabkommen mit Israel aus (Berliner Zeitung)

Die Entscheidung zeigt, dass politische Konsequenzen gegenüber Israel inzwischen auch innerhalb Europas diskutiert werden. Wer Völkerrecht ernst meint, darf es nicht nur gegenüber Gegnern, sondern muss es auch gegenüber Partnern anwenden.

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Trumps Iran-Kurs und die Rolle von JD Vance (Merkur)

Der Beitrag macht die Widersprüche innerhalb der US-Politik sichtbar. Zwischen Deal-Rhetorik, Druckpolitik und innenpolitischem Kalkül bleibt offen, ob Diplomatie hier ernst gemeint ist oder nur taktisch eingesetzt wird.

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USA, Iran und Pakistan im Gespräch (ZEIT)

Der Bericht verweist auf diplomatische Kontakte, die trotz Eskalation weiterlaufen. Gerade solche Kanäle sind entscheidend, weil Verhandlungen oft erst dann möglich werden, wenn militärische Optionen bereits an ihre Grenzen stoßen.

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Frieden als Produkt kühlen Pragmatismus? (Spiegel Geschichte)

Der Text erinnert daran, dass Friedensschlüsse selten aus moralischer Einsicht allein entstehen. Das ist ernüchternd, aber wichtig: Auch unvollkommene Kompromisse sind oft humaner als die Fortsetzung von Krieg.

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USA massiv unter Druck – Deal mit dem Iran? (n-tv)

Der Beitrag deutet an, dass die Vereinigten Staaten unter wachsendem Druck eher zu Verhandlungen bereit sein könnten. Er zeigt damit auch, dass selbst harte Machtpolitik am Ende oft doch wieder auf Diplomatie zurückverwiesen wird.

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Trumps 15-Punkte-Plan für das Ende des Iran-Kriegs (Morgenpost)

Der Plan wird als Versuch präsentiert, Kontrolle über eine eskalierende Lage zurückzugewinnen. Auffällig ist jedoch, wie stark auch hier militärische Drohkulissen und politische Selbstinszenierung ineinandergreifen.

🔗 Zum Artikel

Warum Trumps Iran-„Friedensplan“ nach Verzweiflung riecht (Morgenpost)

Der Kommentar liest die Initiative weniger als Friedensstrategie denn als Krisenmanagement unter Druck. Das verweist auf ein Grundproblem vieler Großmächte: Verhandelt wird oft erst, wenn die Eskalation außer Kontrolle zu geraten droht.

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Trump säuselt von Frieden und schickt Fallschirmjäger (Spiegel)

Der Titel bringt die Widersprüchlichkeit der US-Politik auf den Punkt. Zwischen Friedensrhetorik und militärischer Machtdemonstration bleibt unklar, ob überhaupt noch Raum für glaubwürdige Deeskalation vorhanden ist.

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15-Punkte-Plan für Waffenruhe im Nahen Osten (Tages-Anzeiger)

Auch dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, ob ein politischer Plan den Krieg stoppen könnte. Seine wichtigste Lehre: Papier allein schafft keinen Frieden, wenn Vertrauen, Rechtssicherheit und politische Teilhabe fehlen.

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Einfluss der Israel-Lobby auf die US-Iran-Politik (Foreign Policy)

Der Artikel arbeitet heraus, wie stark innenpolitische Machtgruppen außenpolitische Entscheidungen prägen. Das ist gerade für Friedenspolitik zentral, weil Kriegsentscheidungen eben nicht nur an Fronten, sondern auch in politischen Apparaten vorbereitet werden.

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Deutsche Nahostpolitik und Völkerrecht (ZEIT)

Der Text problematisiert die Haltung deutscher Spitzenpolitiker gegenüber den Angriffen auf den Iran. Er macht deutlich, dass Völkerrecht nicht zur Verfügungsmasse geopolitischer Loyalitäten werden darf.

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Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik nach den Angriffen auf den Iran (Verfassungsblog)

Die juristische Einordnung kritisiert die deutsche Reaktion als zu wenig rechtsgebunden und zu sehr bündnispolitisch geprägt. Gerade aus friedenspolitischer Sicht ist das bedeutsam: Wer Recht relativiert, stärkt am Ende die Gewalt.

🔗 Zum Artikel

Deutschland verzichtet auf Intervention im Genozid-Verfahren gegen Israel (n-tv)

Die Entscheidung der Bundesregierung, sich nicht einzuschalten, wirft Fragen nach politischer Haltung und rechtlicher Verantwortung auf. Sie zeigt erneut, wie vorsichtig Deutschland agiert, wenn Völkerrecht und Bündnispolitik aufeinanderprallen.

🔗 Zum Artikel

Tagesschau: USA und Iran-Konflikt

Der Bericht zeichnet die Verstrickung der USA in die Eskalation nach. Er zeigt zugleich, wie gefährlich es ist, wenn militärische Signale politische Kommunikation ersetzen.

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ORF: Entwicklungen im Iran-Konflikt

Die ORF-Berichte fassen die jüngsten Wendungen zusammen und machen die Unübersichtlichkeit der Lage sichtbar. Gerade das spricht für Besonnenheit statt für weitere militärische „Antworten“.

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Tagesschau-Liveblog Iran

Der Liveblog dokumentiert, wie dicht politische Signale, militärische Aktionen und mediale Dramatisierung inzwischen aufeinanderfolgen. Die Geschwindigkeit der Eskalation macht deutlich, wie nötig belastbare diplomatische Kanäle wären.

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Anzeige gegen Unterstützung des Iran-Krieges (junge Welt)

Der Artikel thematisiert juristische Schritte gegen politische und militärische Unterstützung eines Angriffskrieges. Er erinnert daran, dass Friedenspolitik nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich verteidigt werden muss.

🔗 Zum Artikel

Historische US-Dokumente zum Iran (National Security Archive)

Die Dokumentensammlung zeigt, wie lang die Geschichte von Intervention, Einflussnahme und Eskalationspolitik bereits ist. Gerade historische Tiefenschärfe hilft, aktuelle Kriege nicht als isolierte Ereignisse misszuverstehen.

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Iran, Israel und die Kriegsgefahr in der Region (Versöhnungsbund)

Das Hintergrundpapier argumentiert grundlegend gegen militärische Logiken im Nahen Osten. Es plädiert für politische Verständigung, Abrüstung und einen Blick auf die Sicherheitsinteressen aller Seiten.

🔗 Zum Artikel

Israel-Libanon-Spannungen am Litani (Tagesschau)

Der Bericht erinnert daran, dass der Krieg nicht nur zwischen Staaten und Armeen stattfindet, sondern ganze Grenzräume in dauerhafte Unsicherheit stürzt. Regionale Ausweitung bleibt eine reale Gefahr.

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Trump, Netanjahu und Geheimdienstoperationen (New York Times)

Der Beitrag beleuchtet die enge Verzahnung von Geheimdienstpolitik, Kriegsstrategie und politischer Macht. Gerade solche verdeckten Ebenen zeigen, wie wenig demokratische Kontrolle militärischer Eskalation oft noch vorhanden ist.

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Guardian: US-Debatten über Israel und Nahostpolitik

Der Text macht deutlich, wie umkämpft die amerikanische Linie gegenüber Israel inzwischen ist. Selbst in den USA bröckelt die Selbstverständlichkeit, mit der militärische Loyalität lange über Kritik an Menschenrechtsverletzungen gestellt wurde.

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Steffen Seibert und der Streit mit Netanjahus Regierung (Spiegel)

Der Bericht zeigt, wie sensibel bereits moderate Kritik an Israels Regierung geworden ist. Dass selbst ein als israelfreundlich geltender Diplomat unter Druck gerät, sagt viel über die Verengung des politischen Diskurses aus.

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Empörung über einen X-Beitrag des Botschafters (Welt)

Auch dieser Bericht zeigt, wie aufgeladen das politische Klima inzwischen ist. Schon kleine diplomatische Signale werden zum Konfliktfeld – ein Zeichen dafür, wie schwer nüchterne Vermittlung geworden ist.

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🇺🇦 Ukrainekrieg, Europa & Sicherheitsordnung

Pazifist in der Ukraine unter Druck (junge Welt)

Der Artikel berichtet über einen ukrainischen Pazifisten, der mit staatlichem Druck konfrontiert ist. Gerade in Kriegszeiten zeigt sich hier, wie wichtig die Verteidigung von Gewissensfreiheit und antimilitaristischen Stimmen bleibt.

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Selenskyj verärgert über US-Vermittler (Berliner Morgenpost)

Der Bericht macht Spannungen innerhalb des westlichen Lagers sichtbar. Wenn selbst Verbündete öffentlich aneinandergeraten, zeigt das vor allem, wie brüchig die politische Fassade des militärischen Durchhaltens geworden ist.

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Deutschland finanziert Hunderte Patriot-Raketen für die Ukraine (n-tv)

Die Meldung unterstreicht die weitere militärische Verstrickung Deutschlands in den Krieg. Auch wenn Luftabwehr oft als defensiv gilt, bleibt sie Teil einer Eskalationsdynamik, die politische Lösungen nicht ersetzt.

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Zukunftsszenarien für den Ukrainekrieg (Wissenschaft & Frieden)

Der Text entwirft verschiedene Entwicklungspfade des Krieges und fragt nach ihren politischen Konsequenzen. Besonders wertvoll ist, dass er nicht nur militärische, sondern auch diplomatische und gesellschaftliche Perspektiven mitdenkt.

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NATO-Ausbildung und mühsame Umschulung ukrainischer Soldaten (n-tv)

Der Bericht zeigt praktische Probleme der militärischen Kooperation auf. Er macht damit auch deutlich, dass Waffen und Ausbildung allein noch keine kohärente Friedens- oder Sicherheitsstrategie ergeben.

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Sicherheitsgarantien gegen Gebietsverzicht? (Reuters)

Die Meldung verweist auf mögliche westliche Szenarien, in denen Sicherheitszusagen an territoriale Zugeständnisse gekoppelt werden. Sie zeigt, wie eng Diplomatie, Machtpolitik und die Frage nach einem politisch tragfähigen Frieden verknüpft sind.

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Russische Frühjahrsoffensive offenbar gestartet (Tagesspiegel)

Der Beitrag beschreibt die neue militärische Zuspitzung an der Front. Je deutlicher aber der Krieg in eine nächste Runde der Abnutzung geht, desto dringlicher wird die Frage nach ernsthaften Verhandlungen.

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Hunderttausende in Belgorod ohne Strom (Tagesspiegel-Liveblog)

Der Liveblog macht die zivilen Folgen militärischer Angriffe sichtbar. Gerade solche Meldungen erinnern daran, dass Infrastrukturkrieg nie nur militärische Ziele trifft, sondern immer auch die Lebenswelt von Menschen zerstört.

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Ukraine-Analysen 329

Die Ausgabe liefert vertiefte Hintergrundinformationen zur politischen und militärischen Lage. Solche Analysen sind wichtig, weil sie helfen, die oft schrille Tagesberichterstattung in einen nüchternen Zusammenhang zu stellen.

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FCAS – letzter Vermittlungsversuch beim Kampfjetprojekt scheitert (Handelsblatt)

Das Scheitern des Vermittlungsversuchs zeigt, wie konfliktreich und interessengeleitet europäische Aufrüstungsvorhaben sind. Gerade daran wird sichtbar, dass Rüstungsprojekte nicht Sicherheit garantieren, sondern oft selbst politische Spannungen erzeugen.

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Pistorius zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Konflikt (ZDFheute)

Der Beitrag zeigt, wie militärische Präsenz immer wieder als Voraussetzung von Stabilität präsentiert wird. Friedenspolitisch bleibt dagegen die Frage zentral, warum politische Absicherung so oft erst nach der militärischen Eskalation überhaupt ernsthaft erwogen wird.

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Pistorius in Singapur – U-Boote, TKMS, Rüstung (ZDFheute)

Der Bericht verweist auf die zunehmende globale Vernetzung deutscher Rüstungs- und Sicherheitsinteressen. Gerade diese internationale Ausdehnung zeigt, wie stark Militarisierung längst als normales außenwirtschaftliches Instrument behandelt wird.

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Habermas, Ramstein und die politische Debatte (SZ)

Der Text verweist auf die innenpolitische Auseinandersetzung um Krieg, Bündnispolitik und Verantwortung. Wichtig daran ist, dass kritische Gegenstimmen aus Wissenschaft und Öffentlichkeit weiter sichtbar bleiben.

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✊ Friedensbewegung, Ziviler Widerstand & Gesellschaft

Rundbrief 128 des Lebenshauses Alb

Der Rundbrief versammelt friedenspolitische Analysen, Bewegungsdebatten und praktische Hinweise aus der Zivilgesellschaft. Er steht für eine Form politischer Arbeit, die konsequent auf Gewaltfreiheit, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung setzt.

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Der Frieden in Kolumbien – zehn Jahre nach dem Friedensabkommen (Radio Dreyeckland)

Der Beitrag zieht eine nüchterne Bilanz: Der Friedensprozess ist widersprüchlich, aber nicht gescheitert. Gerade Kolumbien zeigt, dass Friedensabkommen selten geradlinig verlaufen – und dennoch unendlich viel sinnvoller sind als die Fortsetzung bewaffneter Gewalt.

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Ostermärsche werden jünger (nd-aktuell)

Der Bericht zeigt, dass die Friedensbewegung neue Generationen erreicht. Das ist ermutigend, weil es nahelegt, dass Widerstand gegen Krieg und Aufrüstung keineswegs ein aussterbendes politisches Milieu ist.

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Lebenshaus Alb – Aktion

Die Aktionsseite verweist auf konkrete zivilgesellschaftliche Möglichkeiten, sich gegen Krieg und Militarisierung zu engagieren. Gerade solche niedrigschwelligen Formen des Mitmachens sind wichtig, damit Friedenspolitik nicht abstrakt bleibt.

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Europäische Bürgerinitiative

Die Plattform zeigt, dass friedenspolitisches Engagement auch auf europäischer Ebene demokratisch eingebracht werden kann. Solche Instrumente ersetzen keine Bewegung auf der Straße, können sie aber politisch ergänzen.

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Gewaltfreie Aktion – Sicherheitspolitische Entwicklungen

Der erste Hinweis aus dem Newsletter der Gewaltfreien Aktion ordnet aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen kritisch ein. Er erinnert daran, dass Aufrüstung nicht alternativlos ist und gerade in Krisenzeiten zivile und gewaltfreie Perspektiven sichtbar gemacht werden müssen.

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Gewaltfreie Aktion – Internationale Akteure in aktuellen Konflikten

Dieser Newsletter-Beitrag richtet den Blick auf die Rolle internationaler Akteure in Kriegen und Krisen. Er problematisiert, wie machtpolitische Interessen häufig über zivile Konfliktbearbeitung gestellt werden.

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Gewaltfreie Aktion – Die schleichende Normalisierung militärischer Denkweisen

Der dritte Hinweis aus der Gewaltfreien Aktion thematisiert, wie tief militärische Logiken inzwischen in Alltag, Sprache und Politik eingesickert sind. Gerade diese Normalisierung ist gefährlich, weil sie Krieg als selbstverständliche Option erscheinen lässt.

🔗 Zum Artikel

Videohinweis (YouTube)

Der eingereichte Video-Link ergänzt die Presseschau um eine audiovisuelle Perspektive auf Krieg, Friedenspolitik und öffentliche Debatte. Solche Formate sind wichtig, weil sie oft auch Menschen erreichen, die klassische Artikel oder Dossiers nicht lesen.

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Das Friedenszeitalter ist ganz nah (Charles Eisenstein, deutsch)

Der Text formuliert eine hoffnungsvolle Gegenperspektive zu einer von Krieg und Angst geprägten Gegenwart. Auch wenn manche Thesen eher essayistisch als politisch-praktisch sind, ist die Grundidee wichtig: Frieden braucht nicht nur Analyse, sondern auch Vorstellungskraft.

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💶 Kriegswirtschaft, Energie & Profite

Krisenprofite von Energieunternehmen (ZEIT)

Der Beitrag zeigt, wie Unternehmen in Zeiten von Krieg und Energiekrise enorme Gewinne erzielen können. Er macht damit deutlich, dass militärische und geopolitische Eskalationen nicht nur Opfer und Zerstörung produzieren, sondern auch Gewinner.

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Hinweis

Den Verweis „Rundbrief 1/2026 – Bund für Soziale Verteidigung e.V.“ habe ich inhaltlich mitgedacht, aber in deinen Nachrichten war dazu keine eigene URL enthalten. Deshalb ist er hier nicht separat verlinkt.

17 Oktober, 2025

Friedensbewegte Presseschau – Oktober 2025

Einleitung

Jeden Tag erreichen uns von aufmerksamen und kritischen Friedensaktivist*innen Hinweise auf Berichte und Beiträge aus der Presse, die – teilweise und erfreulicherweise – eine wohltuende Gegenstimme zur allgegenwärtigen Kriegsrhetorik darstellen. Während viele Beiträge in den bekannten Medien mit einem Fokus auf Aufrüstung, Eskalation und Feindbilder daherkommen, zeigen diese Artikel: Es gibt sie noch – die Stimmen für Abrüstung, Dialog und Verständigung. Unsere heutige Presseschau gibt einen Überblick über solche Perspektiven, die Frieden nicht nur fordern, sondern auch konkret denken.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle euch, den Leserinnen dieses Newsletters – denn viele von euch sind nicht nur aufmerksame Beobachterinnen, sondern auch selbst aktive Organisatorinnen von Protesten, Mahnwachen und Friedensaktionen. Einige der hier vorgestellten Artikel verdanken ihre Aufmerksamkeit nicht zuletzt eurem Engagement – dafür ein großes und herzliches Dankeschön!

Damit auch in Zukunft vielfältige und friedensorientierte Stimmen Gehör finden, freuen wir uns weiterhin über eure Hinweise auf lesenswerte Artikel, Interviews oder Medienbeiträge. Hinweise bitte an bar-vue@dfg-vk.de – wir nehmen sie gerne in die nächste Ausgabe unserer Presseschau auf.

Nahost / Israel–Palästina: Waffenruhe, Diplomatie & Politik

Interview der Woche: Ami Ayalon (Deutschlandfunk)

Der frühere Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, Ami Ayalon, betont, dass Sicherheit nur über politische Lösungen entsteht – nicht durch militärische Dominanz. Er wirbt für einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln und die Rückkehr zu einer verhandelten Zweistaaten-Perspektive. Seine Kernbotschaft: Wer Frieden will, muss mit Gegnern sprechen – auch wenn es schwerfällt.

https://www.deutschlandfunk.de/interview-der-woche-ami-ajalon-100.html

„Jedes Baby in Gaza ist ein Feind“: Israels Channel 14 stachelt zum Genozid an (der Freitag)

Die Recherche zeichnet nach, wie Israels Channel 14 Hetze normalisiert – von offener Vernichtungsrhetorik bis zur Verklärung von Gewalt. Menschenrechtsjurist:innen sehen darin eine gefährliche Anstachelung, die sogar vor Gericht relevant werden könnte. Medien tragen Verantwortung: Statt Kriegsrausch braucht es klare Grenzen gegen Aufrufe zu Verbrechen.

https://www.freitag.de/autoren/hanno-hauenstein/wir-werden-euch-vernichten-israels-channel-14-stachelt-zum-genozid-in-gaza-an/82e5f799-468a-42b4-878b-353fb7ae5585

Hat ein Münchner in Gaza Zivilisten getötet? (ZDFheute / frontal)

Ein internationales Rechercheteam dokumentiert mutmaßliche Exekutionen unbewaffneter Zivilisten in Gaza und belastet zwei IDF-Scharfschützen – einer davon mit deutscher Meldeadresse. Völkerrechtler sprechen von Indizien für Kriegsverbrechen; deutsche Behörden stehen in der Pflicht zu prüfen. Rechenschaft ist Voraussetzung für Frieden – für jede Seite und ohne Ausnahmen.

https://www.zdfheute.de/politik/ausland/gaza-militaer-daniel-g-israel-nahost-frontal-100.html

EU-Diplomat: „Sanktionen gegen Israel sind überfällig“ (der Freitag)

Ex‑EU-Botschafter Sven Kühn von Burgsdorff fordert konkrete Maßnahmen gegen die Netanjahu-Regierung, weil sie das Assoziierungsabkommen und Menschenrechte verletze. Er nennt nationale Optionen – von Rüstungsstopp über Forschungskooperationen bis zu Einreiseverboten – und warnt vor dem Glaubwürdigkeitsverlust Europas. Die Botschaft: Wer Völkerrecht ernst nimmt, muss es auch gegenüber Partnern durchsetzen.

https://www.freitag.de/autoren/sabine-kebir/deutscher-diplomat-eu-sanktionen-gegen-israel-muessen-keine-heisse-luft-sein

Israel-Politik: Deutschland „einigermaßen isoliert“ (ZDFheute-Interview)

Nahostexperte Peter Lintl sieht Deutschland mit seiner Israel-Politik international zunehmend isoliert. Diskutiert werden Konsequenzen wie die teilweise Aussetzung des EU‑Israel‑Abkommens, solange Menschenrechtsklauseln verletzt werden. Das stärkt die Einsicht: Ohne klare zivile Hebel wird es keinen Weg aus der Gewaltspirale geben.

https://www.zdfheute.de/politik/ausland/deutschland-politik-israel-nahost-100.html

Die Gewalt muss sofort enden! Friede für Israel und Palästina! (Deutsche Bischofskonferenz)

Die deutschen Bischöfe verurteilen Terror und Krieg, fordern die sofortige Beendigung der Gewalt, die Freilassung aller Geiseln und ungehinderten humanitären Zugang nach Gaza. Sie warnen vor religiös aufgeladenen Feindbildern und verurteilen Antisemitismus ebenso wie anti-palästinensischen Rassismus. Ihr Zielbild bleibt eine gerechte Zwei‑Staaten‑Lösung und eine Politik der Versöhnung.

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2025/2025-158-Anlage1-HVV-Fulda-Pressebericht-Erklaerung-zum-Gazakrieg.pdf

Die schleichende Annexion des Westjordanlands (Pro Peace)

Pro Peace berichtet aus dem Westjordanland von neuen Straßensperren, mobilen Checkpoints und expandierenden Siedlungen, die Alltag und Bewegungsfreiheit massiv einschränken. Der Text ordnet das als fortschreitende Annexion ein, die Recht und Menschenwürde untergräbt. Diplomatie und Völkerrecht müssen wieder Leitlinien sein.

https://www.propeace.de/de/die-schleichende-annexion-des-westjordanlands

DLF‑Kommentar (7.10.2025): Zwei Jahre Leid sind genug (Deutschlandfunk)

Zum zweiten Jahrestag des Hamas‑Überfalls fordert der Kommentar ein Ende der Spirale aus Terror, Vergeltung und Kollektivstrafe. Er erinnert an das humanitäre Völkerrecht und die Pflicht zum Schutz von Zivilist*innen. Die Mahnung deckt sich mit dem Kernanliegen der Friedensbewegung: Waffenstillstand und Verhandlungen jetzt.

https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zum-jahrestag-des-hamas-ueberfalls-zwei-jahre-leid-sind-genug-100.html

OHCHR: Jeder Friedensplan muss das Völkerrecht achten – inklusive Selbstbestimmung (UN‑Menschenrechtsrat)

UN‑Expert*innen begrüßen die Aussicht auf eine dauerhafte Waffenruhe in Gaza, betonen aber: Ein Plan ist nur tragfähig, wenn Menschenrechte, Rechenschaft und das Recht auf Selbstbestimmung gewahrt werden. Willkürliche Tötungen, kollektive Strafen und Vertreibungen sind unzulässig. Frieden braucht Recht – sonst hält er nicht.

https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/10/palestine-any-peace-plan-must-respect-international-law-beginning-self

IPG‑Journal: Ende des Schreckens? (09.10.) & Frieden mit Fragezeichen (13.10.)

Zwei Analysen ordnen Trumps 20‑Punkte‑Plan und die erste Waffenstillstandsphase ein: historischer Schritt – aber brüchig. Offene Fragen betreffen Entwaffnung der Hamas, internationale Stabilisierungstruppen und die Rolle einer palästinensischen Übergangsverwaltung. Für einen dauerhaften Frieden braucht es regionale Einbindung, Gerechtigkeit und politische Perspektiven.

https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/ende-des-schreckens-8604

Gaza: Waffenruhe, Geiseln, Trumps Plan – Reaktionen aus EU und Region (DW)

DW berichtet über die erste Waffenruhe-Phase, Freilassungen und Reaktionen auf Trumps Gaza-Plan – von Macron bis Wadephul. Chancen und Risiken stehen nebeneinander: humanitäre Erleichterung, aber viele Unklarheiten zu Abrüstung, Übergangsverwaltung und Rechenschaft. Friedenspolitisch gilt: Waffenruhe stabilisieren, Menschenrechte sichern und Verhandlungen auf Augenhöhe fortsetzen.

https://www.dw.com/de/gaza-gazastreifen-waffenruhe-geiseln-krieg-israel-trump-friedensplan-%C3%A4gypten-wadephul-macron-v4/a-74347039

Versöhnung in Israel und Palästina: „Ich entdeckte den Menschen, wo ein Feind sein sollte“ (taz)

Bassam Aramin und Rami Elhanan haben ihre Töchter verloren – und halten dennoch an Freundschaft, Dialog und Empathie fest. Ihr Engagement bei Parents Circle zeigt, wie Begegnung Gewaltlogiken durchbrechen kann. Lehre: Frieden beginnt mit Anerkennung des Gegenübers und gleichen Rechten.

https://taz.de/Versoehnung-in-Israel-und-Palaestina/!6117496

Nahost-Autor über Frieden: „Es wird ein Land für alle sein“ (taz)

Peter Beinart skizziert eine Zukunft gleicher Rechte statt dauernder Besatzung und ethnischer Hierarchien. Realismus und Hoffnung schließen sich nicht aus: Sicherheit erwächst aus Gleichheit, Recht und politischen Garantien. Ein Gegenentwurf zur Spirale der Aufrüstung.

https://taz.de/Nahost-Autor-ueber-Frieden/!6112607

Deutsche Israel-Politik: Auf das Versagen muss Einsicht folgen (taz)

Charlotte Wiedemann fordert einen Kurswechsel: historische Verantwortung und Völkerrecht zusammendenken, Rüstungslieferungen kritisch prüfen. Ihre Diagnose: Die deutsche Debatte war zu lange moralisierend statt lösungsorientiert. Friedenspolitisch heißt das: Diplomatie stärken, Zivilbevölkerung schützen, Recht durchsetzen.

https://taz.de/Deutsche-Israel-Politik/!6116601

„Pompöse Farce“: Kritik am neuen Gaza-Plan (IPG‑Journal)

Das IPG‑Journal kritisiert den vorgelegten Gaza‑Plan als politisches Spektakel ohne belastbare völkerrechtliche Grundlage. Es fehle an Rechenschaft, klaren Schutzmechanismen für Zivilist*innen und echter palästinensischer Mitsprache. Friedenslogik statt Show: Nur ein Plan, der Rechte, Sicherheit und Gerechtigkeit verbindet, kann tragen.

https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/pompoese-farce-8584

Amnesty: Friedensplan muss Menschenrechte achten und das Töten beenden

Amnesty International fordert, jeder Nahost‑Plan müsse vorrangig das Leben von Zivilist*innen schützen, mutmaßliche Verbrechen untersuchen und kollektive Strafen beenden. Zentral seien humanitärer Zugang, Freilassungen und Rechenschaft aller Konfliktparteien. Das entspricht der friedenspolitischen Maxime: Ohne Recht gibt es keinen dauerhaften Frieden.

https://www.amnesty.de/aktuell/israel-gaza-friedensplan-genozid-beenden-menschenrechte-achten

Ukrainekrieg / Europäische Sicherheit / NATO

Kehrtwende der USA?: Donald Trump laviert weiter herum (Tagesspiegel)

Der Kommentar ordnet Trumps widersprüchliche Ukraine-Aussagen ein: große Worte, aber keine verbindlichen Zusagen. Die Verantwortung wird rhetorisch an EU und NATO delegiert – US-Engagement bleibt vage. Für die Friedensbewegung heißt das: Sicherheit darf nicht an politische Launen geknüpft sein, sondern braucht verlässliche Diplomatie.

https://www.tagesspiegel.de/internationales/donald-trump-und-die-ukraine-starke-worte-nichts-dahinter-14378750.html

SWP-Studie 13/2025: »Noch Zivilmacht?« (Hanns W. Maull)

Die SWP analysiert den Wandel deutscher Außenpolitik: Von der Selbstbeschreibung als Zivilmacht hin zu einer stärker militärisch unterfütterten Rolle. Maull mahnt, dass militärische Instrumente politische Strategien nicht ersetzen dürfen. Fazit aus friedensbewegter Sicht: Diplomatie, Rechtsbindung und zivile Konfliktbearbeitung müssen wieder Leitplanken werden, sonst droht eine neue Normalität der Aufrüstung.

https://www.swp-berlin.org/publications/products/studien/2025S13_Noch_Zivilmacht_BRD.pdf

G7 vor Einigung: Schärfere Sanktionen gegen Russland (n‑tv)

Laut n‑tv stehen die G7-Finanzminister kurz vor einer Einigung auf zusätzliche Sanktionen gegen Russland – parallel zur Zusage weiterer Ukraine-Hilfen. Maßnahmen zielen auf Energie, Finanzen und Rüstungsindustrie sowie auf Sanktionsumgehung. Friedenspolitisch wichtig: Wirtschaftsdruck muss von diplomatischen Auswegen begleitet sein, um Eskalationsspiralen zu durchbrechen.

https://www.n-tv.de/politik/01-06-Selenskyj-wirft-Russland-gezielten-Angriff-bei-Tschernobyl-vor–article26070320.html

»Russlands Sommeroffensive ist gescheitert« (ntv.de – Interview)

Militärexperte Oberst Markus Reisner bewertet die russische Sommeroffensive als gescheitert und verweist auf strukturelle Schwächen. Gleichzeitig bleiben die Frontverläufe brutal statisch – mit hohen Verlusten auf beiden Seiten. Schlussfolgerung: Je offensichtlicher die militärische Sackgasse, desto notwendiger sind ernsthafte Verhandlungen.

https://www.n-tv.de/politik/Russlands-Sommeroffensive-ist-gescheitert-article26064007.html

Selenskyj droht mit Angriff auf den Kreml – wie realistisch ist das? (Tagesspiegel)

Der Tagesspiegel ordnet die Drohung aus Kiew ein und fragt nach Reichweite, Fähigkeiten und Risiken eines Schlages gegen Moskau. Militärisch wäre ein solcher Schritt hoch riskant – politisch würde er die Eskalationsspirale weiter antreiben. Friedensbewegte Perspektive: Verbale Eskalation ist brandgefährlich – gebraucht wird Deeskalation und Diplomatie.

https://www.tagesspiegel.de/internationales/sie-mussen-wissen-wo-ihre-bombenkeller-sind-selenskyj-droht-putin-mit-angriff-auf-den-kreml–wie-realistisch-ist-das-14386121.html

Tomahawk-Marschflugkörper: Kosten, Reichweite, Einsatz (Berliner Morgenpost)

Die Morgenpost erklärt Technik, Einsatzgeschichte und Kosten der Tomahawk-Raketen, die in der Debatte um Lieferungen an die Ukraine stehen. Reichweiten bis über 2.000 Kilometer und Präzision erhöhen die Eskalationsrisiken enorm. Friedenspolitische Folgerung: Sicherheit entsteht nicht durch immer weitere Schlagkraft, sondern durch Rüstungskontrolle und Gespräche.

https://www.morgenpost.de/politik/article406773504/tomahawk-marschflugkoerper-kosten-rakete-reichweite.html

USA prüfen Tomahawk-Verkauf an die Ukraine (CBS News)

US‑Vizepräsident JD Vance bestätigt, Washington prüfe den Verkauf von Tomahawk‑Marschflugkörpern an die Ukraine – finanziert von europäischen NATO‑Staaten. Der Schritt wäre militärisch bedeutsam und politisch heikel. Aus friedenspolitischer Sicht erhöht eine weitere Reichweiteneskalation die Risiken – gefragt sind Diplomatie und Garantien statt Marschflugkörper.

https://www.cbsnews.com/news/jdvance-trump-zelenskyy-ukraine-russia-us

Drohnen in Polen: Was am 9./10. September wirklich geschah (Berliner Zeitung)

Klaus Bachmann argumentiert, der schwerste »Angriff« auf ein NATO‑Land sei primär ein Informationskrieg gewesen: Die Drohnen dienten als Kulisse für Propaganda. Lehre: Reagieren mit kühlem Kopf, Faktenlage klären, Desinformation ausbremsen – statt reflexhaft aufzurüsten. Das stützt eine friedenspolitische Kultur der Besonnenheit.

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/drohnen-in-polen-was-am-9-und-10-september-wirklich-geschah-li.2359731

Tusk lehnt Auslieferung eines Nord‑Stream‑Verdächtigen ab (ntv.de)

Polens Regierungschef Donald Tusk spricht sich gegen die Auslieferung eines in Polen inhaftierten Verdächtigen im Nord‑Stream‑Fall an Deutschland aus und verweist auf nationale Interessen. Der Fall zeigt die politische Vermintes Feld der juristischen Aufarbeitung. Für die Friedensbewegung gilt: Aufklärung ja – ohne politische Instrumentalisierung.

https://www.n-tv.de/politik/Polen-blockiert-Auslieferung-von-Nord-Stream-Verdaechtigem-an-Deutschland-article26083950.html

Es bleibt beim „Nein“: Slowakei lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab (Yahoo News)

Die slowakische Regierung bekräftigt, keine Waffen an die Ukraine zu liefern und lediglich humanitäre Hilfe zu leisten. Die Entscheidung spaltet die EU‑Debatte über militärische Unterstützung. Aus pazifistischer Sicht eröffnet sie die Chance, europäische Ressourcen stärker in Diplomatie und Wiederaufbau zu lenken.

https://de.nachrichten.yahoo.com/nur-humanit%C3%A4re-hilfe-bleibt-beim-083527502.html

Foreign Affairs: „A Snapback Solution for Ukraine“

Charap und Shapiro skizzieren Sicherheitsgarantien für Kiew, die bei Vertragsbruch automatisch („snapback“) reaktiviert werden sollen. Der Ansatz will Abschreckung mit einem Pfad zu Verhandlungen verbinden. Friedenspolitisch bleibt entscheidend: Jede Garantie muss Auswege aus der Eskalationsspirale öffnen.

https://www.foreignaffairs.com/ukraine/snapback-solution-ukraine

Trump: „Bin sehr enttäuscht von Putin“ (ntv.de)

Unmittelbar vor einem Treffen mit Selenskyj äußert US‑Präsident Trump scharfe Kritik an Wladimir Putin und zweifelt an dessen Friedenswillen. Die Wortwahl erhöht den Druck – ersetzt aber keine belastbaren Verhandlungen. Wer Frieden will, braucht Gespräche, Garantien und Deeskalation statt Schlagabtausch.

https://www.n-tv.de/politik/Trump-Bin-sehr-enttaeuscht-von-Putin-article26097484.html

„Soldatenfleisch statt Panzer“ – Frontbericht zur neuen Kriegsrealität (Tagesspiegel)

Ein aktueller Frontbericht beschreibt den Wandel zum Abnutzungskrieg: weniger Panzergefechte, mehr Infanterie‑ und Drohneneinsätze mit hohen Verlusten. Die Brutalisierung des Krieges verschärft das Leid der Zivilbevölkerung. Umso dringlicher sind Waffenstillstand und politische Lösungen.

https://www.tagesspiegel.de/internationales/soldatenfleisch-statt-panzer-aktueller-frontbericht-zeigt-die-neue-realitat-im-ukraine-krieg-14482685.html

EU beziffert Ukraine‑Hilfsbedarf auf eine riesige Milliardensumme (Handelsblatt)

Nach Schätzungen der EU werden jährlich Dutzende Milliarden für die ukrainische Wirtschaft und den Wiederaufbau nötig sein. Die Dimension zeigt, wie teuer ein festgefahrener Krieg ist – menschlich und wirtschaftlich. Frieden und Rechtsgarantien sind auch eine Investition in nachhaltige Stabilität.

https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-krieg-eu-schaetzt-ukraine-hilfsbedarf-auf-riesige-milliardensumme/100160339.html

Militärkonflikt: Neuer BND-Präsident warnt vor realer Gefahr eines Krieges mit Russland (ZEIT)

BND‑Chef Martin Jäger warnt vor einer Unterschätzung russischer Eskalationsbereitschaft und fordert mehr Befugnisse. Alarmrhetorik ersetzt jedoch keine belastbaren Deeskalationsstrategien. Friedensbewegte Perspektive: Risiken ernst nehmen – aber auf Vertrauensbildung, Abrüstungssignale und Verhandlungen setzen.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-10/bnd-praesident-reale-gefahr-russland-krieg-andgriff-militaer

Trump und die NATO: Wie Jens Stoltenberg das Bündnis zusammenhielt (BR)

BR24 zeichnet nach, wie der damalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf Trumps Austrittsdrohungen reagierte – mit ständiger Vermittlung und Bündnisdiplomatie. Der Bericht zeigt, wie wichtig Gesprächskanäle und Vertrauen in Krisen sind. Friedenspolitisch heißt das: Sicherheit entsteht zuerst am Verhandlungstisch, nicht auf dem Truppenübungsplatz.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/trump-und-nato-wie-jens-stoltenberg-das-buendnis-zusammenhielt,UyMaeuW

Cool bleiben (IPG‑Journal)

Das IPG‑Journal argumentiert, Europas Verteidigungsfähigkeit sei trotz russischer Luftprovokationen intakt – daher sei Gelassenheit gefragt. Hektische Symbolpolitik und martialische Sprache befeuerten nur die Eskalation. Friedenspolitisch ist die Lehre: Stabilität braucht nüchterne Lagebilder und diplomatische Kanäle.

https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/cool-bleiben-8569

Militarisierung im Innern, Wehrpflicht & Manöver

Friedenskulturmonat Münster: „Bundeswehr in den Schulen oder Friedenserziehung?“ (Diskussion)

Die Veranstaltung diskutiert kritisch die wachsende Präsenz der Bundeswehr an Schulen und stellt dem eine konsequente Friedensbildung gegenüber. Pädagog:innen und Aktivist:innen argumentieren, dass Werbung fürs Militär junge Menschen einseitig sozialisiert und zivile Konfliktlösung verdrängt. Ihr Fazit: Schulen sind Orte der Mündigkeit – sie brauchen Friedenspädagogik statt Rekrutierung.

Hamburg: Proteste gegen Bundeswehrübung »Red Storm Bravo« angekündigt (NDR)

NDR berichtet: Vor der Großübung »Red Storm Bravo« in Hamburg haben Bündnisse wie »Kein NATO‑Hafen« Proteste angemeldet; Polizei und Bundeswehr bereiten sich darauf vor. Die Übung trainiert zivile‑militärische Abläufe in der Stadt – was Kritiker*innen als Schritt zur Militarisierung des öffentlichen Raums sehen. Aus friedenspolitischer Sicht braucht es Transparenz und echte Beteiligung statt Manöverlogik.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/red-storm-bravo-proteste-gegen-bundeswehruebung-angekuendigt,redstormbravo-102.html

„Deeply Un‑American“: Trump will US‑Städte zu Übungsplätzen machen (Common Dreams)

Common Dreams berichtet über Trumps Forderung an militärische Führungskräfte, US‑Innenstädte verstärkt als Gefechtsübungsräume zu nutzen. Bürgerrechtsgruppen warnen vor einer Militarisierung des öffentlichen Raums und vor Einsätzen nach dem Aufstandsbekämpfungsgesetz. Die Friedensbewegung hält dem entgegen: Innere Sicherheit entsteht aus sozialer Gerechtigkeit, nicht durch Truppenaufmärsche.

https://www.commondreams.org/news/trump-us-cities-training-grounds

Portland und Oregon verklagen Trump wegen Militäreinsatz (Tagesspiegel)

Die US‑Stadt Portland und der Bundesstaat Oregon ziehen gegen geplante Truppeneinsätze vor Gericht und werfen Trump sowie Verteidigungsminister Hegseth Kompetenzüberschreitung vor. Die Klage richtet sich auch gegen die Umgehung ziviler Kontrollmechanismen. Aus friedenspolitischer Sicht ist klar: Innenpolitik braucht Deeskalation und Rechtsstaat, nicht militärische Machtdemonstration.

https://www.tagesspiegel.de/internationales/stadt-und-bundesstaat-wehren-sich-portland-und-oregon-verklagen-trump-wegen-militareinsatz-14410955.html

Merz: „Wir sind nicht mehr im Frieden“ (ZDFheute)

Kanzler Merz erklärt, Deutschland lebe angesichts russischer Drohungen nicht mehr im Frieden – und setzt auf härtere Sanktionshebel und Militärhilfe. Die Rhetorik spitzt zu, während diplomatische Initiativen blass bleiben. Friedenspolitisch gilt: Sicherheit wächst durch Krisendiplomatie, Vertrauensbildung und Abrüstungsschritte – nicht durch Alarmismus.

https://www.zdfheute.de/politik/ausland/merz-frieden-bedrohung-russland-100.html

Kriegsszenario in den Alpen: Bundeswehr probt den Ernstfall (BR24/YouTube)

Die BR‑Dokumentation zeigt eine großangelegte Übung von Gebirgsjägern und NATO‑Partnern in den Bayerischen Alpen. Im Mittelpunkt steht die Abwehr eines Angriffsszenarios – samt sichtbarer Präsenz im zivilen Raum. Für die Friedensbewegung unterstreicht das: Normalisierung von Manövern schafft keine Sicherheitssouveränität, sondern Gewöhnung an den Krieg.

Hamburg im Krieg (Pressenza)

Pressenza kritisiert die geplante Großübung »Red Storm Bravo« als Militarisierung des urbanen Lebens. Beschrieben werden Truppenbewegungen, Helikoptereinsätze und tiefe Eingriffe in den Alltag. Statt Kriegslogik zu trainieren, fordert die Redaktion: urbane Resilienz, Zivilschutz und Konfliktprävention ausbauen.

https://www.pressenza.com/de/2025/09/hamburg-im-krieg/

ARD: „Die 100 – Was Deutschland bewegt“ – Wehrpflicht für alle? (ARD Mediathek)

Die Sendung debattiert angesichts russischer Aufrüstung eine mögliche allgemeine Dienst- oder Wehrpflicht. Aus friedensbewegter Sicht greift die Diskussion zu kurz: Sicherheit entsteht durch Deeskalation, zivile Resilienz und internationale Diplomatie – nicht durch Zwangsdienste. Der gesellschaftliche Diskurs braucht mehr Stimmen für zivile Konfliktbearbeitung.

https://www.ardmediathek.de/video/die-100-was-deutschland-bewegt/putin-rustet-auf-brauchen-wir-jetzt-eine-wehrpflicht-fur-alle/ard/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtOGFmNzg2YTMtOGUzNS00NjkwLTg3ZmItMGJjMTVhODZiODE3

Rechtsgutachten zum neuen Wehrpflichtgesetz (Greenpeace, PDF)

Das Gutachten sieht zentrale Elemente des neuen Wehrpflichtgesetzes als verfassungsrechtlich problematisch: unklare Kriterien, Exekutivermächtigungen, Auswahlpflicht. Es plädiert für Parlamentsvorbehalt und Grundrechtsschutz. Aus pazifistischer Sicht: Keine Militarisierung durch die Hintertür.

https://www.greenpeace.de/publikationen/Rechtsgutachten_zum_neuen_Wehrpflichtgesetz.pdf

Video: »Aufrüstung – wozu?« (YouTube)

Das Video diskutiert die sicherheitspolitischen Versprechen der Aufrüstung kritisch und stellt die sozialen und demokratischen Kosten gegenüber. Die zentrale Frage: Welche Alternativen zu mehr Waffen gibt es – von Diplomatie bis ziviler Resilienz? Für die Friedensbewegung liefert der Beitrag Argumente gegen die Militarisierung des Alltags.

Rüstung, Waffenexporte & Militärische Infrastruktur

Informationsstelle Militarisierung (IMI): Überblick zu den Akteuren der Rüstungsindustrie

Das IMI-Dossier bündelt Profile zentraler Unternehmen und Lobbyverbände der deutschen und internationalen Rüstungsindustrie. Es zeigt Netzwerke, Fördergelder und Drehtüreffekte auf und macht Rüstungsinteressen transparent. Eine nützliche Grundlage für Kampagnen gegen Militarisierung und Kriegsprofite.

https://www.imi-online.de/2025/09/25/ueberblick-zu-den-akteuren-der-ruestungsindustrie/

Rosa-Luxemburg-Stiftung: Vernetzte Waffenschmieden

Die Themenseite versammelt Recherchen zur Verflechtung von Politik, Konzernen und Forschung in der Rüstungsproduktion. Sie beleuchtet Profiteure, Standorte und internationale Lieferketten – und macht sichtbar, wie abhängig die Kriegsökonomien voneinander sind. Ziel ist, zivile Alternativen zu stärken und die Spirale der Aufrüstung zu durchbrechen.

https://www.rosalux.de/vernetzte-waffenschmieden

Warum Drohnen-Attacken derzeit kaum zu verhindern sind (n‑tv)

n‑tv erklärt, warum Drohnenangriffe so schwer abzuwehren sind: niedrige Flughöhen, Masse und ständige technische Anpassung überfordern klassische Luftverteidigung. Abwehr wird teurer als der Angriff – ein Teufelskreis, der die Logik der Aufrüstung befeuert. Friedenspolitisch ist das ein Lehrstück über die Grenzen militärischer Antworten und die Dringlichkeit diplomatischer Deeskalation.

https://www.n-tv.de/politik/17-03-Warum-Drohnen-Attacken-derzeit-kaum-zu-verhindern-sind–article23143824.html

Rüstungsgüter für Krieg in Gaza: Staatssekretär wollte Waffenexporte für Israel stoppen (taz)

taz-Recherchen zeigen: Trotz juristischer Bedenken im Wirtschaftsministerium wurden 2023/24 umfangreiche Exporte nach Israel genehmigt – später sogar ausgeweitet. Ein zuständiger Staatssekretär soll schriftlich widersprochen haben; politisch setzte sich dennoch die Linie der Lieferungen durch. Der Fall illustriert, wie dringend verbindliche Rüstungskontrollen und Transparenz sind.

https://taz.de/Ruestungsgueter-fuer-Krieg-in-Gaza/!6110305

Strafantrag wegen Waffenlieferungen an Israel: Haben sich Merz, Scholz und Co. wegen Beihilfe strafbar gemacht? (LTO)

Eine juristische Analyse diskutiert, ob Genehmiger und Profiteure deutscher Waffenexporte sich wegen Beihilfe zu Völkerrechtsverbrechen strafbar machen könnten. Völkerstrafrechtler:innen halten das – bei niedrigen Schwellen für Beihilfe – nicht für abwegig; ob Ermittlungen folgen, ist offen. Klar ist: Recht muss auch im Krieg gelten, sonst erodiert die internationale Ordnung.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/waffen-waffenlieferungen-scholz-merz-strafantrag-beihilfe-gaza-israel-export

IMI-Analyse: Militärische Mobilität – Korridore der Aufrüstung

Die IMI beschreibt, wie EU-Programme zur »militärischen Mobilität« zivile Infrastruktur auf Truppentransporte trimmen. Dadurch verschieben sich Gelder, Zuständigkeiten und Prioritäten – zu Lasten sozialer Daseinsvorsorge und ökologischer Ziele. Friedenspolitisch gilt: Statt Bahntrassen für Panzer braucht es Investitionen in zivile Resilienz und Diplomatie.

https://www.imi-online.de/2025/09/25/militaerische-mobilitaet-korridore-der-aufruestung/

Zivile Gesellschaft, Petitionen & Humanitäres

IFGK: AP‑31 „Interacting with Security Forces“ (Infoseite)

Das IFGK bündelt Forschung und Praxiswissen zum Umgang mit Polizei und Militär bei Aktionen ziviler Ungehorsamkeit. Im Fokus stehen Deeskalation, gewaltfreie Disziplin und der Schutz von Demonstrierenden. Ein wertvolles Werkzeug für Organisator*innen und Trainings. https://www.ifgk.de/ap-31-interacting-with-security-forces/

IFGK: AP‑31 „Interacting with Security Forces“ (PDF)

Das Arbeitspapier von Julia Nennstiel fasst internationale Befunde zu Interaktionen zwischen Sicherheitskräften und Protestbewegungen zusammen. Es zeigt, wie klare Rollen, Kommunikation und Trainings Eskalation vermeiden können. Für friedliche Kampagnen ist professionelle Vorbereitung ebenso wichtig wie Mut.

https://www.ifgk.de/wp-content/uploads/2025/09/AP-31-Nennstiel-Interacting-with-Security-Forces.pdf

DHL‑Gewerkschafter unter Druck nach Demo‑Rede (nd‑aktuell)

nd‑aktuell berichtet über einen Gewerkschafter, dem eine Rede auf einer Demonstration zum Verhängnis wurde. Der Fall wirft Fragen nach Meinungsfreiheit im Betrieb und dem Umgang mit politischem Engagement auf. Friedensbewegte Lehre: Demokratische Räume brauchen Schutz – auch am Arbeitsplatz.

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194267.dhl-gewerkschafter-wird-demo-rede-zum-verhaengnis.html

Griechische Hafenarbeiter blockieren mutmaßliche Munitionslieferung (ntv.de)

In Griechenland verweigern Hafenarbeiter die Abfertigung eines Schiffes, das mutmaßlich Munition für Israel geladen hat. Gewerkschaften begründen die Aktion mit internationaler Solidarität und Menschenrechtsschutz. Ein Beispiel für zivilen Widerstand gegen Kriegslogik im Herzen logistischer Ketten.

https://www.n-tv.de/panorama/Griechische-Hafenarbeiter-blockieren-Munition-fuer-Israel-article25299438.html

Den Staat Palästina anerkennen! (openPetition)

Die von pax christi und der Deutsch‑Palästinensischen Gesellschaft initiierte Petition fordert die Bundesregierung auf, den Staat Palästina anzuerkennen und das Selbstbestimmungsrecht zu respektieren. Begründet wird dies u. a. mit der bereits erfolgten Anerkennung Palästinas durch viele Staaten sowie mit der Notwendigkeit, Kräfte für Koexistenz und Verhandlungen zu stärken. Ziel ist, Gewaltspiralen zu durchbrechen und dem Völkerrecht Geltung zu verschaffen.

https://www.openpetition.de/petition/online/den-staat-palaestina-anerkennen

Gaza-Hilfe (innn.it)

Die Kampagnenseite ruft zu Spenden für humanitäre Hilfe im Gazastreifen auf. Im Vordergrund stehen medizinische Versorgung und Unterstützung für besonders vulnerable Gruppen. Solidarität heißt hier: praktische Hilfe und politischer Druck für den Schutz von Zivilist*innen.

https://innn.it/gaza-hilfe

Palestinians and Jews for Peace – Rehumanize (WordPress)

Die Initiative setzt auf »Rehumanize«: Palästinenser*innen und Jüdinnen*Juden arbeiten gemeinsam für gleiche Rechte, ein Ende der Gewalt und eine Kultur des Dialogs. Sie bündelt Ressourcen, Stellungnahmen und Veranstaltungen. Solche Räume gegenseitiger Anerkennung sind Grundpfeiler einer friedlichen Koexistenz.

https://palestiniansandjewsforpeace.wordpress.com

Abrüstungsappell jetzt unterschreiben! (Netzwerk Friedenskooperative)

Der Appell wendet sich gegen eine massive Aufrüstung (bis zu 5 % des BIP) und fordert stattdessen Investitionen in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz. Verlangt werden zudem Diplomatie für ein Ende des Krieges gegen die Ukraine, Rüstungskontrolle und Stärkung ziviler Konfliktbearbeitung. Frieden entsteht durch Recht, Verhandlungen und soziale Sicherheit – nicht durch Aufrüstungsrekorde.

https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben

Menschenrechtsfallakte: Kriegsdienstverweigerer Daniil Mukhametov (Unser Haus)

Die litauisch‑belarussische NGO „Unser Haus“ dokumentiert den Fall eines russischen Kriegsdienstverweigerers, der nach Foltererfahrungen Schutz sucht. Die Akte warnt vor Kettenabschiebung im Dublin‑Verfahren und verweist auf das Non‑Refoulement‑Prinzip. Gewissensfreiheit braucht Schutz – auch grenzüberschreitend.

https://storage.googleapis.com/mailerlite-uploads-prod/1678497/6snEs6DTiR8iyBbjUM59pQTfAPrcNFfEAbdADfFc.pdf

Deserteure – Eine Frage des Gewissens (nd‑aktuell)

Peter Nowak bespricht Rolf Cantzens Buch über Desertion von der Antike bis heute – eine Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht. Der Text erinnert an Rehabilitierungen, an vergessene Literatur und an die internationale Solidarität mit Deserteuren. Aktuelle Relevanz: Bei Debatten um Wehrpflicht und Krieg braucht es Schutz für Gewissensentscheidungen.

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194700.deserteure-eine-frage-des-gewissens.html

Kultur, Medien & Erinnerungskultur

Im Zentrum der Macht ist man gefangen (nd-aktuell)

Im Gespräch mit dem nd warnt der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel vor der Verengung des Diskurses und der Militarisierung unserer Sprache. Wer ‚im Zentrum der Macht‘ sitze, verliere den Blick für die Menschen – gebraucht würden unabhängige Stimmen, die Verständigung statt Feindbilder stark machen. Sein Plädoyer: weniger Pathos der Stärke, mehr Geduld, Dialog und Empathie.

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194448.deutsche-einheit-im-zentrum-der-macht-ist-man-gefangen.html?sfnsn=scwspmo

Michael Barenboim über Kulturboykott: „Es geht um Mitschuld“ (taz)

Im taz‑Gespräch ringt der Musiker Michael Barenboim um die Rolle von Kunst in Kriegszeiten und diskutiert Boykott, Verantwortung und die Grenzen des Sagbaren. Er benennt die Gefahr, dass Kultur zur Kriegspropaganda verformt wird, und mahnt zu klaren roten Linien gegen Entmenschlichung. Friedenspolitisch zählt: Kultur kann Brücken bauen – nicht sie einreißen.

https://taz.de/Michael-Barenboim-ueber-Kulturboykott/!6112501

Palästina und Israel: Bilder vom Leben – Ausstellung „Perspectives“ (Pro Peace)

Eine Foto‑ und Videoausstellung junger Künstler*innen aus palästinensischen Gemeinden zeigt Alltag, Widerständigkeit und Hoffnung – statt nur Leid. Das Projekt will Stimmen aus der Region empowern und Dialogräume öffnen. Kultur als Brücke: Menschlichkeit sichtbar machen, statt Feindbilder zu reproduzieren.

https://www.propeace.de/de/palaestina-und-israel-bilder-vom-leben

Carta Abierta de Pérez Esquivel a María Corina Machado (Atilio Boron)

Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel kritisiert in einem offenen Brief die Politisierung des Preises und mahnt zu Menschenrechten, Gewaltfreiheit und sozialer Gerechtigkeit. Der Text erinnert an die Gräuel der Militärdiktaturen in Lateinamerika und ruft zu demokratischem Dialog auf. Eine Stimme aus dem globalen Süden, die Abrüstung und Rechtsstaatlichkeit verbindet.

https://atilioboron.com.ar/carta-abierta-de-perez-esquivel-a-maria-corina-machado

Charlotte Wiedemann im DLF: Deutsche Erinnerungskultur und der Blick auf Gaza

Die Journalistin plädiert dafür, Erinnerung an die Shoah als Verpflichtung zu universellen Menschenrechten zu verstehen – ohne das Leid Palästinas auszublenden. Moralisierung und Lagerdenken, so Wiedemann, verhindern Einsicht und Diplomatie. Ihre Forderung: Empathie für alle, Schutz der Zivilbevölkerung und eine Rückkehr zur Politik des Gesprächs.

https://www.deutschlandfunk.de/charlotte-wiedemann-ueber-den-gaza-krieg-und-die-deutsche-erinnerungskultur-100.html

Nuklearpolitik & Friedensmedizin

Nörvenich 11. Oktober: Aufruf gegen „Steadfast Noon“ – Atomkriegsmanöver stoppen (Netzwerk Friedenskooperative)

Der Aufruf mobilisiert zur Demonstration gegen das NATO-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ und kritisiert die nukleare Teilhabe als völkerrechtswidrig. Gefordert werden Absage der Übung, Abzug der Atomwaffen, Ende der nuklearen Teilhabe und Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. Friedenspolitisch ist die Botschaft klar: Abrüstung statt Atomkriegsroutine.

https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/noervenich_250919_print.pdf

IPPNW – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung (Startseite)

Die IPPNW bündelt ärztliche Expertise gegen Krieg und atomare Bedrohungen: Abrüstung, Gesundheitsfolgen von Gewalt, zivile Prävention. Sie arbeitet international und interdisziplinär – mit klarem Fokus auf Humanität und Völkerrecht. Für die Friedensbewegung bleibt IPPNW eine zentrale Stimme für Entmilitarisierung und Schutz der Zivilbevölkerung.

https://www.ippnw.de/startseite.html

Globale Diplomatie & UN

UN Secretary‑General: Address to the Opening of the General Debate (80th UNGA)

António Guterres beschreibt eine „Age of Disruption“ und ruft zum Vorrang des Völkerrechts vor Machtpolitik auf. Er mahnt globale Waffenruhen, Deeskalation im Nahen Osten und einen glaubwürdigen Weg zu Zwei‑Staaten an – inklusive Schutz der Zivilbevölkerung und humanitärer Zugänge. Sein Appell: Weniger Militarisierung, mehr Diplomatie, Zusammenarbeit und gemeinsame Sicherheit.

https://webtv.un.org/en/asset/k1f/k1fg2ar1wv

UN‑Rede von Gabriel Boric (YouTube‑Live)

Chiles Präsident Gabriel Boric spricht zur UN‑Generaldebatte über eine Weltordnung, die auf Menschenrechten statt Machtpolitik aufbaut. Er plädiert für Waffenstillstände, humanitären Schutz und eine multipolare Kooperation beim Klima. Eine Stimme der Vernunft: Frieden braucht Empathie, Recht und Diplomatie.

11 Juli, 2025

Kleine friedensbewegte Presseschau – Juli 2025

Einleitung

Jeden Tag erreichen uns von aufmerksamen und kritischen Friedensaktivist*innen Hinweise auf Berichte und Beiträge aus der Presse, die – teilweise und erfreulicherweise – eine wohltuende Gegenstimme zur allgegenwärtigen Kriegsrhetorik darstellen. Während viele Beiträge in den bekannten Medien mit einem Fokus auf Aufrüstung, Eskalation und Feindbilder daherkommen, zeigen diese Artikel: Es gibt sie noch – die Stimmen für Abrüstung, Dialog und Verständigung. Unsere heutige Presseschau gibt einen Überblick über solche Perspektiven, die Frieden nicht nur fordern, sondern auch konkret denken.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle euch, den Leserinnen dieses Newsletters – denn viele von euch sind nicht nur aufmerksame Beobachterinnen, sondern auch selbst aktive Organisatorinnen von Protesten, Mahnwachen und Friedensaktionen. Einige der hier vorgestellten Artikel verdanken ihre Aufmerksamkeit nicht zuletzt eurem Engagement – dafür ein großes und herzliches Dankeschön!

Damit auch in Zukunft vielfältige und friedensorientierte Stimmen Gehör finden, freuen wir uns weiterhin über eure Hinweise auf lesenswerte Artikel, Interviews oder Medienbeiträge. Hinweise bitte an bar-vue@dfg-vk.de – wir nehmen sie gerne in die nächste Ausgabe unserer Presseschau auf.

☢️ Nuklearpolitik & Aufrüstung

Deutsche Atombombe? CDU, URENCO und Gronau

Die CDU forciert öffentlichkeitswirksam die Debatte um eine deutsche Atombombe. Parallel wird die Urananreicherung in Gronau durch URENCO ausgeweitet. Der Artikel warnt vor der schleichenden Normalisierung atomarer Aufrüstung.

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5 % fürs Militär: Was bedeutet das eigentlich?

Die Initiative Mitwelt analysiert, was 5 % des BIP für Rüstungsausgaben konkret in Euro bedeuten. Die Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit und Soziales werden kritisch beleuchtet.

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🔥 Nahost-Konflikt & Israelkritik

SZ: Krieg in Nahost – Die Todeszahlen aus Gaza dürften deutlich höher sein

Neue Recherchen deuten auf deutlich höhere Opferzahlen in Gaza hin als bislang offiziell angegeben. Humanitäre Organisationen warnen vor einer systematischen Unterschätzung der Lage.

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FAZ: „Israels Armee ist zu einer Miliz geworden“

In diesem Kommentar wird Israels Vorgehen im Gazastreifen als zunehmend unkontrolliert kritisiert. Die Grenze zwischen Militär und Miliz verschwimme.

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SZ: Polizeigewalt bei propalästinensischen Demos in Berlin

Die SZ dokumentiert zahlreiche Übergriffe durch die Polizei auf Teilnehmende pro-palästinensischer Demonstrationen. Die Autorin kritisiert das harte Vorgehen gegen friedliche Proteste.

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Manager Magazin: Norwegens Pensionsfonds schmeißt Thyssenkrupp raus

Wegen Rüstungsgeschäften mit Israel wirft Norwegens größter Pensionsfonds das Unternehmen aus seinem Depot. Ein Signal gegen Kriegsprofite.

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Botschafter*innen rufen zu Sanktionen gegen Israel auf

In einem offenen Aufruf fordern deutsche Diplomaten eine klare Reaktion auf die Verletzung des Völkerrechts in Gaza. Sie schlagen gezielte Sanktionen vor.

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🇮🇷 Iran-Politik & Atomdebatte

IPG: Der Iran zeigt – Militärschläge stoppen keine Bomben

Der Beitrag argumentiert, dass Atomwaffenprogramme nicht militärisch verhindert werden können. Es braucht politische Deeskalation und Verhandlungen.

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IPG: Ein verwundeter Iran ist gefährlich – Kurswechsel nötig

Die Eskalation gegen den Iran könnte das Regime weiter zur Entwicklung von Atomwaffen treiben. Die Autoren fordern eine diplomatische Strategie ähnlich wie einst gegenüber China.

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💣 Kriegswirtschaft & Protest

Kritische Aktionäre bei Heckler & Koch

Bei der Hauptversammlung des Waffenherstellers wurde massive Kritik von Aktionären laut. Menschenrechtsverletzungen, Lieferungen in Krisengebiete und Lobbyismus standen im Fokus.

🔗 Zum Artikel

Veteranentag – „Ich will mit diesem Tag nichts zu tun haben“

Ehemalige Soldaten äußern sich kritisch zur Einführung eines Veteranentags in Deutschland. Die Kritik richtet sich gegen eine Symbolpolitik, die Leiden verklärt.

🔗 Zum Artikel

SWR: Veteranen zwischen Ehre, Trauma und Propaganda

Eine SWR-Sendung beleuchtet, wie Veteranen in Deutschland gesehen werden – zwischen Heldennarrativ und psychischer Belastung.

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Rosa-Lux: Banaler Militarismus

Der Begriff „banaler Militarismus“ beschreibt, wie Alltagsmilitanz und Kriegsrhetorik unbemerkt in die Gesellschaft einsickern. Der Text liefert theoretische Grundlagen und aktuelle Beispiele.

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👥 Gesellschaft & Widerstand

Interview Bernd Drücke: „Den Krieg sabotieren“

Der langjährige Aktivist plädiert für aktiven zivilen Ungehorsam gegen Militarisierung. Das Interview ist ein leidenschaftliches Plädoyer für gewaltfreien Widerstand.

🔗 Zum Interview

Portrait: Soldat in der Bundeswehr – zwischen Zweifel und Dienst

Ein Porträt auf TTT beleuchtet das Innenleben eines Bundeswehrsoldaten. Zwischen Pflichtgefühl und innerer Leere gibt der Film einen eindrücklichen Einblick.

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FAZ: Kongress zu Kriegsdienstverweigerung

Ein Bericht über einen Kongress, der Alternativen zur Wehrpflicht diskutiert und die Bedeutung des individuellen Gewissens betont. KDV wird als Akt der Verantwortung gewürdigt.

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