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Gewaltfreiheit

10 März, 2026

online: Rotstift bei Frieden und Entwicklung – Sparen wir am falschen Ende? 

März 26 @ 17:00 – 18:15

Seit der sogenannten sicherheitspolitischen Zeitwende im Jahr 2022 sparen die Bundesregierungen vor allem beim zivilen Engagement weltweit: Die Entwicklungszusammenarbeit wurde um zwei Milliarden Euro gekürzt, kein anderes Ministerium musste derart hohe Kürzungen hinnehmen. Für humanitäre Hilfe gibt es aktuell nur noch halb so viel Geld wie im Vorjahr.

Strukturelle Veränderungen weisen in die gleiche Richtung: Außenminister Wadephul schaffte die für zivile Krisenprävention und Friedensförderung zuständige Abteilung Stabilisierung ab. Entwicklungsministerin Alabali Radovan wiederum legte Anfang des Jahres einen Reformplan für ihr Haus vor. Die Richtung: Entwicklungszusammenarbeit solle stärker Deutschlands Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen dienen.

Dieser Trend geht einher mit kritischen Fragen daran, was ziviles Friedensengagement in einer Welt rücksichtloser Großmächtekonkurrenz überhaupt noch bewirken könne. Wo sind Investitionen in zivile Krisenprävention und Friedensförderung heute noch gut angelegt? Wie können wieder gesellschaftliche und politische Mehrheiten dafür gewonnen werden?

Über diese Fragen diskutieren wir mit:

  • Sanae Abdi, Mitglied des Bundestags (SPD)
  • Christoph Bongard, Leiter Kommunikation & Politik von Pro Peace

Moderation: Hannah Sanders, Referentin für politische Kommunikation von Pro Peace

Zeit: Montag, 26.03.2026, 17:00 – 18:15 Uhr
Ort: Online (Link wird bei Anmeldung mitgeteilt)

Sprache: Deutsch
Gebühr: kostenlos

ProPeace

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15 Januar, 2026

Massenproteste im IranFriedensorganisationen fordern Ende der Gewalt und Freilassung aller politischen Gefangenen

Deutsche Friedensorganisationen stehen an der Seite der Menschen im Iran in ihrem Kampf für Freiheit und Menschenrechte. Sie verurteilen die exzessive Gewalt der iranischen Regierung, mit der sie versucht, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Die Friedensinitiativen fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen, einschließlich der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sowie ein Ende der Gewalt gegen die Protestierenden. Eine angedrohte militärische Intervention der USA lehnen die Organisationen entschieden ab.

Die jüngsten Proteste dauern seit Ende Dezember an. Ursprünglich war der Anlass die Abwertung der Landeswährung, inzwischen protestieren landesweit jeden Abend Tausende unter Lebensgefahr für Freiheit, Würde und grundlegende Menschenrechte.
Nach den einzelnen Presseberichten, die aus dem abgeschotteten Land nach außen dringen, wurden bisher mehrere Tausend Menschen getötet, über 90 Prozent davon Demonstrierende. Zehntausende wurden verhaftet, vielen davon droht die Hinrichtung. Erste Todesurteile sind bereits verhängt worden, die Exekutionen für die nächsten Tage angekündigt. Ein Augenarzt aus Teheran berichtet von mehr als 400 Augenverletzungen durch Schusswaffen in einem einzigen Krankenhaus. Das deutet nicht nur auf die Brutalität der iranischen Regierung hin, die offenbar gezielt in die Gesichter der Protestierenden schießen lässt. Es ist auch ein Hinweis darauf, dass die Opferzahlen viel zu niedrig geschätzt sein könnten.
Wenn sich die bisherigen Zahlen bestätigen, gibt es nach zwei Wochen jetzt schon vielfach mehr Tote als bei den „Frau-Leben-Freiheit“-Protesten 2022, auf die die Regierung bereits mit brutaler, systematischer Gewalt reagiert hatte.
Die internationale Gemeinschaft muss alle ihr zur Verfügung stehenden gewaltfreien Mittel nutzen, um die Protestierenden zu schützen, sie zu unterstützen und der Gewalt der iranischen Regierung ein Ende zu setzen.

Gemeinsame Stellungnahme des Netzwerk Friedenskooperative, der IPPNW, von Ohne Rüstung Lebenund der DFG-VK, Berlin/Bonn/Stuttgart 14. Januar 2026

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