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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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Friedensbewegung

7 Oktober, 2025

Nein zum Kriegsdienstzwang: DFG-VK Mitglied Margot Käßmann auf der Friedensdemo am 03.10.25 in Stuttgart

Hier als Video und drunter auch nochmal als Text: die starke Rede von DFG-VK Mitglied Margot Käßmann am 03.10.2025 in Stuttgart: Nein zum Kriegsdienstzwang – das ist unsere pazifistische Wehrpflicht.

Margot Käßmann: Rede bei der Kundgebung „Nie wieder Krieg! – Stehen wir auf für Frieden!“

am 3. Oktober 2025 auf dem Schlossplatz in Stuttgart

– Es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

80 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bewahrheitet sich, was die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gesagt hat: „Die Geschichte lehrt andauernd, doch sie findet keine Schüler.“ Und so erleben wir seit dreieinhalb Jahren fassungslos eine schleichende Militarisierung unserer Gesellschaft. Bundeskanzler Merz erklärt uns, wir befänden uns nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden. Außenminister Wadephul sagt: „Russland wird immer Deutschlands Feind bleiben.“ Verteidigungsminister Pistorius will, dass wir „kriegstüchtig“ werden und avanciert damit zum beliebtesten Politiker des Landes. Roderich Kiesewetter will nun gar den Spannungsfall ausrufen. So wird Kriegsangst geschürt und Vorkriegsstimmung erzeugt. Dagegen sagen wir als Friedensbewegung in der Tradition Wolfgang Borcherts: Nein! Wir brauchen nicht Abschreckung, sondern Entspannungspolitik. Wir brauchen keine Hochrüstung mit hunderten Milliarden Euro für Waffen und gleichzeitiger Kürzung der Sozialleistungen. Stattdessen brauchen wir Abrüstung, Verhandlungen, Diplomatie. Nicht Kriegstüchtigkeit ist unser Ziel. Friedensfähig müssen wir werden!

Vieles haben wir gehört heute, auf drei Punkte will ich noch eingehen.

1. Wehrpflicht

Ich stehe hier als Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK). Bis zur Aussetzung der Wehrpflicht 2011 war ich einige Jahre Präsidentin der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer. Die Regierung plant nun ihre stufenweise Wiedereinführung. Aber der Begriff „Wehrpflicht“ ist verharmlosend. Das Grundgesetz garantiert: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Ich spreche deshalb nicht von Wehrpflicht, sondern vom Kriegsdienstzwang. Politik und Militär wollen diesen Zwangskriegsdienst, weil sie auf Masse setzen. In der Militärsprache heißt das „Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit“. Auch da bin ich für Klartext: Der Kriegsdienstzwang schafft Kanonenfutter!

Es sind die Alten, die die Jungen verpflichten wollen, Dienst an der Waffe zu leisten. Und sie jetzt mit Ausbildung, Führerschein, Geld zu locken, wird eben nicht alle gleichermaßen zur Bundeswehr bringen, sondern gerade diejenigen, die aus sozial benachteiligten Familien kommen. Der Präsident des Reservistenverbandes rechnete kürzlich für den Fall eines Krieges mit Russland mit täglich 5.000 toten Soldaten auf der eigenen Seite.Das eindeutige Zeichen gegen diesen Wahnsinn ist: Kriegsdienstverweigerung! Die Beratungsstellen der DFG-VK und der Kirchen helfen bei der Wahrnehmung und Durchsetzung dieses Grund- und Menschenrechts. Wobei ich mich schon immer gefragt habe, warum unser Staat das Gewissen derer prüft, die den Kriegsdienst verweigern, nicht aber das Gewissen derer, die ihn leisten wollen. Nach Artikel 4 Abs. 1 Grundgesetz ist die Freiheit des Gewissens ohnehin zu gewährleisten. Wenn es um Wehrpflicht geht, dann um die Pflicht, sich dagegen zu wehren, Kriegsdienst leisten zu müssen.

Wir treten übrigens auch dafür ein, dass junge Männer aus der Ukraine und Russland, die den Kriegsdienst verweigern, in Deutschland politisches Asyl erhalten. Wenn Menschenrechte, dann für alle!

2. Ich stehe hier auch als evangelische Christin.

Die Kirchen der Welt sind immer in die Irre gegangen, wenn sie Gewalt und Krieg legitimiert haben. 1948 haben sie gemeinsam erklärt: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“ Das entspricht der Botschaft, die Jesus überliefert hat. Deshalb ist es für mich Gotteslästerung, wenn Patriarch Kyrill in Moskau jetzt Waffen segnet. Für uns ist jeder Mensch Gottes Ebenbild. Das gilt für Menschen jeden Glaubens. Der brutale Überfall der Hamas auf Kinder, Frauen und Männer in Israel hat mich erschüttert. Und jetzt bin ich wie wir alle schockiert vom Elend, das Israels Armee im Gazastreifen verursacht. Das muss sofort enden! Das darf nicht durch deutsche Waffen unterstützt werden. Aber: Die Regierung Netanyahu ist nicht Israel und Israel ist nicht das Judentum. Judenhass und Antisemitismus sind ein Widerspruch zur Friedensbewegung. Und auch Ausländerhass ist mit der Friedensbewegung unvereinbar.

3. Ich stehe hier auch als Großmutter von sieben Enkelkindern.

Wenn ich an diese Kinder denke, an die Kinder in der Ukraine und in Russland, in Israel und Gaza, im Kongo,im Jemen, dann sind doch Milliardeninvestitionen in Rüstung keine Investition in ihre Zukunft! Sie brauchen keine „Schnupperpraktika“ bei der Bundeswehr, sondern Friedenserziehung. Ihre Zukunft wird nicht gesichert durch Rheinmetall – die Aktie ist seit 2022 um sagenhafte 2000 % gestiegen! Ihre Zukunft wird gesichert, wenn sie nicht in Armut aufwachsen und Zugang zu Bildung haben! Ihre Zukunft wird nicht gesichert durch Atomwaffen. Sie wird gesichert durch einen Bann aller Atomwaffen und durch Konzepte für ein friedliches Zusammenleben auf unserem Planeten, das die Klimakatastrophe verhindert! Ihre Zukunft braucht keine Kriegslogik, sondern Friedenslogik. Zuletzt: Die totgesagte Friedensbewegung ist ziemlich lebendig, das sehen wir heute hier in Stuttgart und auch in Berlin. Wir werden gern diffamiert als Putinversteher, naiv, wohlstandsverwöhnt, Lumpen- oder Sofapazifisten. Aber wir lassen uns nicht beirren. Mehr und mehr Menschen sind bereit, sich öffentlich dagegen zu wehren, dass Deutschland durch Waffenlieferungen immer mehr zur Kriegspartei wird. Wir wollen,dass unser Land sich stark macht in Diplomatie, um der Menschen willen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

7 Oktober, 2025

Kriegsdienstverweigerung wurde zur Normalität

Die Rolle von KDV in der Friedensbewegung der 1980er Jahre

ein Text von Stefan Philipp zur historischen und politische Dimension der Wehrpflicht und der Kriegsdienstverweigerung

Die Pläne eines „neuen Wehrdienstes“, die beabsichtigte Etablierung einer umfassenden Dienstplicht für Männer und Frauen oder auch die diskutierte „Wiederbelebung“ der Wehrpflicht setzen ein altes Thema wieder auf die Tagesordnung: die Kriegsdienstverweigerung (KDV). Es lohnt deshalb der Blick zurück in die 1980er Jahre, in der die Zahl der KDVer stark anstieg und die KDV zum Massenphänomen wurde – und gleichzeitig die Friedensbewegung im massenhaften Protest gegen die Stationierung von US-Atomraketen ihre größte Stärke entwickelte. Wer heute – vielleicht neu – über KDV und KDV-Beratung nachdenkt und dabei Erfahrungen aus dieser Zeit mitberücksichtigen will, der sollte wissen:

• Im Auftrag der westlichen Besatzungsmächte hatte der Parlamentarische Rat 1948/49 das Grundgesetz (GG) erarbeitet. Mit seiner Verabschiedung und Inkraftsetzung war am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland entstanden. In den Grundrechtsteil der Verfassung hatte der Parlamentarische Rat diese (bis heute unveränderte) Garantie im Artikel 4 Absatz 3 formuliert: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.“

• Bei den Beratungen hatte der spätere (erste) Bundespräsident Theodor Heuß (der als Reichstagsabgeordneter im März 1933 für das „Ermächtigungsgesetz“ gestimmt hatte, mit dem Hitler an die Macht gelangt war) vor der Aufnahme des KDV-Rechts ins Grundgesetz gewarnt und einen „Massenverschleiß der Gewissen“ befürchtet. Für die SPD-Fraktion hielt ihm (der 1937 vor den Nazis nach England geflohene antifaschistische Widerstandskämpfer) Fritz Eberhard entgegen: „Ich glaube, wir haben hinter uns einen Massenschlaf des Gewissens. In diesem Massenschlaf des Gewissens haben die Deutschen zu Millionen gesagt: Befehl ist Befehl und haben daraufhin getötet.“ Er und seine Fraktion erhofften sich von dem Grundrecht, das dann mit großer Mehrheit beschlossen wurde, „eine große pädagogische Wirkung“.

• Die Beschränkung der KDV auf Gewissensgründe wurde von Anfang v.a. von pazifistischen Organisationen kritisiert. Das „das Nähere regelnde“ Bundesgesetz sah und sieht vor, dass das KDV-Grundrecht nur auf Antrag und Prüfung der Gewissensgründe gewährt wird. Das Antragsverfahren ist bürokratisch ausgestaltet und hat(te) abschreckende Wirkung. Die betroffenen überwiegend gerade volljährig gewordenen jungen Männer waren gezwungen, ihre Entscheidung in mündlichen Prüfungsverfahren zu begründen („Inquisitionsverfahren“). Der Antrag hatte bis zur KDV-Neuregelung 1983 und der Umstellung auf ein in der Regel rein schriftliches Verfahren keine aufschiebende Wirkung mit der Folge, dass zahlreiche (noch) nicht anerkannte KDVer zur Bundeswehr eingezogen wurden und bis zur endgültigen Entscheidung über ihren Antrag als Soldat Dienst leisten mussten. Zahlreiche Verweigerer blie-

ben konsequent bei ihrer Entscheidung und wurden deshalb beim Militär inhaftiert, manche wurden durch die Nicht-Anerkennung ihrer KDV und das erzwungene Soldat-Sein in den Suizid getrieben.

• Durch die Beschränkung der KDV auf Gewissensgründe und die Regelung, das Grundrecht lediglich auf Antrag und durch eine Prüfung zu gewähren, hat(te) es der Staat in der Hand, die Zahl der KDVer zu regeln, nach eigenen politischen Wünschen und nach dem Personalbedarf der Bundeswehr.

• Was im juristischen Sinn eine Gewissensentscheidung ist, hat das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung vom 20. Dezember 1960 ausgeführt. Danach ist eine solche „jede

ernste sittliche, d.h. an den Kategorien von ,Gut‘ und ,Böse‘ orientierte Entscheidung (…), die der Einzelne in einer bestimmten Lage als für sich bindend und unbedingt verpflichtend innerlich erfährt, so daß er gegen sie nicht ohne ernste Gewissensnot handeln könnte“.

• 1955 wurde die Bundeswehr gegründet, 1956 die Wehrpflicht eingeführt, nach der Männer ab 18 Jahren zum Militärdienst einberufen werden können. Seit 1968 ist dies durch die Einfügung von Art. 12a GG verfassungsrechtlich geregelt. Anerkannte KDVer können zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Mit dem ab 1973 vom Gesetz als Zivildienst bezeichneten Ersatz leisten KDVer die Wehrpflicht ab und stützen damit das gesamte System der Zwangsrekrutierung für militärische und kriegsvorbereitende Zwecke. Deshalb gab es immer wieder auch Totale KDVer, die alle oder einzelne Auflagen aus der Wehrpflicht verweigerten und deshalb strafrechtlich verfolgt wurden.

• Der Personalumfang der Bundeswehr in den 1980er Jahren: Die Zielvorgabe für die Präsenzstärke der Bundeswehr war bis zur „friedlichen Revolution“ in der DDR und der Auflösung des „Ostblocks“ 1989/90 die Zahl von 495.000 Soldaten. Sie wurde in dem Jahrzehnt von 1980 bis 1989 durchgängig annähernd erreicht, sank jedenfalls nie unter 486.000 Soldaten. (Die Nationale Volksarmee der DDR umfasste im „Wendejahr“ ca. 155.000 Soldaten.)

• Die Geburtsjahrgänge in Westdeutschland ab 1962 (deren Männeranteil bei ca. 50 Prozent lag und der ab 1980 wehrpflichtig wurde) umfassten bis 1967 jeweils über eine Million und sanken bis 1971 auf knapp unter 800.000. (Die Geburtsjahrgänge, die bei einer möglichen Wiedereinsetzung der Wehrpflicht in den kommenden Jahren für eine Einberufung zur Bundeswehr in Frage kommen würden, umfassen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2017 über 700.000; wenn das Grundgesetz nicht geändert würde und die Wehrpflicht weiterhin nur für Männer gelten würde, wären damit jährlich ca. 350.000 junge Männer betroffen.)

• Über die Jahre hinweg seit der Einführung der Wehrpflicht 1956 stieg der Zahl der KDVer kontinuierlich an. Im Jahr 1958 wurden 2.447 KDV-Anträge gestellt, 1967 waren es 5.963. Das Folgejahr 1968 brachte eine Verdoppelung auf 11.952, bis 1979 stieg die Zahl stetig an auf über 45.000. In den 1980er Jahren wurde die KDV zur Normalität in weiten Teilen der (männlichen) Jugend: Die Anzahl der gestellten KDV-Anträge stieg in den 1980er Jahren von ca. 54.000 (1980) auf ca. 77.000 (1989). (Lediglich im Jahr 1984 sank die Antragszahl wegen der Sondersituation der Neuregelegung des KDV-Anerkennungsverfahrens unter der 1983 gewählten neuen CDU/CSU/FDP-Bundesregierung einmalig unter 50.000.) Auf den Punkt gebracht: Wer gegen Aufrüstung und Kriegsvorbereitung war, der verweigerte als Mann auch den Kriegsdienst bei der Bundeswehr – und wer KDVer wurde, der war auch gegen die Stationierung der US-Atomraketen in der BRD. Eine solche Positionierung führte bei vielen zum Engagement in der Friedensbewegung und wirkte meinungsbildend im persönlichen Umfeld.

• Möglich wurde diese Entwicklung v.a. dadurch, dass in den 1980er Jahren – und damit einer Zeit ohne Internet und der schnellen und leichten Verfügbarkeit von Informationen –fast flächendeckend KDV-Beratungsstellen entstanden waren und daneben zahlreiche Ratgeber in Buch- und Broschürenform publiziert wurden. Was heute unter veränderten Rahmenbedingungen bleibt: Kriegsdienstverweigerung ist zuerst eine individuelle Entscheidung, die Inanspruchnahme des KDV-Rechts ist auch eine politische Frage, seine Durchsetzung v.a. eine juristische. Wer KDVer angemessen beraten will der braucht: eine menschenrechtliche Orientierung, ein klares Bewusstsein für die Interessenslage der KDVer, eine empathische Beratungshaltung und dabei eine Klarheit für die eigenen Ziele sowie Sach- und Fachkompetenz.

Weiterführende Literatur:

Michael Schmid: Grundrecht Kriegsdienstverweigerung – Wiederbewaffnung – Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht – Kriegsdienstverweigerung in der Praxis https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de/hintergruende/texte/hintergrund-zur-wehrpflicht-in-der-brd/

Stefan Philipp: Zwangsdienst, Strafjustiz und Staat (in: Graswurzelrevolution; Nr. 433; November 2018; https://www.graswurzel.net/gwr/2018/10/zwangsdienst-strafjustiz-und-staat/

Norman Ciezki: Für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Einfluß und Bedeutung der „Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V.“; Münster 1999

Stefan Philipp ist stellvertretender Vorsitzender des DFG-VK-Landesverbands Baden-Württemberg. Er war bis zu ihrer Auflösung nach Aussetzung der Wehrpflicht stellvertretender Vorsitzender der Zentralstelle KDV, der 1957 gegründeten gemeinsamen Einrichtung von zuletzt ca. 30 Organisationen.

Veröffentlicht in: FriedensForum – Zeitschrift der Friedensbewegung, Ausgabe 2/2025, S. 30 f.

23 September, 2025

Kommt in den DFG-VK-Block!

Liebe Mitglieder, liebe Sympathisant*innen,

am 3. Oktober findet in Stuttgart die überregionale Friedensdemonstration statt. Wir wollen als DFG-VK sichtbar und stark gemeinsam auftreten – in einem kraftvollen, bunten und lautstarken DFG-VK-Block mitten in der Demo.

Wir sammeln uns um 12:30 Uhr am DFG-VK-Infostand auf dem Schlossplatz. Dort bekommt ihr Fahnen (15 €) und passende Stecken (2 €). Außerdem gibt es blaue Ballons mit weißer Friedenstaube, die mit Helium gefüllt werden. Da auch unser Bulli vor Ort ist, haben wir zusätzlich 30 Schilder zum Verbot von Mittelstreckenwaffen in Deutschland dabei. Bitte bringt auch selbst Fahnen, Banner oder Schilder mit euren wichtigsten Forderungen mit – und wenn ihr habt: zieht gerne eure DFG-VK-Pullis, T-Shirts oder Jacken an. So wird unser Auftritt nicht nur politisch klar, sondern auch optisch beeindruckend.

Wir stellen uns hinter dem Frontbanner „friedensfähig statt kriegstüchtig“ auf. Gemeinsam wollen wir unsere Botschaft in die Öffentlichkeit tragen:

  • Nein zu 5 % des BIP für Aufrüstung – dieses Geld fehlt in Gesundheit, Bildung und ökologischer Transformation.
  • Nein zur Militarisierung unserer Infrastruktur und Gesellschaft.
  • Nein zur Wehrpflicht und einer der größten Armeen Europas.
  • Ja zu einer Politik, die aus der Geschichte gelernt hat: Frieden schaffen ohne Waffen.

Für uns als Landesverband Baden-Württemberg, die wir die Demonstration als Erstunterstützer mittragen, wäre es schön, wenn wir stark auftreten – mit klaren Botschaften, mit Freude und mit Entschlossenheit.

👉 Also: Kommt in den DFG-VK-Block, lasst uns gemeinsam zeigen, dass es eine friedliche, zivile Alternative zur Kriegspolitik gibt.

Fröhlich, friedlich, freundlich, aber bestimmt – so machen wir deutlich: Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Der Landesvorstand freut sich auf euch.

19 September, 2025

Große Friedensdemo am 03.10. in Stuttgart: Aufruf- gemeinsame Anfahrten – DFG-VK-Block

Der Aufruf zur Demonstration am 3. Oktober 2025:

Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels, würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft. Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut. Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:

· Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
· Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
· Nein zur Wehrpflicht.
· Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
· Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
· Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
· Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
· Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.

Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wir wollen:

· Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
· Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
· Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.

Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung.

Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
Unterstützt die bundesweite Demonstration mit eigenen Aufrufen und Appellen.
Werbt und mobilisiert für eine große Aktion!

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Diese können auch nicht Teil unseres Bündnisses sein. Wir bitten auf Parteifahnen zu verzichten. Einverstanden sind wir mit Transparenten und Schildern (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.

Vorbereitungskreis: Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden
Dieses Bündnis ist entstanden aus der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ und einem Aktionsbündnis innerhalb der Friedensbewegung, an dem u.a. ICAN, DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi beteiligt sind. Wir wollen zwei bundesweite große Demonstrationen zeitgleich in Berlin und Stuttgart durchführen, die die verschiedenen Flügel der Friedensbewegung gemeinsam repräsentieren.

Gemeinsame Anfahrten nach Stuttgart:

Augsburg
Darmstadt
Frankfurt
Freiburg
Gießen
Heidelberg
Karlsruhe
Konstanz
Lörrach
München
Mannheim
Nürnberg
Offenburg
Schwäbisch Hall
Reutlingen
St.Ingbert
Villingen
Wetterau
Würzburg
Wiesbaden

Bildet Banden, organisiert gemeinsame Anfahrten, kommt zur Demo und steht auf für eine friedlichere Zukunft. Gerne veröffentlichen wir eure gemeinsame Anreise: mail an ba-wue@dfg-vk.de

DFG-VK Block

Wir wollen einen eigenen Block auf der Demo bilden. So können wir unsere Forderungen am besten in die Öffentlichkeit tragen. NEIN zur Hochrüstung, NEIN zur Militarisierung, NEIN zur Wehrpflicht, NEIN zum Krieg -. Für eine friedlichere Welt mit Chancen und Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Bringt DFG-VK Flaggen, Banner, Schilder. zieht eure Shirts, Pullis Regenjacken an. Der Pazifismus ist gefordert wie selten.

18 September, 2025

Stuttgart: Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Oktober 3 @ 13:00 – 17:00

Der Aufruf zur Demonstration am 3. Oktober 2025

Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels, würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft. Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut. Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:

· Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
· Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
· Nein zur Wehrpflicht.
· Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
· Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
· Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
· Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
· Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.

Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wir wollen:

· Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
· Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
· Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.

Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung.

Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
Unterstützt die bundesweite Demonstration mit eigenen Aufrufen und Appellen.
Werbt und mobilisiert für eine große Aktion!

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Diese können auch nicht Teil unseres Bündnisses sein. Wir bitten auf Parteifahnen zu verzichten. Einverstanden sind wir mit Transparenten und Schildern (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.

Vorbereitungskreis: Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden
Dieses Bündnis ist entstanden aus der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ und einem Aktionsbündnis innerhalb der Friedensbewegung, an dem u.a. ICAN, DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi beteiligt sind. Wir wollen zwei bundesweite große Demonstrationen zeitgleich in Berlin und Stuttgart durchführen, die die verschiedenen Flügel der Friedensbewegung gemeinsam repräsentieren.

Gemeinsame Anfahrten nach Stuttgart:

Augsburg
Darmstadt
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Gießen
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DFG-VK Block

Wir wollen einen eigenen Block auf der Demo bilden. So können wir unsere Forderungen am besten in die Öffentlichkeit tragen. NEIN zur Hochrüstung, NEIN zur Militarisierung, NEIN zur Wehrpflicht, NEIN zum Krieg -. Für eine friedlichere Welt mit Chancen und Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Bringt DFG-VK Flaggen, Banner, Schilder. zieht eure Shirts, Pullis Regenjacken an. Der Pazifismus ist gefordert wie selten.

Vorbereitungskreis: Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden.

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14 August, 2025

DFG-VK Baden-Württemberg unterstützt überregionale Demonstrationen am 3. Oktober in Stuttgart und Berlin

Der Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) unterstützt in diesem Jahr ausdrücklich die überregionalen Demonstrationen am 3. Oktober in Stuttgart und Berlin sowie den dazugehörigen Bündnisaufruf.

Diese Entscheidung war das Ergebnis eines transparenten und gemeinschaftlichen Prozesses – und das ist uns wichtig, denn: Im vergangenen Jahr gab es innerhalb der Mitgliedschaft und im Verband unterschiedliche Positionen zum damaligen Aufruf und zur Demonstration.

Vom Dissens zur gemeinsamen Linie

Im Gegensatz zu 2024 haben wir in diesem Jahr von Anfang an auf gemeinschaftliche Vorbereitung gesetzt.
Die verschiedenen Teile der Friedensbewegung haben frühzeitig zusammengearbeitet, um einen Aufruf zu formulieren und eine Demonstration zu organisieren, die breit getragen werden kann.

Auch wir als Landesverband Baden-Württemberg haben unsere Mitglieder aktiv beteiligt – so, wie es auf unserer Mitgliederversammlung im Juni gewünscht wurde.

Beteiligung unserer Mitglieder

Der Beteiligungsprozess sah wie folgt aus:

  • Thomas Schwörer aus dem Bundessprecher*innenkreis, der die DFG-VK im bundesweiten Orga-Kreis vertritt, informierte uns in einer eigens organisierten Zoom-Veranstaltung ausführlich über den Stand der Vorbereitungen.
  • Zu diesem Termin waren alle Mitglieder unseres Landesverbandes eingeladen.
  • Rund 25 Mitglieder nahmen teil und stimmten nach der Präsentation ohne Gegenstimme für die Unterstützung des Aufrufs und der Demonstrationen.

Damit gehört der Landesverband Baden-Württemberg in diesem Jahr zu den Erstunterzeichner*innen des Aufrufs.

Der Aufruf zur Demonstration am 3. Oktober 2025

Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!

Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels, würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft. Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut. Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.

Wir fordern von der Bundesregierung:

· Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
· Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
· Nein zur Wehrpflicht.
· Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
· Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
· Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
· Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
· Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.

Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wir wollen:

· Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
· Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
· Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.

Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung.

Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
Unterstützt die bundesweite Demonstration mit eigenen Aufrufen und Appellen.
Werbt und mobilisiert für eine große Aktion!

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Diese können auch nicht Teil unseres Bündnisses sein. Wir bitten auf Parteifahnen zu verzichten. Einverstanden sind wir mit Transparenten und Schildern (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.

Vorbereitungskreis: Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden
Dieses Bündnis ist entstanden aus der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ und einem Aktionsbündnis innerhalb der Friedensbewegung, an dem u.a. ICAN, DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, Ohne Rüstung Leben und pax christi beteiligt sind. Wir wollen zwei bundesweite große Demonstrationen zeitgleich in Berlin und Stuttgart durchführen, die die verschiedenen Flügel der Friedensbewegung gemeinsam repräsentieren.

Warum wir dabei sind

Die politischen Entwicklungen machen es notwendig, dass wir am 3. Oktober ein kraftvolles Zeichen setzen:

  • Hochrüstung auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts
  • Militarisierung in Schulen, Ferienlagern und durch militärisches Heldengedenken wie den „Veteranentag“
  • neuer Wehrdienst
  • Angriffe auf die freie Wissenschaft durch Abschaffung der Zivilklausel
  • Rüstungsfreundliche Wirtschaftspolitik
  • Die Erosion des Völkerrechts
  • und die massive Eskalation weltweiter Konflikte

Wir sagen dazu klar:

Wir sind gegen alle Kriege. Wir sind gegen Militarisierung. Wir sind friedlich – und wir wollen nicht kriegstüchtig werden.
Wir wollen mit der Hoffnung auf Frieden leben, nicht mit der Angst vor Krieg.

Gemeinsam nach Stuttgart: Jetzt mobilisieren

Liebe Mitglieder in Baden-Württemberg: Tragt den Aufruf in Eure Betriebe, Vereine, Gemeinden und Freundeskreise. Sprecht Eure Netzwerke an, organisiert Mitfahrgelegenheiten und bringt Kolleginnen, Freundinnen und Nachbar*innen mit.

Wir als Landesverband gehen voran: Der DFG-VK-Bus und das aufblasbare, zerbrochene Gewehr sind bestellt und am 3. Oktober in Stuttgart dabei. Vor Ort wollen wir einen großen, schlagkräftigen DFG-VK-Block bilden, der unsere Forderungen unübersehbar und unüberhörbar kommuniziert.
Kommt zahlreich, bringt Schilder und Fahnen mit – für Abrüstung, für Frieden, für eine Zukunft ohne Krieg. Wir sehen uns um 13:00 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

20 Mai, 2025

Klare Haltung für den Frieden – und gegen Menschenfeindlichkeit: der Stuttgarter Konsens

Als DFG-VK Baden-Württemberg ist es uns ein zentrales Anliegen, nicht nur für den Frieden einzutreten, sondern auch deutlich zu machen, mit wem wir das tun – und mit wem nicht. In letzter Zeit häufen sich Fälle, in denen rechte Gruppen, AfD-nahe Kreise, Verschwörungsideolog*innen und andere mit schlechten Absichten unsere Symbole, unsere Sprache und unsere Forderungen vereinnahmen – in Wahrheit aber nichts mit unserem Pazifismus, unseren Werten und unserer politischen Haltung zu tun haben.

Diese Akteure nutzen den Ruf nach Frieden, um menschenfeindliche, unsoziale und oft hasserfüllte Botschaften zu verbreiten. Sie instrumentalisieren die Friedensbewegung, um ihre eigenen, demokratiefeindlichen Ziele zu verfolgen. Das lehnen wir entschieden ab.

Wir als konsequente Pazifist*innen wissen: Gewalt – ob militärisch, strukturell oder verbal – kann niemals ein Mittel zur Lösung von Konflikten sein. Wer zu Spaltung, Hetze oder Ausgrenzung beiträgt, hat in unserer Bewegung keinen Platz. Auch die Sprache und Rhetorik dieser Gruppen widersprechen allem, wofür wir als gewaltfreie Bewegung stehen.

Im Winter 2023 ist in Stuttgart – nach intensiven und solidarischen Diskussionen verschiedener Gruppen – das Stuttgarter Konsens-Papier entstanden. Es ist eine klare und notwendige Grundlage für unsere weitere Arbeit. Gerade mit Blick auf unsere Landesmitgliederversammlung im Juni, bei der wir über künftige Bündnisse diskutieren werden, ist es uns wichtig, diese gemeinsame Position noch einmal sichtbar zu machen.

Deshalb dokumentieren wir das Stuttgarter Konsens-Papier im Folgenden erneut in voller Länge – als Ausdruck unserer Haltung, unserer Abgrenzung und unserer Einladung an alle, die dieselben friedenspolitischen Werte teilen.

Wenn auch ihr Euch diesen Werten verpflichtet fühlt, könnt ihr das „Stuttgarter Konsens-Papier“
unterzeichnen. Sendet eine Mail an kontakt@stuttgarter-friedenskonsens.org und ihr werdet auf der
Seite https://www.stuttgarter-friedenskonsens.org/ veröffentlicht.

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