• Skip to main content

DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

  • Über uns
    • Unser Selbstverständnis
    • Kontakte
    • Grundordnung des DFG-VK Landesbandes Baden-Württemberg
    • Landesvorstand +
    • Geschäftsführer
    • Referent*innen
  • verweigern.info
  • Infos / Aktivitäten
    • Informationen
      • Politische und historische Dimension von KDV
      • Pressemitteilungen
      • SÜDWEST-KONTAKTE
      • Informationen
    • Kampagnen
      • Friedensfähig statt erstschlagsfähig
      • Atomwaffenfrei jetzt
      • Unter 18 nie!
      • Aktion Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel
      • Sicherheit neu denken
      • Weitere Kampagnen
    • Ulli-Thiel-Friedenspreis
    • Servicestelle Friedensbildung Ba-Wü
    • Pax an
  • Veranstaltungen
  • Suche

Jürgen Grässlin

10 März, 2026

Freiburg: Wie Lichter in der Nacht. Menschen, die die Welt verändern. Ein Mutmachbuch – Jubiläumslesung mit Jürgen Grässlin

Mai 20 @ 19:00 – 21:00

Jürgen Grässlin wirft ein Licht auf das, was uns in diesen düsteren Zeiten Halt gibt und den Mut, nach vorne zu schauen. Im Gespräch mit Menschen wie Margot Käßmann, Gerhard Trabert und Vandana Shiva, die sich unbeirrt für Umwelt, Frieden und Freiheit, soziale Wärme und Vielfalt einsetzen, und die damit viel bewegen, wird die Welt ein wenig heller: Inspiration für alle, die glauben, als Einzelne könnten sie nichts erreichen – die Mutlosigkeit weicht Zuversicht. All die Menschen in diesem Buch – jeden Alters, jeden Geschlechts und jede und jeder mit einem Ziel, für das zu kämpfen sich lohnt – haben eine gemeinsame Botschaft: Du bist nicht allein! Und: Es gibt immer einen Grund, mit Hoffnung nach vorne zu blicken.

Die 50. Jubiläumslesung als Benefizveranstaltung für Geflüchtete

DIE LINKE Freiburg

Hebelschule

Engelberger Str. 2
Freiburg,
Google Karte anzeigen
  • Google Kalender
  • iCalendar
  • Outlook 365
  • Outlook Live

10 März, 2026

Freiburg: „Wie Lichter in der Nacht. Menschen, die die Welt verändern. Ein Mutmachbuch“ – Lesung mit Jürgen Grässlin

April 15 @ 14:30 – 16:00

Jürgen Grässlin wirft ein Licht auf das, was uns in diesen düsteren Zeiten Halt gibt und den Mut, nach vorne zu schauen. Im Gespräch mit Menschen wie Margot Käßmann, Gerhard Trabert und Vandana Shiva, die sich unbeirrt für Umwelt, Frieden und Freiheit, soziale Wärme und Vielfalt einsetzen, und die damit viel bewegen, wird die Welt ein wenig heller: Inspiration für alle, die glauben, als Einzelne könnten sie nichts erreichen – die Mutlosigkeit weicht Zuversicht. All die Menschen in diesem Buch – jeden Alters, jeden Geschlechts und jede und jeder mit einem Ziel, für das zu kämpfen sich lohnt – haben eine gemeinsame Botschaft: Du bist nicht allein! Und: Es gibt immer einen Grund, mit Hoffnung nach vorne zu blicken.

Hebelschule

Engelberger Str. 2
Freiburg,
Google Karte anzeigen
  • Google Kalender
  • iCalendar
  • Outlook 365
  • Outlook Live

6 Februar, 2026

Mehr Rüstungsexporte in die Golfstaaten? Dramatische Zeitenwende in der Rüstungsexportpolitik und damit das völlig falsche Signal! 

Das Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ verweist in der Aufweichung von Exportrichtlinien und der Bereitschaft, Waffengeschäfte und Rüstungskooperationen mit autokratisch regierten Staaten einzugehen, auf schwere rechtliche Bedenken.

„Das ist ein folgenschwerer Fehler, die Waffenexporte in Länder wie Saudi Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zu erleichtern. Der entsprechende ‚Generalverdacht‘, den der Kanzler gern beiseiteschieben würde, besteht in einer Anzahl konkret bekannter Fälle. Diese reichen von schwersten Menschenrechtsverletzungen über bewaffnete Konflikte mit Nachbarländern bis hin zur Proliferation von Waffen in andere Konfliktregionen. Neue Rüstungskooperationen und Rüstungsexporte mit autokratischen Regimen bis hin zu Diktaturen signalisieren eine dramatische Zeitenwende in der Rüstungsexportpolitik der von CDU/CSU und SPD geführten Bundesregierung!“, betont Jürgen Grässlin, Sprecher von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

„Eine restriktive Rüstungsexportpolitik ist gerade angesichts einer zunehmend auf Konfrontation angelegten weltpolitischen Lage mehr als vonnöten. Das von dieser Kanzlerreise ausgehende Signal ist das falsche: Es weist nicht in die Richtung von Frieden, Stabilität und Sicherheit, sondern in die Richtung militärischer Eskalation und Wegschauen gegenüber schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen“, sagt Vincenzo Petracca, Sprecher der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! und Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V. (AGDF).

Die Reise des Bundeskanzlers Friedrich Merz in die Länder am Persischen Golf soll der Vertiefung diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen dienen. Er behauptete, dass man sich nach wie vor kritisch mit der Region und den Ländern – namentlich Saudi Arabien – auseinandersetzen würde, sie aber nicht „unter Generalverdacht“ stellen würde. Dies ist nicht nur die endgültige Aufgabe des 2018 verhängten Rüstungsexportmoratoriums gegen Saudi Arabien, das man angesichts massiver Menschenrechtsverletzungen und der militärischen Auseinandersetzung mit dem Jemen verhängt hatte. Es ist auch ein Signal dafür, dass Rüstungsexporte und Rüstungskooperationen von der Regierung unter dem Aspekt wirtschaftlicher Vorteile gesehen werden und politische Opportunität die Oberhand gegenüber begründeten Kriterien gewinnt.Deutsche Rüstungsexporte sollten den in dem Gemeinsamen Standpunkt für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgütern (aus dem Jahr 2008) des Rates der Europäischen Union festgelegten Grundsätzen und den von der Bundesregierung aufgestellten Grundsätzen für den Export von Waffen und Rüstungsgütern entsprechen. Auch der von Deutschland unterzeichnete Arms Trade Treaty (ATT) schreibt die Einhaltung des Menschenrechtskriterium vor. Dessen Missachtung wurde im Falle der Golfstaaten und insbesondere mit Hinblick auf Saudi-Arabien zuletzt im „Rüstungsexportbericht 2025 der GKKE“ zurecht erneut in Zweifel gezogen.

Kontakt für die Medien: 
Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundessprecher der DFG-VK, M: 0170-6113759, graesslin@dfg-vk.de
Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Mitglied der AGDF, Vincenzo.Petracca@kbz.ekiba.de
Andreas Seifert, Koordinator „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, M: 0176 9906 7209, a.seifert@aufschrei-waffenhandel.de

Trägerorganisationen der Kampagne: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V. (AGDF) • aktion hoffnung Rottenburg-Stuttgart e. V. • Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR • Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) •  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) • Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V. (IPPNW) Deutschland • NaturFreunde Deutschlands • Netzwerk Friedenskooperative  • Internationale katholische Friedensbewegung pax christi – Deutsche Sektion • JuristInnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen (IALANA) Deutsche Sektion • Ohne Rüstung Leben (ORL) • Deutsche Franziskanerprovinz • RüstungsInformationsBüro (RIB e. V.) • terre des hommes – Hilfe für Kinder in Not • Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (WfGA)

2 Dezember, 2025

SIPRI-Bericht vom 1. Dezember 2025: Katastrophale Entwicklung im Rüstungsbereich

Jürgen Grässlin, DFG-VK-Bundessprecher und Kampagnensprecher der »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!«, hat eine Mitteilung veröffentlicht, in der er auf die alarmierenden neuen Daten des internationalen Friedensforschungsinstituts SIPRI zur weltweiten Rüstungsentwicklung hinweist.  Da wir diese Informationen für von größter Bedeutung halten, teilen wir sie hiermit vollständig auf Deutsch.

⸻

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

die weltweite Aufrüstungsspirale dreht sich in schwindelerregende Höhen, wie das aktuelle Ranking des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI für die Top-100-Konzerne belegt. Während zur Bekämpfung der dramatisch voranschreitenden Klimakatastrophe, des weltweiten Hungers, der Bildung aller Menschen und auch in den Bereichen Pflege und Gesundheit das dringend benötigte Geld fehlt, wird weltweit in nie gekanntem Maße hochgerüstet!

Unter den Top Ten der Rüstungsgiganten sind sechs Konzerne aus den USA, zwei aus China, einer aus Großbritannien und einer aus Russland. Derweil werden (und wurden) mehr als 25 Kriege geführt und finanziert – die bekanntesten sind der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine (mit massiver Waffenhilfe der NATO) und der Israel–Gaza-Krieg.

Gerade die deutschen Kriegsprofiteure verzeichnen in Zeiten wie diesen einzigartig hohe Einnahmen – allen voran Rheinmetall (im SIPRI-Ranking gestiegen von Platz 26 (2023) auf Platz 20 (2024) mit einer Einnahmesteigerung von +46,6 %), ThyssenKrupp (63 > 61, +12,3 %), Hensoldt (70 > 62, +17,9 %) und Diehl (80 > 67, +52,9 %). Außerdem rangiert der britisch-deutsche Kampfflugzeughersteller Airbus auf Platz 12 (zuvor 13, +1,2 %)! Diese Daten beziehen sich in Deutschland auf die sogenannte »Zeitenwende« unter der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP.

Siehe unten die Informationen mit den jeweiligen Links.

Was wir ganz dringend brauchen, ist eine Widerstandsbewegung in nie gekannter Breite: der Gewerkschaften, Kirchen, sozialen Bewegungen und Abertausenden von Aktivistinnen und Aktivisten!!!

Unser Ziel muss sein: Mit massivem Druck eine »Zeitenwende der Zeitenwende« zu erreichen und damit Friedensverhandlungen herbeizuführen, in denen neue Abrüstungsverträge verabschiedet werden. Rüstung muss runter, Soziales muss rauf!!!

Herzlichst

Jürgen Grässlin, Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!, DFG-VK, RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)

P.S.: Schon heute zeichnet sich ab: Der Rüstungs- und Rüstungsexportwahn schreitet hierzulande auch unter der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD ungebremst voran!

⸻

SIPRI für die Medien – Deutsche Übersetzung

SIPRI Top 100 Waffenhersteller verzeichnen gemeinsamen Umsatzanstieg, während Staaten sich beeilen, Arsenale zu modernisieren und auszubauen

1. Dezember 2025

(Stockholm, 1. Dezember 2025)

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Waffen und militärischen Dienstleistungen durch die 100 größten Waffenhersteller der Welt stiegen im Jahr 2024 um 5,9 Prozent und erreichten mit 679 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Dies geht aus den heute veröffentlichten neuen Daten des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) hervor, abrufbar unter www.sipri.org.

Hier klicken, um die interaktive Tabelle der SIPRI Top 100 (Waffen- und Militärdienstleistungsunternehmen weltweit, 2024) zu erkunden.

Den SIPRI-Factsheet können Sie hier herunterladen.

Die globalen Rüstungseinnahmen stiegen 2024 stark an, da die Nachfrage durch die Kriege in der Ukraine und Gaza, globale und regionale geopolitische Spannungen sowie immer höhere Militärausgaben befeuert wurde. Zum ersten Mal seit 2018 steigerten alle fünf größten Waffenunternehmen ihre Rüstungseinnahmen.

Obwohl der Großteil des globalen Anstiegs auf Unternehmen mit Sitz in Europa und den Vereinigten Staaten zurückzuführen war, gab es in allen in den Top 100 vertretenen Weltregionen jährliche Zuwächse. Die einzige Ausnahme war Asien und Ozeanien, wo Probleme innerhalb der chinesischen Rüstungsindustrie den regionalen Gesamtwert nach unten zogen.

Der Anstieg der Einnahmen und neuen Aufträge veranlasste viele Rüstungsunternehmen dazu, Produktionslinien auszubauen, Einrichtungen zu vergrößern, neue Tochtergesellschaften zu gründen oder Übernahmen durchzuführen.

„Im vergangenen Jahr erreichten die globalen Rüstungseinnahmen den höchsten Wert, der jemals von SIPRI erfasst wurde, da Hersteller von der hohen Nachfrage profitierten“, sagte Lorenzo Scarazzato, Forscher im SIPRI-Programm für Militärausgaben und Waffenproduktion. „Obwohl Unternehmen ihre Produktionskapazitäten ausbauen, stehen sie weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen, die Kosten und Lieferpläne beeinflussen könnten.“

⸻

US-Rüstungseinnahmen wachsen, aber Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bestehen fort

Im Jahr 2024 stiegen die kombinierten Rüstungseinnahmen der US-Waffenunternehmen in den Top 100 um 3,8 Prozent auf 334 Milliarden US-Dollar, wobei 30 der 39 US-Unternehmen im Ranking steigende Rüstungseinnahmen verzeichneten. Dazu gehörten große Waffenhersteller wie Lockheed Martin, Northrop Grumman und General Dynamics.

Allerdings behindern weit verbreitete Verzögerungen und Budgetüberschreitungen weiterhin die Entwicklung und Produktion wichtiger US-geführter Programme wie des F-35-Kampfjets, des U-Boots der Columbia-Klasse und der interkontinentalen ballistischen Rakete „Sentinel“. Mehrere der größten US-Waffenhersteller sind von Überschreitungen betroffen, was Unsicherheit darüber schafft, wann wichtige neue Waffensysteme und Modernisierungen geliefert und einsatzbereit sein können.

„Die Verzögerungen und steigenden Kosten werden unweigerlich die militärische Planung und die Militärausgaben der USA beeinflussen“, sagte Xiao Liang, Forscher im SIPRI-Programm für Militärausgaben und Waffenproduktion. „Dies könnte sich auf die Bemühungen der US-Regierung auswirken, übermäßige Militärausgaben zu senken und die Budgeteffizienz zu verbessern.“

⸻

Europa: Aufrüstung im Gange, aber Gefahr von Lieferkettenproblemen wächst

Von den 26 in Europa (ohne Russland) ansässigen Unternehmen der Top 100 verzeichneten 23 steigende Rüstungseinnahmen. Ihre aggregierten Einnahmen stiegen um 13 Prozent auf 151 Milliarden US-Dollar. Dieser Anstieg war an die Nachfrage gebunden, die sich aus dem Krieg in der Ukraine und der wahrgenommenen Bedrohung durch Russland ergab.

Das tschechische Unternehmen Czechoslovak Group verzeichnete den stärksten prozentualen Anstieg der Rüstungseinnahmen aller Top-100-Unternehmen im Jahr 2024: um 193 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen schreibt den Großteil seiner Einnahmen der Ukraine zu. Die Czechoslovak Group profitierte von der Tschechischen Munitionsinitiative, einem staatlich geführten Projekt zur Beschaffung von Artilleriegranaten für die Ukraine.

Ukraines eigenes Unternehmen JSC Ukrainian Defense Industry steigerte seine Rüstungseinnahmen um 41 Prozent auf 3,0 Milliarden US-Dollar.

„Europäische Rüstungsunternehmen investieren in neue Produktionskapazitäten, um die steigende Nachfrage zu bedienen“, sagte Jade Guiberteau Ricard, SIPRI-Forscherin. „Aber die Beschaffung von Materialien könnte eine wachsende Herausforderung darstellen. Insbesondere die Abhängigkeit von kritischen Mineralien wird die europäischen Aufrüstungspläne wahrscheinlich erschweren.“

Ein Beispiel für solche Risiken: Das gesamteuropäische Unternehmen Airbus und Frankreichs Safran deckten bis 2022 die Hälfte ihres Titanbedarfs durch Importe aus Russland und mussten neue Lieferanten finden. Angesichts chinesischer Exportbeschränkungen für kritische Mineralien warnten Unternehmen wie Thales (Frankreich) und Rheinmetall (Deutschland) 2024 vor potenziell hohen Kosten bei der Umstrukturierung ihrer Lieferketten.

⸻

Russland: Rüstungseinnahmen steigen trotz Sanktionen und Fachkräftemangel

Die beiden russischen Rüstungsunternehmen in den Top 100, Rostec und United Shipbuilding Corporation, steigerten ihre kombinierten Rüstungseinnahmen um 23 Prozent auf 31,2 Milliarden US-Dollar, trotz internationaler Sanktionen, die zu Komponentenknappheit führten. Die inländische Nachfrage reichte aus, um den Verlust aus sinkenden Rüstungsexporten mehr als auszugleichen.

„Neben Sanktionen stehen russische Rüstungsunternehmen vor einem Mangel an Fachkräften. Dies könnte die Produktion verlangsamen und Innovationen begrenzen“, sagte Diego Lopes da Silva, leitender SIPRI-Forscher. „Allerdings sollten wir mit solchen Vorhersagen vorsichtig sein, da sich die russische Rüstungsindustrie während des Ukrainekrieges widerstandsfähiger gezeigt hat, als erwartet.“

⸻

Asien und Ozeanien: Probleme in Chinas Rüstungsindustrie drücken den Gesamtwert

Asien und Ozeanien war die einzige Weltregion, die 2024 einen Rückgang der Rüstungseinnahmen unter den Top-100-Unternehmen verzeichnete – sie fielen auf 130 Milliarden US-Dollar, 1,2 Prozent weniger als 2023.

Das lag vor allem an einem kombinierten Rückgang von 10 Prozent bei den acht chinesischen Unternehmen in der Liste. Am auffälligsten war der 31-prozentige Rückgangbei NORINCO, Chinas Hauptproduzent für Landsysteme.

„Eine Vielzahl von Korruptionsvorwürfen im chinesischen Rüstungsbeschaffungswesen führte 2024 dazu, dass große Rüstungsverträge verschoben oder abgesagt wurden“, sagte Nan Tian, Direktor des SIPRI-Programms. „Dies verstärkt die Unsicherheit über den Stand der chinesischen Militärmodernisierung und darüber, wann neue Fähigkeiten verfügbar sein werden.“

Im Gegensatz dazu stiegen die Einnahmen japanischer und südkoreanischer Unternehmen weiter an, getragen von starker europäischer und inländischer Nachfrage:

– Japan: +40 %, gesamt 13,3 Mrd. USD

– Südkorea: +31 %, gesamt 14,1 Mrd. USD

Südkoreas größtes Rüstungsunternehmen Hanwha Group verzeichnete einen Umsatzanstieg von 42 Prozent, mehr als die Hälfte daraus aus Exporten.

⸻

Rekordzahl von Unternehmen aus dem Nahen Osten

Zum ersten Mal kamen neun der Top-100-Unternehmen aus dem Nahen Osten, mit gemeinsamen Einnahmen von 31,0 Milliarden US-Dollar. Die Rüstungseinnahmen der Region stiegen um 14 Prozent.

Die drei israelischen Rüstungsunternehmen im Ranking steigerten ihre gemeinsamen Einnahmen um 16 Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar.

„Der zunehmende internationale Widerstand gegen Israels Handlungen in Gaza scheint wenig Einfluss auf das Interesse an israelischen Waffen gehabt zu haben“, sagte Zubaida Karim, SIPRI-Forscherin. „Viele Länder erteilten 2024 weiterhin neue Aufträge an israelische Unternehmen.“

Die Rangliste 2024 enthält fünf türkische Rüstungsunternehmen (gemeinsam 10,1 Mrd. USD, +11 %), nachdem MKE erstmals in die Top 100 aufgenommen wurde.

Das staatliche Konglomerat EDGE Group der Vereinigten Arabischen Emirate meldete 2024 Rüstungseinnahmen von 4,7 Mrd. USD.

⸻

Weitere bemerkenswerte Entwicklungen

• Die kombinierten Rüstungseinnahmen der drei indischen Unternehmen in den Top 100 stiegen um 8,2 % auf 7,5 Mrd. USD.

• Die vier deutschen Unternehmen in den Top 100 steigerten ihre kombinierten Einnahmen um 36 % auf 14,9 Mrd. USD – getrieben durch höhere Nachfrage nach bodengebundener Luftverteidigung, Munition und gepanzerten Fahrzeugen.

• Das US-Unternehmen SpaceX erschien erstmals in den SIPRI Top 100, nachdem seine Rüstungseinnahmen im Vergleich zu 2023 mehr als verdoppelt wurden und 1,8 Mrd. USDerreichten.

• Zum ersten Mal wurde ein indonesisches Unternehmen in die Top 100 aufgenommen: DEFEND ID meldete einen Anstieg seiner Rüstungseinnahmen um 39 % auf 1,1 Mrd. USD, angetrieben durch Industriekonsolidierung und erhöhte inländische Beschaffungen.

Für Informationen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie:

Stephanie Blenckner (blenckner@sipri.org, +46 8 655 97 47).

Siehe:

https://www.sipri.org/media/press-release/2025/sipri-top-100-arms-producers-see-combined-revenues-surge-states-rush-modernize-and-expand-arsenals

⸻

SIPRI: Interaktive Tabelle – Deutsche Waffenhersteller unter den Top 100

Die SIPRI-Top-100-Tabelle (Waffen- und Militärdienstleistungsunternehmen weltweit, 2024):

https://www.sipri.org/visualizations/2025/sipri-top-100-arms-producing-and-military-services-companies-world-2024

⸻

tagesschau.de vom 01.12.2025 

SIPRI-Bericht – Weltweite Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

Die weltweite Aufrüstung schreitet voran und beschert den Rüstungsfirmen steigende Verkäufe. Die vier größten deutschen Konzerne steigerten laut SIPRI ihre Einnahmen um mehr als ein Drittel.

„Im Jahr 2024 haben die weltweiten Rüstungsumsätze den höchsten Punkt erreicht, den wir jemals gemessen haben. Sie lagen bei 679 Milliarden US-Dollar“, sagt SIPRI-Forscher Lorenzo Scarazzato. Haupttreiber seien geopolitische Spannungen wie der Gaza-Krieg und der Krieg in der Ukraine gewesen. „Und generell setzen die Staaten weniger auf Diplomatie, sondern eher auf militärische Stärke“, so Scarazzato.

Nämlich auf Aufrüstung und Abschreckung, mit Panzern und anderen traditionellen Waffensystemen ebenso wie mit Drohnen. Davon profitieren gerade die Hersteller in Europa: Fast alle 26 europäischen Rüstungskonzerne auf der SIPRI-Liste melden Umsatzsteigerungen, insgesamt verzeichnen die europäischen Firmen ein Plus von 13 Prozent. [Foto] Player: audioSIPRI-Bericht zu Atomwaffen.

20 November, 2025

Rüstungsexporte nach Israel stoppen, statt Beschränkung aufheben!

Pressemitteilung von Aktion Aufschrei: Israels Armee bricht wiederholt Waffenruhe im Gazastreifen und greift UN-Mission im Libanon an.

Das Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert massiv, dass die Bundesregierung die Beschränkung für Exporte von Rüstungsgütern, die Israel im Gazastreifen einsetzen könnten, zum 24.11.2025 aufheben will. Grund sei vor allem der vermeintlich funktionierende Waffenstillstand, der seit dem 10. Oktober offiziell in Kraft ist. Israel verstößt jedoch nicht nur wiederholt gegen diesen, sondern auch gegen den Waffenstillstand im Libanon. Zudem hat die israelische Armee erneut die UN-Mission im Libanon angegriffen.

„Dass die Bundesregierung die Beschränkungen für Rüstungsexporte nach Israel jetzt aufheben will, statt diese auszuweiten, ist kaum zu ertragen. Israels Armee soll seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen am 10. Oktober 2025 rund 400 mal gegen diesen verstoßen und über 250 Menschen getötet haben. Allein bei den Luftschlägen in der Nacht auf den 28. Oktober kamen 100 Menschen ums Leben. Die am 8. August erlassenen Restriktionen gegen Rüstungsexporte nach Israel, die im Gazastreifen zum Einsatz kommen könnten, haben folglich nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Und angesichts der anhaltenden Verstöße der israelischen Armee auch gegen den Waffenstillstand im Libanon sowie der wiederholten Angriffe auf UN-Soldaten im Libanon, muss die Bundesregierung die Rüstungsexporte nach Israel endlich stoppen!“, so Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundessprecher der DFG-VK. Er führt aus: „Laut UN wurden mindestens 100 Zivilist:innen im Libanon durch Israels Armee getötet seit Inkrafttreten des Waffenstillstand am 27. November 2024. Zudem greift die israelische Armee immer wieder Soldaten der UNIFIL-Mission im Libanon an, zuletzt am 16. November mit Merkava-Panzern. Das ist keine Selbstverteidigung, sondern klarerer Bruch des Völkerrechts!“

„Laut Informationen des Deutschlandfunks soll die Augsburger Firma Renk auf die Ausfuhrgenehmigung von weiteren 60 Getrieben für eben diese Merkava-Panzer Israels warten und die Bundesregierung über deren Exportgenehmigung in den kommenden Tagen entscheiden. Wir appellieren an die Bundesregierung diese so wesentlichen Komponenten für die israelischen Panzer keinesfalls zu genehmigen!“, sagt Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Mitglied der AGDF. „Auch, wenn die Getriebe offiziell nur als ´sonstige Rüstungsgüter´ gelten, kommt die Kriegswaffe Kampfpanzer ohne diese schlicht nicht aus. Wenn mit diesen Panzern im Gazastreifen gekämpft wird und im Libanon nachweislich UNIFIL-Soldaten beschossen werden, dann darf die Bundesregierung keine Getriebe für diese genehmigen. Und wenn die Bundesregierung es ernst meint mit ihrem Einsatz für den Frieden im Gazastreifen und mit der Einhaltung des Völkerrechts, dann muss sie die Rüstungsexporte nach Israel stoppen und auf die israelische Regierung einwirken, sowohl den Waffenstillstand im Gazastreifen als auch im Libanon einzuhalten sowie das UN-Mandat der UNIFIL-Truppen im Libanon zu achten, statt auf diese zu schießen!“, so Petracca weiter und fügt hinzu: „Zur Erinnerung: Auch die Bundeswehr ist an dem UNIFIL-Einsatz beteiligt und sind deutsche Soldaten auch im Hauptquartier in Naqoura stationiert.“

Kontakt für die Medien: 

Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundessprecher der DFG-VK, M: 0170-6113759, graesslin@dfg-vk.de  

Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Mitglied der AGDF, Vincenzo.Petracca@kbz.ekiba.de 

13 Oktober, 2025

Lahr: „Wie Lichter in der Nacht“ Lesung mit Jürgen Grässlin

Der Bestsellerautor Jürgen Grässlin präsentiert sein neues Buch: „Wie Lichter in der Nacht. Menschen, die die Welt verändern. Ein Mutmachbuch“. Darin stellt er vierundzwanzig mutmachende Menschen vor. Einige von ihnen agieren unter ständigem Einsatz des eigenen Lebens. Das Buch liefert ein überraschendes Bild von den großen Erfolgen, die selbst ein einzelner Mensch mit klugem und mutigem Einsatz erzielen kann.

Der Autor gibt einen tiefen Einblick in die hoffnungsfroh stimmenden Aktionen, Projekte und Organisationen für Frieden, Klimaschutz, Erhalt von Umwelt und Natur, im Engagement für Menschenrechte und Flüchtlinge, im Sozialen und im Armutsbereich sowie in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremen. Die vierundzwanzig Portraits zeigen: Es lohnt, sich zu engagieren. So wurde und wird die Welt ein wenig heller. Das Buch ist eine Inspiration für alle, die sich vom Spruch „Man kann ja doch nichts ändern!“ nicht länger herunterziehen lassen wollen.

Jürgen Grässlin, der vom ‚Spiegel‘ als »Deutschlands prominentester Rüstungs­gegner« bezeichnet wird, ist einer der unermüdlichsten Aktivisten des deutschen Pazifismus. Er schrieb 18 Bücher gegen die deutsche Rüstungsindustrie und legte sich mit Waffenfirmen wie SIG Sauer und Heckler & Koch an. 30 Prozesse wurden gegen ihn geführt, die er ausnahmslos alle gewonnen hat. Dies spricht für die Qualität seiner Enthüllungen.

Nach der Lesung besteht Gelegenheit zur Diskussion und Aussprache mit dem Autor.

Das Friedensforum Lahr lädt ein:
Lesung von Jürgen Grässlin aus seinem neuen Buch

Wie Lichter in der Nacht
Menschen, die die Welt verändern
Ein Mutmachbuch

Mittwoch, 15. Oktober
19 Uhr

Bürgerzentrum Stadtmühle Lahr

Eintritt frei

Oktober 15, 2025 @ 19:00 – 21:00

Friedensforum Lahr

Veranstalter-Website anzeigen

Hebelschule

Engelberger Str. 2
Freiburg,
Google Karte anzeigen
  • Google Kalender
  • iCalendar
  • Outlook 365
  • Outlook Live
  • Impressum
  • Datenschutz

Urheberrecht © 2026 · dfg-vk · Anmelden