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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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DFG-VK Heidenheim

14 August, 2025

Nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki – Mahnwachen in Baden-Württemberg erinnerten an Atombombenabwürfe vor 80 Jahren

Am 6. und 9. August 2025 jährten sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal.


In ganz Baden-Württemberg fanden aus diesem Anlass Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen statt – organisiert von der Friedensbewegung, darunter zahlreiche Mitglieder der DFG-VK Baden-Württemberg.
Diese Aktionen dienten nicht nur dem stillen Gedenken an die mehr als 200.000 Menschen, die damals durch die Bomben und ihre Folgen starben, sondern auch als dringender Appell an Politik und Gesellschaft, endlich die Gefahr eines atomaren Krieges zu bannen.

Ein Menschheitsverbrechen – und seine Lehren

Hiroshima und Nagasaki sind Mahnmale der Zerstörungskraft und des Leids, das Atomwaffen verursachen.
Innerhalb weniger Sekunden wurden ganze Städte ausgelöscht, und die Überlebenden litten ihr Leben lang an den physischen und psychischen Folgen.
Die historische Lehre sollte eindeutig sein: Atomwaffen dürfen nie wieder eingesetzt werden. Doch statt diese Erkenntnis konsequent umzusetzen, erleben wir aktuell eine besorgniserregende Rückkehr nuklearer Rüstungsdebatten.

Besorgniserregende aktuelle Entwicklungen

Die weltpolitische Lage ist angespannt. In vielen Ländern wird wieder massiv auf Aufrüstung gesetzt – nicht nur konventionell, sondern auch nuklear.
Erschreckend ist, dass selbst in Deutschland wieder Stimmen laut werden, die fordern, über den Erwerb eigener Atomwaffen nachzudenken – so auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag.

Dies ist ein gefährlicher Rückschritt:

  • Er widerspricht dem Völkerrecht, insbesondere dem Atomwaffensperrvertrag.
  • Er erhöht die Gefahr einer Eskalation.
  • Er setzt die Menschheit einem untragbaren Risiko aus.

Angesichts der heutigen Sprengkraft moderner Atomsprengköpfe wäre ein Weiterexistieren der Menschheit nach einem erneuten Atomwaffeneinsatz mehr als fraglich.

Warum unsere Mahnwachen wichtig sind

Mahnwache in Weinheim
Sabine Lehsten (Naturfreunde) und Hanne Langenbacher (DFG-VK) lesen Texte der Vereinigung Nihon Hidankyo

Unsere Mahnwachen in Baden-Württemberg waren Orte der Trauer, des Erinnerns – und des entschlossenen Widerstands gegen die Wiederbelebung atomarer Abschreckungspolitik.

Mit Bildern, Bannern, stillen Momenten und klaren Worten setzten wir ein Zeichen:

„Nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki – keine Atomwaffen, nirgendwo!“

anlässlich der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor genau 80 Jahren mit hundertausenden von Toten verteilte die DFG-VK-Gruppe Ludwigsburg in Bietigheim  Kraniche an Passanten als Symbol für Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen

Die Teilnahme vieler Mitglieder der DFG-VK und anderer Friedensinitiativen zeigt, dass es eine wachsende Bereitschaft gibt, gegen diese brandgefährliche Entwicklung aufzustehen. Wir sind überzeugt:

Nur eine weltweite Abrüstung kann die Sicherheit kommender Generationen gewährleisten.

In Erinnerung an die Atombombenabwürfe vor 80 Jahren in Hiroshima und Nagasaki informierte die Friedensgruppe Heidenheim, Ortsgruppe DFG-VK, in den Levillan-Anlagen über die verheerenden Folgen dieser Bomben und weltweite Initiativen für eine atomwaffenfreie Welt, wie ICAN, IPPNW und den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO. Einige Bürger*innen verweilten zum Gespräch und nahmen kostenloses Informationsmaterial mit.

Unser Auftrag für die Zukunft

Die Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit. Sie ist ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft:

  • Atomwaffen verbieten und abrüsten
  • Friedenspolitik stärken statt militärische Eskalation
  • Internationale Zusammenarbeit und Diplomatie fördern

Setzt Euch ein – damit sich Hiroshima und Nagasaki niemals wiederholen.

14 August, 2025

Keine Militarisierung unserer Kinder – DFG-VK protestiert gegen Bundeswehr-Ferienlager in Kellmünz

Am 13.08. bis zum 14.08.2025 fand in Kellmünz an der Iller ein Ferienlager für Kinder von 6 bis 12 Jahren statt – organisiert von der Stadt in Kooperation mit der Bundeswehr.

Morgens halb neun in Kellmünz
Wir müssen wieder mahnen

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Baden-Württemberg protestierte gemeinsam mit anderen Friedensorganisationen wie pax christi entschieden dagegen. Denn was hier als harmlose Ferienfreizeit präsentiert wird, ist in Wahrheit Frühmilitarisierung: Kinder werden an militärische Strukturen, Drill, Uniformen und Kriegstechnologie gewöhnt – Werte, die im krassen Widerspruch zu einer gewaltfreien Erziehung stehen.

Warum wir protestieren

Die Kindheit ist eine prägende Lebensphase. Pädagog*innen und Wissenschaft warnen seit Jahren davor, dass der frühe Kontakt mit Militär Gewalt als legitimes Mittel normalisieren kann. Kinder brauchen Vorbilder, die Konflikte friedlich lösen – nicht solche, deren Beruf auch das Töten umfasst.
Es gibt viele bessere Alternativen für Ferienfreizeiten: Kooperationen mit Sportvereinen, Musik- und Kunstschulen, Jugendringen oder Bildungsinitiativen, die soziale Kompetenzen, Teamgeist und Empathie fördern.

Jutta Dorsch von der Friedensgruppe Heidenheim / DFG-VK Ortsgruppe


Dass die Stadt Kellmünz behauptet, ohne die Bundeswehr kein Ferienlager anbieten zu können, ist nicht nur fragwürdig – es ist ein fatales Signal.

Teil einer größeren Entwicklung

Dieses Ferienlager ist kein Einzelfall, sondern spiegelt eine gesellschaftliche Tendenz wider:
Unter dem Schlagwort Zeitenwende werden Aufrüstung, militärische Abschreckung und massive Investitionen in Rüstungsprojekte als alternativlos dargestellt. Milliarden fließen an Unternehmen, die ihr Geld mit Krieg verdienen – und damit ein Interesse an einer kriegerischen Gesellschaft haben. Auch in Schulen nimmt die Anwesenheit von sogenannten Jugendoffizieren zu und wird von immer mehr Politiker*innen sogar gefordert. In Mannheim beispielsweise sollen sich, laut einem Antrag der CDU-Fraktion, Schulen, die bisher kein Militär in ihren Klassenzimmern haben wollten, dafür rechtfertigen und es soll darauf gedrungen werden, deren Einstellung zu ändern und die Anwesenheit der Bundeswehr in allen Schulen zu garantieren. Deutschland 2025.

In ländlichen Gemeinden wie Kellmünz führt das zu einer besonderen Problematik: Kritik an solchen Projekten stößt schnell auf Widerstand aus der Dorfgemeinschaft. So organisierten einige Anwohner*innen angeführt vom Bürgermeister Reserveleutnant Obst sogar eine Gegendemonstration gegen unseren friedlichen Protest. Hohe Tiere der Bundeswehr wurden dorthin mit ihren Staatskarossen chauffiert.

Ablauf unseres Protests

Bereits um 7:30 Uhr trafen die ersten Friedensbewegten aus Baden-Württemberg und Ulm in Kellmünz ein – darunter auch unser Bulli mit dem großen, aufblasbaren, zerbrochenen Gewehr als klares Symbol gegen Militarisierung.
Im Vorfeld hatten wir ausdrücklich darum gebeten, friedlich, freundlich und kreativ zu demonstrieren: mit Seifenblasen, Straßenmalkreide, Fahnen und Liedern. Unser Ziel war es, die Kinder nicht zu verunsichern, sondern unsere Kritik an die Erwachsenen und die Politik zu richten. Das gelang uns auch.

Rede von Rainer Schmidt, der den Protest angemeldet hatte

Um 8:15 Uhr hielt Rainer Schmidt von der DFG-VK Ulm eine Rede. Er erinnerte daran, wie in Schulen, Kitas und Jugendzentren in den letzten Jahrzehnten konsequent an gewaltfreier Kommunikation, Empathie und Konfliktlösung gearbeitet wurde – und wie absurd es ist, diese Werte bei internationalen Konflikten durch das Prinzip „Abschreckung“ und militärische Drohkulissen zu ersetzen und damit all diese emanzipatorischen, demokratischen, friedlichen Konzepte da absurdum zu führen. Das sei schlicht nicht intelligent, und dem ganzen fehle der Segen, sagte der studierte Theologe.
Bis 9:45 Uhr standen wir im Ort, diskutierten mit interessierten Menschen und machten deutlich, dass Gewalt nicht das Fundament einer sicheren Zukunft sein kann. Danach endete unser Protest, und das Ferienlager begann.

Ein Zeichen setzen

Trotz teils ablehnender Stimmung im Ort hat unser Protest große mediale Aufmerksamkeit erhalten – von regionaler bis bundesweiter Presse. Das zeigt: Das Thema bewegt.
Unsere Hoffnung ist, dass dieser öffentliche Druck dazu führt, dass es im nächsten Jahr keine Kooperation zwischen der Stadt Kellmünz und der Bundeswehr mehr gibt. Stattdessen wünschen wir uns Ferienangebote, die von pädagogisch geschulten Fachkräften geleitet werden – frei von militärischen Inhalten. Und wenn nicht, dann wird die DFG-VK ihren Protest gegen (Früh-)Militarisierung fortsetzen, so lange es nötig ist. Ab jetzt auch jedes Jahr in Kellmünz.

Gewaltfreiheit für Kinder – jetzt und in Zukunft.
Die Kindheit darf kein Rekrutierungspool sein. Unsere Kinder sind kein zukünftiges Kanonenfutter.


Hier auch nochmal unsere Pressemitteilung, die auf unseren Protest in Kellmünz verweist und eingeladen hatte darüber zu berichten:

PRESSEMITTEILUNG

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) Landesverband Baden-Württemberg

Kinder brauchen Frieden – kein Ferienlager mit der Bundeswehr!

Friedlicher Protest am 13. August 2025 in Kellmünz

Stuttgart, 6. August 2025 –

Die DFG-VK Baden-Württemberg ruft zum friedlichen Protest gegen ein Ferienlager der Stadt Kellmünz auf, das in Kooperation mit der Bundeswehr stattfindet.

Das Ferienprogramm richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren – eine besonders schützenswerte Altersgruppe.

Wir sagen klar: Keine Früh-Militarisierung! Keine Werbung für Krieg bei Kindern!

Militär hat in Kinderfreizeiten nichts zu suchen

Soldatische Strukturen und militärische Inhalte haben in der Freizeitgestaltung von Kindern nichts verloren. Das Ferienlager vermittelt frühzeitig ein Bild von militärischer Normalität – das halten wir für unverantwortlich.

Auch die GEW Bayern hat das Projekt in einer Pressemitteilung deutlich kritisiert und bezeichnet es aus pädagogischer und erziehungswissenschaftlicher Sicht als hochproblematisch.

Bürgermeister kündigt Gegendemonstration an

Statt sich der inhaltlichen Kritik zu stellen, hat der Bürgermeister von Kellmünz eine Gegendemonstration gegen unseren friedlichen Protest angekündigt. Dies ist aus demokratischer Perspektive ein fragwürdiges Signal.

Friedlicher Protest in Kellmünz

Datum: Mittwoch, 13. August 2025
Uhrzeit: 8:15 bis 9:45 Uhr
Ort: Vor der Grundschule, 89293 Kellmünz
Anreise: Mit dem Zug gut möglich

Die Protestaktion ist bewusst gewaltfrei, bunt und kindgerecht – mit Seifenblasen, Straßenmalkreide, Friedensliedern und Friedensfahnen. Wir setzen ein klares Zeichen gegen die Militarisierung des zivilen Lebens.

Unsere Forderungen:

  • Keine Kooperation mit der Bundeswehr in Kinder- und Jugendprogrammen
  • Keine Werbung für Militäreinsätze bei Minderjährigen
  • Klare Trennung von Bildung, Erziehung und Militär

Kinder brauchen Frieden, nicht Uniformen. Sie haben ein Recht auf eine gewaltfreie und zivile Erziehung – frei von jeder militärischen Einflussnahme.

Pressekontakt und Anmelder unseres Protestes:

Rainer Schmid
Ochsengasse 25
89077 Ulm
Telefon: 0176 3678 5211

E-Mail: rainer.schmid@ELKW.de


Und hier noch erste Presseberichte von unserem Protest:

  • https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/bundeswehr-ferienfreizeit-demonstration-kellmuenz-100.html
  • https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-zwischen-huepfburg-und-tarnnetz-kritik-an-kinderferienprogramm-der-bundeswehr-100.html
  • https://www.ardmediathek.de/video/abendschau-der-sueden/kellmuenz-kinderferienprogramm-mit-der-bundeswehr/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNFdPMDE3Mjg5QTAvc2VjdGlvbi9mMzliZjlhYy1jZGFjLTQyNDYtODY3MS1jNTAyZmU4YTYyNjE
  • https://www.ardmediathek.de/video/quer-mit-christoph-suess/militaer-im-ferienlager-kellmuenz-und-die-bundeswehr/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNFdPMDEyNDgyQTAvc2VjdGlvbi9mMGEzNzJiYy1kMDhlLTQ1NmUtYmUyNC1iZTFlOGIyMzAzMzI
    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/kinderferienprogramm-der-bundeswehr-swr-community-diskutiert-100.html
  • https://www.br.de/nachrichten/bayern/bundeswehr-streit-ueber-ferienaktion-frueh-militarisierung,UpvCOTu
  • https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/abendschau-der-sueden/as-kinderferienprogramm-korr-100.html
  • https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/kinderferienprogramm-der-bundeswehr-swr-community-diskutiert-100.html
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