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Wir informieren

15 Dezember, 2025

Rundbrief 3–4/2025 des Bundes für Soziale Verteidigung

Der aktuelle Rundbrief des Bundes für Soziale Verteidigung (BSV) versammelt eine Vielzahl kluger, ermutigender und dringend notwendiger Beiträge zur Frage, wie Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlicher Zusammenhalt ohne Militarisierung verteidigt werden können. Thematisiert werden unter anderem Schutzansätze in Zeiten autoritärer Bedrohungen, feministische Perspektiven auf Soziale Verteidigung, Analysen zu schleichender Faschisierung sowie praktische Argumente und Strategien gegen Militarisierung in Politik, Alltag und Debatten  .

Weitere Artikel befassen sich mit Diversität als Stärke sozialer Bewegungen, historischen und aktuellen Beispielen gewaltfreien Widerstands, der Notwendigkeit einer erneuerten Friedensbewegung angesichts atomarer Bedrohungen sowie mit konkreten Projekten wie LOVE-Storm zum Umgang mit Hass im Netz. Abgerundet wird der Rundbrief durch Einblicke in Fachgespräche, Veranstaltungen und die geplante BSV-Jahrestagung 2026.

Als Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen Baden-Württemberg geben wir die Informationen des BSV sehr gerne weiter. Wir schätzen seine Arbeit außerordentlich: Sie steht für progressives, solidarisches und realitätsnahes Denken jenseits militärischer Logik – genau jene Art von Friedenskompetenz, die in politischen Entscheidungsprozessen viel stärker berücksichtigt werden müsste. Man könnte sich gut vorstellen, dass eine Bundesregierung, die es ernst meint mit Frieden, den BSV als Berater für zivile Sicherheit und Konfliktbearbeitung heranzieht.

Auch wenn das vorerst Wunschdenken bleiben mag: Für unsere Mitglieder und alle Antimilitarist*innen ist dieser Rundbrief eine klare Empfehlung – informativ, mutmachend und ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer friedlicheren Gesellschaft.

Hier gehts zum Rundbrief 3-4/2025 des Bund für soziale Verteidigung. Gutes Lesen!

2 Dezember, 2025

SIPRI-Bericht vom 1. Dezember 2025: Katastrophale Entwicklung im Rüstungsbereich

Jürgen Grässlin, DFG-VK-Bundessprecher und Kampagnensprecher der »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!«, hat eine Mitteilung veröffentlicht, in der er auf die alarmierenden neuen Daten des internationalen Friedensforschungsinstituts SIPRI zur weltweiten Rüstungsentwicklung hinweist.  Da wir diese Informationen für von größter Bedeutung halten, teilen wir sie hiermit vollständig auf Deutsch.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

die weltweite Aufrüstungsspirale dreht sich in schwindelerregende Höhen, wie das aktuelle Ranking des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI für die Top-100-Konzerne belegt. Während zur Bekämpfung der dramatisch voranschreitenden Klimakatastrophe, des weltweiten Hungers, der Bildung aller Menschen und auch in den Bereichen Pflege und Gesundheit das dringend benötigte Geld fehlt, wird weltweit in nie gekanntem Maße hochgerüstet!

Unter den Top Ten der Rüstungsgiganten sind sechs Konzerne aus den USA, zwei aus China, einer aus Großbritannien und einer aus Russland. Derweil werden (und wurden) mehr als 25 Kriege geführt und finanziert – die bekanntesten sind der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine (mit massiver Waffenhilfe der NATO) und der Israel–Gaza-Krieg.

Gerade die deutschen Kriegsprofiteure verzeichnen in Zeiten wie diesen einzigartig hohe Einnahmen – allen voran Rheinmetall (im SIPRI-Ranking gestiegen von Platz 26 (2023) auf Platz 20 (2024) mit einer Einnahmesteigerung von +46,6 %), ThyssenKrupp (63 > 61, +12,3 %), Hensoldt (70 > 62, +17,9 %) und Diehl (80 > 67, +52,9 %). Außerdem rangiert der britisch-deutsche Kampfflugzeughersteller Airbus auf Platz 12 (zuvor 13, +1,2 %)! Diese Daten beziehen sich in Deutschland auf die sogenannte »Zeitenwende« unter der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP.

Siehe unten die Informationen mit den jeweiligen Links.

Was wir ganz dringend brauchen, ist eine Widerstandsbewegung in nie gekannter Breite: der Gewerkschaften, Kirchen, sozialen Bewegungen und Abertausenden von Aktivistinnen und Aktivisten!!!

Unser Ziel muss sein: Mit massivem Druck eine »Zeitenwende der Zeitenwende« zu erreichen und damit Friedensverhandlungen herbeizuführen, in denen neue Abrüstungsverträge verabschiedet werden. Rüstung muss runter, Soziales muss rauf!!!

Herzlichst

Jürgen Grässlin, Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!, DFG-VK, RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)

P.S.: Schon heute zeichnet sich ab: Der Rüstungs- und Rüstungsexportwahn schreitet hierzulande auch unter der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD ungebremst voran!

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SIPRI für die Medien – Deutsche Übersetzung

SIPRI Top 100 Waffenhersteller verzeichnen gemeinsamen Umsatzanstieg, während Staaten sich beeilen, Arsenale zu modernisieren und auszubauen

1. Dezember 2025

(Stockholm, 1. Dezember 2025)

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Waffen und militärischen Dienstleistungen durch die 100 größten Waffenhersteller der Welt stiegen im Jahr 2024 um 5,9 Prozent und erreichten mit 679 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Dies geht aus den heute veröffentlichten neuen Daten des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) hervor, abrufbar unter www.sipri.org.

Hier klicken, um die interaktive Tabelle der SIPRI Top 100 (Waffen- und Militärdienstleistungsunternehmen weltweit, 2024) zu erkunden.

Den SIPRI-Factsheet können Sie hier herunterladen.

Die globalen Rüstungseinnahmen stiegen 2024 stark an, da die Nachfrage durch die Kriege in der Ukraine und Gaza, globale und regionale geopolitische Spannungen sowie immer höhere Militärausgaben befeuert wurde. Zum ersten Mal seit 2018 steigerten alle fünf größten Waffenunternehmen ihre Rüstungseinnahmen.

Obwohl der Großteil des globalen Anstiegs auf Unternehmen mit Sitz in Europa und den Vereinigten Staaten zurückzuführen war, gab es in allen in den Top 100 vertretenen Weltregionen jährliche Zuwächse. Die einzige Ausnahme war Asien und Ozeanien, wo Probleme innerhalb der chinesischen Rüstungsindustrie den regionalen Gesamtwert nach unten zogen.

Der Anstieg der Einnahmen und neuen Aufträge veranlasste viele Rüstungsunternehmen dazu, Produktionslinien auszubauen, Einrichtungen zu vergrößern, neue Tochtergesellschaften zu gründen oder Übernahmen durchzuführen.

„Im vergangenen Jahr erreichten die globalen Rüstungseinnahmen den höchsten Wert, der jemals von SIPRI erfasst wurde, da Hersteller von der hohen Nachfrage profitierten“, sagte Lorenzo Scarazzato, Forscher im SIPRI-Programm für Militärausgaben und Waffenproduktion. „Obwohl Unternehmen ihre Produktionskapazitäten ausbauen, stehen sie weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen, die Kosten und Lieferpläne beeinflussen könnten.“

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US-Rüstungseinnahmen wachsen, aber Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bestehen fort

Im Jahr 2024 stiegen die kombinierten Rüstungseinnahmen der US-Waffenunternehmen in den Top 100 um 3,8 Prozent auf 334 Milliarden US-Dollar, wobei 30 der 39 US-Unternehmen im Ranking steigende Rüstungseinnahmen verzeichneten. Dazu gehörten große Waffenhersteller wie Lockheed Martin, Northrop Grumman und General Dynamics.

Allerdings behindern weit verbreitete Verzögerungen und Budgetüberschreitungen weiterhin die Entwicklung und Produktion wichtiger US-geführter Programme wie des F-35-Kampfjets, des U-Boots der Columbia-Klasse und der interkontinentalen ballistischen Rakete „Sentinel“. Mehrere der größten US-Waffenhersteller sind von Überschreitungen betroffen, was Unsicherheit darüber schafft, wann wichtige neue Waffensysteme und Modernisierungen geliefert und einsatzbereit sein können.

„Die Verzögerungen und steigenden Kosten werden unweigerlich die militärische Planung und die Militärausgaben der USA beeinflussen“, sagte Xiao Liang, Forscher im SIPRI-Programm für Militärausgaben und Waffenproduktion. „Dies könnte sich auf die Bemühungen der US-Regierung auswirken, übermäßige Militärausgaben zu senken und die Budgeteffizienz zu verbessern.“

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Europa: Aufrüstung im Gange, aber Gefahr von Lieferkettenproblemen wächst

Von den 26 in Europa (ohne Russland) ansässigen Unternehmen der Top 100 verzeichneten 23 steigende Rüstungseinnahmen. Ihre aggregierten Einnahmen stiegen um 13 Prozent auf 151 Milliarden US-Dollar. Dieser Anstieg war an die Nachfrage gebunden, die sich aus dem Krieg in der Ukraine und der wahrgenommenen Bedrohung durch Russland ergab.

Das tschechische Unternehmen Czechoslovak Group verzeichnete den stärksten prozentualen Anstieg der Rüstungseinnahmen aller Top-100-Unternehmen im Jahr 2024: um 193 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen schreibt den Großteil seiner Einnahmen der Ukraine zu. Die Czechoslovak Group profitierte von der Tschechischen Munitionsinitiative, einem staatlich geführten Projekt zur Beschaffung von Artilleriegranaten für die Ukraine.

Ukraines eigenes Unternehmen JSC Ukrainian Defense Industry steigerte seine Rüstungseinnahmen um 41 Prozent auf 3,0 Milliarden US-Dollar.

„Europäische Rüstungsunternehmen investieren in neue Produktionskapazitäten, um die steigende Nachfrage zu bedienen“, sagte Jade Guiberteau Ricard, SIPRI-Forscherin. „Aber die Beschaffung von Materialien könnte eine wachsende Herausforderung darstellen. Insbesondere die Abhängigkeit von kritischen Mineralien wird die europäischen Aufrüstungspläne wahrscheinlich erschweren.“

Ein Beispiel für solche Risiken: Das gesamteuropäische Unternehmen Airbus und Frankreichs Safran deckten bis 2022 die Hälfte ihres Titanbedarfs durch Importe aus Russland und mussten neue Lieferanten finden. Angesichts chinesischer Exportbeschränkungen für kritische Mineralien warnten Unternehmen wie Thales (Frankreich) und Rheinmetall (Deutschland) 2024 vor potenziell hohen Kosten bei der Umstrukturierung ihrer Lieferketten.

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Russland: Rüstungseinnahmen steigen trotz Sanktionen und Fachkräftemangel

Die beiden russischen Rüstungsunternehmen in den Top 100, Rostec und United Shipbuilding Corporation, steigerten ihre kombinierten Rüstungseinnahmen um 23 Prozent auf 31,2 Milliarden US-Dollar, trotz internationaler Sanktionen, die zu Komponentenknappheit führten. Die inländische Nachfrage reichte aus, um den Verlust aus sinkenden Rüstungsexporten mehr als auszugleichen.

„Neben Sanktionen stehen russische Rüstungsunternehmen vor einem Mangel an Fachkräften. Dies könnte die Produktion verlangsamen und Innovationen begrenzen“, sagte Diego Lopes da Silva, leitender SIPRI-Forscher. „Allerdings sollten wir mit solchen Vorhersagen vorsichtig sein, da sich die russische Rüstungsindustrie während des Ukrainekrieges widerstandsfähiger gezeigt hat, als erwartet.“

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Asien und Ozeanien: Probleme in Chinas Rüstungsindustrie drücken den Gesamtwert

Asien und Ozeanien war die einzige Weltregion, die 2024 einen Rückgang der Rüstungseinnahmen unter den Top-100-Unternehmen verzeichnete – sie fielen auf 130 Milliarden US-Dollar, 1,2 Prozent weniger als 2023.

Das lag vor allem an einem kombinierten Rückgang von 10 Prozent bei den acht chinesischen Unternehmen in der Liste. Am auffälligsten war der 31-prozentige Rückgangbei NORINCO, Chinas Hauptproduzent für Landsysteme.

„Eine Vielzahl von Korruptionsvorwürfen im chinesischen Rüstungsbeschaffungswesen führte 2024 dazu, dass große Rüstungsverträge verschoben oder abgesagt wurden“, sagte Nan Tian, Direktor des SIPRI-Programms. „Dies verstärkt die Unsicherheit über den Stand der chinesischen Militärmodernisierung und darüber, wann neue Fähigkeiten verfügbar sein werden.“

Im Gegensatz dazu stiegen die Einnahmen japanischer und südkoreanischer Unternehmen weiter an, getragen von starker europäischer und inländischer Nachfrage:

– Japan: +40 %, gesamt 13,3 Mrd. USD

– Südkorea: +31 %, gesamt 14,1 Mrd. USD

Südkoreas größtes Rüstungsunternehmen Hanwha Group verzeichnete einen Umsatzanstieg von 42 Prozent, mehr als die Hälfte daraus aus Exporten.

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Rekordzahl von Unternehmen aus dem Nahen Osten

Zum ersten Mal kamen neun der Top-100-Unternehmen aus dem Nahen Osten, mit gemeinsamen Einnahmen von 31,0 Milliarden US-Dollar. Die Rüstungseinnahmen der Region stiegen um 14 Prozent.

Die drei israelischen Rüstungsunternehmen im Ranking steigerten ihre gemeinsamen Einnahmen um 16 Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar.

„Der zunehmende internationale Widerstand gegen Israels Handlungen in Gaza scheint wenig Einfluss auf das Interesse an israelischen Waffen gehabt zu haben“, sagte Zubaida Karim, SIPRI-Forscherin. „Viele Länder erteilten 2024 weiterhin neue Aufträge an israelische Unternehmen.“

Die Rangliste 2024 enthält fünf türkische Rüstungsunternehmen (gemeinsam 10,1 Mrd. USD, +11 %), nachdem MKE erstmals in die Top 100 aufgenommen wurde.

Das staatliche Konglomerat EDGE Group der Vereinigten Arabischen Emirate meldete 2024 Rüstungseinnahmen von 4,7 Mrd. USD.

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Weitere bemerkenswerte Entwicklungen

• Die kombinierten Rüstungseinnahmen der drei indischen Unternehmen in den Top 100 stiegen um 8,2 % auf 7,5 Mrd. USD.

• Die vier deutschen Unternehmen in den Top 100 steigerten ihre kombinierten Einnahmen um 36 % auf 14,9 Mrd. USD – getrieben durch höhere Nachfrage nach bodengebundener Luftverteidigung, Munition und gepanzerten Fahrzeugen.

• Das US-Unternehmen SpaceX erschien erstmals in den SIPRI Top 100, nachdem seine Rüstungseinnahmen im Vergleich zu 2023 mehr als verdoppelt wurden und 1,8 Mrd. USDerreichten.

• Zum ersten Mal wurde ein indonesisches Unternehmen in die Top 100 aufgenommen: DEFEND ID meldete einen Anstieg seiner Rüstungseinnahmen um 39 % auf 1,1 Mrd. USD, angetrieben durch Industriekonsolidierung und erhöhte inländische Beschaffungen.

Für Informationen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie:

Stephanie Blenckner (blenckner@sipri.org, +46 8 655 97 47).

Siehe:

https://www.sipri.org/media/press-release/2025/sipri-top-100-arms-producers-see-combined-revenues-surge-states-rush-modernize-and-expand-arsenals

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SIPRI: Interaktive Tabelle – Deutsche Waffenhersteller unter den Top 100

Die SIPRI-Top-100-Tabelle (Waffen- und Militärdienstleistungsunternehmen weltweit, 2024):

https://www.sipri.org/visualizations/2025/sipri-top-100-arms-producing-and-military-services-companies-world-2024

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tagesschau.de vom 01.12.2025 

SIPRI-Bericht – Weltweite Rüstungsumsätze auf Rekordhoch

Die weltweite Aufrüstung schreitet voran und beschert den Rüstungsfirmen steigende Verkäufe. Die vier größten deutschen Konzerne steigerten laut SIPRI ihre Einnahmen um mehr als ein Drittel.

„Im Jahr 2024 haben die weltweiten Rüstungsumsätze den höchsten Punkt erreicht, den wir jemals gemessen haben. Sie lagen bei 679 Milliarden US-Dollar“, sagt SIPRI-Forscher Lorenzo Scarazzato. Haupttreiber seien geopolitische Spannungen wie der Gaza-Krieg und der Krieg in der Ukraine gewesen. „Und generell setzen die Staaten weniger auf Diplomatie, sondern eher auf militärische Stärke“, so Scarazzato.

Nämlich auf Aufrüstung und Abschreckung, mit Panzern und anderen traditionellen Waffensystemen ebenso wie mit Drohnen. Davon profitieren gerade die Hersteller in Europa: Fast alle 26 europäischen Rüstungskonzerne auf der SIPRI-Liste melden Umsatzsteigerungen, insgesamt verzeichnen die europäischen Firmen ein Plus von 13 Prozent. [Foto] Player: audioSIPRI-Bericht zu Atomwaffen.

2 Oktober, 2025

The old can learn from the young, can learn from the old: DGB-Jugend bleibt antimilitaristisch

Nein zur Wehrpflicht!

Screenshot www.jugend.dgb.de

Die DGB-Jugend bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung unserer Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem Motto „Nie wieder Krieg!“

Krieg und die Vorstellung davon dürfen nicht normalisiert werden. Frieden ist und bleibt das Ziel gewerkschaftlicher Politik und muss das Ziel des Staates sein.

Unsere Haltung bleibt klar: Die DGB-Jugend lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht und des Zivildienstes und die Einführung anderer Pflichtdienste für junge Menschen ab. Bestehende rechtliche Möglichkeiten zum Pflichtdienst oder zur Arbeitspflicht müssen abgeschafft werden. Jede Form der Wehrerfassung lehnen wir ebenfalls ab. Es besteht die reale Gefahr, dass verpflichtende Ersatzdienste zur Umgehung struktureller Probleme im Sozial- und  Pflegebereich genutzt werden. Das unterwandert bestehendes Fachpersonal und darf nicht für die Beschaffung billiger Arbeitskräfte missbraucht werden.

Wir wollen eine Bundeswehr, die Verteidigungsarmee ist. Sie muss ausschließlich die Aufgabe haben, Deutschland und unsere Bündnispartnerinnen zu schützen. Die DGB-Jugend positioniert sich strikt gegen die Präsenz von Bundeswehr und Militär an Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen. Wir lehnen den Einsatz von Jugendoffizierinnen und allgemein alle Werbeversuche für die Bundeswehr an Schulen strikt ab. Junge Menschen, die dennoch freiwillig als Soldatin in der Bundeswehr dienen möchten, müssen persönlich davon profitieren. Ihre berufliche Ausbildung muss während der Dienstzeit fortgesetzt oder gestärkt werden, beispielsweise durch die Weiterführung von begonnener Ausbildung oder durch Weiterqualifizierung. Die persönliche Entwicklung als kritischer Bürger*in in der Demokratie muss in den Fokus genommen werden. Die Bundeswehr soll ein demokratischer Ort frei von Diskriminierung sein. Soziale und politische Bildung müssen elementarer Teil des Dienstes sein.

Auch ein freiwilliger Wehrdienst belastet insbesondere junge Menschen aus Haushalten mit geringem Einkommen. Für sie scheint der Dienst eine attraktive Alternative zu einer Ausbildung zu sein, die sie sich finanziell nicht leisten können. Doch ohne abgeschlossene Berufsausbildung steigt das Risiko, später in prekäre Beschäftigung zu geraten. So verstärkt selbst ein freiwilliger Dienst soziale Ungleichheit.

Zum Wehrdienst-Modernisierungsgesetz

Obwohl junge Menschen Wehr- und Pflichtdienste ablehnen, hat die Bundesregierung ein konkretes Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht, um Wehrdienste vorzubereiten und schnell umsetzen zu können. Anlässlich des vorgelegten „Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes“ stellt die DGB-Jugend darüber hinaus klar: Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, mit Beschluss der Bundesregierung und Zustimmung des Bundestags die Wehrpflicht wieder in Kraft zu setzen. Die Möglichkeit für solch einen weitreichenden Eingriff in die Grundrechte junger Männer darf es nicht geben!

Besonders kritisch ist, dass dies ohne die Beratungs- und Anhörungsrechte durchgeführt werden kann, die bei einem ordentlichen Gesetzgebungsprozess vorgesehen sind. Auch vorbereitende Maßnahmen bereiten am Ende nur eine Wehrpflicht vor. Verpflichtende Fragebögen, Musterungen und jede Form der Wehrerfassung lehnen wir ab.

Begründung

Vor dem Hintergrund aktueller sicherheitspolitischer Bedrohungsszenarien wird ein massiver Aufwuchs der Bundeswehr von vielen Seiten gefordert. In der aktuellen (sic) zeichnet sich heraus, dass eine abgestufte Wehrpflicht nach dem „Schwedischen Modell“ eingeführt werden soll. Dies umfasst eine Erfassung aller Wehrpflichtigen. In Friedenszeiten wird dabei auf Freiwilligkeit beim tatsächlichen Wehrdienst gesetzt, insofern die Zahl der Freiwilligen ausreicht, um die Zielvorgaben zu erreichen. Sollten die Zielvorgaben nicht erreicht werden oder ein Spannungs- oder Verteidigungsfall eintreten, ist eine Wehrpflicht möglich und höchst wahrscheinlich.

Die geplanten Maßnahmen würden etwa 300.000 junge Männer pro Jahrgang betreffen. Vor diesem Hintergrund bietet das kürzlich novellierte „Arbeitssicherstellungsgesetz“ dem Staat im Verteidigungsfall bereits jetzt die Möglichkeit, umfassend in Arbeitsverhältnisse einzugreifen. Das Recht zur Kündigung durch Arbeitnehmende als grundlegendes Merkmal des Arbeitsverhältnisses kann auf der Grundlage außer Kraft gesetzt werden. Durch die Möglichkeit der Verpflichtung in Arbeitsverhältnisse wird das konstituierende Merkmal der Vertragsfreiheit ebenfalls außer Kraft gesetzt. Pflichtdienste sind demnach bereits jetzt im Verteidigungsfall möglich.

Pflichtdienste jeglicher Art sind ein Eingriff in die persönliche Freiheit und Lebensgestaltung, auch wenn sie dem Erhalt gesellschaftlicher Freiheit dienen sollen. Sie müssen als letztes Mittel des Staates zur Aufrechterhaltung unserer Freiheitsrechte begriffen werden. Die (Wieder-)Einführung der Wehrpflicht hat das Ziel, diese Ordnung zu erhalten. Sie dürfen nicht als Normalzustand einer freien Gesellschaft begriffen werden. Eine angenommene, abstrakte Bedrohungslage rechtfertigt nicht, in die persönliche Lebensgestaltung von Millionen junger Menschen einzugreifen. Die DGB-Jugend verfolgt in ihrem politischen Wirken das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen zu fördern. Daher ist es geboten, den zu erwartenden Pflichtdienst konstruktiv zu begleiten und auf eine Ausgestaltung im Sinne junger Menschen zu drängen.

Das ist ein Beschluss der DGB-Jugend vom 16.09.2025. Er gibt nicht die Position der DFG-VK LV Ba-Wü wieder. Aber wir sind froh, darüber dass die DGB-Jugend, im Gegensatz zum DGB ihren anti-militaristischen Anspruch weiter kundtut und sich somit gegen den vorherrschenden Militarisierungswahn stellt. Wir brauchen mehr davon! Frieden schaffen ohne Waffen! Gewalt fördert Gewalt und wird die Eskalationsspirale nicht stoppen! Nein zur Geschichtsvergessenheit!

15 April, 2025

Abrüstung im Magazin! Die ZivilCourage, mit unseren SÜDWEST-KONTAKTEN (SWK) ist raus!

Liebe Freund*innen des Friedens,

hier unsere neuen SÜDWESTKONTAKTE. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Die gesamte Zivilcourage 2 I 2025 findet ihr hier.

Darüberhinaus möchten wir euch auf ein neues Angebot aufmerksam machen. Die ZivilCourage gibt es nun auch als Podcast auf die Ohren: „Frieden für die Ohren :-)“

Unter ZivilCourage – Der Podcast könnt ihr die spannenden Beiträge jede Woche nun auch als Podcast hören. Ihr findet den Zivil auf allen gängigen Plattformen. Teilt und bewertet gerne unseren Podcast!

3 April, 2025

Bericht zum Klausurtreffen der DFG-VK Baden-Württemberg am 29.03.2025

Am 29. März 2025 haben wir uns in Kernen zu unserem Klausurtreffen zusammengefunden. Mit dabei waren Ernst Rattinger, Sarah Fontanarosa, Klaus Pfisterer, Stefan Philipp, Renate Seiboldt, Ruth Scheel, Anete Wellhöfer, Thomas Schild-Dona und Jonas Fehrenbach. Gemeinsam haben wir intensiv über unsere aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Schwerpunkte gesprochen.

Ein großes Thema war die Kriegsdienstverweigerung (KDV). Angesichts der Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht wollen wir unser Beratungsangebot weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, möglichst viele Anlaufstellen in Baden-Württemberg zu schaffen, um ungediente Personen, aktive Soldat:innen und Reservist:innen zu unterstützen. Dabei haben wir uns auch die Frage gestellt, wie wir unsere politische Haltung – gegen jede Form von Wehr-, Zwangs- und Pflichtdienst – noch deutlicher in die Öffentlichkeit tragen können.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Friedensbündnissen war ein wichtiger Punkt. Wir sind in verschiedenen Netzwerken aktiv, zum Beispiel bei „Schulfrei für die Bundeswehr“ oder im „Netzwerk Friedensbildung Baden-Württemberg“. Gleichzeitig überlegen wir, wie wir unsere Bündnisarbeit noch gezielter gestalten können – und mit welchen Partner:innen wir künftig enger zusammenarbeiten wollen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Ulli-Thiel-Friedenspreis (UTFP). Es ist großartig zu sehen, dass sich immer mehr Schulen beteiligen. Wir wollen diesen positiven Trend weiter unterstützen und haben über zukünftige Veranstaltungsorte und neue Möglichkeiten zur Bekanntmachung des Preises gesprochen.

Natürlich haben wir uns auch mit unserer finanziellen Lage beschäftigt – vor allem mit der Frage, wie wir die hauptamtliche Stelle langfristig absichern können. Klar ist: Wir brauchen mehr Unterstützer:innen und neue Spendenquellen. Ideen dazu gibt es viele, von gezielteren Kampagnen über persönliche Ansprache bis hin zu neuen Fördermitgliedschaften.

Unser Fazit: Wir haben viel vor! Unsere nächste große Gelegenheit, gemeinsam weiterzudenken und zu planen, ist die Landesmitgliederversammlung. Dort wollen wir unsere Mitglieder aktiv einbeziehen und gemeinsam die nächsten Schritte festlegen. Wir freuen uns auf eine starke Beteiligung!

27 März, 2025

Offener Brief

20. März 2025

Appell zur künftigen Rüstungsexportkontrolle: Die Stärke des Rechts hochhalten!

Sehr geehrter Herr Merz, sehr geehrter Herr Dr. Söder, sehr geehrter Herr Klingbeil, sehr geehrte Frau Esken, sehr geehrte Mitglieder der Arbeitsgruppe „Außen und Verteidigung, Entwicklungszusammenar-beit und Menschenrechte“, sehr geehrte Mitglieder der Arbeitsgruppe „Wirtschaft, Industrie, Tourismus“, sehr geehrte Mitglieder der Arbeitsgruppe „Europa“,

wir, die unterzeichnenden Organisationen, arbeiten seit langem zu den Folgen deutscher und eu-ropäischer Rüstungsexporte. Diese Arbeit zeigt immer wieder auf erschreckende Art und Weise:Kriegswaffen, sonstige Rüstungsgüter und militärisch genutzte Dual-use-Güter sind keine Warenwie alle anderen! Es sind Gewaltmittel, die einerseits Teil eines staatlich legitimierten Gewaltmo-nopols sein, andererseits jedoch auch missbraucht werden können. Gerade in Zeiten, in denenviele Regierungen wieder auf das Recht des Stärkeren setzen und damit zunehmend Druck auf dieregelbasierte internationale Ordnung ausüben, muss betont werden: Durch Waffen und Rüstungs-güter können Menschen unmittelbar und mittelbar verletzt, getötet oder unterdrückt werden! Sie können zur Eskalation von Konflikten beitragen, Aufrüstungsspiralen befeuern und sind eine Fluchtursache. Deshalb ist der Export von Rüstungsgütern besonders kontrollbedürftig!

Mit Besorgnis stellen wir fest, dass Diskussionen über Rüstungsexporte zunehmend im Kontextstrategischer Interessen geführt werden und nicht unter dem Vorrang menschenrechtlicher undvölkerrechtlicher Verpflichtungen. Rüstungsexporte dürfen nicht zur geopolitischen Verfügungs-masse verkommen! Internationale Verpflichtungen müssen in der Rüstungsexportpolitik umge-setzt werden.

Wir fordern deshalb von Ihnen, sicherzustellen, dass es keine deutschen Rüstungsexporte anStaaten gibt, bei denen das Risiko besteht, dass sie zu Verletzungen der Menschenrechteoder des humanitären Völkerrechts beitragen!

Wir sind überzeugt, dass im Sinne der Stärke des Rechts ein nationales Rüstungsexportkontrollge-setz das richtige Instrument ist, um dies umzusetzen. Wir appellieren deshalb an die koalierende Parteien:

Nehmen sie ein wirklich restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz in den Koalitionsvertragauf. Dieses darf keine leere Hülle werden. Es muss substanzielle Verbesserungen im Sinneeiner restriktiven Kontrolle mit sich bringen; insbesondere im Hinblick auf Rechtsverbind-lichkeit, Transparenz, eine Kleinwaffendefinition im Sinne der UN-Definition und die Kon-trolle von Regierungshandeln, indem Berichtspflichten und ein Verbandsklagerecht verankert werden!

Auch die Rüstungsexportkontrolle auf EU-Ebene sollte in diesem Sinne deutlich verbessert werden.Denn die europäische Rüstungszusammenarbeit wird zunehmend gefördert. Die Wettbewerbsfä-higkeit der europäischen Rüstungsindustrie soll gestärkt und die Produktionskapazitäten massivausgebaut werden. Die produzierten Waffen und Rüstungsgüter dann auch auf dem Weltmarkt anzubieten, wird nicht ausgeschlossen, sondern vielmehr unterstützt. Während die Rüstungszusammenarbeit gestärkt wird, gerät eine restriktive Exportkontrolle jedoch immer mehr aus dem Blick. Daher fordern wir die zukünftige deutsche Bundesregierung auf, mit einem wirklich restriktiven nationalen Rüstungsexportkontrollgesetz auf europäischer Ebene glaubwürdig als Vorreiterfür die dringend benötigte Durchsetzung und Verschärfung bestehender EU-Kriterien einzutreten.

Gleichzeitig dürfen Verbesserungen der nationalen Rüstungsexportkontrolle nicht mit Verweis aufEU-weite Regelungen mit unklarer Zukunftsperspektive blockiert oder gegeneinander ausgespieltwerden. Es braucht Verbesserungen auf beiden Ebenen.

Im ersten Schritt empfehlen wir Ihnen, sicherzustellen und im Koalitionsvertrag festzuschreiben, dass bei Exporten aus europäischen Rüstungskooperationen der bereits bestehende und verbindliche Gemeinsame Standpunkt der EU zu Rüstungsexporten und der internationale Waffenhandelsvertrag (ATT) endlich uneingeschränkt angewendet werden! Damit würde Deutschland nicht, wie so oft behauptet, einen restriktiven Sonderweg beschreiten, sondern lediglich den bestehenden europäischen und internationalen Regeln zur Durchsetzung verhelfen! Die Kosten unverantwortlicher Exporte tragen am Ende die Menschen in autoritären Regimen und in Krisengebieten, die vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung fliehen müssen. Wettbewerbsfähigkeit darf nicht auf dem Rücken Dritter und auch nicht zu lasten der europäischen Sicherheit durch Exporte in alle Welt ausgetragen werden.

Sorge bereitet uns weiterhin die Forderung, dass Rüstungsunternehmen bei nachhaltigen Geldanlagen nicht negativ bewertet oder ausgeschlossen werden sollen. Selbst wenn die Politik mehr Investitionen in Rüstung als notwendig erachtet, bedeutet dies nicht, dass diese nachhaltig sind. Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) betont, dass nachhaltige Investitionen klare Standards erfüllen müssen. Doch Waffen und Rüstungsgüter entsprechen keinem der beiden Kriterien, die die EU-Taxonomie für nachhaltige Geschäftstätigkeiten vorschreibt: Sie leisten keinen positiven Beitrag zu den Umweltzielen der UN und sie erfüllen nicht den Aspekt „do no significant harm“.

Schätzungen zufolge sind Rüstung und Militär für 5,5 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Ganz zu schweigen von den Klimaschäden durch den militärischen Einsatz.

Auch dem Prinzip des „do no significant harm“ widersprechen Waffen und Rüstungsgüter, da ihr Einsatz unweigerlich zu Zerstörung führt.

Wir appellieren an Sie, im Koalitionsvertrag klarzustellen, dass Rüstungsfirmen auch weiterhin nicht in nachhaltige Fonds und Geldanlagen aufgenommen werden dürfen.

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, appellieren an Sie: Tragen Sie Sorge dafür, dass bestehende Verpflichtungen eingehalten werden und halten Sie die Stärke des Rechts in der Rüstungs-exportkontrolle hoch! Rüstungsexporte dürfen nicht zur geopolitischen Verfügungsmasse verkommen. Stellen Sie daher im Koalitionsvertrag sicher, dass:

– es keine deutschen Rüstungsexporte an Staaten gibt, bei denen das Risiko besteht, dass sie zu Menschen- oder Völkerrechtsverletzungen beitragen! Internationale Verpflichtungen gelten auch für die Rüstungsexportpolitik.

– die zukünftige Bundesregierung ein restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz einbringt, das ein Verbandsklagerecht als Kontrollinstrument vorsieht.

– bei Exporten aus europäischen Rüstungskooperationen der Gemeinsame Standpunkt der EU zu Rüstungsexporten und der Waffenhandelsvertrag (ATT) uneingeschränkt angewendet werden müssen.

– klargestellt wird, dass Rüstungsfirmen auch weiterhin nicht in nachhaltige Fonds und Geldanlagen aufgenommen werden dürfen und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einhalten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)

Amnesty International Deutschland e.V.

Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

Deutsche Franziskanerprovinz KdöR

Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V.

Ohne Rüstung Leben

pax christi – Deutsche Sektion e.V.

RüstungsInformationsBüro e.V.

Terre des Hommes Deutschland e.V.

Woltersburger Mühle

Kontakt: Charlotte Kehne, Referentin für Rüstungsexportkontrolle bei Ohne Rüstung Leben,

Tel. 0711 62039372, orl-kehne@gaia.de

11 März, 2025

Vorstellung Jonas Fehrenbach

Liebe Mitglieder und Freund*innen der DFG-VK Baden-Württemberg,

seit dem 1. März bin ich als Geschäftsführer unseres Landesverbands tätig. Ich bin 43 Jahre alt, lebe in Mannheim und habe zwei Kinder. Zuerst will ich mich bei Anete Wellhöfer für die gute Einarbeitung bedanken. Mit großem Respekt, aber auch viel Tatendrang übernehme ich diese Aufgabe – in einer Zeit, in der Aufrüstung als alternativlos gilt und Friedenspolitik oft belächelt wird. Doch ich bin überzeugt: Der Einsatz der DFG-VK gegen Militarisierung, für Friedensbildung, Friedenslogik und für Abrüstung ist wichtiger denn je.

Ein zentrales Anliegen ist mir, die Ortsgruppen zu vernetzen und zu unterstützen. Viele von euch leisten großartige Arbeit, und ich möchte euch ermutigen, den Austausch untereinander weiter zu stärken. Gemeinsam können wir mehr erreichen.

Außerdem möchte ich mehr Mitglieder für aktives Engagement gewinnen. Die DFG-VK lebt von den Menschen, die sich einbringen. Wer bislang gezögert hat, aktiv zu werden, soll wissen: Hier gibt es Raum für Ideen, und ich habe ein offenes Ohr für alle, die sich beteiligen möchten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich, Frieden, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen zudenken. Kriege zerstören nicht nur Leben, sondern auch Umwelt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Statt Milliarden in Hochrüstung zu stecken, sollten wir uns für nachhaltige und soziale Lösungen einsetzen. Dabei ist mir die Vernetzung mit anderen Bewegungen wichtig, um gegenseitige Unterstützung zu fördern.

Nicht zuletzt liegt mir am Herzen, junge Menschen für die Friedensarbeit zu begeistern. Die Altersstruktur in der DFG-VK zeigt, dass wir hier etwas verändern müssen. Das bedeutet auch, neue Kommunikationswege zu nutzen – ohne unsere Grundsätze aufzugeben. Ich hoffe dabei auf euer Vertrauen und eure Offenheit für Veränderungen.

Ich bin montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr unter 0176 56056618 erreichbar oder via mail unter fehrenbach@dfg-vk.de oder ba-wue@dfg-vk.de und freue mich über jede Kontaktaufnahme!

Lasst uns gemeinsam laut und unbequem aber auch hoffnungs-, freudevoll und friedlich bleiben.

Liebe Grüße

Jonas Fehrenbach

29 Januar, 2025

Dokumentation DFG-VK Neujahrstreffen am 25.01.25 in Karlsruhe

Am 25.01.25 trafen sich über 40 Personen zum DFG-VK Neujahrstreffen im Bonhoeffer-Haus in Karlsruhe.
Im Anschluss dokumentieren wir den Tag der um 10 Uhr mit Butterbrezeln und Kaffee startete und um ca. 17 Uhr endete. Für das leibliche Wohl sorgen Mittags verschiedene Pide und Nachmittags Kaffee und zahlreiche Kuchen. Die Stimmung war gut, viele nutzen die Pausen für Austausch und Gespräche.

1. Begrüßung durch Klaus Pfisterer

2. Jürgen Grässlin sprach über die „Aufgaben des Pazifismus in der heutigen Zeit“ mit anschließender Diskussion zu den verschiedenen aktuelle Konflikten und der Rolle der Rüstungsindustrie.

  • Einführung in den Pazifismus: Jürgen Grässlin betonte die Wichtigkeit des Pazifismus und reflektierte über seine eigene politische Laufbahn und die Herausforderungen, denen er begegnet ist, einschließlich zahlreicher Gerichtsprozesse, die er gewann.
  • Aktuelle Lesungen und thematische Schwerpunkte: Grässlin berichtete von seinen zahlreichen Lesungen und betonte, dass jede Lesung unterschiedliche thematische Schwerpunkte hat, wobei die Vision einer besseren Welt im Mittelpunkt steht.
  • Kritik an der Grünen Partei: Grässlin kritisierte die Grünen, insbesondere Robert Habeck, für ihre Aufrüstungspolitik und die Unterstützung von Rüstungsexporten, die er als Verrat an den pazifistischen Prinzipien der Partei ansieht.
  • Kriege und Konflikte weltweit: Er diskutierte die vielen aktuellen Kriege und Konflikte weltweit, darunter die Ukraine, Palästina, Libyen, Syrien und den Sudan, und hob die Rolle der Rüstungsindustrie bei der Verschärfung dieser Konflikte hervor.
  • Rüstungsausgaben und technologische Fortschritte: Grässlin zitierte das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) und wies auf die enormen globalen Rüstungsausgaben und die technologischen Fortschritte bei Waffen hin, die zur Eskalation von Konflikten beitragen.
  • Gefahren der Hyperschallwaffen und KI: Er warnte vor den Gefahren von Hyperschallwaffen und künstlicher Intelligenz in der Kriegsführung, die die menschliche Entscheidung über Leben und Tod ersetzen könnten.
  • Nukleare Bedrohungen: Grässlin betonte die Bedrohung durch die Modernisierung von Atomwaffen und die erhöhte Gefahr eines Atomkriegs, wie durch die Doomsday Clock symbolisiert.
  • Rüstungsexporte und Menschenrechtsverletzungen: Er kritisierte die Rüstungsexportpolitik Deutschlands, insbesondere die Lieferungen an Saudi-Arabien, die Türkei und Israel, und hob die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen hervor.
  • Friedenslogik und ziviler Widerstand: Grässlin plädierte für eine Friedenslogik und betonte die Wirksamkeit des zivilen Widerstands, der laut Studien doppelt so erfolgreich ist wie gewaltsame Bewegungen.
  • Visionen für eine bessere Welt: Er schloss mit der Betonung der Notwendigkeit, Visionen für eine bessere Welt zu haben und diese Schritt für Schritt umzusetzen, um langfristig Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen.

3. Yannick Kiesel, Bildungsreferent der DFG-VK auf Bundesebene widmete sich in seime Vortrag den „Chanchen und Herausforderungen der DFG-VK für die Zukunft“.
https://bawue.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/24/2025/02/2025-01-25_Yannick-Kiesel-Praesentation-Neujahrstreffen.pdf

4. Resümee unserer bisherigen Geschäftsführerin Anete Wellhöfer zu ihrer Arbeit und Erfahrungen in der DFG-Vk BaWü.
https://bawue.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/24/2025/02/2025-01-25_Rede-Anete-Wellhoefer-Neujahrstreffen.pdf

5. Jonas Fehrenbach, unser Geschäftsführer ab dem 01.03.25 stellt sich vor.
Da die Rede von Jonas sehr persönlich war, verzichten wir auf eine Veröffentlichung im Internet.

6. Aktivitäten des Landesverbandes:
– Frank Chudoba erklärt sein Ausscheiden aus dem Landessprecher*innenkreis.
Mitglied: Bedauern, dass Frank aufhört. Er ist sehr integrativ. Schätzt ihn sehr.
Klaus: Danke Frank für deine Arbeit, die du geleistet hast du hast sehr viel gemacht. LaVo zu dritt. Wir suchen Leute, die mitarbeiten. Es läuft gut, was wir machen. Mitarbeit ist auch möglich, ohne im LaVo zu sein. Beispiel ist Ulli-Thiel-Friedenspreis, das ganze Projekt managet Ruth Scheel. Wir suchen Leute, die Projekte eigenständig betreuen und mit dem LaVo zusammenarbeiten.

– Wahl zum Bundesausschuss (BA): Renate Seibold wurde gewählt.

– Info zu Wehrpflicht und KDV: es gibt viele Anfragen zu KDV. Es gibt wenige in der DFG-VK die den Background von KDV-Arbeit haben. Klaus hat alleine vor 2 Jahren angefangen und zwischenzeitlich ein Beratungsteam ausgebildet. Vieles läuft über zoom. Neue Berater*innen werden auch weiterhin ausgebildet. Auf Bundesebene wird auf Verweigerungswelle vorbereitet. In BaWü derzeit 11 Berater*innen. Auch auf Bundesebene gibt es Austausch. Geplanter KDV-Kongress am 21. und 22. Juni 25 in Kassel. Bearbeitungszeit 7 Monate plus. Viele Anfragen von Reservisten. Es gibt viele Presseanfragen. Interviews in Absprache mit dem BSK. Enge Zusammenarbeit mit der evangelischen Arbeitsgemeinschaft. Wie es nach der Wahl weitergeht ist fraglich. Regelmäßige Anfragen in den Bundestag über Die Linke. KDV-Beratung wird an Bedeutung gewinnen.
Fragen:
– Zusammenarbeit mit Stadtjugendringe und Gewerkschaftsjugend? Ressourcenproblem. Die DFG-VK arbeitet an einer Vernetzung, auf Bundesebene auch mit Gewerkschaften. Wir haben kompetente Leute in der DFG-VK zu diesem Thema.
– Uns steht es offen in Schulen aufzutreten. Ruth Scheel hat z.B. 6 Schulbesuche im Zusammenhang mit UTFP. Wir brauchen Leute dazu, jedeR kann sich engagieren.
– Die ZivilCourage online wurde schon verschickt. Per Post sind manche schon verschickt.

– Radtour mit dem Landesverband Bayern. Amelie Rester berichtet: Strecke steh,t Nördlingen – Stuttgart – Ulm – Augsburg, 1.-9.08.25. Gebraucht wird noch Unterstützung fürs Küchenteam. Mitfahren kann jede und jeder, auch Tagestour geht. Wer im Orga-Team mitarbeiten will ist willkommen. Es gibt Begleitfahrzeug, da kann auch Fahrrad von kleinem Kind mittransportiert werden, muss aber vorher abgesprochen werden, ob noch Kapazität frei. Ankündigung folgt über Newsletter und Homepage DFG-VK BaWü.

– Mittelstreckenraketen: Sigrid berichtet, sie vertritt die DFG-VK BaWü. Thomas Schwörer vertritt die DFG-VK. Soll eines der Hauptthemen dieses Jahr werden. Bündnis, 47 Friedensorganisationen, offener Brief wurde veröffentlicht an die Kandidierenden zur Bundestagswahl. Zeitungsanzeigen: im nächsten Freitag, weitere sollen folgen. Wie steht das Bündnis zum Berliner Apell? Nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung. Am 29.03.25 wird es in Wiesbaden eine Demo geben, die soll groß werden. Bitte macht das Thema Mittelstreckenraketen publik. Die Stationierung wurde nicht im Bundestag behandelt.
– Idee: zerfetzte Regenschirme mitnehmen und hochhalten.
– Mittelstreckenwaffen, das Wort löst nichts aus. Da kann man sich nichts vorstellen. Es braucht eine andere Begrifflichkeit.
– Mittelstreckenwaffen anstatt Mittelstreckenraketen um den Unterschied zu den 90ern deutlich zu machen.
– Es gibt eine Broschüre von Jürgen Wagner (IMI) und Özlem Demirel (MdEP), „Frieden schaffen mit Angriffswaffe? US-Mittelstreckensysteme in Deutschland – gefährlich und destabilisierend!“ kann auf der IMI-Internetseite gratis heruntergeladen werden.
– Argument: nun nach der Wahl ist Trump dafür zuständig.

– Bulli Nutzung: Der Bundesverband hat einen Bulli und Fahrer. Möglichst viele Gruppen sollen den Bus anmieten. Die Gruppen müssen sich an den Kosten beteiligen. Bus ist Blickfang, nutzt es. Wer Interesse hat, soll sich an die Landesgeschäftsstelle wenden. Bulli incl. Infostand, aufblasbares Gewehr usw. Den Bulli können auch externe Gruppen mieten.

– Landesmitgliederversammlung– am Sa. 28.06.25 von 10-17 Uhr im Clara-Zetkin-Haus Stuttgart. Einladung folgt.
Geplante Themen: Landesverband, Landesvorstand erweitern, wie geht es weiter, wer übernimmt welches Thema, …
Gruppen sind aufgerufen Ideen und Anregungen ans DFG-VK Büro zu schicken.

12 März, 2024

Klausurtagung des DFG-VK LaVo und LSK

am 09.03.24 trafen sich in Kernen von 10 – 16 Uhr der Landesvorstand (LaVo), der Landessprecher*innenkreis (LSK) und unsere Geschäftsführerin zu unserer jährlichen Klausurtagung.

Foto, von links nach rechts: Frank Chudoba, Klaus Pfisterer, Ernst Rattinger, Ruth Scheel, Anete Wellhöfer, Thomas Schild-Dona, Stefan Philipp.

Themen:
1. Aussprache über die politische Lage.
2. Austausch über die Lage im Verband.
3. Besprechung zum BUKO im Okt. 24.
4. KDV-Beratung
5. Anstehende Themen bei der DFG-VK BaWü: Mitgliedergewinnung, junge Leute, Arbeitsüberladung, Austausch auf Landesebene mit Mitgliedern und Regionalgruppen, Kommunikation,
6. Ulli-Thiel-Friedenspreis
7. Mitgliederversammlung pax an
8. Arbeit in Bündnissen, Bündnispartner*innen.
9. Öffentlichkeitsarbeit

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