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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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Aktuelle Seite: Startseite / Aktivitäten der Mitglieder / Gegen Krieg und Kriegstüchtigkeit – Verweigert alle Kriegsdienste

29 September, 2026

Gegen Krieg und Kriegstüchtigkeit – Verweigert alle Kriegsdienste

Zum DFG-VK-Bundeskongress vom 23.-25. Oktober in Stuttgart haben über 20 Mitglieder, davon die Hälfte aus Baden-Württemberg, einen Antrag zur Beschlussfassung gestellt, in dem ein umfassendes Verständnis von Kriegsdienstverweigerung formuliert wird: 

Gegen Krieg und Kriegstüchtigkeit – Verweigert alle Kriegsdienste!

Die KDV war, ist und bleibt ein zentrales Instrument 
des pazifistisch-antimilitaristischen Engagements der DFG-VK.

Die DFG-VK formuliert mit ihrem Verbandsnamen Ziel(e) und ein Selbstverständnis. Der Namensbestandteil VK – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen – verweist auf Traditionslinien, Diskussionsprozesse und Einigungserfolge. Nach der Vereinigung von Deutscher Friedensgesellschaft und Internationale der Kriegsdienstgegner 1968 zur DFG-IDK gelang 1974 durch die Fusion mit dem Verband der Kriegsdienstverweigerer zur DFG-VK die Gründung einer Organisation, in der sich Pazifist*innen und Antimilitarist*innen sammeln, organisieren, „vereinigen“ konnten, die gegen Krieg und Kriegsvorbereitung zusammenarbeiten.

Und weil Krieg nicht nur eine nationale Frage darstellt, ist die DFG-VK als Organisation Mitglied der War Resisters´ International (WRI), des globalen Netzwerks antimilitaristischer und pazifistischer Gruppen; jedes einzelne Mitglied der DFG-VK hat die Grundsatzerklärung der WRI unterschrieben, die lautet: „Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.“

Nach dem Verständnis der DFG-VK ist Kriegsdienst jeder Dienst im, für und am Krieg. Wie sie es in ihrem Programm formuliert hat, tritt sie deshalb für „die Verweigerung aller militärischen und nichtmilitärischen Kriegsdienste als einen Beitrag gegen Krieg und Kriegsvorbereitung“ ein. Kriegsdienste werden wesentlich organisiert über die sog. Wehrpflicht, die korrekt und nicht-beschönigend Kriegsdienstzwang genannt werden sollte.

Die Garantie des Grundgesetzes in Artikel 4 Absatz 3, dass niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden darf, betrachtet die DFG-VK als nicht zu unterschätzenden zivilisatorischen Fortschritt. Dieser ist nicht zuletzt der massenhaften Verfolgung von Kriegsdienstverwei-gerern, Deserteuren und „Wehrkraftzersetzern“ in Nazi-Deutschland geschuldet. Von einem Menschen-recht auf KDV sind aber die verfassungsrechtliche Bestimmung, die gesetzlichen Regelungen und die verwaltungsmäßige Umsetzung weit entfernt. 

Deshalb ist die KDV nach Art. 4 Abs. 3 GG ein sehr wichtiges, dabei aber nicht das einzige Mittel der Kriegsdienst(e)verweigerung. Unser Ziel ist, dass möglichst viele Menschen sich gegen alle Kriegsvorbereitungen wehren, sich nicht einplanen lassen, sich Kriegsdienst(en) verweigern oder entziehen und sich politisch gegen Krieg und Kriegstüchtigkeit engagieren. Dabei haben Schulstreiks gegen Wehrpflicht ebenso ihre Bedeutung wie Musterungsverweigerungen, Proteste vor „Karrierecentern“ wie „Fahnenfluchten“, KDV-Anträge wie Befehlsverweigerungen von Soldat*innen, Blockaden von Kasernen wie Adbustings etc. 

Der Wert und die Stärke der DFG-VK als vereinigte Kriegsdienstgegner*innen ist ihr grundsätzliches Nein zu Krieg, Militär und Kriegsdiensten – und ihre Vielfalt an Handlungsansätzen, Aktionsmethoden und positiven Alternativen. Deshalb bleibt die in den letzten Jahren erfolgreich wiederaufgebaute 4/3-KDV-Beratung weiter ein Schwerpunkt unserer Arbeit – und wir nutzen den Kontakt zu den vielen v.a. jungen Ratsuchenden, deren lebensbejahende Widerstandskraft, zivile Ungehorsamkeit und militärkritischen Verweigerungswillen zu stärken.

Kein Mensch und kein Cent für Krieg und Militär!

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