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Flaggentag

30 Juni, 2026

Weinheim: Kinoabend „ The Bomb“am Flaggentag der Organsiation Bürgermeister für den Frieden

Juli 8 @ 17:30 – 20:00

Kinoabend am Flaggentag der Organisation „Bürgermeister für den Frieden“

Internationale Organisation „Bürgermeister für den Frieden“

Weinheim ist seit 2009 dank des Engagements von Oberbürgermeister a. D. Heiner Bernhard in der internationalen Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ vertreten. Oberbürgermeister Manuel Just führt diese Tradition weiter: Seit seiner Amtszeit gehört Weinheim zu den sogenannten „Flaggenstädten“.

Der 8. Juli wurde bewusst als internationaler Flaggentag der Organisation „Mayors for Peace“ gewählt. An diesem Tag veröffentlichte der Internationale Gerichtshof im Auftrag der UN-Generalversammlung ein Rechtsgutachten, das feststellt, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrig sind.

Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ appellieren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Hintergrund ist die Verantwortung der Kommunen für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Jedes Jahr am 8. Juli treffen sich Stadtgesellschaft und Gemeinderat am Kleinen Schlossplatz bei der gehissten Flagge, um ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen.

Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag

Vor fünf Jahren trat der Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar 2021 in Kraft. Seitdem sind Atomwaffen völkerrechtlich verboten.

Aus diesem Anlass zeigen wir den Dokumentarfilm „The Bomb“, der die Zuschauerinnen und Zuschauer mitten in die Geschichte des Atomzeitalters versetzt.

Filmvorstellung: „The Bomb“ (USA 2016)

Regie: Kevin Ford, Smriti Keshari, Eric Schlosser
Laufzeit: 61 Minuten
Sprache: Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Eric Schlosser, Autor des Bestsellers Fast Food Nation, führte gemeinsam Regie bei The Bomb, einer außergewöhnlichen Dokumentation über Atomwaffen, die 2017 auf der Berlinale Premiere feierte.

Der Film setzt sich vollständig aus Archivmaterial zusammen und wird von Live-Musik der Electro-Rock-Gruppe The Acid begleitet. Ziel ist es nicht nur, über die Geschichte der Atomwaffen zu informieren, sondern auch die Frage aufzuwerfen, ob wir heute tatsächlich sicherer leben als auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.

Die Bilder und Geschichten werden nicht linear erzählt, sondern entfalten eine eindringliche und atmosphärische Wirkung. Zu Beginn zwitschern Vögel, während draußen die Welt scheinbar ihren gewohnten Lauf nimmt – bis sich die Bilder der atomaren Bedrohung immer weiter verdichten.

Quelle der Filmkritik: Jordan Mintzer, The Hollywood Reporter, 11.02.2017.

Veranstaltungsdaten

Datum: 8. Juli 2026
Ort: Modernes Theater Weinheim, Hauptstraße 61, 69469 Weinheim
Einlass: 17:30 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr
Eintritt: Frei

Veranstalter:

  • Naturfreunde Weinheim e. V.
  • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK)
  • Internationale Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)

Gemeinsam für eine Welt ohne Atomwaffen – für Frieden, Abrüstung und Menschlichkeit.

DFG-VK Ortsgruppe Weinheim

Modernes Theater Weinheim

Hauptstraße 61
weinheim,
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2 August, 2022

Flaggentag der „Mayors for Peace“ – Stuttgart zeigt wieder Flagge für Frieden und gegen Atomwaffen

Im Beisein der Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, wurde anlässlich des Flaggentags der „Mayor for Peace“ am 8. Juli die Flagge der Organisation entrollt. Sie soll darauf hinweisen, dass Atomwaffen gegen das Völkerrecht verstoßen und der Internationale Gerichtshof in Den Haag deren Abschaffung fordert. Foto: Leif Piechowski, Rechte LHS.


Die Flagge des weltweiten Bündnisses der „Mayors for Peace“ wurde zum Flaggentag am 8. Juli wieder vom Stuttgarter Rathausbalkon entrollt. Mehr als 500 Städte in Deutschland zeigen mit der Aktion in diesem Jahr ihre Solidarität mit der Ukraine und setzen sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen ein.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, sagte zur Entrollung der ‚Mayors for Peace‘‐Flagge vom Balkon des Stuttgarter Rathauses: „Mehr als 12.700 Atomwaffen bedrohen die Menschheit. Ihr Einsatz würde eine humanitäre Katastrophe bedeuten und alles menschliche Leben auslöschen. Deshalb unterstützen die ‚Mayors for Peace‘ den Atomwaffenverbotsvertrag und setzen sich für den Beitritt weiterer Staaten zu dem Vertragswerk ein. Er ist der Weg zu Global Zero – einer Welt ohne Atomwaffen. In diesem Jahr ist das Entrollen der Flagge auch Ausdruck unserer Solidarität mit der Ukraine. Ich bin froh, dass wir auch dieses Jahr den Flaggentag wieder gemeinsam mit Stuttgarter Friedensgruppen begehen. Es ist uns wichtig, dieses öffentliche Zeichen gemeinsam zu setzen.“

Cornelia Bergmann vom Friedenstreff Stuttgart‐Nord sagte: „Echte Sicherheit kann nicht entstehen durch die Androhung gegenseitiger Vernichtung, sondern durch ein System der Kooperation und der Berücksichtigung berechtigter Sicherheitsinteressen aller Beteiligten.“

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar dieses Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Die atomare Bedrohung ist so präsent wie lange nicht mehr. Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrags statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Deutschland hat an der UNO‐Konferenz als Beobachter teilgenommen. Die „Mayors for Peace“ waren mit zahlreichen Delegierten ebenfalls vertreten. Hibakusha – Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen verursachte.

Am Flaggentag erinnern die „Mayors for Peace“ an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen“.

Über die „Mayors for Peace“

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.170 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Rund 500 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.

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