In Deutschland droht die Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen – mögliche Standorte sind Grafenwöhr und Wiesbaden. Was hier vorbereitet wird, ist eine sicherheitspolitische Eskalation mit enormen Risiken: Diese Waffen verkürzen Vorwarnzeiten drastisch und erhöhen die Gefahr eines militärischen Großkonflikts in Europa.
Doch nicht nur das Vorhaben selbst ist alarmierend – sondern auch, wie darüber entschieden wurde.
Diese weitreichende Entscheidung wurde ohne öffentliche Debatte, ohne breite parlamentarische Auseinandersetzung und ohne gesellschaftliche Beteiligung getroffen.
Das ist ein demokratischer Skandal.
Er zeigt, wie wenig Mitbestimmung gewollt ist, wenn es um „Kriegstüchtigkeit“ geht. Entscheidungen, die unser aller Sicherheit betreffen, werden im Hintergrund getroffen – an der Bevölkerung vorbei.
Diese Intransparenz hat einen Grund:
Mittelstreckenwaffen sind keine „normalen“ Waffen. Sie sind Teil einer militärischen Strategie, die im Ernstfall auch atomare Eskalation einschließt – und Deutschland zum möglichen Schauplatz eines solchen Konflikts macht.
Genau diese Realität soll nicht breit diskutiert werden.
Denn eine ehrliche Debatte würde dem Bild vom sauberen, coolen und gerechten Krieg widersprechen, das insbesondere die Bundeswehr für die Rekrutierung ihrer Soldat*innen nutzt.
Sie würde Ängste sichtbar machen – und Widerstand stärken.
Für uns ist klar:
Keine Mittelstreckenwaffen – weder in Grafenwöhr noch in Wiesbaden, weder in Deutschland noch in Europa.
👉 Kommt zu den Protesten in Grafenwöhr und Wiesbaden am 30.05.2026 und unterstützt unsere Forderungen:
- die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu unterbinden
- das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
- das Projekt zur Entwicklung europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen
- keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu kaufen
- Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag und damit auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der Oreschnik zu erreichen
- die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
- Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
- weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen
Ihr plant am 30.05. hinzufahren? Dann meldet euch bei uns:
Schreibt gerne eure geplante Anreise an unseren Geschäftsführer Jonas – wir versuchen, Fahrten zu bündeln und euch miteinander zu vernetzen. Gebt dabei bitte an, zu welcher der beiden Demonstrationen ihr fahren wollt.
Bildet Banden. Vernetzt euch. Werdet aktiv gegen Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa.
Link zum Bündnissflyer (Druckvorlage)
