Mai 15 @ 16:00 – 18:00

Mai 15 @ 16:00 – 18:00

Mai 15 @ 20:15 – 22:15
Kabarett in der Orgelfabrik „die Spiegelfechter“ (Amthausstraße 17-19, 76227 Karlsruhe): „Du, Vater, gell, der Krieg is was Gefährliches“ entrüstendes aus Literatur und Musik mit der Schauspielerin Bettina Franke und dem Liedermacher Bernd Köhler; weitere Infos und Tickets hier: https://spiegelfechter.de/kabarett/du-vater-gell-der-krieg-is-was-gefaehrliches/
Zum internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung widmen sich die Schauspielerin Bettina Franke und der Liedermacher Bernd Köhler dem großen Thema der Menschheitsgeschichte mit Texten, Gedichten und Songs aus mehreren Jahrhunderten, montiert mit eigenen Liedern und Texten. Der Krieg ist dem Wesen des Menschen nicht eigen. Die Suche nach Frieden, nach einem friedlichen Miteinander bestimmt das Leben seit Menschen denken.
Die Schauspielerin und der Liedermacher haben dazu Entrüstendes aus Literatur und Musik von Karl Valentin, Kurt Weil, Berta von Suttner, Rosa Luxemburg, Hans-Dieter Hüsch, Jandl, Ingeborg Bachmann, Bertolt Brecht, Hanns Eisler, Stefan Zweig, Selma Meerbaum-Eisinger, Immanuel Kant, Gerhard Zwerenz, Wolf Biermann u.a. zusammengetragen und mit eigenen Beiträgen montiert.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) Gruppe Karlsruhe statt.
https://karlsruhe.dfg-vk.de/Seien Sie dabei. Wir freuen uns auf Sie!
Mai 15 @ 12:00 – 16:00
Marktplatz Karlsruhe: Infostand der DFG-VK zu Kriegsdienstverweigerung mit Workshops zu KDV, einer Ausstellung mit Schicksalen von Kriegsdienstverweigerern aus Russland, Belarus und der Ukraine und weiteren Aktionen. Ausführliche Infos hier: https://karlsruhe.dfg-vk.de/
Heute, am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, erinnern wir daran: Das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung braucht Schutz, Verteidigung – und politischen Druck.

Was lange als Akt der Solidarität mit mutigen Verweiger*innen in Russland, der Türkei, Israel, der Ukraine oder anderen Ländern der Weltgalt , betrifft uns spätestens seit gestern ganz konkret wieder selbst:
Mit der Ankündigung von Kanzler Merz, Deutschland zur „größten konventionellen Armee Europas“ auszubauen, rückt der Krieg auch für Hunderttausende deutsche Staatsbürger*innen näher.
Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht. Wir kämpfen dafür – für alle.
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EU & Kriegsdienstverweigerung: Internationales Recht vs. Realität

Internationales Recht:
EU-Charta der Grundrechte, Artikel 10(1):
„Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.“
Realität:
„Ich habe mich geweigert, der russischen Armee beizutreten und unschuldige Zivilisten zu töten. Ich hoffte auf Schutz in Europa – aber das war ein Irrtum. Jetzt droht mir die Abschiebung nach Russland und damit der sofortige Fronteinsatz.“
– Kriegsdienstverweigerer aus Russland

Internationales Recht:
EU-Charta der Grundrechte, Artikel 10(2):
„Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird anerkannt – gemäß den nationalen Gesetzen zur Ausübung dieses Rechts.“
Realität:
„Ich bin seit ein paar Monaten in Frankreich, aber man will mich nach Kroatien zurückschicken – das erste EU-Land, das ich betreten habe. Von dort droht mir die Abschiebung nach Bosnien und dann Russland. Kroatien gewährt russischen Staatsbürgern selten Asyl – das ist lebensgefährlich.“
– Kriegsdienstverweigerer aus Russland

Internationales Recht:
EU-Asylrecht: Flüchtlingsschutz für Personen mit begründeter Furcht vor Verfolgung aufgrund von Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe.
Realität:
„Viele Verweigerer leben in Armut oder im Exil. Doch selbst dort stoßen sie auf neue Hürden – viele Länder erkennen Kriegsdienstverweigerung nicht als Asylgrund an.“
– Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei

Internationales Recht:
EU-Verordnung 2024/1347:
Verfolgung kann auch eine unverhältnismäßige oder diskriminierende Strafverfolgung sein – etwa, wenn jemand aus moralischen, religiösen oder politischen Gründen den Wehrdienst verweigert.
Realität:
„Viele ukrainische Kriegsdienstverweigerer schweigen aus Angst – ohne rechtlichen Schutzstatus in der EU.“
– Kriegsdienstverweigerer aus der Ukraine
Weltweit verweigern mutige Menschen den Kriegsdienst – in Russland, Belarus, der Ukraine, in der Türkei, Südkorea oder Kolumbien. Sie sagen Nein zum Töten, Nein zur Militarisierung. Am 15. Mai – dem Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung – stehen wir an ihrer Seite.
Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht. Gerade jetzt, in Zeiten von Kriegen, Aufrüstung und wiederbelebter Wehrpflichtdebatten, ist es nötiger denn je, für dieses Recht einzutreten – laut, sichtbar und solidarisch. Auch und besonders in diesem Jahr unterstützen wir den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung. Denn Kriegsdienstverweigerung ist auch in Deutschland wieder ein ganz aktuelles Thema für viele Menschen.
Auch in Baden-Württemberg beteiligen wir uns mit vier öffentlichen Aktionen. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein:
· Mannheim: Infostand am Hauptbahnhof – 15. Mai, ab 15:00 Uhr
· Karlsruhe: Friedensmahnwache auf dem Marktplatz – 14. Mai, 17:00 Uhr
· Stuttgart: Kundgebung in der Dorotheenstraße, Ecke Gördelerstraße (Nähe Hotel Silber) – 15. Mai, 18:00 Uhr: An diesen Platz sollte laut Beschluss der Stadt seit 2023 das Deserteurdenkmal stehen. Redner*innen dieses Jahr: Johanna Tiarks, Stadträtin Die Linke SÖS Plus zur Umsetzung des Denkmals und Susanne Bödecker DFG-VK, zum aktuellen Stand der Kriegsdienstverweigerung in Deutschland, außerdem werden wir wieder kurze Stellungnahmen von internationalen Kriegsdienstverweigerer*innen vorbereiten.
· Aalen: Mahnwache zur Kriegsdienstverweigerung am Marktbrunnen – 14. Mai, 17:00 Uhr
Diese Aktionen sind Teil der internationalen Kampagnen #ObjectWarCampaign und #RefuseWar. Wir fordern Schutz und Asyl für alle, die sich dem Krieg entziehen – in allen Ländern. Und wir wenden uns entschieden gegen jede Form der Wehr- oder Dienstpflicht. Statt Zwang braucht es eine Politik des Friedens, der Gerechtigkeit und der Menschenrechte.
Viele von euch setzen sich seit Langem für dieses Anliegen ein. Gerade deshalb möchten wir euch ermutigen, auch in diesem Jahr wieder mit dabei zu sein – sei es durch Teilnahme, Unterstützung oder eigene Impulse. Weitere Informationen findet ihr auch hier:

