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DFG-VK

4 Dezember, 2025

Neuer Webauftritt der DFG-VK Regionalgruppe Mittelbaden

Die Regionalgruppe Mittelbaden hat jetzt eine eigene Website – ganz frisch online und direkt aus Offenburg:

http://mittelbaden.dfg-vk.de/

Dort findet ihr künftig aktuelle Termine, Kontaktmöglichkeiten, Einblicke in die neuesten Entwicklungen der regionalen Friedensarbeit und natürlich auch Beiträge der Gruppe selbst.

Wer eigene Termine, kurze Berichte oder friedenspolitische Beiträge aus der Region beisteuern möchte, kann sie einfach an die Gruppe schicken:

mittelbaden@dfg-vk.de

Wenn’s passt und gefällt, werden die Beiträge dort gerne veröffentlicht. 🙂

Und falls eure Regionalgruppe ebenfalls friedenspolitische Inhalte hat, und diese auf einer Website veröffentlichen will, die es aber noch nicht gibt? Dann wendet euch gern an Jonas (ba-wue@dfg-vk.de), unseren Geschäftsführer. Er unterstützt euch gerne auf dem Weg dorthin – ganz unkompliziert.

Außerdem und ausschließlich für Kriegsdienstverweigerungs-Anfragen hat die Gruppe folgende email eingerichtet: kdv-mittelbaden@dfg-vk.de

4 Dezember, 2025

Verweigert! Der 2. Kongress gegen den neuen Wehrdienst – und für die Verweigerung aller Kriegsdienste. Am 11. und 12. April 2026 im Stadtteilzentrum Vorderer Westen in Kassel.

Die von der Bundesregierung nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 ausgerufene militärische „Zeitenwende“ hat zu einer massiven Aufrüstung der Bundeswehr geführt. Neben neuer Ausrüstung soll es auch neues Personal geben, um die neuen Waffen zu bedienen: Von aktuell rund 180.000 soll die deutsche Armee in den nächsten Jahren auf über 260.000 Soldat*innen wachsen. Damit soll Deutschland „kriegstüchtig“ gemacht werden.

Um genug junge Menschen für den Armeedienst zu bekommen, will die Bundesregierung noch 2025 die Reaktivierung der – lediglich ausgesetzten – Wehrpflicht beschließen: Ab Anfang 2026 sollen alle jungen Menschen Werbebriefe der Armee erhalten (und junge Männer gezwungen werden einen Fragebogen auszufüllen). Auch soll wieder eine Wehrerfassung und Wehrüberwachung stattfinden. Ab 2027 sind dann auch wieder Zwangsmusterungen geplant. Informationen darüber, wie man den Dienst in der Armee – auch vorab schon – verweigern kann, gibt es auf www.verweigern.info

Junge Menschen lehnen den Dienst an der Waffe mehrheitlich ab. Die Zahl der KDV-Anträge steigt ebenso wie die Anfragen an Beratungsstellen rasant: Kriegsdienstverweigerung ist (leider) wieder Thema!

Weitere Infos hier.

April 11, 2026 – April 12, 2026

DFG-VK

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3 Dezember, 2025

Konstanz: offenes Treffen der Friedeninitiative Konstanz I Vortrag zum Thema Wehrpflicht

Dezember 4 @ 19:00 – 21:00

Ja zu Frieden und Abrüstung. Nein zu Kriegspolitik und Militarisierung: öffentliche Sitzung der Konstanzer Friedens-Initiative (jeweils am 1. Donnerstag des Monats)
Donnerstag, 4. Dez. 2025, 19:00
Ort: Café Mondial

Hauptbeitrag dieses Mal:  
„Wehrpflicht, Musterung, Kriegsdienstverweigerung, Ersatzdienst“

·       Was erwartet junge Männer ab Geburtsdatum 1.Januar 2008 aufwärts?

·       Was sind die Bestimmungen und Folgen ?

·       Welche Auswege gibt es?

Claus Kittsteiner /Historiker / Friedensregion Bodensee aus Überlingen) berichtet.

Anschließend Fragen und offene Diskussion. 

Aktuelles:

  • Kurze Einschätzung der aktuellen Entwicklung im Krieg Russlands in der Ukraine infolge der Initiative der USA „als Friedensvermittler“

Wir haben erfahren, dass in vielen Städten bereits am 5.12. Schulstreiks geplant sind: https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/

Friedensinitiative Konstanz

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3 Dezember, 2025

Stuttgart Fellbach: Säbelrasseln beim Adventskonzert stoppen

Dezember 16 @ 18:00 – 20:00

Hallo liebe Antimilitarist*innen und Friedensfreund*innen,

Alle Jahre wieder: Säbelrasseln beim Adventskonzert stoppen!

Wir haben am Dienstag, den 16.12.2025 ab 18:00 Uhr einen Stand bei der „Garnisonskirche“ Lutherkirche in Fellbach angemeldet.Gegen 18:30 Uhr findet eine kleine Kundgebung statt (Beginn des Militärspektakels 19:30 Uhr). 

Das Heeresmusikkorps der Bundeswehr aus Ulm wird in Fellbach zur Adventszeit in der Fellbacher Lutherkirche wieder aufspielen. Mit Posaunen und Trompeten soll der friedlichen Weihnachtszeit ein guter Schuss Flecktarn verpasst und die Botschaft ausgesendet werden, dass die Bundeswehr eine tolle Truppe sei. Mit Steuergeldern in Millionenhöhe musizieren die Kameraden mit Flöte in Uniform dann so manche fromme Botschaft. Die Bundeswehr mit ihren Blasmusikern ist mit über 2.000 Konzerten im Jahr die größte Arbeitgeberin für Orchestermusiker – so mancher zivile Chor würde sich über wenige hundert Euro staatliche Zuwendung freuen. Vor der Fassade von Kultur und friedlicher Weihnachtsstimmung will auch in Fellbach die Bundeswehr dieses Jahr wieder profitieren. Was soll schon schlimm daran sein, steuerfinanziert in Uniform ein paar Lieder in der Öffentlichkeit zu trällern und den friedlichen Advent zu besingen?  So soll uns musikalisch, ein weiterer Ausbau der Bundeswehr und soziale Kürzungen schmackhaft gemacht werden. 

Setzen wir ein Zeichen gegen das Militärspektakel. Wir würden uns freuen, wenn ihr zu unserer Aktion kommen würdet und die Einladung an Interesiete weiterleitet.

Für eine offene solidarische Welt ohne Militär und Kriege.

Mit friedlichen Grüßen

Thomas

DFG-VK Stuttgart

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20 November, 2025

Rüstungsexporte nach Israel stoppen, statt Beschränkung aufheben!

Pressemitteilung von Aktion Aufschrei: Israels Armee bricht wiederholt Waffenruhe im Gazastreifen und greift UN-Mission im Libanon an.

Das Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert massiv, dass die Bundesregierung die Beschränkung für Exporte von Rüstungsgütern, die Israel im Gazastreifen einsetzen könnten, zum 24.11.2025 aufheben will. Grund sei vor allem der vermeintlich funktionierende Waffenstillstand, der seit dem 10. Oktober offiziell in Kraft ist. Israel verstößt jedoch nicht nur wiederholt gegen diesen, sondern auch gegen den Waffenstillstand im Libanon. Zudem hat die israelische Armee erneut die UN-Mission im Libanon angegriffen.

„Dass die Bundesregierung die Beschränkungen für Rüstungsexporte nach Israel jetzt aufheben will, statt diese auszuweiten, ist kaum zu ertragen. Israels Armee soll seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen am 10. Oktober 2025 rund 400 mal gegen diesen verstoßen und über 250 Menschen getötet haben. Allein bei den Luftschlägen in der Nacht auf den 28. Oktober kamen 100 Menschen ums Leben. Die am 8. August erlassenen Restriktionen gegen Rüstungsexporte nach Israel, die im Gazastreifen zum Einsatz kommen könnten, haben folglich nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Und angesichts der anhaltenden Verstöße der israelischen Armee auch gegen den Waffenstillstand im Libanon sowie der wiederholten Angriffe auf UN-Soldaten im Libanon, muss die Bundesregierung die Rüstungsexporte nach Israel endlich stoppen!“, so Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundessprecher der DFG-VK. Er führt aus: „Laut UN wurden mindestens 100 Zivilist:innen im Libanon durch Israels Armee getötet seit Inkrafttreten des Waffenstillstand am 27. November 2024. Zudem greift die israelische Armee immer wieder Soldaten der UNIFIL-Mission im Libanon an, zuletzt am 16. November mit Merkava-Panzern. Das ist keine Selbstverteidigung, sondern klarerer Bruch des Völkerrechts!“

„Laut Informationen des Deutschlandfunks soll die Augsburger Firma Renk auf die Ausfuhrgenehmigung von weiteren 60 Getrieben für eben diese Merkava-Panzer Israels warten und die Bundesregierung über deren Exportgenehmigung in den kommenden Tagen entscheiden. Wir appellieren an die Bundesregierung diese so wesentlichen Komponenten für die israelischen Panzer keinesfalls zu genehmigen!“, sagt Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Mitglied der AGDF. „Auch, wenn die Getriebe offiziell nur als ´sonstige Rüstungsgüter´ gelten, kommt die Kriegswaffe Kampfpanzer ohne diese schlicht nicht aus. Wenn mit diesen Panzern im Gazastreifen gekämpft wird und im Libanon nachweislich UNIFIL-Soldaten beschossen werden, dann darf die Bundesregierung keine Getriebe für diese genehmigen. Und wenn die Bundesregierung es ernst meint mit ihrem Einsatz für den Frieden im Gazastreifen und mit der Einhaltung des Völkerrechts, dann muss sie die Rüstungsexporte nach Israel stoppen und auf die israelische Regierung einwirken, sowohl den Waffenstillstand im Gazastreifen als auch im Libanon einzuhalten sowie das UN-Mandat der UNIFIL-Truppen im Libanon zu achten, statt auf diese zu schießen!“, so Petracca weiter und fügt hinzu: „Zur Erinnerung: Auch die Bundeswehr ist an dem UNIFIL-Einsatz beteiligt und sind deutsche Soldaten auch im Hauptquartier in Naqoura stationiert.“

Kontakt für die Medien: 

Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Bundessprecher der DFG-VK, M: 0170-6113759, graesslin@dfg-vk.de  

Vincenzo Petracca, Sprecher der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Mitglied der AGDF, Vincenzo.Petracca@kbz.ekiba.de 

30 Oktober, 2025

Russen, die den Krieg verweigern

„Wir lassen uns nicht zum Töten zwingen“ war das Thema eines Vortrags zweier Kriegsgegner aus Russland im Gemeindesaal der Evangelischen Stadtkirche Offenburg, zu dem die Deutsche Friedensgesellschaft – Gruppe Mittelbaden zusammen mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau eingeladen hatte. In den meisten westlichen Ländern ist es möglich, den Militärdienst zu verweigern. Wie ist es aber in Russland, einem Land, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt? Kämpft dort eine Berufsarmee, für die sich die Frage der Verweigerung nicht stellt? Ganz gewiss nicht, meint Sascha Belik, lange Zeit Geschäftsführer der Bewegung für Kriegsdienstverweigerung in Russland. Er ist Jurist, floh zunächst nach Estland und lebt seit einem Jahr in Polen. Auf zahlreichen Statistiken über die Zahl der Ersatzdienstleistenden in Russland – ansteigend seit dem Krieg von etwa 1.500 in 2023 auf 2.700 Personen im 1. Quartal 2025 – wird klar, dass es durchaus Militärverweigerer in Russland gibt; interessant auch die Zahl der Deserteure, Fahnenflüchtigen oder Befehlsverweigerer: 25.000 seit Kriegsbeginn, aktuell etwa 1.000 pro Monat.

Was bedeuten diese Zahlen? Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung vor der Einberufung ist in Russland seit Jahren gesetzlich verankert, aber es wird darüber nicht aufgeklärt. Wer zum ersten Mal mit den Militärbehörden zu tun hat, dem werden falsche Informationen gegeben – entweder, dass es gar nicht möglich sei, dem Militärdienst zu entgehen oder dass Anträge auf Zivildienst gar keine Chancen hätten usw. Die Bewegung für Kriegsdienstverweigerung in Russland klärt die jungen Männer über ihre Rechte auf – über die Webseite, über einen Telegram-Kanal und telefonisch. Allein über den Telegram-Kanal gebe es 500 Anfragen pro Monat.

2.700 Zivildienstleistende, fast doppelt so viele wie 2023, klingt viel, so Belik. Aber jährlich werden 300.000 Männer zum Wehrdienst einberufen. Auf der anderen Seite bedeutet die sinkende Anerkennungsquote, dass 14.000 Menschen einen Antrag auf Zivildienst gestellt haben, von denen aber nur 20 % durchgekommen sind.

Wehrdienstentziehung wird in Russland mit Geldstrafen bestraft und nur zu einem winzigen Teil mit einer Gefängnisstrafe. Wer verurteilt wird, ist ein Jahr vom Wehrdienst befreit – ein Jahr Zeit, um zu überlegen, welche weiteren Schritte zur Vermeidung des Militärdienstes es gibt. Es gibt auch – nur inoffiziell – die Variante des Freikaufes: je nach Region können 6.000 oder 10.000 Euro dafür ausreichen. Am dramatischsten ist zweifelsohne die Fahnenflucht. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern ist es in Russland nicht möglich, als Soldat den Kriegsdienst zu verweigern.

Viele Männer, seien es Wehrdienstentzieher oder Deserteure, versuchen das Land zu verlassen – über Armenien, Georgien, die Türkei. Manche kommen dann in EU-Staaten und die müssen sich dann zu ihnen verhalten.

Damit begann der Part des zweiten Referenten, Artem Klyga, auch er Jurist und bekannter Berater aus Moskau. Als ihm selbst die Einberufung drohte, floh er nach Usbekistan und kam schließlich nach Deutschland. Hier hat er einen subsidiären Schutzstatus erhalten, aber nicht politisches Asyl.

Die EU-Staaten haben zu Beginn des Krieges vollmundig erklärt, dass sie jene Russen, die sich weigern, am Angriffskrieg ihres Landes gegen die Ukraine mitzuwirken, natürlich unterstützen werden. Die Realität sieht nach der Erfahrung Klygas anders aus. Während er Frankreich lobt, Deutschland in der Zeit der Ampel-Regierung mit Einschränkungen, berichtet er von Finnland oder Litauen, die russische Männer wieder abschieben, weil sie als Gefährder der nationalen Sicherheit gesehen werden. In den Ländern mit einer direkten Grenze zu Russland sitze die Angst vor Russen so tief, dass sie auch vor jenen, die sich mit ihrem Handeln gegen den Krieg stellen, nicht Halt macht.

Ein Lichtblick ist für Artem Klyga, dass die wahren Informationen über die Gefährdung der Deserteure in Russland in den Berichten des Europarats inzwischen auftauchen. Das wiederum ist wichtig, um in Gerichtsverfahren in Deutschland auf solche offiziellen Dokumente hinweisen zu können. Denn das für Asylfragen zuständige Bundesamt für Migration und Flucht (BAMF) argumentiere immer wieder mit der falschen Propaganda aus Russland, dass Wehrpflichtige nicht in Gefahr stünden, an die Front geschickt zu werden. Erfreulicherweise haben Gerichte in Berlin und Wiesbaden inzwischen einigen Wehrdienstentziehern einen subsidiären Schutzstatus gewährt.

Und wie können wir Klygas und Sascha Beliks Arbeit unterstützen? Belik verweist auf die Webseite stoparmy.org/en und die Möglichkeiten, für die Arbeit zu spenden. Denn die Bewegung ist in Russland offiziell nicht registriert, aber als „ausländischer Agent“ klassifiziert.

Am Ende einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum rufen die Referenten dazu auf, die Informationen darüber zu verbreiten und den Bundestagsabgeordneten mitzuteilen, damit diese sich an die früheren Versprechen zur Unterstützung von russischen Kriegs- gegnern wieder erinnern.

Stephan Brües/Ernst Rattinger

mittelbaden@dfg-vk.de 

27 Oktober, 2025

Freiburg: Friedenslogik verstehen – Impulse für die Friedenspädagogik

Oktober 28 @ 18:00 – 20:00

Vortrag und Gespräch mit Prof. i.R. Dr. Hanne-Margret Birckenbach 
Reihe Friedenspolitische Hochschulgespräche

Ist Frieden OUT? Die friedenslogische Frage ist: Wie wird Frieden IN? Frieden hat man nicht – Frieden muss man machen! Das ist eine Kernbotschaft des vielschichtigen Schlüsselbegriffs Frieden. Er ermöglicht es, die Hoffnung auf die Utopie eines friedlichen Zusammenlebens mit Handlungsmöglichkeiten in einer Wirklichkeit zu verbinden, die wir Unfrieden nennen: Sie ist von Gewalt und eskalationsträchtigen Konflikten geprägt und enthält zugleich Potentiale mehr Frieden zu bewirken. Die Entwicklung dieser Potentiale steht im Vordergrund friedenslogischen Denkens und Handelns.

Viele Initiativen haben der provozierenden Aussage widersprochen, Deutschland müsse kriegstüchtig werden. Sie fordern im Gegenzug im Einklang mit dem Grundgesetz und der Charta der Vereinten Nationen jetzt Friedenstüchtigkeit. Damit geben sie für den politischen Diskurs den Impuls, darüber ins Gespräch zu kommen, was es für ein Land, eine Stadt und die Bürger*innen heute bedeuten könnte, friedenstüchtig zu werden.

Vor dem Hintergrund theoretischer und empirischer Befunde der Friedens- und Konfliktforschung wird der Vortrag auf drei Fragen eingehen:

  • Was ist mit Frieden gemeint, wenn von Friedenstüchtigkeit gesprochen wird?
  • Was wissen wir darüber, welche Handlungsprinzipien geeignet sind, Frieden zu bewirken?
  • Welche Kompetenzen, Ermutigungen, Fähigkeiten sowie Lernorte- und Arrangements werden benötigt, um Frieden bewirken zu können?

Zur Person

Prof. i.R. Dr. Hanne-Margret Birckenbach ist Sozialwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung und ausgebildete Mediatorin. Ihre Dissertation an der FU Berlinbefasste sich mit der politischen Psychologie der Wehrdienstbereitschaft von Jugendlichen. Sie arbeitete am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg, an den Universitäten Kiel und Bremen und war bis 2012 Professorin für Europastudien und Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Gießen. Dort waren ihre Schwerpunkte Präventive Diplomatie in den baltischen Staaten und in den EU-Russlandbeziehungen. 2013 gründete sie zusammen mit Nachbar:innen eine „Schule ohne Grenzen“ für Geflüchtete. 2023 wurde ihr der Göttingen Friedenspreis verliehen. 2023 erschien ihr Buch „Friedenslogik verstehen. Frieden hat man nicht, Frieden muss man machen“.

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23 Oktober, 2025

Bundeswehr lass‘ die jungen Leute in Frieden: Nein zum Werben fürs Töten und Sterben beim Karrieretag in Karlsruhe

Am 22. Oktober fand in Karlsruhe der Karrieretag in der Schwarzwaldhalle statt. Zwischen Firmen, Hochschulen und Jobangeboten – mittendrin: die Bundeswehr. Werbung fürs Sterben, getarnt als Karrierechance.

Das konnten wir nicht unkommentiert lassen. Vor der Halle standen Antimilitaristinnen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigung der Kriegsdienstgegnerinnen, Menschen vom Friedensbündnis Karlsruhe, vom Offenen Antifaschistischen Treffen, vom Offenen Feministischen Treffen und von der Linksjugend [’solid].

Gemeinsam informierten wir über Militarisierung, über Kriegsdienstverweigerung und über Alternativen zu Aufrüstung und Krieg.

Viele junge Menschen kamen zu uns,nahmen Flyer und Sticker mit und sagten klar: Kein Bock auf Bundeswehr.

Sie wollen Frieden, keine Waffen, keinen Zwang, kein Töten. Drinnen auf der Messe zeigten Aktivist*innen direkt am Stand der Bundeswehr Haltung – und bekamen sofort die Polizei zu spüren. Personalienkontrolle. Rauswurf.

Doch draußen ging’s weiter:

Wir informierten weiter, diskutierten weiter, und machten deutlich:

Die Bundeswehr hat auf Bildungsmessen nichts verloren. Kein Werben fürs Töten und Sterben – sondern Perspektiven für Frieden und Zukunft. ✌️

22 Oktober, 2025

Freiburger Friedenswoche 2025: Stephanie Doetzer – Kriegsgeschichten

November 20 Ganztägig

Auch in diesem Jahr lädt das Freiburger Friedensforum zu spannenden Veranstaltungen im Rahmen

der Friedenswoche ein. Drei Abende, drei Perspektiven – für kritisches Denken, Austausch und neue

Impulse. Weitere Infos beim Freiburger Friedensforum: fff|ät|fffr.de

20.11.2025 Stephanie Doetzer – Kriegsgeschichten

Wie Nachrichten entstehen und mit klarem Blick gelesen werden können Stephanie Doetzer,

ausgezeichnete Journalistin (u.a. „CNN Journalist of the Year“), berichtet aus ihrer Erfahrung bei SWR,

DLF, FAS und AlJazeera – und warum sie dem Journalismus den Rücken kehrte.

Freiburger Friedensforum

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22 Oktober, 2025

Freiburg: „Zeitenwende: Frieden mit Mensch und Natur“ – Vortrag von Michael Müller

Oktober 23 @ 19:30 – 21:00

 „Zeitenwende: Frieden mit Mensch und Natur“,

Vortrag von Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde (Foto, MdB/Staatsekretär a.D.),

Veranstaltung von NaturFreunde Ortsgruppe Freiburg (Bündnispartner)

19:30 Uhr, Cafeteria der AWO Seniorenanlage am Tennenbacher Platz, Tennenbacher Str. 38, FR

Naturfreunde Freiburg

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