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Karlsruhe: Studientag Friedensarbeit

Juli 11 @ 9:00 – 17:00

Die EKD-Friedensdenkschrift soll zum Anlass genommen werden, gemeinsam über die aktuellen Fokusthemen und Priorisierungen der kirchlichen Friedensarbeit in Baden zu sprechen. 

Der christliche Glaube fordert uns auf, Frieden zu stiften. In der Geschichte der kirchlichen Friedensarbeit haben Menschen auf die Traditionen des christlichen Glaubens zurückgegriffen, um diese Arbeit sowohl an der Basis als auch auf internationaler Ebene zu motivieren, zu gestalten und zu stärken. 

Die Veröffentlichung der EKD-Friedensdenkschrift im November 2025 hat eine kontroverse Diskussion über die Erwartungen, Methoden und Ziele der kirchlichen Friedensarbeit in Deutschland ausgelöst. Dies ist Anlass, auch in Baden darüber nachzudenken, wie der friedensethische Prozess weitergeführt werden kann, welche Positionierungen weiterführen und wie die konkrete, praktische Friedensarbeit weitergehen soll. 

Die konkreten Herausforderungen für die heutige Friedensarbeit sind erheblich. Kriege im Nahen Osten, in der Ukraine und in Afrika stellen die Gültigkeit von Völkerrecht und Menschenrechten infrage. Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Kriege geführt werden. Das Erstarken von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Bewegungen polarisiert Gesellschaften. Zudem erhöhen der Klimakollaps und der weitgehende Abbau der Entwicklungshilfe weltweit das Konfliktpotenzial. 

In unserer gemeinsamen Diskussionen werden wir erörtern, wie Kirchen und Friedensorganisationen diesen Entwicklungen praktisch entgegenwirken können, welche konkreten Ziele wir verfolgen, welche Schritte dafür erforderlich sind und welche Rollen Kirchen und Glaubensgemeinschaften einnehmen können. Impulsreferate und Workshops bringen auch internationale Perspektiven ein. 

Der Studientag wird eine Erklärung entwickeln, auf welche Bereiche und Ziele sich die zukünftige kirchliche Friedensarbeit in der EKIBA konzentrieren soll. 

Anmeldung

Gebühr (inkl. Snacks, Getränke, Mittagessen und Nachmittagskaffee): 15 €
Teilnehmende unter 25 Jahren kostenlos. 

Bei der Anmeldung können Sie die Teilnahme an zwei der unten genannten Workshops auswählen. 

Anmeldung bis zum 03. Juli 2026 hier


Programm

09:00   Ankommen 

09:30   Andacht mit Einführung von Stephen Lakkis als Friedensbeauftragter – Mit OKR Dr. Matthias Kreplin 

10:00   Begrüßung und Einleitung: Friedensarbeit jenseits der EKD-Denkschrift – Prof. Dr. Stephen Lakkis 

10:30   Entwurf einer Positionierung für die Friedensarbeit 

10:45   Pause 

11:00   Keynote: Kirchliche Friedensarbeit in autoritären Kontexten – Rev. Chris Moore, United Church of Christ, USA 

12:00   Mittagessen 

Konkrete Schritte in der Friedensarbeit 

12:45   Einführung in die Workshops 

13:00   Workshops: Erste Runde 

14:00   Pause 

14:15   Workshops: Zweite Runde 

15:15   Pause 

15:30   Podiumsdiskussion: Ziele der kirchlichen Friedensarbeit – mit Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart 

16:15   Entwurf einer Positionierung für die Friedensarbeit: Rückmeldungen und Ergänzungen 

17:00   Ende 

Workshops:

(1) Kriegsdienst oder Friedensdienst: KDV-Beratung und Impulse aus dem Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst

Vincent Berger, Referent für KDV und Auslandsfreiwilligendienste (FÖF)

(2) Friedenspädagogik und Friedensarbeit vor Ort

Prof.in Dr.in Melanie Hussak, Leiterin des Friedensinstituts Freiburg

(3) Klimagerechtigkeit und Entwicklungsarbeit

Michael Starck, Kirchlicher Entwicklungsdienst, EKIBA

(4) Künstliche Intelligenz und Autonome Waffensysteme

Prof. Dr. Stephen Lakkis, Friedensbeauftragter, EKIBA

(5) Fallstudie: Krieg und Frieden in Israel/Palästina

OKR i.R. Wolfgang Schmidt

(6) Waffenlieferung und Rüstungsexporte

Albrecht Knoch, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Württemberg, Mitglied in der „Ökumenischen AG Rüstungsexporte begrenzen“

(7) Ziviler Widerstand und Soziale Verteidigung

Dietrich Becker-Hinrichs, Werkstatt für gewaltfreie Aktion

(8) Rechtsextreme Bewegungen und Demokratie in Deutschland

Regine Gnegel (Referentin Flucht und Interkulturelle Kompetenz, EKIBA) und Sandra Kemp (Beauftragte für Weltanschauungsfragen, EKIBA)

(9) Szenarien zu Beendigung des Ukraine Krieges

Gerd Bauz, Sicherheit neu Denken

(10) Atomwaffen und die nukleare Abschreckung

NN

(11) Friedensarbeit grenzüberschreitend

Dr. Stefan Walther, Chemins de Paix/Friedenswege

(12) Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. Vorstellung der ökumenischen Friedensschrift durch zwei Mitglieder des Redaktionsteams

Karen Hinrichs und Dr. Theodor Ziegler