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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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DFG-VK Karlsruhe

4 Mai, 2026

Karlsruhe-Durlach: Mahnwache für Frieden, Menschenrechte und Demokratie

Mai 5 @ 17:00 – 18:00

monatliche Mahnwache für Frieden, Menschenrechte und Demokratie auf dem Schlossplatz Durlach. Thematisch passende Transparente sind wie immer willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Weitere Infos hier: https://friedensbuendnis-ka.de/

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31 März, 2026

Durlach: Mahnwache für Frieden

April 7 @ 17:00 – 18:00

monatliche Mahnwache für Frieden, Menschenrechte und Demokratie auf dem Schlossplatz Durlach. Thematisch passende Transparente sind wie immer willkommen, auf Werbung für Parteien bitten wir zu verzichten. Weitere Infos hier: https://friedensbuendnis-ka.de/

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31 März, 2026

Karlsruhe: Atomkraftwerke im Krieg – die unterschätzte Gefahr

April 26 @ 17:00 – 21:00

Atomkraftwerke im Krieg

Nach dem Film: Gespräch mit Regisseur Reinhart Brüning und Stefan Lau (DFG-VK Karlsruhe) über Atomkraftwerke im Krieg und die ständige Bedrohung durch Atomwaffen.

Die Ukraine steht im Winter 2024/2025 vor ihrem bisher schlimmsten Winter. Bomben und Drohnen zerstören die Infrastruktur und gefährden die Sicherheit von Kernkraftwerken. Hinzu kommt die
Besetzung durch das russische Militär. Geflüchtete Kraftwerksmitarbeiter berichten von der trostlosen Lage im besetzten Kernkraftwerk Saporischschja. Dieser fesselnde
Dokumentarfilm enthüllt die außergewöhnlichen Geschichten des unerbittlichen Kampfes, die Ukraine
vor der nächsten Atomkatastrophe zu bewahren. Inwieweit sind die strengen Sicherheitsvorkehrungen von Saporischschja, Europas größtem Kernkraftwerk, dem Krieg zum Opfer gefallen? Werden Sie Zeuge
geheimer Raketenangriffssimulationen und erhalten Sie exklusive Einblicke aus erster Hand in die Lage in Tschernobyl während der russischen Besatzung.

Zum Filmgespräch zu Gast Regisseur Reinhart Brüning

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12 Februar, 2026

Neujahrsempfang der DFG-VK Baden-Württemberg in KarlsruhePolitischer Jahresauftakt in bewegten Zeiten

Der Landesverband der DFG-VK Baden-Württemberg trifft sich traditionell zweimal im Jahr: im Januar zum Neujahrsempfang und im Sommer zur Landesmitgliederversammlung. Der Neujahrsempfang wird seit mehreren Jahren von der Karlsruher Regionalgruppe ausgerichtet – so auch in diesem Jahr. Ein großer Dank geht an die Karlsruher Aktiven der DFG-VK, die erneut einen verlässlichen und vertrauensvollen Rahmen für Austausch, Diskussion und Begegnung geschaffen haben. Rund 50 Teilnehmende kamen zusammen. Die Stimmung war gut, offen und der politischen Situation angemessen von großer Dynamik geprägt.

Im Zentrum des Vormittags stand das zum 1. Januar 2026 in Kraft getretene Wehrdienstmodernisierungsgesetz und der Umgang damit. In seiner Einführung blickte der Landesvorsitzende und KDV-Experte Klaus Pfisterer zunächst auf die Arbeit des Landesvorstands seit der letzten Mitgliederversammlung zurück, ging dann aber sehr klar auf die neuen Herausforderungen ein, die sich aus dem neuen Wehrdienst für einen pazifistischen Verband ergeben.

Landesvorsitzender und KDV-Experte Klaus Pfisterer

Besonders die Kriegsdienstverweigerung gewinnt wieder massiv an Bedeutung – sowohl als konkrete Beratungsarbeit als auch als politische Dimension der Friedensarbeit. Die Zahl der Anfragen steigt, die Beratung wird komplexer, und der kontinuierliche Ausbau des Berater*innen-Netzwerks bleibt eine zentrale Aufgabe des Landesverbands. Zugleich ist die Kriegsdienstverweigerung ein wichtiger Hebel, um Militarismus grundsätzlich zu kritisieren und ihm praktisch etwas entgegenzusetzen.

Neben der Beratung selbst wurde auch die politische Informationsarbeit diskutiert. Angedacht ist unter anderem eine KDV- und Wehrpflicht-Infotour mit dem DFG-VK-Bulli durch Baden-Württemberg. Regionalgruppen und Mitglieder, die einen Halt in ihrer Stadt oder Region organisieren möchten, sind herzlich eingeladen, sich direkt bei Jonas Fehrenbach in der Landesgeschäftsstelle zu melden.

In der anschließenden Diskussion ging es sehr konkret um den Umgang mit den neuen Fragebögen zur Wehrerfassung. Deutlich wurde, dass es hier Orientierung braucht – etwa zur Frage, wann Handlungsspielräume bestehen und ab wann mit Sanktionen zu rechnen ist, wenn der Fragebogen nicht ausgefüllt wird. Auch weitergehende Formen der Verweigerung und des zivilen Ungehorsams wurden angesprochen, etwa die Möglichkeit, den Fragebogen bewusst gar nicht auszufüllen und Menschen dabei solidarisch zu unterstützen. Der Austausch zeigte, wie wichtig es ist, diese Fragen gemeinsam zu klären, um als Friedensbewegung handlungsfähig und sprachfähig zu bleiben.

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt des Vormittags war die zunehmende Militarisierung von Schulen. Einigkeit bestand darin, dass Anfragen von Schulen grundsätzlich angenommen werden sollten – mit dem Ziel, eigenständige friedenspolitische Veranstaltungen durchzuführen. Wird hingegen ausschließlich eine Podiumsdiskussion gemeinsam mit Jugendoffizieren der Bundeswehr angeboten, sollte sorgfältig abgewogen werden, ob und unter welchen Bedingungen eine Teilnahme sinnvoll ist. Dabei spielen sowohl die eigene Positionierung als auch die rhetorischen Fähigkeiten der Beteiligten eine wichtige Rolle.

Aus dieser Debatte heraus entstand etwas sehr Ermutigendes: Mehrere Mitglieder, darunter Pädagoginnen und ehemalige Pädagogen, erklärten ihre Bereitschaft, gemeinsam Konzepte für Schulbesuche zu entwickeln. Der neu gegründete Arbeitskreis „Ab in die Schule“ wird sich in den kommenden Monaten mit Seminarformaten, pädagogischen Zugängen und strategischen Fragen befassen. Verstärkt wird diese Arbeit durch ein neues Mitglied, einen ehemaligen Jugendoffizier der Bundeswehr, der seine Erfahrungen künftig aus friedenspolitischer Perspektive in Schulen einbringen möchte.

Einen weiteren wichtigen Impuls setzte Andreas Pahlow aus der Regionalgruppe Mittelbaden. Ziel seiner Initiative ist es, gemeinsam mit anderen Aktiven ein Schulungsformat zu entwickeln, das durch Baden-Württemberg tourt und Friedensaktivist*innen gezielt in der Ansprache junger Menschen zu Themen wie Wehrpflicht, Militär und Aufrüstung schult. Wer Lust hat, an dieser Konzeption mitzuwirken, kann über die Regionalgruppe Mittelbaden Kontakt zu Andreas Pahlow aufnehmen.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause bei Pizza – vielen Dank an die Organisator*innen für das Angebot an veganen, vegetarischen und fleischhaltigen Speisen – ging es am Nachmittag in drei Arbeitsgruppen weiter.

Die größte Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Kriegsdienstverweigerungsberatung. Viele bereits aktive Berater*innen waren anwesend. Unter der Leitung von Klaus Pfisterer stand hier der fachliche Austausch im Vordergrund. Neue Zuständigkeiten, offene Rechtsfragen, Kann-Bestimmungen und erste Erfahrungen mit der Anwendung des neuen Gesetzes wurden gemeinsam diskutiert. Zugleich bot die Arbeitsgruppe Raum, um Erfahrungen aus der Beratungspraxis auszutauschen und voneinander zu lernen.

In der Arbeitsgruppe Bündnisarbeit ging es um Vernetzung, Abgrenzung und politische Perspektiven – insbesondere um die Zukunft des Friedensnetzes Baden-Württemberg und die Frage, wie landesweite Zusammenarbeit jenseits großer Einzelveranstaltungen gestaltet werden kann.

Eine dritte Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Zusammenhang von Militärausgaben und sozialen Kürzungen. Anhand konkreter Beispiele – von gestrichenen Angeboten in der Kinderbetreuung bis hin zur Schließung von Blindenklassen an Schulen – wurde deutlich, wie sehr die aktuelle Aufrüstungspolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.

Zum Abschluss des Neujahrstreffens kamen alle Teilnehmenden noch einmal zusammen, hörten kurze Berichte aus den Arbeitsgruppen und tauschten sich bei Kaffee und Kuchen aus. Der Landesvorstand bedankt sich für einen intensiven und produktiven Tag, der mit dem offiziellen Abschluss durch Klaus Pfisterer endete. Das Treffen machte Mut – weil es gezeigt hat, dass Analyse, Haltung und konkrete Handlungsansätze zusammengehören und dass wir Wissen und Kraft haben, uns der fortschreitenden Militarisierung entgegenzustellen.

23 Oktober, 2025

Bundeswehr lass‘ die jungen Leute in Frieden: Nein zum Werben fürs Töten und Sterben beim Karrieretag in Karlsruhe

Am 22. Oktober fand in Karlsruhe der Karrieretag in der Schwarzwaldhalle statt. Zwischen Firmen, Hochschulen und Jobangeboten – mittendrin: die Bundeswehr. Werbung fürs Sterben, getarnt als Karrierechance.

Das konnten wir nicht unkommentiert lassen. Vor der Halle standen Antimilitaristinnen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigung der Kriegsdienstgegnerinnen, Menschen vom Friedensbündnis Karlsruhe, vom Offenen Antifaschistischen Treffen, vom Offenen Feministischen Treffen und von der Linksjugend [’solid].

Gemeinsam informierten wir über Militarisierung, über Kriegsdienstverweigerung und über Alternativen zu Aufrüstung und Krieg.

Viele junge Menschen kamen zu uns,nahmen Flyer und Sticker mit und sagten klar: Kein Bock auf Bundeswehr.

Sie wollen Frieden, keine Waffen, keinen Zwang, kein Töten. Drinnen auf der Messe zeigten Aktivist*innen direkt am Stand der Bundeswehr Haltung – und bekamen sofort die Polizei zu spüren. Personalienkontrolle. Rauswurf.

Doch draußen ging’s weiter:

Wir informierten weiter, diskutierten weiter, und machten deutlich:

Die Bundeswehr hat auf Bildungsmessen nichts verloren. Kein Werben fürs Töten und Sterben – sondern Perspektiven für Frieden und Zukunft. ✌️

1 Juli, 2025

Karlsruhe: „80 Jahre Atomzeitalter – und wie weiter?“

Juli 30, 2025 @ 18:00 – 22:00

Vortrag von Stefan Lau (DFG-VK Karlsruhe), danach 19.30 Uhr „Schwarzer Regen“ japanischen Spielfilm 1989 von Shôhei Imamura.

Am 16. Juli 1945 begann im US-amerikanischen Bundesstaat New Mexiko mit der ersten atomaren Explosion, dem sogenannten Trinity-Test, das Atomzeitalter auf unserer Erde. Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit klinkte die Mannschaft des US-Bomber Enola Gay die Uranbombe „Little Boy“ über Hiroshima aus. Am 9. August 1945 folgte der Abwurf der Plutoniumbombe „Fat Man“ auf Nagasaki. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki töteten etwa 100.000 Menschen sofort. Über 130.000 weitere Menschen starben bis Jahresende 1945, zehntausende weitere an Folgeschäden in den Jahren danach und die Überlebenden, die Hibakusha, leiden bis heute an den verheerenden Folgen der schrecklichen US-Atombombenabwürfe.

Zwar wurden vor 80 Jahren bisher nur in Hiroshima und Nagasaki in einem Krieg Atombomben gegen Menschen eingesetzt, aber täglich sterben auch heute noch Menschen an den Folgen sowohl der militärischen wie der zivilen Nutzung der Atomenergie: im Uranbergbau, an den Spätfolgen der weltweiten Atombombenversuche, den Atomreaktor-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima und spätestens seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine drohen durch Drohnenangriffe auf Atomanlagen neue Dimensionen atomarer Katastrophen.

Den sich aus 80 Jahren Atomzeitalter ergebenden Fragen und Forderungen soll in Vortrag und Diskussion nachgegangen werden.

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