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DFG-VK Ludwigsburg

23 März, 2026

Besigheim: Warum Krieg statt Frieden – Filmvorführung

April 29 @ 20:00 – 22:00

Am 29.04. findet um 20 Uhr (ebenfalls im Wartesaal Besigheim) ein Attac-Filmabend zum Thema „Warum Krieg statt Frieden?“ statt.
Ausgehend von eindringlichen Bildern aus Kriegsgebieten und der Frage „Ein Krieg beginnt nicht mit dem ersten Schuss – wo beginnt er wirklich?“ führt der Film durch die verborgene Architektur moderner Konflikte. Internationale Stimmen beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf Ursachen, Eskalationslogiken und verpasste Chancen der Diplomatie. Der Film macht die Ökonomie des Krieges greifbar und fragt, wer von der Dauereskalation profitiert. Das Ergebnis ist ein investigatives Mosaik, das nicht vorgibt, die eine Wahrheit zu besitzen, sondern Widersprüche offenlegt, Narrative konfrontiert und den Raum für Friedenspolitik zurückerobert. 

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23 März, 2026

Besigheim: UNO und Völkerrecht vor dem Ende? – Vortrag von Andreas Zumach

April 9 @ 19:30 – 21:00

DFG-VK Mitglied und Journalist und Völkerrechtsexperte Andreas Zumach nimmt die Zuhörenden mit auf seiner Betrachtung der internationalen Ordnung, der Institutionen, die sich um sie sorgen und der Bedrohung die sie durch Autoritarismus und Recht des Stärkeren ausgesetzt sind.

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13 März, 2026

Zwischen Repression und Bombardement

Am Internationalen Frauentag 2026 hielt Martha Albinger in Ludwigsburg eine bewegende Rede über die Situation von Frauen im Iran. Darin beschreibt sie eindrücklich, in welcher schwierigen Lage sich viele Frauen dort befinden – zwischen der Gewalt eines autoritären Regimes und den Gefahren von Krieg und Bombardement.

Wir danken Martha herzlich dafür, dass sie uns ihre Rede zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Sie verbindet darin den Internationalen Frauentag – für viele ein feministischer Kampftag – mit der aktuellen Situation im Iran und zeigt, wie eng Fragen von Frieden, Freiheit, Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit miteinander verbunden sind.

Gerade in Zeiten von Krieg und zunehmender Militarisierung erinnert ihre Rede daran, dass Kämpfe für Frieden, Gleichheit und Selbstbestimmung nicht voneinander getrennt werden können.

Vielen Dank, Martha, für diese berührende Rede.

Frauen im Iran –  zwischen Repression und Bombardement

Rede am internationalen Frauentag 2026 von Martha Albinger gehalten am 07.03.26

Liebe TeilnehmerInnen an der Kundgebung zum internationalen Frauentag,

mein Name ist Martha Albinger, ich vertrete hier die DFG-VK Gruppe Ludwigsburg. Einige meiner FreundInnen sind aus dem Iran, ich war 1994 selber im Iran, spreche Persisch und habe von daher eine enge Verbindung zu diesem Land.

Durch meine langjährige Arbeit in der Flüchtlingshilfe war ich mit den Opfern vieler Kriege v.a. auch Frauen konfrontiert. Z.B. dem Bürgerkrieg im Libanon, Jugoslawienkrieg und v.a. dem 8-jährigen Iran-Irak-Krieg, der 1980 von Saddam Hussein, begonnen und später von der US-Regierung Ronald Reagan stark unterstützt wurde und dadurch 8 Jahre dauerte und unsäglich viele Todesopfer, Verletzte und traumatisierte Menschen zur Folge hatte. Saddam Hussein wurde vom Westen als Bollwerk gegen das Mullahregime aufgerüstet, bis er den USA nicht mehr nützlich war und 2003 selber gestürzt wurde. 

Und nun herrscht wieder Krieg im Iran. Im Gegensatz zum Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, wird beim Angriffskrieg Israels und der USA zumindest in der Politik und in den Medien nicht von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gesprochen. 

In der Präambel der DFG-VK steht: 

„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.«
(Grundsatzerklärung der War Resisters‘ International)

In diesem Sinne, möchte ich auf diesen Krieg und die Folgen für Frauen im Iran blicken.

So sehr ich meine iranischen Freundinnen verstehe, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass das Regime gestürzt würde, sosehr bin ich in Sorge, dass das Ganze schlimm endet. Auch der Ausspruch, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende überzeugen mich nicht, denn Verbrechen durch Verbrechen zu beenden führt zu nichts Gutem. Genauso wenig wie die Strategie „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Diese Einstellungen haben zu viel Unheil geführt, was man auch an der iranischen Revolution gesehen hat.

Die linken Gruppierungen haben sich mit den Klerikalen zusammengetan, was der Revolution zum Erfolg geholfen hat. Aber wie es häufig ist, „frisst die Revolution ihre Kinder“ und der Iran wurde von den Mullahs beherrscht, die Linken und Frauenkämpferinnen wurden in Gefängnisse gesteckt, gefoltert und teilweise hingerichtet.  Der Krieg hat Khomeinis Macht gefestigt.

Nachdem, was die israelische Regierung in Gaza und überhaupt gegen die palästinensische Bevölkerung verbrochen hat und was wir von Trump wissen, ist es für mich befremdlich, dass ExiliranerInnen israelische und US-amerikanische Flaggen schwenken.

Es ist verständlich, dass die Frauen im Iran, die eine hohe Schul- und Hochschulbildung haben, an den Universitäten sind 59 % Frauen, dann allerdings beruflich schlechter Fuß fassen als die Männer – v.a. auf den höheren Ebenen und in der Regierung sind sie noch stark unterrepräsentiert – und vielen Einschränkungen ihrer Freiheit unterworfen sind, dieses Regime nicht mehr ertragen.

Es ist ein großes Unrecht, dass Frauen vorgeschrieben wird, wie sie sich zu kleiden haben und dass sie ihr Haar bedecken sollen und sei es auch nur durch einen leichten Schal. Es besteht immer die Gefahr von Kontrollen, die wie im Fall von Jina Mahsa Amini sogar tödlich enden können.

Nach wie vor ist die Scheidung für Frauen im Iran schwieriger als für Männer, das Sorgerecht für die Kinder ist zugunsten der Väter geregelt. Bei einer Eheschließung muss der Vater oder ein Bevollmächtigter zustimmen, vor Gericht zählt die Stimme einer Frau weniger als die eines Mannes, beim Erbrecht sind die Frauen ebenfalls benachteiligt und es gibt viele weitere Einschränkungen z.B. bzgl. Reisen ins Ausland und der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit.

Und nicht nur das: Frauen werden von Sicherheits- und Repressionskräften inhaftiert, gefoltert, misshandelt und vergewaltigt.

Zwar liegt der Anteil der Frauen unter den Gefängnisinsassen im Iran mit ca 3% im internationalen Vergleich relativ niedrig, doch da sehr viele Männer in Gefängnissen sind, ist die Zahl der Frauen auch hoch, 5000 – 6000 gleichzeitig. Und es gibt neben den offiziellen Gefängnissen auch Haftzentren an unbekannten Orten, in die Menschen kommen, die von Repressionskräften wie den Pasdaran, den Geheimdiensten oder der paramilitärischen Basidj-Miliz verhaftet werden.

Das sind oft Menschen, die gegen das Regime protestieren, darunter v.a. auch während der „Frau-Leben-Freiheit“-Proteste auch viele Frauen. Offizielle Statistiken darüber gibt es nicht, nur Schätzungen. Z.B. von amnesty international, die je nach Protestwelle von Tausenden bis  Zehntausenden ausgehen.

Und das Ganze hat sich durch die Protestwelle Ende Dezember 2025 bis Mitte Januar 2026 potenziert.

Der Iran gehört seit Jahren zu den Ländern mit den weltweit höchsten Hinrichtungszahlen. Auch Frauen wurden nach Verurteilungen wegen Mordes, Drogendelikten, Ehebruchs und politischer Betätigung gegen das Regime hingerichtet.

Doch was bedeutet ein Krieg gegen den Iran für die Situation weltweit und die Menschen im Iran, insbesondere für Frauen und Mädchen.

Alle wissen, dass es den USA und Israel und insbesondere Trump und Netanjahu nicht um die Befreiung des iranischen Volkes geht. Es geht um Geopolitik und Machtinteressen. Es gibt auch nicht „das iranische Volk“, sondern neben den vielen Menschen, die unzufrieden sind auch eine hohe Zahl von Nutznießern des  Systems und Menschen, die zumindest ganz gut damit leben.

Und ein Krieg wird viel Leid verursachen, das sehen wir jetzt schon am Bombardement der Mädchenschule in Minab in der Provinz Hormozgan, bei dem zwischen 150 und 170 Menschen – Schülerinnen und Schulpersonal – starben.

Dieser völkerrechtswidrige Angriffskrieg auf den Iran wird das Misstrauen gegen den Westen in den Ländern der Region erhöhen, wurde doch, wie letzten Sommer auch, während der Atomverhandlungen angegriffen und dieses Mal sogar nachdem der Oman verkündet hatte, dass man kurz vor einer Einigung stehe und die iranische Regierung große Kompromisse gemacht habe.

Die Gefahr, dass der Krieg eskaliert, dass es einen Flächenbrand gibt, dass dieser den Terrorismus befördert und es im Iran zu einer Militärdiktatur oder einem Bürgerkrieg kommt ist groß. Die Pasdaran sind nicht nur eine Armee, sondern auch eine Wirtschaftsmacht. Sie werden sich nicht auflösen oder ergeben, ebenso wenig wie die Basidj-Milizen oder die Geheimdienste.  

Es gibt keinen Plan für die Zeit nach dem Krieg und die Opposition ist teilweise zerstritten. Auf keinen Fall wird ein großer Teil der Bevölkerung den Sohn des letzten Shah, der durch die Revolution 1979 gestürzt wurde akzeptieren. Und dafür, dass der Shah an die Macht kam, hat auch die CIA gesorgt, indem sie den demokratischen Präsidenten Mossadegh, der von 1951- 1953 an der Regierung war und die die Ölindustrie verstaatlicht hatte durch einen Putsch gestürzt hat. Das ist im Gedächtnis vieler IranerInnen geblieben.

Zu was die US-amerikanischen militärischen Interventionen bereits geführt haben, sehen wir beispielhaft in Afghanistan und dem Irak.

Leider ist es so, dass die legitimen und bewundernswerten Proteste und Kämpfe der Frauen im Iran und auch vieler Männer, die die Frauen unterstützten und die Proteste der vielen Menschen, die sich Ende letzten Jahres gegen die wirtschaftlichen Probleme und gegen das Regime richteten und die brutal niedergeschlagen wurden, was zu Zigtausenden von Toten führte, von Machthabern wie Trump und Netanjahu instrumentalisiert werden.

Sie geben vor, sich für Frauenrechte und Menschenrechte einzusetzen, verletzen diese aber selber aufs Gröbste.

Und was macht Bundeskanzler Merz. Nachdem er nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und der USA letzten Sommer auf den Iran, davon gesprochen hat, dass diese die „Drecksarbeit“ für uns machen, gibt er bei seinem Besuch in den USA Trump, in allem was dieser sagt recht, widerspricht auch nicht als England und Spanien von diesem abgekanzelt werden, weil sie ihre US-Stützpunkte  –  im Falle Englands nur kurzfristig – für diesen Völkerrechtsbruch nicht zu Verfügung gestellt haben. Selbstverständlich, darf die US-Regierung den US-Stützpunkt Ramstein für ihre Kriege nutzen. Beim Mittagessen könnte er Trump etwas Kritisches gesagt haben, hieß es in den Medien. Wen interessiert das, Trump hört sowieso auf niemanden, der ihn kritisiert. Wichtig ist, was öffentlich gesagt wird und dass man sich mit anderen EU-Ländern solidarisiert. Und gegen Netanjahu wird wegen der unsäglichen Staatsräson sowieso nichts eingewendet. Statt dem Völkerrecht gilt nur noch das Recht des Stärkeren!

Lasst uns zusammenstehen und gemeinsam gegen das iranische Regime und gegen den Krieg protestieren!

Lasst uns gemeinsam der vielen Toten und Verletzten der letzten Protestwellen und der Kriegsopfer gedenken!

Lasst uns gemeinsam für Frauen- und Menschenrechte und gegen Kriege kämpfen!

5 Februar, 2026

Ludwigsburg: „Keinheimisch“ – Lesung & Gespräch mit Autor Tomer Dotan-Dreyfus

Von

Februar 20 @ 19:30 – 21:30

„Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland“

Lesung & Gespräch mit Tomer Dotan-Dreyfus

aus dem Buch Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland

Kostenlose Online Reservierung – Eintritt auf Spendenbasis

Wie ist es, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt, ausschließt und zum Schweigen bringt? Und wo kann ein Jude heute einheimisch sein – in Israel, Palästina, Deutschland? Tomer Dotan-Dreyfus erzählt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie. Zugleich setzt er sich mit der israelischen Gründungsgeschichte und der Realität der Besatzung auseinander. Welche Folgen hat der Krieg in Nahost für die deutsche Erinnerungskultur?

Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 2011 in Berlin. In seinem Essay setzt er sich kritisch und brillant mit seinem Verhältnis zu Staat und Religion, Zionismus und Holocaust, Palästina, Israel und Deutschland auseinander. Dafür arbeitet er sowohl die Geschichte seiner Großeltern als auch seine eigene in den Text ein, setzt sich mit jüdischen Vordenkern auseinander und beleuchtet politische Ereignisse bis in die Gegenwart hinein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Michaela Kobsa-Mark, einer deutsch-amerikanisch-österreichischen Dokumentarfilmerin mit ashkenasisch-jüdischen Wurzeln. Ihre Arbeit konzentriert sich auf diasporische Identitäten in Deutschland. Sie lebte zehn Monate in Jerusalem und Betlehem. Diese Erfahrungen haben sie bis heute sowohl persönlich als auch in ihrer Filmarbeit stark geprägt.

Scala Ludwigsburg wird die Veranstaltung filmen und mit zeitlichem Versatz auf ihrer Homepage und dem Youtube Kanal veröffentlichen.

Tickets hier reservieren. Sie berechtigen zum Einlass, müssen aber von 18.45 bis 19.15 Uhr am Einlass vorgezeigt werden. Danach werden nicht eingelöste Tickets weiter vergeben.

Um Spenden wird vor Ort gebeten.

Veranstaltet von: Nahost-AG der DFG-VK Ortsgruppe Ludwigsburg und Germans against Genocide

Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

In Kooperation mit: Scala Ludwigsburg, Frauenverband Courage e. V., Katholische Erwachsenenbildung Ludwigsburg, AnDiRa (PH Ludwigsburg)

DFG-VK Ludwigsburg

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5 Februar, 2026

Ludwigsburg: „Keinheimisch“ – Lesung & Gespräch mit Autor Tomer Dotan-Dreyfus

Februar 20 @ 19:30 – 21:30

„Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland“

Lesung & Gespräch mit Tomer Dotan-Dreyfus

aus dem Buch Keinheimisch – Kindheit in Israel, Leben in Deutschland

Kostenlose Online Reservierung – Eintritt auf Spendenbasis

Wie ist es, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt, ausschließt und zum Schweigen bringt? Und wo kann ein Jude heute einheimisch sein – in Israel, Palästina, Deutschland? Tomer Dotan-Dreyfus erzählt die vom Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie. Zugleich setzt er sich mit der israelischen Gründungsgeschichte und der Realität der Besatzung auseinander. Welche Folgen hat der Krieg in Nahost für die deutsche Erinnerungskultur?

Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 2011 in Berlin. In seinem Essay setzt er sich kritisch und brillant mit seinem Verhältnis zu Staat und Religion, Zionismus und Holocaust, Palästina, Israel und Deutschland auseinander. Dafür arbeitet er sowohl die Geschichte seiner Großeltern als auch seine eigene in den Text ein, setzt sich mit jüdischen Vordenkern auseinander und beleuchtet politische Ereignisse bis in die Gegenwart hinein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Michaela Kobsa-Mark, einer deutsch-amerikanisch-österreichischen Dokumentarfilmerin mit ashkenasisch-jüdischen Wurzeln. Ihre Arbeit konzentriert sich auf diasporische Identitäten in Deutschland. Sie lebte zehn Monate in Jerusalem und Betlehem. Diese Erfahrungen haben sie bis heute sowohl persönlich als auch in ihrer Filmarbeit stark geprägt.

Scala Ludwigsburg wird die Veranstaltung filmen und mit zeitlichem Versatz auf ihrer Homepage und dem Youtube Kanal veröffentlichen.

Tickets hier reservieren. Sie berechtigen zum Einlass, müssen aber von 18.45 bis 19.15 Uhr am Einlass vorgezeigt werden. Danach werden nicht eingelöste Tickets weiter vergeben.

Um Spenden wird vor Ort gebeten.

Veranstaltet von: Nahost-AG der DFG-VK Ortsgruppe Ludwigsburg und Germans against Genocide

Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

In Kooperation mit: Scala Ludwigsburg, Frauenverband Courage e. V., Katholische Erwachsenenbildung Ludwigsburg, AnDiRa (PH Ludwigsburg)

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8 Dezember, 2025

Weihnachtliche Friedensaktion in Ludwigsburg

Die DFG-VK-Gruppe Ludwigsburg hat gestern (6.12.) weihnachtliches Friedensgebäck vor dem Marstall-Center in Ludwigsburg verteilt.

Im Einsatz für mehr Frieden

…unsere Regionalgruppe Ludwigsburg

Mit den Worten „Darf ich Ihnen einen kleinen Friedensgruß überreichen“ verschenkten die Aktiven der Gruppe selbstgebackene Friedenstauben und Panzer.

Friedliche Denkanstöße

Auf den angehängten Zetteln gab es kleine Denkanstöße zu Frieden und Kriegsdienstverweigerung und einen Link zur DFG-VK-Webseite. Eine erfolgreiche Aktion: Schon nach einer Stunde waren alle Gebäcktütchen verteilt.

14 August, 2025

Nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki – Mahnwachen in Baden-Württemberg erinnerten an Atombombenabwürfe vor 80 Jahren

Am 6. und 9. August 2025 jährten sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal.


In ganz Baden-Württemberg fanden aus diesem Anlass Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen statt – organisiert von der Friedensbewegung, darunter zahlreiche Mitglieder der DFG-VK Baden-Württemberg.
Diese Aktionen dienten nicht nur dem stillen Gedenken an die mehr als 200.000 Menschen, die damals durch die Bomben und ihre Folgen starben, sondern auch als dringender Appell an Politik und Gesellschaft, endlich die Gefahr eines atomaren Krieges zu bannen.

Ein Menschheitsverbrechen – und seine Lehren

Hiroshima und Nagasaki sind Mahnmale der Zerstörungskraft und des Leids, das Atomwaffen verursachen.
Innerhalb weniger Sekunden wurden ganze Städte ausgelöscht, und die Überlebenden litten ihr Leben lang an den physischen und psychischen Folgen.
Die historische Lehre sollte eindeutig sein: Atomwaffen dürfen nie wieder eingesetzt werden. Doch statt diese Erkenntnis konsequent umzusetzen, erleben wir aktuell eine besorgniserregende Rückkehr nuklearer Rüstungsdebatten.

Besorgniserregende aktuelle Entwicklungen

Die weltpolitische Lage ist angespannt. In vielen Ländern wird wieder massiv auf Aufrüstung gesetzt – nicht nur konventionell, sondern auch nuklear.
Erschreckend ist, dass selbst in Deutschland wieder Stimmen laut werden, die fordern, über den Erwerb eigener Atomwaffen nachzudenken – so auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag.

Dies ist ein gefährlicher Rückschritt:

  • Er widerspricht dem Völkerrecht, insbesondere dem Atomwaffensperrvertrag.
  • Er erhöht die Gefahr einer Eskalation.
  • Er setzt die Menschheit einem untragbaren Risiko aus.

Angesichts der heutigen Sprengkraft moderner Atomsprengköpfe wäre ein Weiterexistieren der Menschheit nach einem erneuten Atomwaffeneinsatz mehr als fraglich.

Warum unsere Mahnwachen wichtig sind

Mahnwache in Weinheim
Sabine Lehsten (Naturfreunde) und Hanne Langenbacher (DFG-VK) lesen Texte der Vereinigung Nihon Hidankyo

Unsere Mahnwachen in Baden-Württemberg waren Orte der Trauer, des Erinnerns – und des entschlossenen Widerstands gegen die Wiederbelebung atomarer Abschreckungspolitik.

Mit Bildern, Bannern, stillen Momenten und klaren Worten setzten wir ein Zeichen:

„Nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki – keine Atomwaffen, nirgendwo!“

anlässlich der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor genau 80 Jahren mit hundertausenden von Toten verteilte die DFG-VK-Gruppe Ludwigsburg in Bietigheim  Kraniche an Passanten als Symbol für Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen

Die Teilnahme vieler Mitglieder der DFG-VK und anderer Friedensinitiativen zeigt, dass es eine wachsende Bereitschaft gibt, gegen diese brandgefährliche Entwicklung aufzustehen. Wir sind überzeugt:

Nur eine weltweite Abrüstung kann die Sicherheit kommender Generationen gewährleisten.

In Erinnerung an die Atombombenabwürfe vor 80 Jahren in Hiroshima und Nagasaki informierte die Friedensgruppe Heidenheim, Ortsgruppe DFG-VK, in den Levillan-Anlagen über die verheerenden Folgen dieser Bomben und weltweite Initiativen für eine atomwaffenfreie Welt, wie ICAN, IPPNW und den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO. Einige Bürger*innen verweilten zum Gespräch und nahmen kostenloses Informationsmaterial mit.

Unser Auftrag für die Zukunft

Die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit. Sie ist ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft:

  • Atomwaffen verbieten und abrüsten
  • Friedenspolitik stärken statt militärische Eskalation
  • Internationale Zusammenarbeit und Diplomatie fördern

Setzt Euch ein – damit sich Hiroshima und Nagasaki niemals wiederholen.

7 Mai, 2025

“Euer Auftrag ist Frieden“ – Appell der Regionalgruppe Ludwigsburg an Steffen Bilger, CDU

Aktive der DFG-VK Ludwigsburg haben am Dienstagabend nach der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler vor dem Büro von Steffen Bilger protestiert – dem neuen Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Ihre Botschaft: Euer Auftrag ist FRIEDEN.

Ein wichtiger Appell an die neue Bundesregierung: Schluss mit Aufrüstung und Waffenexporten! Wir sagen: Friedenspolitik braucht sichtbaren Druck von unten. Besucht eure Abgeordneten. Werdet laut – für Abrüstung und Diplomatie.

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