Für atomare Abrüstung

Durch den Atomwaffenverbotsvertrag sind Atomwaffen seit 2017 geächtet. Das ist ein riesiger Erfolg der weltweiten Friedensbewegung zu dem auch die DFG-VK beigetragen hat. Dafür wurde der Friedensnobelpreis an die internationale Kampagne ICAN vergeben, zu der auch die DFG-VK als Partner gehört.

Die Friedensnobelpreisverleihung fand am 10. Dezember 2017 in Oslo statt. In ihrer selbstbewussten Dankesrede zählte die ICAN-Vorsitzende Beatrice Fihn viele Argumente dafür auf, dass die Forderung Atomwaffen abzuschaffen keineswegs naiv und realitätsfremd ist, sondern ein Gebot für das Überleben der Menschheit darstellt. Sie forderte alle Atomwaffenstaaten auf, ihre Blockade aufzugeben und sich auf die Abschaffung dieser Geisel zu konzentrieren. Die Japanerin Setsuko Thurlow schilderte in bewegende Worten, wie sie als 13-Jährige den Atombomeneinsatz in ihrer Stadt Hiroshima erlebt hat und welche furchtbaren Folgen er hatte. In ihrer Dankesrede wies sie darauf hin, welche Genugtuung und Freud sie und die anderen Atombombenopfer empfunden haben, als 72 Jahre nach den A-Bombeneinsätzen, die Annahme des Atomwaffenverbotsvertrags in der UNO mehrheitlich beschlossen wurde. Die gesamte Preisverleihung kann hier (in Englisch) angesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=P1daV8n6fTY

Mit Roland Blach (Geschäftsführer DFG-VK-Landesverband Ba-Wü) und Marion Küpker (DFG-VK-Vertreterin in der Kampagne atomwaffenfrei.de) waren auch wir in Oslo bei der Preisverleihung anwesend. Wir dürfen auf ihre Berichte gespannt sein.

Auf dieser Basis machen wir weiter Druck auf die Atomwaffen- und Nato-Staaten, dass Atomwaffen abgerüstet statt modernisiert werden. Seit Anfang November bieten wir dazu eine online-Unterschriftenaktion an.

Wir unterstützen die bundesweite Kampagne "Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt" (www.atomwaffenfrei.de) und deren Blockadeaktionen am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel wo Atomwaffen gelagert sind. Wir wollen einen Modernisierungsstopp von Atomwaffen und den Abzug dieser Massenvernichtungswaffen aus Büchel.

Weitere Aktionshöhepunkte der DFG-VK sind der schon traditionelle Pacemakers-Radmarathon zum Hiroshima-Tag im August (www.pace-makers.de) sowie die speziellen Pacemaker-Touren (z. B. die Pacemakers Reformations-Tour) sowie die Mahnwachen am Hiroshima-Tag aus Anlass des Atombombeneinsatzes gegen die Bevölkerung von Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945.

13. Pacemakers Radmarathon für atomare Abrüstung

Am 5. August 2017 haben sich wieder über 100 Radlerinnen und Radler auf einem rund 340 Kilometer langen Rundkurs für atomare Abrüstung abgestrampelt. Die Stationen waren Bretten, Heidelberg, Mannheim, Kaiserslautern, Ramstein, Landau und Bretten. Der von der DFG-VK Baden-Württemberg ins Leben gerufene und maßgeblich organisierte Pacemakers-Radmaraton für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen ist Teil der bundesweiten Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“.

Seit 2005 ist der Pacemakers-Marathon eine wunderbare, weltweit einmalige Verbindung zwischen der Friedensbewegung, dem Radsport und den Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden). In den Mayors for Peace engagieren sich weltweit etwa 7.000 BürgermeisterInnen für eine atomwaffenfreie Welt, darunter allein über 470 in Deutschland.

Pacemakers Reformations-Tour für atomare Abrüstung

Organisiert vom DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg fuhren 40 Radlerinnen und Radler in drei Tagen eine Strecke von 656 Kilometern um für die UNO-Atomwaffenverbotskonferenz und den Abzug der Atombomben aus Büchel zu werben. Vom 29. Juni bis 1. Juli radelten sie von Bretten über Gersfeld und Halle bis Wittenberg.

Videos und Bericht über die Pacemakers Reformations-Tour

Presseerklärung zur Pacemakers Reformations-Tour

Friedensaktivisten und (Ober-)Bürgermeister engagieren sich gemeinsam

Etliche DFG-VK-Mitglieder nahmen vom 26. bis 31. März an der bundesweiten Aktionswoche „Ja zu einem Atomwaffenverbot“ teil – zusammen mit vielen weiteren Friedensaktivisten und (Ober-)Bürgermeistern der Mayors for Peace. Auch in Baden-Württemberg. Dabei wurde auf die zeitgleich stattfindende erste historische Verhandlungsrunde für ein Atomwaffenverbot bei der Uno in New York aufmerksam gemacht. Über 130 Staaten diskutierten dabei über einen Vertrag, der die Ächtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen zum Ziel hat. Deutschland fehlte – wie fast alle anderen Nato-Staaten und alle atomwaffenbesitzenden Länder. Eine breite Mehrheit hatte am 23. Dezember bei der UN Generalversammlung beschlossen, Konferenzen für die Verhandlungen zu einem Atomwaffenverbot einzuberufen.

Zu Beginn der Aktionswoche untermauerten Friedensaktivisten aus ganz Deutschland die Forderung nach Abzug der in Büchel gelagerten Atomwaffen. Außerdem forderten sie die Teilnahme Deutschlands an den Verhandlungen für ein Verbot von Atomwaffen. Die Grußworte von Bürgermeistern aus Köln, Bonn, Düsseldorf und vielen kleineren Städten bekräftigten den eindringlichen Wunsch nach und die völkerrechtliche Verpflichtung auf atomare Abrüstung.

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