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Deserteure

20 Januar, 2026

Karlsruhe: Deserteure – Landesverrat oder Friedenstat I Lese-Tour mit Rolf Cantzen

Februar 2 @ 19:00 – 21:30

Vaterlandsverrat oder Friedenstat?

Montag 2. Februar 19:00 Uhr:
Deserteure – Lese-tour mit Rolf Cantzen:
Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht

Kinemathek Karlsruhe (Kaiserpassage 6) Eintritt frei

Deserteure wollen nicht töten, sie wollen nicht sterben: Sie verweigern sich dem Krieg. Rolf Cantzen zeigt, wie der Wille zum Überleben und die Kraft des Gewissens zu extremen Entscheidungen führen können und wie militärische Repressionsapparate das zu verhindern suchen.

Desertieren – ein mutiger Akt des Widerstandes oder ein Verrat an der Gemeinschaft? In Kriegen gelten Deserteure oft als „Kameradenschweine“ oder Drückeberger, Menschen, die sich ihrer Pflicht entziehen. Doch was treibt jemanden dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen?

Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Deserteure hierzulande noch lange stigmatisiert, ihre Richter und Ankläger konnten hingegen ihre Karrieren in Justiz und Politik fortsetzen. Erst im Jahr 2009 wurden die Urteile aus der NS-Zeit gegen die Desertierten vollständig aufgehoben.

Rolf Cantzen widmet sich in seinem Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum Ukraine-Krieg.

Rolf Cantzen, geboren 1955 im Emsland, studierte in Hannover und Berlin Politikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Soziologie. Er hat mehrere Sachbücher, Romane und Erzählungen veröffentlicht und zahlreiche Rundfunkfeatures geschrieben. 2024 bekam er den Alternativen Medienpreis in der Kategorie Geschichte für die „Lange Nacht der Deserteure“.
Sein Buch „Deserteure – Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht.“ ist 
2025 im zu Klampen Verlag erschienen. Es kostet 24 €.

Eine Veranstaltung mit Connection-eV:
Connection e.V. setzt sich für ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein. Wir
unterstützen verfolgte Verweiger:innen in Zusammenarbeit mit Gruppen und Organisationen,
die sich in ihren Ländern gegen Krieg, Militär und Wehrpflicht engagieren. Die prekäre Situation im Herkunftsland zwingt viele zur Flucht. Dies wird jedoch zumeist nicht als Asylgrund anerkannt. Wir bieten ihnen Beratung und Unterstützung an, damit sie den notwendigen Schutz erhalten. Zudem fördern wir die Selbstorganisation von Flüchtlingen.
https://de.connection-ev.org/

DFG-VK Karlsruhe

Kinemathek Karlsruhe

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2 Oktober, 2025

Offenburg: Wir lassen uns nicht zum Töten zwingen

Oktober 24, 2025 @ 19:30 – 21:30

Wir lassen uns nicht zum Töten zwingen!

So gut wie nie besteht die Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die in Russland oder Belarus den Militärdienst verweigert oder sich diesem Dienst durch die Flucht entzogen haben. Zwei Menschen, die sich für die Sache der Menschenrechte und der Kriegsdienstverweigerung unter schwierigsten Bedingungen seit Jahren einsetzen, sind heute unsere Gäste.

Katya Dikovskaia ist Juristin und Menschenrechtsaktivistin. Ab 2002 arbeitete sie als juristische Assistentin bei den Soldatenmüttern von St. Petersburg. Ab 2008 war sie als Juristin tätig bei Memorial und befasste sich dort mit rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Migrant*innen und Roma. Ab 2010 war sie bei Nochlezhka tätig, wo sie die Rechtsabteilung leitete und sich mit Problemen der Obdachlosigkeit auseinandersetzte. Von 2021 an arbeitete sie mit der Stiftung Sphere zusammen, die LGBTIQ-Personen in Russland unterstützt. Seit Mai 2025 ist sie Direktorin der Bewegung für Kriegsdienstverweigerung Russland. 

Artem Klyga ist Rechtsanwalt aus Russland, der sich auf Militärrecht spezialisiert hat. Er hat viel Erfahrung mit Rekrutierung, Kriegsdienstverweigerung und allen anderen Fragen im Zusammen- hang mit Asyl. Er arbeitet seit März 2025 als Fachberater für Osteuropa für Connection e.V. Beim Ostermarsch 2024 Kehl – Straßburg war Artem Klyga einer der Redner.

Diese und andere Fragen sollen bei der Veranstaltung in Offenburg diskutiert werden:

Wie geht Europa mit asylsuchenden Kriegsdienstverweigerern aus Russland um? Steuert Europa auf eine Militarisierung zu, die Russland bereits vor 10 bis 20 Jahren eingeschlagen hat? Wie wird sich dies in naher Zukunft auf die Freiheiten der europäischen Bürger auswirken?

24. Oktober 2025 um 19:30 Uhr im Evang. Gemeindehaus Poststraße 16 in Offenburg

DFG-VK Mittelbaden

mittelbaden@dfg-vk.de

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6 Dezember, 2023

Interna­tiona­ler Tag der Gefange­nen für den Frie­den

Am 1. Dezember, dem Internationalen Tag der Gefangenen für den Frieden, hat die War Resisters’ Inter­national die Liste der Gefangenen für den Frieden veröffentlicht. Die seit 1956 alljährlich erstellte Liste nennt Namen und Gefängnisadressen von Menschen, die weltweit wegen Kriegsdienstverweigerung oder Engagements für Frieden inhaftiert sind.
https://wri-irg.org/en/story/2023/prisoners-peace-list-november-2023

Die WRI ruft dazu auf, den Gefangenen Kartengrüße als Zeichen der Solidarität und der Ermutigung in die Haft zu schicken. Selbst wenn die Karten die Adressaten und Adressatinnen nicht erreichen sollten, machen sie deutlich, dass die Gefangenen nicht vergessen sind, was sich auf die Haftbedingungen günstig auswirken kann.

Die Liste der Gefangenen für den Frieden ist keineswegs vollständig. Die Adressen der genannten Gefangenen stehen stellvertretend für viele andere, deren Adresse unbekannt ist oder die diese Art der Publizität nicht wünschen. Die diesjährige Liste der Gefangenen für den Frieden nennt Kriegsdienstverweigerer in Eritrea, Singapur, Russland und in der Ukraine.

Besonders katastrophal ist die Menschenrechtslage in Eritrea. Dort werden Männer und Frauen zu einem zeitlich unbegrenzten Nationaldienst gezwungen, teils Militär-, teils Arbeitsdienst unter härtesten Bedingungen.

In Russland werden Menschen, die sich gegen Krieg aussprechen, in großer Zahl zu oft langjährigen Haftstrafen in Gefängnissen und Straflagern verurteilt. Deserteure und in Frontnähe Verweigernde werden in Lagern in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine gefangen gehalten und misshandelt.

In der Ukraine unterliegt der Geschäftsführer der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung Jurij Scheljashenko (Юрій Шеляженко) einem nächtlichem Hausarrest. Ihm droht eine Anklage wegen Rechtfertigung der russischen Agression, obwohl er sie eindeutig verurteilt hat.

https://wri-irg.org/en/story/2023/prisoners-peace-list-november-2023

Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten und internationalen Aktionswoche
Schutz und Asyl für alle aus Russland, Belarus und der Ukraine, die den Kriegsdienst verweigern!
vom 4. bis 10. Dezember 2023 zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Schutz und Asyl für alle aus Russland, Belarus und der Ukraine, die den Kriegsdienst verweigern

Weitere Aktionswochentermine Online:

ONLINE, Donnerstag 7. Dezember 2023, 18.30-20.30 Uhr: Webinar ObjectWar! Kriegsdienstverweigerung im Ukraine-Krieg
https://dfg-vk.de/online-veranstaltung-kriegsdienstverweigerung-im-ukraine-krieg/
https://de.connection-ev.org/article-3574

19 Uhr: Webinar on Conscientious Objection in the Situation of War in Ukraine
https://de.connection-ev.org/article-3598

ONLINE und HAMBURG, Sonntag, 10. Dezember 2023, 16 h
Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer während der russländischen Vollinvasion in der Ukraine (in Deutsch und Russisch)

https://de.connection-ev.org/article-3675

ONLINE, Donnerstag, 14. Dezember 2023, 18-19.30 h,
2. Webinar
der Reihe Peace Calling
https://gruenealternative.de/

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