Rüstungsexporte beenden - Menschenleben retten

Eines unserer vorrangigen Ziele ist die Beendigung von Waffenhandel und Rüstungsexporten, nicht nur weil wir dadurch Menschenleben retten, sondern weil wir damit auch dem Stopp der Herstellung von Waffen und sonstigen Rüstungsgütern näher kommen. Gerade in Baden-Württemberg ist das wegen den vielen hier tätign Rüstungsfirmen besonders wichtig. Als eine Trägerorganisation der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" konzentrieren wir uns darauf, mit diesem beispielhaften Bündnis aus über einhundert Organisationen und Initiativen gemeinsam weitere Erfolge zu erringen.

Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!

Jürgen Grässlin ist als Bundessprecher der DFG-VK und Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel“ in erheblichem Maße für die überaus positive Außenwirkung verantwortlich, u.a. durch seine vielen Vorträge und regelmäßige Präsenz in allen relevanten Medien. Aus dem Landesvorstand wird er dabei wesentlich von Stephan Möhrle, der vom Bundeskongress 2015 als DFG-VK Vertreter in die Kampagne bestätigt wurde, unterstützt. Viele DFG-VK Mitglieder vor Ort sind im Kampf gegen Rüstungsexporte mit engagiert. Seit 2015 lautet der Schwerpunkt „Grenzen schließen für Waffen. Grenzen öffnen für Flüchtlinge“.

Der größte Clou gelang den beiden zusammen mit weiteren Aktiven in- und außerhalb der DFG-VK Mitte August 2017, als sie nach dem Erwerb von Aktien an der Hauptversammlung von Heckler & Koch teilnahmen und dabei rund einhundert kritische Fragen an das Management stellen konnten!! Das Ergebnis war eine breite Medienberichterstattung über den in Aussicht gestellten Strategiewechsel der Rüstungsschmiede, zukünftig nur noch „grüne“ Länder zu beliefern, d.h. nicht mehr an nordafrikanische Länder und auch nicht an mehr an Staaten von Mittel- und Nahost sowie nicht mehr an das Nato-Mitglied Türkei.

Um den skandalösen und friedensverhindernden Rüstungsexport noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, organisiert ein rund zehnköpfiges Team mit vielen DFG-VK-Mitgliedern seit Sommer 2016 den Staffellauf „FRIEDEN GEHT!“ für Mai/Juni 2018. Nach dem Start in Oberndorf am Neckar, dem Sitz der Waffenschmiede Heckler & Koch, geht es durch den Schwarzwald über Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, Fulda, Kassel, Halle quer durch Deutschland gut 1000 Kilometer nach Berlin. Sarah Gräber koordiniert die Arbeit nach ihrem Praktikum für die DFG-VK seit Juni 2017.

Über 200 Lesungen hat Grässlin mittlerweile mit seinen beiden zuletzt veröffentlichen Büchern „Schwarzbuch Waffenhandel“ und „Netzwerks des Todes“ absolviert. Für sein langjähriges Engagement gegen Rüstungsexporte erhielt er am 10. Dezember 2016 im Stuttgarter Theaterhaus den Stuttgarter Friedenspreis der AnStifter. Am 13. Oktober 2016 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der „Università del bene comune“ bei Verona für Cooperative New Hope verliehen.

Nach seiner Strafanzeige vom April 2010 – unterstützt vom RüstungsInformationsBüro/RIB e.V. und der DFG-VK – soll im November 2017 endlich der öffentliche Strafprozess gegen ehemalige H&K-Beschäftige und -Manager stattfinden. Auf der Anklagebank des Landgerichts Stuttgart werden auch zwei ehemalige H&K-Geschäftsführer sitzen. Die Anklage lautet auf illegalen »bandenmäßigen« Export tausender G36-Sturmgewehre in verbotene Unruheprovinzen Mexikos.

Unüberhörbar wurde in den letzten zwei Jahren bei vielen Aktionen und Veranstaltungen die Forderung nach einem Rüstungsexportverbot in die Öffentlichkeit getragen.

Am 8. April 2016 erhielten der Regisseur Daniel Harrich und sein Team für ihre journalistischen Leistungen bei den Recherchen für den Spielfilm „Meister des Todes“ und die TV-Doku „Tödliche Exporte“ den renommierten Grimme-Preis. Damit wurde auch das Engagement von DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin gewürdigt, der dem Filmteam bei seinen Arbeiten beratend zur Seite stand.

Der Friedensaktivist und DFG-VK-Mitglied Hermann Theisen aus Heidelberg war und ist mit medialen Interesse in zwei Verfahren wegen Aufruf zum Whistleblowing bei Heckler & Koch involviert.

Staffellauf gegen Rüstungsexporte 2018 quer durch die Republik

Um den skandalösen und friedensverhindernden Rüstungsexport bundesweit noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken, findet 2018 der Staffellauf „Frieden geht“ statt. Wir haben das für Juni 2017 geplanten Mammutprojekt bewusst verschoben um mehr Zeit für die Vorbereitung zu investieren und die Basis auf möglichst breite Beine zu stellen.  Nach dem Start in Oberndorf am Neckar, dem Sitz der Waffenschmiede Heckler & Koch, geht es durch den Schwarzwald über Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, Fulda, Kassel, Halle quer durch Deutschland gut 1000 Kilometer nach Berlin. Im Organisationsteam sind neben DFG-VK Bundessprecher und vielfachem Friedenspreisträger Jürgen Grässlin etliche weitere DFG-VK Mitglieder und Aktive befreundeter Organisationen.

Weitere Informationen: www.dfg-vk.de, www.juergengraesslin.com, www.aufschrei-waffenhandel.de, www.frieden-geht.de

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