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DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg

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Ostermarsch

22 April, 2025

Rede Ostermarsch Kehl/Strasbourg am 19.04.25

von Anete Wellhöfer, DFG-VK Karlsruhe

Liebe Friedensbewegte, Pazifist*innen und Antimilitarist*innen,

schön, dass ihr da seid, es ist so wichtig, dass wir gemeinsam auf die Straße gehen und uns für Frieden einsetzen. Ich bin so froh euch heute hier zu sehen.

Vielen Dank an das Orga Team für die Ausrichtung dieses grenzüberschreitenden Ostermarsches. Ich finde das eine ganz tolle Idee und es bräuchte viel mehr solcher Projekte.

Und auch vielen Dank für die Einladung hier und heute zu sprechen.

Mein Name ist Anete Wellhöfer und ich bin bei der DFG-VK, der Anti-Atom-Ini und dem Netzwerk gegen Rechts in Karlsruhe aktiv.

Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal die Gelegenheit beim Ostermarsch, damals in Offenburg, zu sprechen und zwar zum Thema Feministische Außenpolitik. Das war damals etwas ganz Neues. Und im Grunde, wenn man feministische Außenpolitik beim Wort nimmt wäre das auch eine gute Sache. Meine Kritik an der feministischen Außenpolitik a la Baerbock war klar und nach zwei Jahren müssen wir leider konsternieren, dass trotz der Implementierung es gar keine Folgen hatte. Aber bei der Außenministerin und für das was sie stand und steht, ist das auch kein Wunder. Dass sich das unter der kommenden Bundesregierung ändert, davon ist nicht einmal zu träumen. Fazit: die Forderung nach Feministischer Außenpolitik ist gut und richtig, aber sie muss auch umgesetzt werden, Papiertiger bringen uns nicht weiter.

Was erleben wir da gerade für einen Backlash, auf so vielen Ebenen. Es ist nicht auszuhalten und es sollte uns wütend machen. Es gibt eine positive Wut die einen zum Handeln antreibt und wir müssen handeln und Widerständig sein, besonders beim Thema Aufrüstung und Wehrpflicht.
Denn: Wenn nicht wir wer dann?
Wir, das heißt wir alle die wir heute hier sind und noch viele mehr. Wir müssen widersprechen wenn die Aufrüstung als alternativlos und uns als Friedenssicherung verkauft wird. Wir wissen, dass das nicht stimmt. Wir müssen aufschreien, wenn zivile Bereiche wie Krankenhäuser, Schulen usw. kriegstüchtig gemacht werden, was gerade der Fall ist und hier in Baden-Württemberg besonders auch von Innenminister Thomas Strobel gefordert und auch angegangen wird.

Und wir können aufklären und im Kleinen widerständig sein, sei es beim Geburtstag der Oma oder des Nachbarkindes, bei einer Party oder bei einem Plausch mit Freund*innen nach einem Kinobesuch. In allen Lebenslagen können wir die Kriegstreiberei in Frage stellen und das ist wichtig. Wenn in den Leitmedien die Gegenstimmen fehlen, dann müssen wir diese Stimmen sein und unsere Stimmen erheben.

Ja, das ist anstrengend, aber gibt es eine Alternative?
Denn: Wenn nicht wir wer dann?
Und allen die sagen, ich würde ja gerne, aber ich bin rhetorisch nicht fit, rate ich, tut euch zusammen, sucht euch Gleichgesinnte und organisiert z.B. einen Argumentationsworkshop oder eine Stammtischkämpfer*innen Schulung. Meiner Erfahrung nach ist so ein Workshop ein tolles Empowerment, es macht Spaß, ihr lernt Gleichgesinnte kennen und ihr stärkt euch und nehmt etwas sehr Positives mit und dafür ist es nie zu spät.

Wir haben auf der einen Seite die fortschreitende rechte Entwicklung in unserer Gesellschaft und wir wissen, dass Faschismus und Krieg miteinander eng verbunden sind. Und daneben die zukünftigen Regierungsparteien die anscheinend kriegsgeil sind und damit den Rechtsruck noch unterfüttern, das zeigen ja auch die steigenden Umfragewerte für die AfD.

Was tun? Damit komme ich zurück auf meine Eingangssätze. Keine Option ist, wegducken, den Kopf frustriert und hoffnungslos in den Sand stecken, damit verändern wir nichts zum Guten. Uns bleibt nur sichtbar, hörbar, lesbar zu sein. Schreibt Leser*innenbriefe wenn ihr in eurer Zeitung lest, dass der Baden-Württembergische Finanzminister Bayaz fordert einen Feiertag zu streichen, um die Mrd. zusätzlicher Rüstungsausgaben zu finanzieren. Macht die Diskussion um Krieg und Frieden und die Folgen von Krieg in euren Familien und im Bekanntenkreis zum Thema. Geht bzw. organisiert Veranstaltungen für Abrüstung, gegen Atombomben und gegen Mittelstreckenwaffen. Tragt T-shirts wo ihr klar Haltung als Antimilitarist*innen zeigt. Schafft Öffentlichkeit, lasst uns den kleinen Schneeball formen der im positiven Sinne zu einer Friedenslawine wird.
Denn: Wenn nicht wir wer dann?

Nun zum Thema Rüstungsindustrie. Wir müssen Verantwortung übernehmen und sollten uns auch alle fragen, ob unser Erspartes die Waffenindustrie mitfinanziert. Von 2019 bis 2021 haben deutsche Finanzinstitute mehr als 20 Milliarden US-Dollar in Atomwaffen-Hersteller investiert. Viele deutsche Banken, Versicherungen und Fonds finanzieren die Rüstungsindustrie. Deshalb, prüft was eure Bank mit eurem Geld macht und erwägt einen Bankwechsel. Wer ausschließen möchte, dass sein/ihr Erspartes Kriege und Konflikte finanziert sollte jetzt aktiv werden.

Hier noch eine Info: Der Präsident des Reservistenverbands Patrick Sensburg, forderte im Deutschlandfunk am 5. April, dass Deutschland 350.000 Soldat*innen braucht, derzeit haben wir ca. 180.000 und er fordert 1 Million Reservist*innen. Er sagte, „dass bei einem möglichen Krieg an der Ostflanke 5.000 Soldaten täglich sterben könnten.“ Und er fordert, nicht verwunderlich, eine Wehrpflicht.
Wir halten dem entgegen:
Menschen sind kein Kanonenfutter. 
Kriegsdientverweigerung jetzt. 
Anerkennung und Schutz für ausländische Kriegsdienstverweigerer.

Zum Schluss noch zwei Anmerkungen:


Letztes Jahr hat der Deutsche Bundestag die Einführung eines Veteranentages beschlossen. Dieser neue Veteranentag wird künftig am 15. Juni stattfinden.
Für Baden-Württemberg sind bisher folgende Veranstaltungen bekannt:
Lenzkirch, Breisach, Karlsruhe und Offenburg.

Ich bitte euch alle, merkt euch diesen Termin und unterstützt den Gegenprotest am 15 Juni.
Veteranentag – nein Danke!
Unser Protest gilt nicht den Veteranen, aber der Kriegsvorbereitung und dass Militär normalisiert wird.
Deshalb unser Motto:
Verweigern statt Veteran*innen.
Wenn ihr bei den Vorbereitungen mitmachen wollt, so könnt ihr euch gerne bei mir melden. Wir treffen uns Baden-Württemberg weit online um die Gegenproteste zu organisieren.

Und bei all dem Destruktiven hier eine positive Nachricht. Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt. Viele sind nicht bereit als Kanonenfutter zu dienen und das ist gut und richtig.
Die DFG-VK hat im letzten Jahr ein Berater*innennetzwerk aufgebaut und es melden sich immer mehr Reservist*innen die verweigern und auch junge Menschen fragen an, was sie tun können. Zumindest diese Entwicklung ist etwas Positives.

Ich danke euch.

10 April, 2025

Ostermärsche 2025 in BaWü

17.04.25 (Do) Freiburg

17:00 Uhr, Mahnmal gegen Krieg und Faschismus / Rathausgasse
Motto: „Friedensfähig statt Kriegstüchtig“

19.04.25 (Sa) Stuttgart

11:58 Uhr (89 Sekunden vor 12), Schlossplatz
Motto: „89 Sekunden vor 12“

19.04.25 (Sa) Kehl/Strasbourg

14:00 Uhr, ev. Friedenskirche Kehl
Motto: „Stoppt das Töten! Friedensfähig statt Kriegstüchtig“

19.04.25 (Sa) Ulm

11:00 Uhr, Wilhelmsburg Kaserne
Motto: „Ulm für Frieden und Abrüstung“

19.04.25 (Sa) Heidelberg

14:00 Uhr, Bismarckplatz
Motto: „Hunderte Milliarden für die Rüstung? Nicht mit uns!“

19.04.25 (Sa) Mannheim

13:00 Uhr, Kapuzinerplanken
Motto: „Friedensfähig statt kriegstüchtig – Abrüstung statt Aufrüstung“

19.04.25 (Mo) Ellwangen

10:00 Uhr, Bahnhof
Motto: „Frieden schaffen – Aufrüstung stoppen – jetzt!“

21.04.25 (Mo) Müllheim

14:00 Uhr, Robert Schumann Kaserne
Motto: „Die Welt braucht Frieden. Beendet alle Kriege! Sofort!“

25 Februar, 2025

Ostermarsch Stuttgart 19.04.25

Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Aufstehen! Auf die Straße gehen! Für eine soziale und gerechte Welt!

Weltweit werden mehr als 20 Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen geführt. Jeder Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Der Krieg in der Ukraine, der Krieg in Gaza, die andauernde israelische Besatzung und der Krieg im Sudan fordern hunderttausende Tote, verwüstete Landstriche, Not, Elend, Leid, Hunger und Tod. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Und die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker gießen mit Waffenlieferungen und unermüdlicher Hochrüstung weiter Öl ins Feuer.

Es werden noch 20 Ordner*innen gesucht. Bei Interesse bitte Email an buero@friedensnetz.de

Ablauf
10.45 Uhr Kundgebung vor der EUCOM Stuttgart-Vaihingen, Katzenbachstr. 207
anschließend Fahrradkorso für den Frieden zur Innenstadt
89 Sekunden vor 12 (Stand Weltuntergangsuhr) Kundgebung, Schlossplatz
ca. 13:00 Uhr Ostermarsch durch Stuttgart
ca. 14:00 Uhr Abschlusskundgebung, Schlossplatz
Redner*innen:
Ulrike Eifler, Mitinitiatorin des Aufrufs „Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg“
Landesbischof Friedrich Kramer, Magdeburg, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland
Jürgen Wagner, IMI Informationsstelle Militarisierung
Ajla Salatovic, Fridays for Future
Ulrich M. Bausch, Politikwissenschaftler

Den aktuellsten Stand finden Sie auf der Webseite www.friedensnetz.de und mit der Übersicht aller geplanten Ostermärsche www.friedenskooperative.de

4 April, 2024

Redebeitrag von Susanne Bödecker beim Stuttgarter Ostermarsch 30.03.24

Herzlichen Dank, dass wir uns – als ein Teil dieser vielfältigen und starken Friedensbewegung in Stuttgart – heute beim Ostermarsch vorstellen dürfen!

Die  DFG-VK:  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen

Wir sind Jahrgang 1892 – aber von Alter und Siechtum keine Spur!
Wir sind die älteste deutsche Friedensorganisation – aber Bertha von Suttners und Alfred. H. Frieds Ausruf: „Die Waffen nieder!“ ist aktueller denn je und die einzig humane Alternative zur allgemeinen Kriegshetze, in der die Vokabel „Frieden“ im offiziellen deutschen Sprachgebrauch überhaupt nicht mehr existiert.

Dem geifernden Rüstungslobbyisten, der frohlockt: „Von deutschem Boden darf nie wieder militärische Zurückhaltung ausgehen!“ setzen wir – als Mitglieder der DFG-VK –  unsere Grundsatzerklärung entgegen, die da heißt: „Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.“

Das Zitat „Stell Dir vor, es kommt Krieg und keiner geht hin“ (1936) von Carl Sandburg ist für uns eine realistische Vision, an der wir arbeiten. Und das heißt: Beseitigung aller Kriegsursachen Abschaffung von Wehrpflicht und Bundeswehr Solidarität und Unterstützung für Kriegsdienstverweigernde und Desertierende auf der ganzen Welt.

Ein großer Teil unserer politischen Arbeit findet in den örtlichen Gruppen statt. Die Stuttgarter DFG-VK – Gruppe trifft sich jeden 3. Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Werastr. 10. Sie ist mit einem Stand hier auf dem Schlossplatz vertreten, geht gerne hin, deckt euch mit Material, Aufklebern und Buttons ein, erkundigt euch über die Aktivitäten der Stuttgarter DFG-VK und wir freuen uns natürlich sehr über die eine oder den anderen Neuzugang!!!

Zur Diskussion über die Rechtsoffenheit der Friedensbewegung, die seit letztem Herbst
geführt werden musste, haben wir zusammen mit anderen Initiativen das „Stuttgarter Konsenspapier“ verfasst, in dem wir uns auf wesentliche  Punkte verständigt und klar aufgezeigt haben, für was wir stehen und mit wem wir für eine friedliche Welt demonstrieren wollen.

Die besinnliche Adventszeit nutzt die Bundeswehr alljährlich, um ihre Musikkorps in Kirchen zu sogenannten „Adventskonzerten“ zu schicken. Am 5. 12. 2023 war das Heeresmusikkorp Ulm in der Fellbacher Lutherkirche und die Stuttgarter DFG-VK  mit einer Protestkundgebung davor. Wir sind für ein generelles Ende der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Militär und gegen das Werben der BW für Aufrüstung und Personal  – in Räumen, in denen sie nichts zu suchen hat sowieso.

Die DFG-VK Stuttgart  hat gemeinsam mit weiteren Organisationen aus dem Bündnis „Stoppt das Töten in der Ukraine“ für den zweiten Jahrestag des Krieges am 24. Februar 2024  in Stuttgart zu einer Kundgebung aufgerufen und ein deutliches Zeichen für das Durchbrechen der Gewaltspirale, für Waffenstillstand und Friedensverhandlungen gesetzt. Wir fordern das Ende der Verfolgung von Kriegsdienstverweigernden, Militärdienstentziehenden und Desertierenden in Russland, Belarus und der Ukraine.

Am 15. Mai ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. Wir laden ein zu einer Kundgebung um 18 Uhr am zukünftigen Standort des Stuttgarter Deserteurdenkmals am Karlsplatz. Bisher steht das Deserteurdenkmal versteckt und unbedeutend neben dem Theaterhaus am Pragsattel und wartet auf seinen Umzug, der vom Stuttgarter Gemeinderat schon vor Jahren beschlossen wurde. OB Nopper hüllt sich dazu in Schweigen.

Am 8. Juni  – einen Tag vor der EU-Wahl – werden wir, wie jedes Jahr, zusammen mit Antimilitarist*innen gegen den „Tag der Bundeswehr“ in Stetten am Kalten Markt demonstrieren.

Um kriegstüchtig zu werden, fehlen der Bundeswehr junge Menschen, die sich freiwillig für denDienst an der Waffe melden. Eine Reaktivierung der ausgesetzten Wehrpflicht – vielleicht unter dem Deckmantel einer „Allgemeinen Dienstpflicht“  – wird immer wieder von Vertreter*innen der Fraktionen des Bundestages ins Gespräch gebracht.
Über 10% der neuen Rekrut*innen bei der BW waren 2023 minderjährig!
Die Stuttgarter DFG-VK arbeitet mit dem Bündnis „Unter 18 Nie! Keine Minderjährigen in der Bundewehr!“ daran, dass in der BW kein Platz für Kinder und Jugendliche sein darf! Wir fordern die Bundesregierung auf, die Rekrutierung von minderjährigen Soldat*innen sofort einzustellen, die militärische Werbung bei Schüler*innen zu beenden und die Kinderrechte zu schützen und einzuhalten“.
Wir bitten euch:
Redet mit euren Kindern-Nichten-Neffen-Enkel*innen, wenn Jugendoffizier*innen  oder sogenannte Karriereberater*innen ihnen die Bundeswehr schmackhaft machen wollen…zeigt ihnen  Alternativen zum Militärjob- und ermutigt sie mit den Worten: „Was Besseres als das Töten zu lernen findest du allemal!“

Dem Argument von Estlands Ministerpräsidentin Kallas: „In einer Welt voller Gewalt wäre Pazifismus Selbstmord“, setzen wir das Konzept der sozialen Verteidigung entgegen, der gewaltfreien Alternative zur militärischen Verteidigung. Ein Volk kann lernen, sich zu widersetzen, ohne sich auf die Militärlogik einzulassen. Die Prinzipien und Methoden der gewaltfreien Aktion, des Zivilen Widerstands und der Nicht-Zusammenarbeit machen das möglich. Ohne Waffen, aber nicht wehrlos!

Dazu müssen wir aber auch durch Aufklärung dafür sorgen, dass die Stimmung in der Bevölkerung nicht hin zur  Befürwortung von Aufrüstung und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete kippt.
Wenn die Bundesrepublik dieses Jahr rund 72 Mrd. für Verteidigung ausgeben wird, Tendenz steigend, dann müssen die Bürger*innen erkennen, dass die ihnen zustehenden Sozialausgaben eingefroren werden und sie auf der Strecke bleiben.
Die Ostermärsche sind wichtig, um dies deutlich zu machen und den Menschen Alternativen zur unfreiwilligen Verarmung aufzuzeigen. Soldaten, Waffen und Kriege sind nicht in Stein gemeißelt.
Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben in Frieden. Deswegen ist es wichtiger denn je, dass wir alle heute hier sind, und für eine gerechte, friedliche und soziale Welt eintreten.
Frieden schaffen ohne Waffen!

Vielen Dank an euch!!!!
Susanne Bödecker

2 April, 2024

Impressionen Ostermarsch Stuttgart, Kehl-Strasbourg und Freiburg

Rede- und Kundgebungsbeiträge der Ostermärsche 2024: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2024/reden

Fotos Stuttgart 30.03.2024, 4.500 Teilnehmende
Fotos von Ursula Ganter

Fotos Kehl-Strasbourg 30.03.24, ca. 250 Teilnehmende
Fotos von Madlen Rattinger-Doerr

Fotos Freiburg 28.03.24, ca. 400 Teilnehmende

26 März, 2024

Ostermarsch in Stuttgart: Der Flyer ist da!

Hier geht’s zum Flyer!Herunterladen

29 Februar, 2024

Wir rufen auf zum Ostermarsch Stuttgart 2024

Sa. 30. März 2024, 90 Sekunden vor 12 Uhr

Wer den Frieden will, bereite den Frieden vor!
Stoppt das Töten! Verhandeln jezt! Abrüsten!

Ablauf:
10.45 Uhr Kundgebung vor der EUCOM Stuttgart-Vaihingen, Katzenbachstr. 207
anschließend Fahrradkorso für den Frieden zur Innenstadt
90 Sekunden vor 12 (Stand Weltuntergangsuhr) Auftaktkundgebung, Schlossplatz
ca. 13 Uhr Ostermarsch durch Stuttgart
ca. 14 Uhr Abschlusskundgebung, Schlossplatz
Den aktuellsten Stand und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite
www.friedensnetz.de

6 April, 2021

Rückblick: Ostermärsche 2021 in Baden-Württemberg

Abrüsten für den Frieden, für das Klima, für die Menschen!

Banner mit dem Text "Ab!rüsten für den Frieden, für das Klima, für die Menschen" beim Ostermarsch 2021 in Stuttgart

Trotz Corona-Einschränkungen hat die Friedensbewegung in Baden-Württemberg an mehreren Orten Aktionen zum Ostermarsch durchgeführt. DFG-VK-Mitglieder haben sich daran beteiligt und in einigen Orten die Planung tatkräftig unterstützt. Wie die folgenden Kurzberichte zeigen, hat sich das Engagement gelohnt.

Stuttgart
Unter dem Motto „Abrüsten! Für den Frieden, für das Klima, für die Menschen“ haben am Ostersamstag in Stuttgart rund 800 Personen am Ostermarsch 2021 des Friedensnetzes Baden-Württemberg teilgenommen. Das geschah unter strikter Einhaltung der Masken- und Abstandspflicht. Für die Friedensbewegung war es zudem ein wichtiges Signal, dass die Veranstaltung real stattfinden konnte. Sie hat gezeigt, wie verantwortungsvoller und achtsamer Protest aussehen kann.

Das bunte Bild wurde überwiegend bestimmt von den regenbogenfarbigen Pace-Fahnen, auch mit dem Aufdruck „No NATO“. Der Marsch wurde angeführt mit dem Frontbanner „Abrüsten! Für den Frieden, für das Klima, für die Menschen“ und von einem 25 Meter langen Lindwurm, in den sich der Friedenstreff Stuttgart-Nord gehüllt hatte und der beidseitig mit der Kernforderung aller RednerInnen beschriftet war: „UN-Atomwaffenverbotsvertrag-Beitritt – Jetzt!“. Gut sichtbar war auch ein Transparent der DFG-VK: „Aus der Pandemie lernen: Geld für Gesundheitsversorgung und den zivilen Katastrophenschutz statt für das Militär!“.

Gute Reden gab es vom Landesbezirksleiter von ver.di Baden-Württemberg Martin Gross und MdB Tobias Pflüger. Wiltrud Rösch-Metzler, Vorsitzende von pax-christi Rottenburg-Stuttgart fragte: „Wo sind die Friedenskräfte in den Parteien? Sie antwortete darauf: Vermutlich gibt es in jeder Partei Menschen, die in Militäreinsätzen keine Lösung sehen und bereit wären, für Abrüstung einzutreten. Sie aufzusuchen ist wichtig.“ Mit Blick auf die rechten Kräfte meinte sie: „Wer die Ängste der Menschen in Wut auf andere Menschen und Gruppen umleitet, versündigt sich an unserer Gesellschaft, schafft Spaltung statt Versöhnung.“
Sigrid Altherr-König, Esslingen

Müllheim
Im südbadischen Müllheim fand am Ostermontag, wie jedes Jahr, der Ostermarsch statt, an dem sich annähernd 200 Menschen beteiligten.
Der Ostermarsch stand unter dem Motto: „Entschieden für Frieden und gegen rechte Hetze“, beginnend mit einer Auftaktkundgebung vor der Robert-Schumann-Kaserne, Sitz der Deutsch-Französischen Brigade. Dort haben Ulrich Rodewald vom Friedensrat Müllheim und eine Vertreterin des DGB Abrüstung statt Aufrüstung gefordert und die 2-%-Forderung der Nato für Aufrüstung und Vorbereitungen für den Einsatz von Atomwaffen aus Büchel verurteilt.

Der anschließende Ostermarsch durch die Stadt endete auf dem Marktplatz mit einer Abschlusskundgebung, die von einer Roma-Kapelle umrahmt wurde. Uta Pfefferle vom Freiburger Friedensforum forderte in ihrer Rede den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und warb für die Städteinitiative Mayors for Peace. Ann Katrin Vetter vom Friedensrat Müllheim skizzierte unter anderem die Lage der Flüchtlinge und die Gefahr durch Rechtsextremismus.
Max Heinke, Freiburg

Ostermarsch-Teilnehmer*innen auf dem Fahrrad  in Mannheim

Mannheim
In Mannheim ließen es sich über 100 RadlerInnen am Ostersamstag nicht nehmen, mit fahnengeschmückten Rädern demonstrativ von der ehemaligen Turley-Kaserne zum Alten Meßplatz zur Zwischenkundgebung zu radeln. Nach motivierenden Reden ging es dann mit noch mehr Leuten und einer Demo zu Fuß weiter zur Abschluss-Kundgebung am Schloss. Das Masken- und Abstandsgebot und die Beschränkung auf maximal 200 Personen wurden eingehalten.

Anknüpfend an die Pandemie-Begriffe kann man sagen, dass die übereinstimmende Aussage in den Reden die Forderung nach einem Lockdown für Manöver, Kriege und Rüstung und einem Abstandsgebot war.  PolitikerInnen und Militärs müssen Abstand nehmen von dem Glauben, dass sie Konflikte durch Waffen- und Militäreinsätze „lösen“ könnten. Stattdessen wurde gefordert, dass die Bundesregierung dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und Waffenexporte stoppt. Statt zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Rüstung auszugeben, müsse der Rüstungsetat gesenkt werden, um das Geld in Soziales, Gesundheitswesen, Bildungswesen und den Klimaschutz zu investieren. Für die Konfliktbearbeitung sollten mehr Friedensfachkräfte ausgebildet werden, statt Menschenleben durch die Auslandseinsätze der Bundeswehr zu opfern.
Eine ausführliche Fassung des Berichts gibt es bei der DFG-VK-Gruppe MA-LU
Otto Reger, Mannheim

Banner mit dem Text "Aus der Covid-19-Pandemie lernen: Geld für die Gesundheitsversorgung und den zivilen Katastrophenschutz statt für das Militär!"
Banner mit dem Text „Aus der Covid-19-Pandemie lernen: Geld für die Gesundheitsversorgung und den zivilen Katastrophenschutz statt für das Militär!“

Offenburg
Am Ostersamstag fand der Ostermarsch Mittelbaden in Offenburg statt. Es gab Redebeiträge von Die Linke Ortenau, Linksjugend, DFG-VK, Motorradclub Kuhle Wampe Freiburg und ver.di zu den Themen „Rüstung runter – Geld für Gesundheit und Bildung“, „Schluss mit der Kriegstreiberei“ sowie „Schluss mit der staatlichen Finanzierung der Rüstungskonzerne“. Die etwas 130 TeilnehmerInnen sorgten bei schönem Wetter und revolutionärer Musik für gute Stimmung.
Ernst Rattinger, Offenburg

Dieser Bericht erscheint in Ausgabe 2 – Mai/Juni 2021 der „Südwestkontakte“, der Beilage für die „ZivilCourage“ der DFG-VK-Mitglieder in Baden-Württemberg. Die  Südwestkontakte wie auch die ZivilCourage gibt es auch als PDF-Dokument mit dem Vorteil, dass sie bereits veröffentlicht werden bevor die gedruckte Version in den Briefkästen liegt.

Zur Südwestkontakte Ausgabe 2 – Mai/Juni 2021 (auf der Website der DFG-VK Baden-Württemberg

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